Ihre Suchergebnisse

Fono Forum

Rezension Fono Forum 06/11 Juni 2011 | Werner Pfister | 1. Juni 2011 Wunderlich modern

Als Mozart-Tenor ging er in die Geschichte ein, als Liedersänger machte er von sich reden, und Bachs Passionen waren ihm Jahr für Jahr eine Herzensangelegenheit. Wie sehr (und wie kompetent) sich Fritz Wunderlich aber auch für moderne Musik starkmachte, ist nach wie vor zu wenig im Bewusstsein nachgeborener Generationen verankert. Allein die Komponistennamen – Egk, Orff, Janácek, Strawinsky, Berg, Günther Raphael, Hermann Reutter oder Luigi Dallapiccola – vermögen eine Ahnung davon zu geben, wie sehr sich Wunderlich immer wieder mit Musik des 20. Jahrhunderts auseinandergesetzt hat.

Dass vieles nicht aufgezeichnet wurde, hing wohl schon damals mit der geringen Publikumsakzeptanz dieser Musik zusammen. Umso wertvoller ist jedes Dokument, das auftaucht – ganz neu "Persephone" von Strawinsky, ein Melodrama, das Wunderlich nur in einer einzigen Rundfunkproduktion (und dort live als Konzert) sang, 1960 im Hessischen Rundfunk. "Sehr musikalisch", wie die FAZ damals festhielt – was ja auch seiner Erzähler-Rolle entspricht, heißt Eumolpos doch: "der schön Singende". Den ganzen Silberschmelz seiner Stimme sowie eine helle Strahlkraft in der Höhe setzt er für Strawinsky ein, was dem Werk prima bekommt. Zudem stand ihm mit Doris Schade in der Sprechrolle der Göttin Persephone eine der renommiertesten Schauspielerinnen zur Seite, auf den großen Theaterbühnen ebenso erfolgreich wie auf der Leinwand. Chöre und Orchester halten unter Dean Dixons souveräner Leitung derart engagiert mit, dass man hier einmal mehr staunt, auf welch hohem Niveau die Rundfunkanstalten damals ihren kulturellen Bildungsauftrag ernst nahmen.
Fono Forum

Rezension Fono Forum 06/11 Juni 2011 | Ole Pflüger | 1. Juni 2011 Gar schön?

Wie schön muss Mendelssohns erstes Klaviertrio klingen? "Nicht zu sehr", scheint die Antwort des Schweizer Klaviertrios zu sein. Es ist etwas dran. Jedenfalls betreibt Angela Golubeva auf ihrer Geige keine Schöntönerei: Kratzig, rauchig, rau ist der Ton, den sie dem Trio vorgibt. Vor allem dem Kopfsatz von Mendelssohns d-Moll-Klaviertrio ist damit sehr geholfen. Er entrinnt der Gefahr, sich zu sehr in seliger Melodiesingerei aufzulösen. Stattdessen wirkt er offen und emotional. Leider schaden die rauen Tonfarben dann dem zweiten Satz des Trios. Wenn Golubeva und der Cellist Sébastien Singer in die Klaviereinleitung von Martin Lucas Staub einsteigen, vernichten sie alle Innigkeit. Es ist ehrenwert, dass das Schweizer Klaviertrio auf eitlen Schönklang und Wabervibrati verzichtet. Manchmal hätten sie – in kleinen Dosen – aber auch nicht geschadet.

Robert Schumann nannte das Werk einmal eine "eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird". Golubeva, Singer und Staub widersprechen Schumann, indem sie ihm eine Menge derben Witz und schroffe Melodiebrocken abgewinnen. Bei ihnen ist Mendelssohn mehr als nur "gar schön", er darf auch mal schreien und keifen. Aus dem Kopfsatz von Mendelssohns zweitem Klaviertrio machen die Schweizer dann ein mitreißendes Perpetuum mobile. Vom ersten Klavierton an ist diese Musik nicht aufzuhalten. In den halsbrecherischen Läufen des Scherzos bekräftigen die Musiker diesen Eindruck und beweisen dabei auch noch einmal, wie schön es sein kann, auf Schönheit zu verzichten.
www.klavier.de

Rezension www.klavier.de 08.05.2011 | Tobias Pfleger | 8. Mai 2011 Scharfe Rhythmen

Ferenc Fricsays Einsatz für die Musik Béla Bartóks wird von Audite mit einer...
Kleine Zeitung

Rezension Kleine Zeitung 21. Mai 2011 | Ernst Naredi-Rainer | 21. Mai 2011 Strahlender Priester

Um einen bedeutenden Schatz reicher wurde die Diskographie des unvergessenen...
Der Kurier

Rezension Der Kurier 20.05.2011 | Alexander Werner | 20. Mai 2011 Igor Strawinsky

Allein Fritz Wunderlichs enorme Schaffensfreude und sein insofern beachtliches...
concerti - Das Berliner Musikleben

Rezension concerti - Das Berliner Musikleben Juni 2011 | HM | 1. Juni 2011 Schöne Idee

Als der Zyklus nach und nach heranwuchs, sprach die Kritik einhellig von...
Concerti – Das Hamburger Musikleben

Rezension Concerti – Das Hamburger Musikleben Juni 2011 | HM | 1. Juni 2011 Schöne Idee

Als der Zyklus nach und nach heranwuchs, sprach die Kritik einhellig von...

Suche in...

...