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Rezension BBC Music Magazine April 2020 | Jessica Duchen | 1. April 2020 Franz Liszt's orchestral works are not the most subtle creations in the world....

Franz Liszt's orchestral works are not the most subtle creations in the world. Often the orchestration seems only half-suited to music that can sound conceived in terms of pianistic figuration. However, if you are curious about these under-recognised pieces and fancy plunging into some febrile mid-19th-century sensibility, this disc is a good place to start. The Staatskapelle Weimar has a special closeness to Liszt's heritage: upon retiring from the concert platform he lived in that city from 1848 to 1861, devoting himself to composition and teaching.

These works all date from the Weimar years and each is associated with a bygone literary genius. The first translates as 'Artists' Gala Procession for the Schiller Celebrations'; the second, Tasso, started life as an overture to Goethe's play of that title; and the Symphony to Dante's Divine Comedy was the largest product of a long fascination that Liszt held for that poetic tract.

Kirill Karabits and the Staatskapelle offer powerful and well-balanced accounts, taking the works on their own terms and drawing out the best they have to offer. The pieces can sound portentous and pompous, yet suddenly break into moments of ethereal beauty, and the orchestra's special sound and seamless ensemble make them unusually sympathetic. Silky, sepia-toned strings unify with dusky and eloquent woodwind, edgy brass playing and delectable harps, while Karabits handles the gear-changes with conviction. In the Symphony's Magnificat, the two choruses step aboard and soar, as if a natural part of the orchestra. Recorded sound is warm and pleasing.
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Rezension www.ResMusica.com 25 mars 2020 | Frédéric Muñoz | 25. März 2020 Les archives du violoncelliste Paul Tortelier à la radio de Berlin

Plus anciennes que ses enregistrements plus officiels des années 70 pour EMI, ces gravures primitives sont le reflet de l’art d’un jeune et pétulant virtuose. Elles enrichissent le patrimoine discographique lié à cet artiste, dont le jeu évolua beaucoup tout au long de sa carrière.
Diapason

Rezension Diapason N° 689 Avril 2020 | Hugues Mousseau | 1. April 2020 Admirée par Wagner à qui Liszt la dédia officieusement, l'imposante...

Admirée par Wagner à qui Liszt la dédia officieusement, l'imposante Dante-Symphonie est restée dans l'ombre de sa soeur jumelle la Faust-Symphonie. A cause de son sujet, moins grand public, mais aussi de l'âpreté sans concession de son orchestre.

Kirill Karabits et les forces de Weimar – ville dans laquelle l'oeuvre fut écrite en 1855-1856 –prennent à bras-le-corps cette fresque où épouvante, angoisse et rédemption se succèdent. L'Enfer qui ouvre les hostilités e toute la férocité mais aussi, dans l'épisode central évoquant la passion funeste de Francesca et Paolo, toute l'effusion requises. On frémit au marcato molto grimaçant des altos à 16' 16", au rinforzando sinistre des contrebasses à 19' 21". Dans le Purgatoire, où tenir l'auditeur en haleine est déjà plus difficile, Karabits emporte l'adhésion par le relief de ses clairs-obscurs, une dramaturgie alliant éloquence et retenue. Négociée d'une main aussi ferme, l'entrée dans le Magnificat nous console du renoncement de Liszt à peindre le Paradis.

Si la Staatskapelle de Weimar ne possède pas tout à fait les timbres de celle de Dresde avec Sinopoli (DG), ce menu handicap est compensé par une prise de son à grand spectacle qui, à défaut d'enchanter vos voisins, vous flanquera la chair de poule dans le vortex de l'Enfer. Exposant ses interprètes à une concurrence plus redoutable encore, Tasso voit Karabits tenir la dragée haute à Masur, Sinopoli, Karajan, Golovanov et Silvestri, ne s'inclinant d'une très courte tête que dans le Trionfo conclusif. L'enregistrement en première mondiale de Künstlerfestzug zur Schillerfeier (1859), pesante page de circonstance pour l'inauguration du monument élevé par Weimar à la gloire de Goethe et Schiller, a valeur de simple curiosité.
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Rezension http://operalounge.de März 2020 | Daniel Hauser | 30. März 2020 Gelungene diskographische Erweiterung in Sachen Liszt

Das Liszt-Jahr ist zwar vorüber, doch glücklicherweise bedeutet das nicht, dass die Fülle an teils hochkarätigen Neueinspielungen damit verebben würde. Die Staatskapelle Weimar unter ihrem damaligen, aus der Ukraine stammenden Chefdirigenten Kirill Karabits ließ bereits aufhorchen in Sachen Liszt, als audite das Opern-Fragment Sardanapalo (plus Mazeppa) auf den Markt brachte. Es ist insofern schade, dass Karabits‘ Weimarer Amtszeit 2019 nach gerade drei Spielzeiten auch schon wieder endete. Ob die nun vorgelegte Liszt-Neuaufnahme (audite 97.760) in dieser Kombination bereits die letzte war, bleibt abzuwarten. Eingespielt wurde wieder neben ziemlich bekannten Werken, der Dante-Sinfonie und der Sinfonischen Dichtung Tasso, wiederum eine absolute Rarität, der sogenannte Künstlerfestzug zur Schillerfeier, der hier sogar seine Weltersteinspielung erfährt. Aufgenommen wurden die drei Werke während Karabits‘ finaler Spielzeit im Congress Centrum Neue Weimarhalle (die Dante-Sinfonie zwischen 17. und 20. August 2018, der Rest am 14. und 15. April 2019).

