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Aargauer Zeitung

Rezension Aargauer Zeitung Samstag, 30. März 2013 | Christian Berzins | March 30, 2013 Von Wien nach Muri

Die Wurzeln einer Orgel-CD aus Muri gehen zurück aufs Jahr 1027, dannzumal...
http://walboi.blogspot.de

Rezension http://walboi.blogspot.de Wednesday, July 10, 2013 | Harry van der Wal | July 10, 2013 New acquisition. Eduard Franck, Piano trios

I have heard quite some chamber music in my lifetime, but none that had such an effect on me. This is music that should not be far away from your player, for it provides some serious consolation. Very attractive music, I would go as far as proclaiming them masterworks. But what would good music be, if not likewise good performers play it? And a good sound perspective?

Both these things are honoured in a way that needs applauding, and many encores in this time honoured institution that proclaims ones appreciation.
Gesellschaft Freunde der Künste

Rezension Gesellschaft Freunde der Künste 17.07.2013 | GFDK | July 17, 2013 Aufnahmen aus der Geschichte des Festivals

Der Auftakt der neuen CD-Reihe «LUCERNE FESTIVAL Historic Performances» ermöglicht die Wiederbegegnung mit zwei Jahrhundertpianisten. 1959 gelang der führenden Mozart-Interpretin Clara Haskil gemeinsam mit Otto Klemperer und seinem Philharmonia Orchestra eine Deutung des d-Moll-Konzerts KV 466, die ihr selbst «unvergesslich» blieb, wie sie in einem Brief bekannte.

Dieser Aufnahme gegenübergestellt ist ein Konzertmitschnitt des Pianisten Robert Casadesus vom Sommer 1957 mit Beethovens heroischem Fünften Klavierkonzert. Der Live-Mitschnitt besticht gleichermaßen durch Casadesus' leuchtende Virtuosität, die sich stets in den Dienst der musikalischen Gestaltung stellt, wie durch die große Vertrautheit zwischen Dirigent und Solist. Er ermöglicht einen aufschlussreichen Vergleich mit der Studioproduktion desselben Werks, die Casadesus und Mitropoulos zwei Jahre zuvor mit dem New York Philharmonic vorgelegt hatten. In Dimitri Mitropoulos und den Wiener Philharmonikern fand Casadesus kongeniale Partner. Zugleich dokumentiert die Aufnahme den ersten Auftritt der Wiener Philharmoniker überhaupt bei den Luzerner Festspielen.

Historische Festivalaufnahmen auf CD gebannt

In Kooperation mit audite präsentiert LUCERNE FESTIVAL herausragende Konzertmitschnitte prägender Festspielkünstler. Ziel der Edition ist es, bislang weitgehend unveröffentlichte Schätze aus den ersten sechs Jahrzehnten des Festivals zu heben, dessen Geburtsstunde 1938 mit einem von Arturo Toscanini geleiteten «Concert de Gala» schlug. Die Tondokumente stammen aus den Archiven von SRF Schweizer Radio und Fernsehen, das die Luzerner Konzerte seit Anbeginn regelmäßig überträgt. Sie werden klanglich sorgfältig restauriert und durch Materialien und Fotos aus dem Archiv von LUCERNE FESTIVAL ergänzt: eine klingende Festspielgeschichte.
DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton

Rezension DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton 09.07.2013 | July 9, 2013 Grandiose Entdeckungen im RIAS-Archiv

Jedem Kammermusik-Liebhaber ist das Amadeus-Quartett ein Begriff: 40 Jahre lang, von Ende der 40er bis Ende der 80er Jahre, hat das österreichisch-britische Ensemble Maßstäbe gesetzt. Die Gesamteinspielung der Beethoven-Quartette, erschienen bei der Deutschen Grammophon, gilt als Referenzaufnahme: sehr homogen, wunderschöner, satter Klang und eine abgeklärte Interpretation.

Umso überraschender, was das Label Audite und Deutschlandradio Kultur im RIAS-Archiv zutage gefördert und jetzt in einer CD-Box auf den Markt gebracht haben: Zwischen 1950 und 1967 hat das Amadeus Quartett nämlich auch beim RIAS fast alle Beethoven-Quartette eingespielt – und diese Aufnahmen klingen ganz anders.

