Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 07.03.2013 | Annika Täuschel | 7. März 2013 Johannes Brahms
Die "komplette" Kammermusik für Klarinette von Johannes Brahms… umfasst genau vier Werke, und trotzdem ist dieser überschaubare Output sowohl für das Oeuvre von Brahms als auch für die Kammermusikwelt essentiell. Brahms hatte 1891 eigentlich schon mit dem Komponieren abgeschlossen, war krank und hatte begonnen, sein Vermächtnis zu ordnen.
Es war Richard Mühlfeld, Soloklarinettist der Meininger Hofkapelle, der Brahms' Altersruheplänen – zum Glück – einen Strich durch die Rechnung machte. Weil er bereits 1885 die Soli in der Vierten Symphonie so formvollendet gespielt hatte, dass Brahms nicht umhin kam, sich vom offensichtlich außergewöhnlichen Klarinettenton des Richard Mühlfeld bezirzen, inspirieren zu lassen: zu zwei Sonaten für Klarinette und Klavier, einem Trio für Klarinette, Klavier und Violoncello, und – als Gipfel dieser kleinen, aber feinen Sammlung – dem Quintett h-Moll op. 115 für Klarinette und Streichquartett.
Mit wunderschönem Ton besticht auf dieser Doppel-CD des Label "audite" auch die spanische Klarinettistin Laura Ruiz Ferreres, in der Bläser- und Klarinettenwelt als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin eine feste Größe. Sie beherrscht auf ihrem Instrument all das, was die Klarinette unter den Blasinstrumenten adelt – die klangliche Vielfalt, den warmen, sanften, vollmundigen Ton genau so wie den spitzen, klaren, mit Attacke geblasenen. Sie zaubert die Pianissimi ansatzlos aus dem Nichts und agiert technisch und intonatorisch jenseits aller Schwierigkeiten. Auch die Partner, die Laura Ruiz Ferreres sich für dieses Brahms-Projekt an die Seite geholt hat, sind international bekannt und renommierte Kammermusiker in unterschiedlichsten Formationen: das Mandelring-Quartett ebenso wie Pianist Christoph Berner und Cellist Danjulo Ishizaka.
Es war Richard Mühlfeld, Soloklarinettist der Meininger Hofkapelle, der Brahms' Altersruheplänen – zum Glück – einen Strich durch die Rechnung machte. Weil er bereits 1885 die Soli in der Vierten Symphonie so formvollendet gespielt hatte, dass Brahms nicht umhin kam, sich vom offensichtlich außergewöhnlichen Klarinettenton des Richard Mühlfeld bezirzen, inspirieren zu lassen: zu zwei Sonaten für Klarinette und Klavier, einem Trio für Klarinette, Klavier und Violoncello, und – als Gipfel dieser kleinen, aber feinen Sammlung – dem Quintett h-Moll op. 115 für Klarinette und Streichquartett.
Mit wunderschönem Ton besticht auf dieser Doppel-CD des Label "audite" auch die spanische Klarinettistin Laura Ruiz Ferreres, in der Bläser- und Klarinettenwelt als Solistin, Kammermusikerin und Pädagogin eine feste Größe. Sie beherrscht auf ihrem Instrument all das, was die Klarinette unter den Blasinstrumenten adelt – die klangliche Vielfalt, den warmen, sanften, vollmundigen Ton genau so wie den spitzen, klaren, mit Attacke geblasenen. Sie zaubert die Pianissimi ansatzlos aus dem Nichts und agiert technisch und intonatorisch jenseits aller Schwierigkeiten. Auch die Partner, die Laura Ruiz Ferreres sich für dieses Brahms-Projekt an die Seite geholt hat, sind international bekannt und renommierte Kammermusiker in unterschiedlichsten Formationen: das Mandelring-Quartett ebenso wie Pianist Christoph Berner und Cellist Danjulo Ishizaka.