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Rezension www.amazon.co.uk 1 Jan 2013 | Michael Gilchrist | 1. Januar 2013 More Romantic era gems

Amazon has facilitated an endless journey of discovery for the classical music enthusiast wanting to move beyond the well trodden paths of Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms, Tchaikovsky, etc. These and other giants of the 18th and 19th centuries had a host of lesser or unknown contemporaries composing works not far short of the established masterpieces. Specialist labels like cpo, Chandos and Naxos have opened the doors to numerous composers I hadn't heard of. After I came across the Sterling label and bought up much of its catalogue including a very appealing album of Richard Franck's orchestral works. I then learned that Richard's father Eduard was also an accomplished composer and the very favourable Amazon reviews prompted me to purchase the three releases on the audite label of his symphonies, violin concertos and orchestral items, including the present one. The music is invariably tuneful and beautifully orchestrated, performed and recorded. Anyone who enjoys Mendelssohn and his contemporaries should try Franck's works. I would rate the present CD and the other audite releases as among my more successful discoveries along with Czerny, Wilms, Kalliwoda, Gouvy, Onslow and other lesser known 19th century composers.
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 230 - 2/2013 | Steff | 1. Februar 2013 Kammermusik vom Feinsten

Auch die zweite Veröffentlichung im Rahmen einer Gesamteinspielung der kompletten Kammermusik für Streicher von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit dem Mandelring Quartett besticht durch ihren klassisch schönen Musizierstil. Das Quartett bietet dem Hörer eine ausgewogene Mischung aus traditioneller Interpretation, sehr hohem spieltechnischen Niveau, einer lebendigen Aufführungspraxis und einer geschliffen transparenten Wiedergabe. Dank der SACD-Technik erlebt man eine sehr räumliche Aufführung der drei Streichquartette op. 44/1, op. 44/2 und op. 80, wobei die Interpreten besondere Sorgfalt bei den beiden früheren Quartetten walten lassen, die einerseits den klassizistischen Charakter stark hervorheben, andererseits sehr filigran mit der Melodienführung umgehen.

Das f-Moll Quartett öffnet dem Hörer eine ganz andere Welt. Hier ist das Mandelring Quartett weniger an einer linienförmigen Auflösung als einer Herausarbeitung von Spannungsfeldern und dramatischen Impulsen interessiert. Dank der wunderbar klaren Lesart der Musiker und Dank ihres durch und durch lebendigen Musizierens erlebt der Hörer geradlinige Kammermusik vom Feinsten.
Neue Chorzeit

Rezension Neue Chorzeit Februar 2013 | Ulrich Barthel | 1. Februar 2013 Den geeigneten Ort für eine CD-Aufnahme zu finden, ist fast genauso wichtig wie...

Den geeigneten Ort für eine CD-Aufnahme zu finden, ist fast genauso wichtig wie die gute musikalische Vorbereitung aller Interpreten. Mit der barocken Klosterkirche im schweizerischen Muri haben die Sänger und Musiker der üppig ausgestatteten Super-Audio-CD (SACD) einen Volltreffer gelandet. Die vier Emporen der Kirche bieten für das mehrchörige Repertoire der barocken Meister Heinrich Schütz und Giovanni Gabrieli die optimalen Voraussetzungen, um die prachtvolle Musik auch ohne synthetische Studioeffekte mit einer erstaunlichen Klangtiefe wirken zu lassen.