Von den beiden großen Programmsinfonien, die Liszt vorgelegt hat, steht diejenige, die dem Florentiner Renaissance-Dichter Dante Alighieri und seiner Göttlichen Komödie gewidmet ist, etwas im Schatten der Faust-Sinfonie. Dies gewiss zu Unrecht, zeigt sich die musikalische Umsetzung doch schlechterdings genial. Sie besteht trotz ihrer erheblichen Länge von einer dreiviertel Stunde lediglich aus zwei Sätzen, bezeichnet mit Inferno sowie Purgatorio – Magnificat. Liszt stellte also lediglich das Jüngste Gericht und das Fegefeuer musikalisch dar; den Himmel hielt er letztlich in musikalischer Form für nicht angemessen umsetzbar. Der Schlusschor (mit Harmonium) gibt lediglich eine, allerdings im wahrsten Sinne des Wortes himmlische Vorahnung auf denselben wieder. Ad libitum, auf Anraten der Fürstin Sayn-Wittgenstein, fügte er freilich noch einen „pomphafte[n], plagialische[n] Schluß“ (Wagner) hinzu, der heutzutage fast immer weggelassen wird, so auch hier, so dass die Sinfonie mit einem „sanften, edlen Verschweben“ (ders.) ausklingt. Allzu viele Einspielungen des Werkes gibt es – anders als bei der Faust-Sinfonie – nicht. Daniel Barenboims Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern (Teldec) hat mich seinerzeit jedenfalls mehr beeindruckt als jene von Giuseppe Sinopoli mit der Staatskapelle Dresden (DG). Ausgezeichnet ein kommerziell nicht erhältlicher Rundfunkmitschnitt des Chicago Symphony Orchestra unter Riccardo Muti, der tatsächlich den alternativen Schluss anhängt. Die Neuproduktion aus Weimar kann sich dort sehr gut einreihen und wartet zumal mit einer phantastischen Klangqualität auf. Im Inferno und im Magnificat wählt Karabits mit 21:03 und 7:31 nahezu identische Spielzeiten wie Barenboim, um im Purgatorio allerdings fast drei Minuten flotter zur Sache zu gehen (18:02) – und ganze fünf Minuten schneller ist als Sinopoli. Die Damen des Opernchores des Deutschen Nationaltheaters Weimar sowie der Knabenchor der Jenaer Philharmonie unterstützen das herrlich aufspielende Orchester kongenial.

Tasso. Lamento e Trionfo ist vermutlich eine der drei am häufigsten gespielten Liszt’schen Tondichtungen (neben Les Préludes und Mazeppa). Wiederum steht ein italienischer Dichter, diesmal Torquato Tasso, im Zentrum, der am Ende wahnsinnig wurde und einen Tag vor seiner geplanten Dichterkrönung starb. Mit seiner zu Unrecht völlig im Schatten stehenden dritten Trauerode Le Triomphe funèbre du Tasse schuf der Komponist später gar eine Art Fortsetzung. Berühmtheit erlangte Tasso insbesondere wegen der ohrwurmartigen „venezianischen Melodie“, welche Tassos nagenden Schmerz widerspiegelt. Karabits wählt gemessene Tempi, kommt auf 21:25 Minuten und erreicht damit beinahe die Ausmaße, welche Herbert von Karajan 1975 in seiner Einspielung für die Deutsche Grammophon wählte, die für mich nach wie vor die Referenz darstellt. Und ohne Frage gelingt Karabits auch hier eine Interpretation, die zu den besten gerechnet werden muss, vom zaghaften Beginn bis zum triumphalen Abschluss.

Die Weltpremiere, auf der vorliegenden CD als erster Track gelistet, ist das heimliche Highlight. Sicherlich reicht der Künstlerfestzug künstlerisch schwerlich an die beiden anderen Stücke heran, doch ist die Umsetzung dieser etwa elfminütigen Triumphalmusik trotz fehlender Vergleichsoptionen wiederum tadellos und lässt diese Komposition nicht als hohlen Pomp dastehen.

Eine feine diskographische Erweiterung in Sachen Liszt also, bei der man eine Fortsetzung der audite-Reihe erhoffen würde.

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