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Ensemble - Magazin für Kammermusik

Rezension Ensemble - Magazin für Kammermusik 3-2014 (Juni/Juli) | Carsten Dürer | 1. Juni 2014 Aus Mendelssohns Schatten

Das Schweizer Klaviertrio spielt dieses Werk entsprechend mit Vehemenz, jugendlichem Charme und einer wunderbaren Melodienlust [...] auch mit einer neuen Klanggebung und einer Transparenz, die jedwede Nuance hörbar macht.
[...] Insgesamt ist diese CD ein Erlebnis und das Klaviertrio aus der Schweiz zeigt wieder einmal seine Klasse.
musica Dei donum

Rezension musica Dei donum 2 June 2014 | Johan van Veen | 2. Juni 2014 2014 is not only the year in which the birth of Carl Philipp Emanuel Bach is...

I had never heard Ina Siedlaczek before, and I am quite impressed by her singing. She has a very beautiful voice, articulates well and is very responsive to the text. Especially the way Telemann has depicted elements in the text is not lost on her. The long lines in Erlebach's arias come off perfectly, with good dynamic shading and stylish ornamentation when it is needed.
Heilbronner Stimme

Rezension Heilbronner Stimme Donnerstag, 5. Juni 2014 | Uwe Grosser | 5. Juni 2014 Souveräner Maestro

Schon der Auftakt mit Schuberts „Unvollendeter“ [...] ist purer Genuss. [...] Und zur Beschreibung des „Siegfried-Idylls“ in Abbados Interpretation bedarf es nur eines Wortes: souverän. Eine großartige CD.
ensuite Kulturmagazin

Rezension ensuite Kulturmagazin Nr. 137 Mai 2014 | François Lilienfeld | 1. Mai 2014 Endlich wieder zu hören: Erica Morini und Bronislaw Gimpel

Dass die Nachwelt dem Mimen keine Kränze flicht ist – vor allem für Musiker – seit der Erfindung der Tonaufzeichnung nur noch bedingt richtig. Die Wahlkriterien der Nachwelt allerdings sind oft unerklärlich. Dessen wird man sich wieder einmal bewusst, wenn man in die Wiederveröffentlichungen einiger Aufnahmen von Erica Morini (1905-1995) und Bronislaw Gimpel (1911-1979) hineinhört. Wie kommt es, dass Künstler von solcher Bedeutung fast vergessen sind? Diese zwei Geigenmeister hatten vieles gemeinsam: Beide stammten aus musikalischen Familien, waren außerordentlich frühreif, und erlitten als Juden im Europa der Nazizeit einen Karrieren-Einbruch, den sie in den USA überbrückten. Beide waren auch jeder exhibitionistischen Virtuosität abhold; musikalischer Ausdruck und Respekt vor dem Werk standen im Mittelpunkt ihrer Interpretationen, wobei die Beherrschung der technischen Mittel natürlich in höchstem Maße vorhanden war.

Die Wienerin Erica Morini, die sich trotz großer Erfolge immer gegen das Vorurteil wehren musste, mit dem damals weibliche Violonistinnen konfrontiert waren, wurde vom legendären Dirigenten Arthur Nikisch, unter dessen Leitung sie als Dreizehnjährige auftrat, mit den Worten: «Das ist kein Wunderkind, es ist ein Wunder – und ein Kind» beschrieben.

Bronislaw Gimpel stammte aus Lemberg (Galizien), wo sein Großvater als Gründer des städtischen jiddischen Theaters bekannt geworden war. Bronislaws Bruder Jakob begleitete übrigens öfters auch Erica Morini. Dass wir es mit zwei musikalisch recht verschiedenen Persönlichkeiten zu tun haben, lässt sich dank zweier CD-Ausgaben der Marke audite bestätigen. In Erica Morinis Konzertmitschnitt von Tschaikowskys Violinkonzert (Titania-Palast Berlin, 13. Oktober 1952) hört man sofort, wie sehr die Geigerin in der romantischen Tradition verwurzelt war, was ihr von seiten mancher Kritiker das unsinnige Epithet «altmodisch» einbrachte. Ihr Ton ist unglaublich expressiv, die Bogenführung ermöglicht unzählige Varianten in der Klangfarbe, aber auch in der Phrasierung: Sie beherrscht schier endlose Legatobögen, spielt andererseits Staccati und Spiccati gestochen scharf. Sie scheut sich nicht, in ihrer Suche nach intensivem Ausdruck manchmal auf dem «hohen Seil» zu spielen. Nur schade, dass der dritte Satz in der von Ferenc Fricsay dirigierten Tschaikowsky-Aufnahme stark gekürzt ist.