Zu Lebzeiten waren die beiden für die innovative Verwendung der räumlichen Dimension bekannt. Gabrieli hatte dafür mit dem Markusdom in Venedig eine prädestinierte Wirkungsstätte, an der Schütz in seiner dortigen Lehrzeit zweifellos bleibende Eindrücke sammeln konnte. Ähnlich innovativ ist die aktuelle Technik der SACD mit der Möglichkeit, durch zahlreiche Audiokanäle die diffizilen Raumeindrücke tatsächlich in das eigene Wohnzimmer zu transportieren. Das detailliert gestaltete Booklet mit Angaben zu den nach alten Vorbildern erbauten Instrumenten und genauen Positionen der Instrumental- und Vokalchöre in den einzelnen Stücken vermittelt dem Hörer die transparente Vielschichtigkeit der Kompositionen. Neben der technischen Raffinesse kommt der Genuss keinesfalls zu kurz. Besonders die reinen "Instrumentalcanzonen" von Gabrieli, die stets im Wechsel mit einer Psalmvertonung von Schütz erklingen, entwickeln eine wunderbare Atmosphäre. Dabei überrascht das perfekte Zusammenspiel der Musiker, die doch teilweise im Raum weit voneinander entfernt stehen – sicher die größte Herausforderung dieser Aufnahme. Aber auch die Sänger der Cappella Murensis gestalten die Psalmen mit großer Ausdruckskraft und fügen sich angenehm unaufdringlich in den gemeinsamen Klang ein, der das größte Plus dieser gelungenen Aufnahme ist.
Fono Forum

Rezension Fono Forum März 2013 | Friedrich Sprondel | 1. März 2013 Von Nischen und Gipfeln

Der belgische Organist Joris Verdin beweist erneut sein Nischengespür bei Cesar Franck und stellt jene wenig bekannten Stücke vor, die nach dessen Tod als "Pieces posthumes et inedites" veröffentlicht wurden. Da es sich um zumeist frühe, um 1860 komponierte Werke handelt, wählte Verdin mit der Cavaillé-Coll-Orgel zu Saint-Omer, erbaut 1855, auch ein passendes Instrument, kraftvoll und farbig. Es ist eine Reise zu den Wurzeln der französischen Orgelsinfonik: Der junge Franck erschließt sich die Klangfarben und -massen der neuen sinfonischen Instrumente Cavaillé-Colls zumeist in liturgisch gewidmeten Charakterstücken, die teils grandios, teils lyrisch daherkommen; vor allem Francks melodische Poesie und sein Formgefühl scheiden sie vom hölzernen Stil des Zeitgenossen Batiste. Zwar lassen sie nur selten den harmonisch-melodischen Flow ahnen, der Francks späte Orgelwerke auszeichnet. Doch das hält Verdin nicht davon ab, ihre Vorzüge uneitel herauszustellen.

Ein Gipfelmassiv des französischen Repertoires bilden die Sinfonien Louis Viernes. Sie hat sich nun Hans-Eberhard Roß vorgenommen, der in der Memminger Kirche St. Martin über ein modernes Instrument von sinfonischem Zuschnitt verfügt. Die erste erschienene Folge enthält die die ernste Erste mit ihrer berühmten Finaltoccata und die Zweite, mit der Vierne sich auf den fünfsätzigen Zyklus festlegt. Roß spielt Vierne souverän, sicher in der Tempowahl und in der Umsetzung der Registrierungen – und würzt die Musik mit einer merklichen Prise Virtuosentums: Er baut bisweilen Tempodruck auf, lässt durch aufgerautes Legato den Erregungsgrad steigen, setzt überraschende agogische Akzente. Auch Augenblicke der Gelassenheit gibt es, aber sie sind eher selten. Roß' Spielwitz rüttelt am Bild von Vierne als Tragiker. Das direkte, aber warme Klangbild unterstützt diese Lesart.

Zurück in die Nischen: Guy Weitz zählt heute zu der nicht kleinen Zahl der vergessenen Sinfoniker in französischer Tradition. In Belgien geboren und in Paris ausgebildet, emigrierte er 1914 nach England; lange Jahre diente er als Organist der Jesuitenkirche in der Londoner Farm Street. Seine erste Sinfonie "Stella maris" bildet das Schwergewicht in Andreas Jetters Vorstellung der Kuhn-Orgel der Kathedrale in Chur; außer der Sinfonie erklingen Konzertstücke von Bonnet, Dubois, Kriéger und Jongen. Jetter rückt, unterstützt von solider Tontechnik, das gerade mittelgroße Instrument ins beste Licht: Es wirkt wendig, kraftvoll, warm und perfekt ausbalanciert. Das liegt auch an Jetters Spiel, seinem Klanggespür und der absoluten rhythmischen Souveränität, die den Schwierigkeiten der Weitz-Sinfonie nicht nur standhält, sondern der Musik jenes Format verleiht, das sie verdient. Denn Weitz war ein ausgezeichneter Komponist, der den sinfonischen Stil Viernes um eine Nuance modernistischer Strenge bereicherte.

