Rezension Pizzicato N° 195, 9/2009 | Rémy Franck | 1. September 2009 Wunderschöne Kammermusik
Ist das doch schöne Musik! Liebliche Melodik und sanfte Rhythmen wiegen den Zuhörer zunächst durch die beiden ersten Sätze des Trios op. 11. Und auch im Scherzo zeichnet sich der Mittelteil durch viel Anmut aus. Das Finale ist beschwingter, mitunter sogar rustikal im Klang, aber auch drängend, als wolle der Komponist sich von der süßen Melancholie lösen. Eduard Franck, ein Schüler Felix Mendelssohns, hat mit seinen beiden Trios kleine Meisterwerke geschaffen, die jeden ansprechen müssen, der empfindsam genug ist, um diese ausdrucksstarke, frühromantische Musik aufzunehmen und zu genießen. Das zweite Trio, das Opus 58, ist etwas lebendiger gehalten, aber nicht weniger reich an Einfällen und einprägsamen Melodien. Auch das ist Musik, die einen sofort berührt und mitnimmt auf eine wunderschöne Klangreise, so dass man sich daran richtig erfreut.
Die Geigerin Christiane Edinger und ihre beiden Kollegen Lluís Claret am Cello und Klaus Hellwig am Klavier stellen sich völlig in den Dienst der Musik, der sie technisch wie auch im Ausdruck und in der Vermittlung von Gefühlen komplett gerecht werden, und das mit einer bemerkenswerten Justesse.
Die Geigerin Christiane Edinger und ihre beiden Kollegen Lluís Claret am Cello und Klaus Hellwig am Klavier stellen sich völlig in den Dienst der Musik, der sie technisch wie auch im Ausdruck und in der Vermittlung von Gefühlen komplett gerecht werden, und das mit einer bemerkenswerten Justesse.