Gimpel ist etwas zurückhaltender, sein Bogendruck, besonders in den Kammermusikwerken, behutsamer. In Momenten größter Intensität jedoch kommen plötzlich ungeahnte Kräfte zum Vorschein, wie z. B. im ersten Satz des Sibelius-Konzertes. Die audite-Veröffentlichungen ermöglichen uns im übrigen einen direkten Vergleich: Die Violinsonate «Didone abbandonata » in g-moll op. 1 Nr 10 von Giuseppe Tartini finden wir in beiden Programmen. Das Lamento der verlassenen Dido im ersten Satz ist bei Bronislaw Gimpel ein klägliches Weinen, bei Erica Morini mischt sich eine glühend auflehnende Haltung in die Tränen. Der zweite Satz bleibt bei ihr romantisch, bei Gimpel wirkt er spielerischer, fast frech.

Ein weiterer Vergleich ist aufschlussreich: der zwischen Erica Morini und Fritz Kreisler. Dieser soll gesagt haben, nur Morini könne Kreisler-Piécen wirklich spielen. Die neue CD enthält die Stücke «Schön Rosmarin» und «Caprice Viennois»; der Vergleich mit den legendären Platten des Komponisten bestätigt seine Worte: Erica Morini steht ihm in keiner Weise nach, ja, sie ist sogar phantasievoller. Und sie kopiert nicht einfach den Meister. Wie alles was sie spielt, erhalten auch diese herrlichen Miniaturen eine sehr persönliche Note.

Gimpels Repertoire war enorm, er hat sogar mit Charlie Parker gespielt! So ist auch die «Pastorale et Danse» von Karol Rathaus (1895-1954) eine sehr lohnenswerte Entdeckung. Unter den bekannteren Kammermusikwerken gelingt ihm vor allem die A-dur-Sonate von Schubert sehr schön, ein beredtes Zeugnis für seine Delikatesse.

Es wäre zu wünschen, dass andere Plattenfirmen, die in ihren Archiven vergriffene Schätze dieser zwei Künstler verbergen, sich zu längst fälligen Reeditionen entscheiden!
ensuite Kulturmagazin

Rezension ensuite Kulturmagazin Nr. 137 Mai 2014 | François Lilienfeld | 1. Mai 2014 Endlich wieder zu hören: Erica Morini und Bronislaw Gimpel

Dass die Nachwelt dem Mimen keine Kränze flicht ist – vor allem für Musiker – seit der Erfindung der Tonaufzeichnung nur noch bedingt richtig. Die Wahlkriterien der Nachwelt allerdings sind oft unerklärlich. Dessen wird man sich wieder einmal bewusst, wenn man in die Wiederveröffentlichungen einiger Aufnahmen von Erica Morini (1905-1995) und Bronislaw Gimpel (1911-1979) hineinhört. Wie kommt es, dass Künstler von solcher Bedeutung fast vergessen sind? Diese zwei Geigenmeister hatten vieles gemeinsam: Beide stammten aus musikalischen Familien, waren außerordentlich frühreif, und erlitten als Juden im Europa der Nazizeit einen Karrieren-Einbruch, den sie in den USA überbrückten. Beide waren auch jeder exhibitionistischen Virtuosität abhold; musikalischer Ausdruck und Respekt vor dem Werk standen im Mittelpunkt ihrer Interpretationen, wobei die Beherrschung der technischen Mittel natürlich in höchstem Maße vorhanden war.

