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Pizzicato

Rezension Pizzicato 28/04/2015 | Guy Engels | 28. April 2015 Emotionaler Wellenritt

Der mögliche Einbruch bleibt aus. Das ‘Quartetto di Cremona’ hat den langen Atem, weicht nicht von seiner kompromisslosen, aufwühlenden, packenden Lektüre der Beethoven-Quartette ab. Diesmal haben die vier Musiker das frühe F-Dur-Quartett und das späte cis-Moll-Quartett miteinander konfrontiert. Die zeitliche, vor allem aber die künstlerische Distanz zwischen Opus 18 und Opus 131 ist nicht zu überhören. Dennoch bleibt ihnen eines gemein: die Beethovensche Unrast, die fiebrige Romantik, die emotionale Unwucht. In Opus 18 mag das wohl noch etwas klassisch ummantelt sein. Vor allem der lyrische 2. Satz enthält manche Reminiszenzen an Haydn. Aber auch da setzt das ‘Quartetto di Cremona’ immer wieder Ausrufezeichen, bricht aus dem wiegenden, wohlgeformten Duktus aus – wie ein Ausbruch aus einem wohlbehüteten Leben, ein Aufbruch zu neuen Ufern. Das Spiel der Cremoneser bleibt immer griffig, zupackend – auch im leichtfüßig und transparent vorgetragenen Schlussallegro.

Opus 131 unterscheidet sich vom Frühwerk schon allein durch die reifere Anlage, durch Beethovens tiefes Durchdringen musikalischer Gedanken, mit denen die Interpreten vollauf im Einklang sind. Dem brillanten Klang im Andante stellen sie in den schnellen Ecksätzen ein vulkanisches Aufbäumen entgegen, ein emotionales Beben, bei dem sich die tiefen Streicher im 7. Satz an einem seelischen Abgrund bewegen. Dem Sog dieser Interpretationen kann man sich kaum entziehen.

Restlessness, feverish romanticism and emotional force characterize the Beethoven performances by Quartetto di Cremona. The four Italians are deeply penetrating the composer’s musical thoughts and several times kind of an emotional quake brings the music into ebullition.
Pizzicato

Rezension Pizzicato 24/04/2015 | Guy Engels | 24. April 2015 Gelungener Start

Derweil die Gesamtaufnahme von Beethovens Streichquartetten allmählich auf ihr Ende zusteuert – 4 von voraussichtlich 6 CDs sind mittlerweile veröffentlicht, startet Audite eine neue Reihe mit den Klaviertrios des Bonner Meisters. Als Interpreten hat man sich für Martin Lucas Staub (Klavier), Angela Golubeva (Violine) und Sébastien Singer (Violoncello) entschieden, die sich 1998 als ‘Swiss Piano Trio’ zusammengeschlossen haben.

Zum Start wurden das Es-Dur-Trio op. 1/1 sowie das B-Dur-Trio op. 97 ausgewählt. 19 Jahre liegen zwischen beiden Kompositionen. Dennoch betont das ‘Swiss Piano Trio’ weniger die Unterschiede, die musikalische Wegstrecke, die Beethoven zurückgelegt hat, sondern vielmehr die gemeinsamen klassischen Wurzeln.

Die drei Musiker glänzen durch die Ausgewogenheit der Tempi, eine kluge Klangbalance der drei Instrumente, transparente Strukturen und vor allem das blinde Einverständnis untereinander, ihre Spielfreude und die Intimität im Umgang mit Beethovens Musik.

In very well balanced and transparent performances the ‘Swiss Piano Trio’ shows how close they are to Beethoven’s music.
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Rezension www.ClassicsToday.com 04/2011 | David Hurwitz | 1. April 2011 Under the Radar: The Mandelring Quartett’s Varied Shostakovich

There were some outstanding performances in this series, though I had a few reservations about some of them (the Third Quartet, for instance, struck me as just a bit underplayed). However, hearing this set as a whole, it becomes clear...
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Rezension www.ClassicsToday.com 11/2008 | Robert Levine | 1. November 208 Historical Gems: Landmark Porgy and Bess from Audite

This historical set is a major document: In 1952 the State Department sponsored a European tour of Porgy & Bess that was to last more than three years. This performance comes from a radio broadcast of a live performance in...
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Rezension www.ClassicsToday.com 08/2014 | Jed Distler | 1. August 2014 A Desirable Rachmaninov/Tchaikovsky Coupling

Some may find violinist Franziska Pietsch’s vibrato excessive, yet it’s never cloying. For a Rachmaninov G minor and Tchaikovsky Op. 50 trio coupling, you cannot do better.
Musik & Theater

Rezension Musik & Theater 05/06 Mai/Juni 2015 | Werner Pfister | 1. Mai 2015 Lebendige Vergangenheit

Die Veröffentlichung historischer Tondokumente vom Lucerne Festival – damals Internationale Musikfestwochen Luzern – ist beim Label Audite in besten Händen.
Musik & Theater

Rezension Musik & Theater 05/06 Mai/Juni 2015 | Werner Pfister | 1. Mai 2015 Lebendige Vergangenheit

Die Veröffentlichung historischer Tondokumente vom Lucerne Festival – damals Internationale Musikfestwochen Luzern – ist beim Label Audite in besten Händen. [...] Beethovens Neunte unter Furtwängler dürfte, obwohl bereits unzählige andere Mitschnitte vorliegen, ein Muss nicht nur für eingefleischte Furtwängler-Fans sein: Es handelt sich um seine letzte Aufführung des Werks; nur drei Monate später starb er. Der Mitschnitt ist beeindruckend – in den breiten Tempi, im ungemein souveränen musikalischen Fluss, in der typisch Furtwängler'schen Dramaturgie des Augenblicks sowie – last but not least – in der Leistung der Mitwirkenden. Bekanntlich hat der Maestro Beethovens Neunte nie im Studio eingespielt, und seine hier dokumentierte letzte Aufführung ist in jeder Hinsicht Massstab und Vermächtnis.
Musik & Theater

Rezension Musik & Theater 05/06 Mai/Juni 2015 | Werner Pfister | 1. Mai 2015 Lebendige Vergangenheit

Die Veröffentlichung historischer Tondokumente vom Lucerne Festival – damals Internationale Musikfestwochen Luzern – ist beim Label Audite in besten Händen. [...] Beethovens Neunte unter Furtwängler dürfte, obwohl bereits unzählige andere Mitschnitte vorliegen, ein Muss nicht nur für eingefleischte Furtwängler-Fans sein: Es handelt sich um seine letzte Aufführung des Werks; nur drei Monate später starb er. Der Mitschnitt ist beeindruckend – in den breiten Tempi, im ungemein souveränen musikalischen Fluss, in der typisch Furtwängler'schen Dramaturgie des Augenblicks sowie – last but not least – in der Leistung der Mitwirkenden. Bekanntlich hat der Maestro Beethovens Neunte nie im Studio eingespielt, und seine hier dokumentierte letzte Aufführung ist in jeder Hinsicht Massstab und Vermächtnis.

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