Ihre Suchergebnisse

Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Rezension Westdeutsche Allgemeine Zeitung 10/2005 | Michael Stenger | 13. Januar 2005 Über das Sendegebiet hinaus

Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks ist nicht nur der renommierte...
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Rezension Westdeutsche Allgemeine Zeitung 10/2005 | Michael Stenger | 13. Januar 2005 Über das Sendegebiet hinaus

Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks ist nicht nur der renommierte...
Rheinische Post

Rezension Rheinische Post 08.01.2005 | Wolfram Goertz | 8. Januar 2005 Camille Saint-Saëns: Die fünf Klavierkonzerte

Die unbekannten Ländereien hinter den Leuchttürmen – das wäre ein abendfüllendes Thema, und zwar über Monate hinweg. Wer hat je das blendende 5. Klavierkonzert von Prokofieff gehört oder das beinahe spekulative 3. Violinkonzert von Paganini? Man kennt halt die im Licht, ihre Nachbarn aber nicht.

Auch die fünf Klavierkonzerte von Camille Saint-Saëns (1835- 1921) sind jenseits des zweiten in g-moll (das mit dem spinnradfleißigen Finale) nie ins Bewusstsein der Musikliebhaber eingesickert. Das ist ein frappierender Mangel, denn das dritte in Es-Dur etwa ist möglicherweise ein heimliches Meisterwerk. Allein sein Beginn ist von einer nachtträumerischen Feinheit, wie ihn die ganze Romantik nicht besser hingekriegt hat. Dann diese subtil moderne, nämlich modale Harmoniekurve A-Dur - G-Dur - F-Dur - Es-Dur und zurück. Dann dieser verhangene Zauber, der alle Klavierkunst zurückhält - und sie im Finale förmlich explodieren lässt.

Oder wer kennt die tatsächlich am Nil gezeugte Exotik im Mittelsatz des 5. Konzerts F-Dur, das unter Fachleuten als „ägyptisches Konzert“ gilt? War Saint-Saëns seiner Zeit hinterher, wie die Musikologen daherschwätzen? Nein, war er nicht. Neben Passagen von gehöriger Leutseligkeit gibt es solche, die schnurstracks zu Koechlin, Ravel, Roussel, Debussy weisen.

Nun haben wir das Glück einer neuen, glänzend geglückten Gesamtbetrachtung dieser weiten Ländereien. An ihr sind beteiligt: die furios musikalische, mit einer gepardenhaften Geschmeidigkeit beeindruckende Anna Malikova (die 1993 den ersten Preis beim ARD-Wettbewerb gewann), das enorm klangsinnliche WDR-Sinfonieorchester Köln und der alle Effekte kalkuliert steuernde Dirigent Thomas Sanderling. Gestrig ist diese Kunst nie, sie ist geistreiche Unterhaltung für zeitreisende Globetrotter im Ohrensessel.
Rheinische Post

Rezension Rheinische Post 08.01.2005 | Wolfram Goertz | 8. Januar 2005 Camille Saint-Saëns: Die fünf Klavierkonzerte

Die unbekannten Ländereien hinter den Leuchttürmen – das wäre ein abendfüllendes Thema, und zwar über Monate hinweg. Wer hat je das blendende 5. Klavierkonzert von Prokofieff gehört oder das beinahe spekulative 3. Violinkonzert von Paganini? Man kennt halt die im Licht, ihre Nachbarn aber nicht.

Auch die fünf Klavierkonzerte von Camille Saint-Saëns (1835- 1921) sind jenseits des zweiten in g-moll (das mit dem spinnradfleißigen Finale) nie ins Bewusstsein der Musikliebhaber eingesickert. Das ist ein frappierender Mangel, denn das dritte in Es-Dur etwa ist möglicherweise ein heimliches Meisterwerk. Allein sein Beginn ist von einer nachtträumerischen Feinheit, wie ihn die ganze Romantik nicht besser hingekriegt hat. Dann diese subtil moderne, nämlich modale Harmoniekurve A-Dur - G-Dur - F-Dur - Es-Dur und zurück. Dann dieser verhangene Zauber, der alle Klavierkunst zurückhält - und sie im Finale förmlich explodieren lässt.

Oder wer kennt die tatsächlich am Nil gezeugte Exotik im Mittelsatz des 5. Konzerts F-Dur, das unter Fachleuten als „ägyptisches Konzert“ gilt? War Saint-Saëns seiner Zeit hinterher, wie die Musikologen daherschwätzen? Nein, war er nicht. Neben Passagen von gehöriger Leutseligkeit gibt es solche, die schnurstracks zu Koechlin, Ravel, Roussel, Debussy weisen.

Nun haben wir das Glück einer neuen, glänzend geglückten Gesamtbetrachtung dieser weiten Ländereien. An ihr sind beteiligt: die furios musikalische, mit einer gepardenhaften Geschmeidigkeit beeindruckende Anna Malikova (die 1993 den ersten Preis beim ARD-Wettbewerb gewann), das enorm klangsinnliche WDR-Sinfonieorchester Köln und der alle Effekte kalkuliert steuernde Dirigent Thomas Sanderling. Gestrig ist diese Kunst nie, sie ist geistreiche Unterhaltung für zeitreisende Globetrotter im Ohrensessel.
Musik und Kirche

Rezension Musik und Kirche November/Dezember 2004 | Christoph Vratz | 1. November 2004 Ortskundiger Zugführer

[...] eine CD, an deren Rang es nichts zu deuteln gibt.

Suche in...

...