Die Wienerin Erica Morini, die sich trotz großer Erfolge immer gegen das Vorurteil wehren musste, mit dem damals weibliche Violonistinnen konfrontiert waren, wurde vom legendären Dirigenten Arthur Nikisch, unter dessen Leitung sie als Dreizehnjährige auftrat, mit den Worten: «Das ist kein Wunderkind, es ist ein Wunder – und ein Kind» beschrieben.

Bronislaw Gimpel stammte aus Lemberg (Galizien), wo sein Großvater als Gründer des städtischen jiddischen Theaters bekannt geworden war. Bronislaws Bruder Jakob begleitete übrigens öfters auch Erica Morini. Dass wir es mit zwei musikalisch recht verschiedenen Persönlichkeiten zu tun haben, lässt sich dank zweier CD-Ausgaben der Marke audite bestätigen. In Erica Morinis Konzertmitschnitt von Tschaikowskys Violinkonzert (Titania-Palast Berlin, 13. Oktober 1952) hört man sofort, wie sehr die Geigerin in der romantischen Tradition verwurzelt war, was ihr von seiten mancher Kritiker das unsinnige Epithet «altmodisch» einbrachte. Ihr Ton ist unglaublich expressiv, die Bogenführung ermöglicht unzählige Varianten in der Klangfarbe, aber auch in der Phrasierung: Sie beherrscht schier endlose Legatobögen, spielt andererseits Staccati und Spiccati gestochen scharf. Sie scheut sich nicht, in ihrer Suche nach intensivem Ausdruck manchmal auf dem «hohen Seil» zu spielen. Nur schade, dass der dritte Satz in der von Ferenc Fricsay dirigierten Tschaikowsky-Aufnahme stark gekürzt ist.

Gimpel ist etwas zurückhaltender, sein Bogendruck, besonders in den Kammermusikwerken, behutsamer. In Momenten größter Intensität jedoch kommen plötzlich ungeahnte Kräfte zum Vorschein, wie z. B. im ersten Satz des Sibelius-Konzertes. Die audite-Veröffentlichungen ermöglichen uns im übrigen einen direkten Vergleich: Die Violinsonate «Didone abbandonata » in g-moll op. 1 Nr 10 von Giuseppe Tartini finden wir in beiden Programmen. Das Lamento der verlassenen Dido im ersten Satz ist bei Bronislaw Gimpel ein klägliches Weinen, bei Erica Morini mischt sich eine glühend auflehnende Haltung in die Tränen. Der zweite Satz bleibt bei ihr romantisch, bei Gimpel wirkt er spielerischer, fast frech.

Ein weiterer Vergleich ist aufschlussreich: der zwischen Erica Morini und Fritz Kreisler. Dieser soll gesagt haben, nur Morini könne Kreisler-Piécen wirklich spielen. Die neue CD enthält die Stücke «Schön Rosmarin» und «Caprice Viennois»; der Vergleich mit den legendären Platten des Komponisten bestätigt seine Worte: Erica Morini steht ihm in keiner Weise nach, ja, sie ist sogar phantasievoller. Und sie kopiert nicht einfach den Meister. Wie alles was sie spielt, erhalten auch diese herrlichen Miniaturen eine sehr persönliche Note.

Gimpels Repertoire war enorm, er hat sogar mit Charlie Parker gespielt! So ist auch die «Pastorale et Danse» von Karol Rathaus (1895-1954) eine sehr lohnenswerte Entdeckung. Unter den bekannteren Kammermusikwerken gelingt ihm vor allem die A-dur-Sonate von Schubert sehr schön, ein beredtes Zeugnis für seine Delikatesse.

Es wäre zu wünschen, dass andere Plattenfirmen, die in ihren Archiven vergriffene Schätze dieser zwei Künstler verbergen, sich zu längst fälligen Reeditionen entscheiden!
Revue Musicale

Rezension Revue Musicale 66e année, N° 4 (Décembre 2013) | M. Tétaz-Gramegna | 1. Dezember 2013 Une histoire sonore du Festival de Lucerne

La sonorité de Stern, ample, sans excès de vibrato, d'une incroyable justesse, sa virtuosité, plus encore son imelligence de l'oeuvre dans une parfaite entente avec Ansermet font de ce CD une pièce unique dans la discographie des deux artistes.

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