Einen Schritt weiter Richtung Moderne ging der 1995 gestorbene André Fleury. Ihm widmet Bernhard Leonardy eine CD, eingespielt an der Orgel der Madeleine in Paris, in der die Poesie des Cavaillé-Coll-Klangs glücklich mit neoklassischer Klarheit zusammenfand. Leonardys Sicherheit und Musizierfreude passt gut zu Fleurys Musik, die es sich in den beiden eingespielten Variationszyklen etwas bequem macht zwischen neoklassizistischer Gefälligkeit und organistischer Eleganz. In den beiden Sinfonien Fleurys dagegen gewinnt sie an Spannkraft, Pathos und – bei aller Wohlgelauntheit – an Schärfe: Es ist hörenswerte Musik, aufgenommen mit entspannter Räumlichkeit. Eine gelungene Hommage an einen der großen Virtuosen und Lehrer des 20. Jahrhunderts.

Ein solcher ist auch Daniel Roth, der an der sagenhaften Cavaillé-Coll-Orgel von Saint-Sulpice zu Paris amtiert. Seinem Ruf als charismatischer Improvisator wird er in diesen Aufnahmen aus St. Martin zu Düdelingen in Luxemburg gerecht: mit einem Zyklus, der sich auf die üppige Ausmalung der Kirche von 1924/27 bezieht. Nach Art der "Bilder einer Ausstellung" zeichnet Roth den Weg eines Betrachters nach und schiebt zwischen die Schilderungen der dargestellten Szenen auch "Promenaden" ein. Die Düdelinger Stahlhuth-Jann-Orgel mit ihrem deutsch-romantischen Kern wurde 2002 zum eklektisch-sinfonischen Universalinstrument ausgebaut, das die Aeolus-Aufnahme beeindruckend eingefangen hat. Auf eine persönliche Weise eklektisch ist auch Roths Stil. Die freien Klanggesten, die Farbzaubereien, der Umgang mit dem gregorianischen Choral erinnern an CharIes Tournemire, wirken aber eher noch schwärmerischer, süßer, üppiger. Und ebenso, wie sie die Malereien assoziativ schildern, erzählen sie den Klang des klangmächtigen Instruments.
International Record Review

Rezension International Record Review February 2013 | Robert Matthew-Walker | 1. Februar 2013 Hard on the heels of Hans-Eberhard Ross's integral recording of the complete...

Hard on the heels of Hans-Eberhard Ross's integral recording of the complete organ music of César Franck on Audite, reviewed in the January issue, comes the first volume in his projected set of the six organ symphonies of Louis Vierne on the same label. As with the Franck set, the organ used is the modern (1998) Swiss Goll instrument at St Martin, Memmingen, a choice which on paper might appear to upset enthusiasts who countenance no other organ than a genuine Cavaillé-Coll, for which the music of Franck, Widor and Vierne (alongside that of other composers) was originally composed. Yet Ross's choice is a good one, for two overriding reasons: the first is that the instrument is demonstrably suitable for this music in many ways (based upon the Cavaillé-Coll concepts, but by no means a 'modern reproduction', it re-creates the musical atmosphere through a superb combination of mixtures) and the second is that the sound in this church is absolutely ideal for clarity, with a reverberation of just four seconds (or thereabouts), thus enabling any contrapuntal writing to be heard clearly and entirely appropriately in a well-nigh perfect acoustic.

As with the Franck set (also recorded on this instrument), the occasional labyrinthine nature of the music is presented with exemplary clarity: one's ears have to supply no additional features to the recorded sound. In Vierne's case, this is even more of a bonus than it is in Franck's music, for the Vierne symphonies are notable for their (at times) constant contrapuntal writing, as we hear in the second movements of each of the symphonies on this disc.

