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DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton

Rezension DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton 30.12.2010 | 30. Dezember 2010 Friedrich Gulda

"Für mich ist der Gulda immer noch die Nummer 1. Der beste Pianist der Welt. Und das war er eben auch! Er hat nie falsche Töne gespielt – bei den Produktionen im Studio hat er nie viel wiederholt; einmal gespielt, noch mal gespielt, das war's, der konnte das. ...

... Das habe ich nie bei einem anderen Pianisten erlebt.", erinnert sich Dorothee Ehrensberger, die ab den 1950er Jahren Musikredakteurin im RIAS war und zahlreiche Konzerte und Studioproduktionen mit Friedrich Gulda betreut hat.

Aus diesem umfangreichen Archivschatz senden wir heute einen kleinen Teil, ausschließlich Aufnahmen, die bislang unveröffentlicht sind, aus den Jahren 1965 bis 1971. Darunter auch eine Version der Sonate B-Dur op. 106, der sogenannten Hammerklaviersonate von Ludwig van Beethoven, für die Friedrich Gulda im Herbst 1967 von seiner üblichen Aufnahmestrategie abwich: eine Hammerklaviersonate hatte er angekündigt, die selbst er so im Konzert nicht spielen könnte. Und so erarbeiteten Pianist und Tonmeister vor der Aufnahme einen Schnittplan – 5 Tage und knapp 200 Schnitte später war die Einspielung perfekt.

Klaus Bischke war damals Tonmeister, er und Dorothee Ehrensberger erinnern sich an diese und andere Produktionen. Auch Gulda selbst kommt zu Wort: was seine Art, Mozart zu spielen, dem Jazz zu verdanken hat, ist da unter anderem zu erfahren, in einem Interview zum Thema "Auszierungen – Verzierungen", das er im April 1967 nach seiner Aufnahme der Sonate C-Dur KV 545 gegeben hat.

Grandios dokumentiert im RIAS-Archiv: ein geradezu unglaublicher Zugabenmarathon zum Abschluss eines Konzerts in der Berliner Philharmonie am 10. November 1971 mit Johann Sebastian Bachs Wohltemperiertem Klavier. Das war seine letzte Aufnahme für den RIAS.

Ein Porträt Friedrich Guldas, zusammengestellt aus Studioaufnahmen und Konzertmitschnitten: Klassik, Jazz - und jede Menge Gulda.
Gramophone

Rezension Gramophone 01.12.2012 | 1. Dezember 2012 Simply Gimpel

Recordings by the Ukrainian violinist Bronislav Gimpel have, in general, earned their high reputation more among violin aficionados than among a wider recordcollecting public. Some little while ago Vox issued a fine double pack that included concertos by Dvořák and (especially fine) Goldmark but Audite's new three-disc set of Berlin broadcasts significantly extends our appreciation of Gimpel's art.

Two discs feature duo sonatas with pianist Martin Krause, a most sympathetic collaborator, the Janáček Sonata being a highlight, its broadly paced first movement sounding like an elegiac lullaby. Schubert's A major Sonata reminded me somewhat of Szymon Goldberg's rigorous but lyrical approach to the composer's work, and while the darkly shaded Schumann A minor doesn't quite level with Busch and Serkin from the 1930s (EMI), it still lays claim to being among the best available.

The concertos disc opens to a thoughtfully conducted account of the Sibelius (conducted by Fritz Lehmann), with Gimpel at his persuasive best. I was particularly happy to see Szymanowski's often striking Second Concerto programmed rather than the more frequently performed First, especially as Gimpel makes perfect musical sense of its attractive but often prolix arguments (Arthur Rother conducts); and in Wieniawski's attractive Second, as well as delivering a succulent performance, Gimpel and his conductor Alfred Gohlke offer us more of the purely orchestral writing than, say, ]ascha Heifetz does on his recordings. With good sound and excellent transfers, this attractive collection makes for a most engaging introduction to an exceptionally gifted violinist.
Organists' Review

Rezension Organists' Review 01.12.2012 | Martin Clarke | 1. Dezember 2012 This box-set of the complete organ works of Franck, previously released as three...

This box-set of the complete organ works of Franck, previously released as three double CDs, is an excellent set of recordings. Hans Eberhard Roß's playing is persuasive and engaging throughout, from the miniature works of L'Organiste to the large-scale works such as the Trois Chorals and Six Pieces pour Grand Orgue. The Goll organ is ideally suited to this repertoire, with its broad, smooth colours and huge tonal palette; Roß handles it expertly, his sonorous registrations bringing the music to life. As well as providing excellent recordings of Franck's most famous works, one of the most attractive features of this collection is the opportunity it provides to hear the many shorter works Franck wrote for liturgical use in the two collections of L'Organiste. These show Franck's expertise in working on a small scale, distilling the expressiveness found in the large-scale works in a highly concentrated form. Of the larger works, the Six Pieces pour Grand Orgue stand out; in the more meditative movements, Roß creates a fine balance between a sense of purpose and spaciousness, while the more dramatic works bristle with excitement and energy, none more so than the Final, Op.21. The box set is beautifully produced, the liner notes are thorough, with an extensive biographical essay that is both scholarly and readable. Those wanting more information on the organ are directed to www. audite.de, which includes a downloadable document listing all the registrations used in these recordings. This is wonderful music, expertly played on a fine instrument.
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 226 - 10/2012 | RéF | 1. Oktober 2012 Diese CD ist eine echte Überraschung. Wir entdecken auf ihr, der ersten...