Von Anfang an war das Amadeus-Quartett in verschiedenen Plattenstudios zuhause. Sehr sorgfältig geplante Aufnahmen sind da entstanden, Aufnahmen von manchmal fast unfassbarer Perfektion – etwas böse könnte man sagen: hochglanzpoliert. Die Einspielungen für den RIAS, den amerikanischen Rundfunk in Berlin, aus den 50er und 60er Jahren zeigen ein anderes Gesicht: Zwar halten sich die Musiker auch hier streng an den Notentext – das war eines ihrer Markenzeichen , aber das Klangbild ist rauer, oft auch zupackender und ursprünglicher. Bis auf zwei haben sie sämtliche Beethoven-Quartette beim RIAS aufgenommen, und außerdem ein selten gespieltes Stück: Beethovens einziges Streichquintett, Opus 29, entstanden zur selben Zeit wie die frühen Quartette.

1950, da war das Amadeus-Quartett noch ganz jung, erst ein paar Jahre vorher hatten sich die Geiger Norbert Brainin, Siegmund Nissel und Peter Schidloff zusammengefunden. Alle drei waren wegen ihrer jüdischen Abstammung 1938 aus Wien nach London emigriert, und sie begegneten sich ausgerechnet in einem Internierungslager für "enemy aliens", feindliche Ausländer. Nach ihrer Entlassung studierten sie bei dem großen Geiger Max Rostal, und der wurde zum Geburtshelfer des Quartetts. Peter Schidloff tauschte die Geige gegen die Bratsche, und der junge englische Cellist Martin Lovett wurde mit ins Boot geholt – er ist der einzige der vier, der heute noch lebt. 1948 gab das Quartett sein erstes offizielles Konzert, in einem der berühmtesten Säle der Welt, der Wigmore Hall in London – der Beginn einer großen Karriere, die erst mit dem Tod von Peter Schidloff 1987 endete.
RBB Kulturradio

Rezension RBB Kulturradio Mo 01.07.2013 | Bernhard Schrammek | July 1, 2013 Ludwig van Beethoven: Streichquartette

Und wieder wagt sich ein Streichquartett an das abenteuerliche Unternehmen einer Gesamtaufnahme aller Beethoven-Quartette. Nachdem das Tokyo String Quartet, das Artemis Quartett und zuletzt das Belcea Quartet ihre Beethoven-Zyklen gerade abgeschlossen haben, veröffentlicht nun das aus Italien stammende Quartetto di Cremona den ersten Teil seiner Komplettaufnahme. Seit dem Jahre 2002 spielen die vier aus Genua stammenden Musiker in dieser Besetzung zusammen. Inzwischen unterrichten sie selbst am Ort ihrer Ausbildung, in Cremona, und engagieren sich damit für die weitere Förderung des Streichquartetts in Italien.

Gratwanderung

Für die erste CD ihres Beethoven-Zyklus wählten die italienischen Musiker ein frühes Quartett aus der Sammlung op. 18 (1801), das eigenwillig zerklüftete Quartett op. 95 (1810) sowie Beethovens letztes Streichquartett op. 135 (1826) aus. In allen drei Werken unternimmt das Quartett eine Gradwanderung zwischen zupackendem italienischem Temperament und der Einbeziehung von Erkenntnissen der historisch informierten Aufführungspraxis. So kommt etwa der Eingangssatz zu op. 18 Nr. 6 überaus fröhlich, jugendlich kraftvoll und unbeschwert daher, wie man es selten gehört hat. Der Unisono-Beginn von op. 95 dagegen erklingt mit fast beängstigend wirkender Gewalt. Auf der anderen Seite halten sich die vier Streicher mit übertriebendem Vibrato zurück und bemühen sich um einen klaren, transparenten Ton.

Diese Gratwanderung ist sehr hörenswert, könnte aber zuweilen noch ein wenig mehr Differenzierungen vertragen. Eine zu starke Betonung der Wildheit von op. 95 oder des 3. Satzes von op. 135 übertüncht zuweilen die große Komplexität der Beethovenschen Partituren. Zusammenspiel und technische Fähigkeiten des Ensembles sind allerdings tatsächlich hervorragend, so dass man auf die weiteren Folgen des Beethoven-Zyklus gespannt sein darf.

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