The significant corpus of latter nineteenth-century French organ music was begun by Franck and followed by Widor and Vierne (together with other contemporaneous figures well into the twentieth century), yet such a succession of masterpieces as they produced could have been accomplished only on the great Cavaillé-Coll instruments of their day. Vierne's first two symphonies (1899 and 1903) follow the trail begun by Franck's Grand piece symphonique (the first organ symphony) and taken up by Widor, but by the dawn of the twentieth century musical language had expanded greatly from that of half a century before. Not only that: for Vierne, as with Widor, the 'symphony' as a concept had expanded from the classical four movements, led by Berlioz and Mahler, into five or six.

The problem for such structuralization is that the 'symphony' was in danger of becoming a suite and it is a measure of Vierne's genius (not too strong a word) that he was able to embrace multi-movement form within a genuinely symphonic (i.e., cross-thematic, organic) texture, features which were not invariably achieved in the organ symphonies of Widor. This is all the more remarkable in Vierne's case in that he was virtually blind: much of it had to be done by ear alone, which he achieved magnificently.

Yet, because of his sightlessness, the editing of Vierne's work does pose certain problems: he was unable to check the printed proofs accurately prior to publication, and it is only in quite recent years that the superb Carus edition of the lamented David Sanger and Jan Laukvik, and (slightly more recently) the equally admirable Bärenreiter urtext edition of Helga Schauerte-Maubouet, have clarified many of the contentious points in earlier publications. Only now, 100 years and more after these works were first performed, can we approach Vierne's scores with a much greater degree of certainty, and Ross gives particularly fine accounts of these works, based essentially on the Sanger-Laukvik edition. Ross’s choice of tempos is ideal, although I felt the closing bars of both symphonies' slow movements might have benefited from a more carefully controlled rallentando.

Although the First Symphony dates from the very end of the nineteenth century, the Second is inherently more forward-Iooking as a concept (albeit five movements instead of the First's six). The gossamer-like Scherzo is a quite remarkable inspiration, but 'fits' the overall work admirably, especially in Ross's performance. Possessors of the excellent integral sets by Sanger himself on Meridian, or by Jeremy Filsell on Signum, need not change to this new one, but the remarkable clarity of the Audite recording, and the excellence of the booklet notes by Rüdiger Heinze and Ross himself, will appeal to many keen to investigate this music – which is somewhat more wide-ranging than that of Widor, yet are works which hold together admirably as a totality. In that regard, Vierne is a more important composer than is often realized and I await the remaining issues in this series with interest.
Gramophone

Rezension Gramophone February 2013 | Caroline Gill | 1. Februar 2013 Disc 2 in the Mandelring's Audite Mendelssohn survey

The Mandelring Quartet's first release in their complete cycle of Mendelssohn's chamber music for strings included the Opp 12 and 13 Quartets (10/12) that so closely examine the relationship with his sister Fanny and their joint interest in Beethoven's late quartets. At the time, therefore, it was frustrating not to have his Op 80 (the 'Requiem fur Fanny'), appearing at their side to illustrate all they shared and everything he missed so intensely when she died. The second volume, though, does contain Op 80, so all is forgiven – kindling a sneaking suspicion that this will be a cycle to collect disc-by-disc and treasure as definitive once it's complete, especially with playing that maintains and deepens the integrity they showed in that initial volume. There is a constant sense of their conviction here: the Haydnesque character of the Op 44 quartets in particular they honour with great authenticity, simply through the clarity with which they outline the counterpoint between the inner parts and the altogether cheerier disposition it sports in comparison to Op 80.

There is enough ego in Mendelssohn's own writing, though, and the Mandelrings are consummately mature in how they keep his ebullient, youthful emotion under control through the perfection of their tuning and modesty in their phrasing, whether it be in the poised but excitable Op 44 – Mendelssohn's first anxious foray into proper grown-up life after the death of his father and his own marriage – or the grief-racked Op 80, where the ambitious speed of the opening movement pushes itself to such limits that it might sound out of control under other fingers but here succeeds only in emphasising the emotional desperation behind the notes.

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