Diese CD ist eine echte Überraschung. Wir entdecken auf ihr, der ersten Lieder-CD mit dem amerikanischen Bariton Barry McDaniel überhaupt, einen exzellenten Liedinterpreten, der, wie im Booklet zu lesen ist, nichts auf der Welt so sehr liebte wie das deutsche Lied. Der heute 81-jährige Sänger sagte: "Lange bevor ich viele Lieder vom Kopf her verstanden habe, hat etwas in mir sie begriffen, ein Es, meine Seele vielleicht. Ich war naiv, fast jungfräulich. Das einzige, was ich wusste,war: Ich finde diese Musik und diese Texte unglaublich schön."

Aus dem RBB-Archiv hat Audite ein Programm mit deutschen und französischen Liedern zusammengestellt, das McDaniel als höchst einfühlsamen Sänger zeigt, emotionaler als Fischer-Dieskau, in dessen Schatten er geriet. Seine Stimme ist flexibel, erlaubt ihm ein außergewöhnliches Farbmanagement und eine feine Nuancierungskunst. Textverständlichkeit ist für ihn oberstes Gebot, im Deutschen wie auch im Französischen. Für einen Amerikaner war das sicher nichts Selbstverständliches.

Der Sänger, der in seiner Karriere auch 1800 Opernvorstellungen gesungen hat, ist sich in jedem Lied des Textes bewusst und er gestaltet ihn mit glühender Intensität, dramatisch, ohne aber je zu überdramatisieren.

In Hertha Klust und Aribert Reimann hat Barry McDaniel kongenial mitgestaltende Partner am Klavier.

Die Tonaufnahmen sind von großer Natürlichkeit und in einwandfreiem Zustand.
deropernfreund.de

Rezension deropernfreund.de 01.12.2012 | Prof. Egon Bezold | 1. Dezember 2012 Federnder Elan

Ihr musikalisches Reifezeugnis haben sie längst in der Tasche. Denn seit den l990er Jahren entzücken sie Kenner und Liebhaber mit ihrer singulären Quartett-Kunst. Auszeichnungen für Einspielungen (Preis der Deutschen Schallplattenkritik) und Wettbewerbssiege (ARD, Evian, Premio Paolo Borciani) kassierten sie wie die Weltmeister. Das Mandelring-Quartett führt den musikalischen Diskurs zu Viert mit beispielhafter Homogenität und unbändiger Musizierkraft vor. In den Quartetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy spürt man den festen gestalterischen Griff. Allzu voreilig pflegen ja die musikalischen Sittenrichter diese Quartette als epigonal zu ächten. Das Plädoyer der Mandelrings für den oft geschmähten Quartett-Komponisten Mendelssohn dürfte wohl die letzten Zweifler überzeugen, weil das Team um den Primarius Sebastian Schmidt so manche notenreiche Exerzitien aus jeglicher elegant-zuckrigen Geläufigkeit heraushält. Umso mehr spürt man die Huldigung Mendelssohns an den frühen Beethoven, auch den Rückgriff auf Johann Sebastian Bach, nicht zuletzt noch deutliche Einflüsse der in Paris entwickelten Quartettform „Quattuor brillant“. Auffallend sind aber auch alle emanzipatorischen Bemühungen, aus dem Weg von Beethoven auszuscheren und zu traditionellen Pfaden zurückzukehren. Gerade im Quartett op. 12 legt das Team den schöpferischen Akt Mendelssohns offen, sich von der Umklammerung zu lösen. Dabei pflegt das Team eine subtile Klangkulisse von ausgesprochen warmer Grundtönung. Fein wird die Dynamik abgestuft. Dass hier kein Säbeltanz zu Viert vorgeführt, nicht mit pauschalem Einheitston drauflos gepoltert wird, verdeutlicht das romantisch timbrierte glutvolle frühe Meisterwerk op. 13. Welch kantable Schönheiten öffnen sich im Andante espressivo des Quartetts op. 12 und wie nervös pulsierend erscheinen die Presto-Sätze der Werkgruppe op. 44. Dieser federnde Elan lässt aufhorchen. Da werden nicht nur schnell und flüssig Geschichten erzählt, sondern auch überaus pointiert, technisch perfekt interpretiert. All die Brüche, das nicht geradlinige Dahinschreiten, das lückenhaft Fragile werden pointiert und kraftvoll ausgelotet. Mit vorwärtsdrängender Bewegung, bohrend intensiv, wird das späte Streichquartett f-Moll op. 80 zum musikalischen Seelendrama, zur Trauer über den Tod der Schwester Fanny. Das Finale dieses Schwanengesangs wird von einer fiebrigen Atmosphäre durchglüht: wuchtig, expressiv im Ausdruck, voll gespannter Kraft, erwärmend in der Grundtönung. Die musikalische Überzeugungskraft dieses Requiems für Fanny macht betroffen. Der „surround sound“ belichtet mit überzeugender Transparenz den schlüssigen Interpretationsstil des Ensembles, dem aufnahmetechnisch nur Gutes widerfährt. Die Einspielungen entstanden in Klingmünster 2011 und 2012. Michael Struck-Schloen verfasste den fundierten Einführungstext im Booklet.
Scherzo

Rezension Scherzo n°199 (julio-agosto 2005) | J.P. | 1. Juli 2005 SAINT-SAËNS:

Mendelssohn y Weber parecen dominar el lenguaje de los dos primeros conciertos...

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