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Die Presse

Rezension Die Presse 26.07.2013 | Wilhelm Sinkovicz | July 26, 2013 Amadeus Quartett

Was das von Norbert Brainin geführte Ensemble hier demonstriert, ist tatsächlich wienerische Spielkultur feinster Differenzierung;
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Rezension www.hmv.co.jp Wednesday, July 17th 2013 | King International | July 17, 2013 3. Teil der Lucerne Festival-Serie

Deutsche Übersetzung:

Beachtung muss man der mit dem First-Master-Release ausgezeichneten "Lucerne Festival"-Serie des bewährten Labels audite schenken. Nach Stern (aud. 95624) und Haskil / Casadesus (aud. 95623) ist der 3. Teil mit der Symphonie Nr. 1 von Brahms und Dvoraks Symphonie Nr. 8 unter George Szell der beste Teil!

Szell wurde im Jahr 1897 in Budapest geboren, zog nach Wien, lernte in der Wien Academy of Music. Bereits im Alter von 16 Jahren leitete er die Wiener Symphoniker, aufgrund seines Talents wurde er Konzertmeister unter der Leitung von Erich Kleiber an der Berliner Staatsoper und war bereits 1924 erfolgreich als Dirigent. Im Jahr 1939 entschloss er sich aufgrund der Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges in New York zu bleiben, wonach er auf Tourneen die ganze Welt bereiste und das Cleveland Orchestra zu einem der weltweit führenden Orchestern machte.

Aus Szells späteren Jahren gibt es zwei herausragende Aufnahmen der Symphonie Nr. 8 von Dvoraks sowie der Ersten Symphonie von Brahms aus den Jahren 1969 und 1970, wovon eine auf dieser CD verewigt ist. Sowohl das Lucerne Festival Orchestra als auch Szell zeigen sich hier auf dem Höhepunkt ihres Könnens, erlauben sich keine Kompromisse. Insbesondere die Wärme im dritten Satz der Dvorakschen Symphonie überzeugt.

Die Erste Symphonie von Brahms findet sich auf dieser CD in einer Aufnahme aus dem Jahr 1962. Qualitativ liegt sie zwischen der mit dem Cleveland Orchestra aus dem Jahre 1957 und der berühmten Aufzeichnung aus dem Jahr 1967. Die Leidenschaft trifft zwar den Zuhörer, doch bleibt unter den Erwartungen des Orchesters zurück.
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Rezension www.hmv.co.jp Tuesday, July 30th 2013 | King International | July 30, 2013 Celibidache in Berlin

Deutsche Übersetzung:

Geboren im Jahr 1912, lenkte das deutsche Label audite bereits 2011 im Jahr vor seinem 100. Geburtstag die Aufmerksamkeit auf den Meisterdirigenten Sergiu Celibidache mit der Produktion „Edition Sergiu Celibidache | The complete RIAS recordings“ (aud. 21.406). Nun erschien die lang erwartete Fortsetzung.

Sie fasst die Live- und Studioaufnahmen Celibidaches Berliner Jahre von 1945 bis 1957 in einer 13 CD-Box zusammen, die vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) archiviert wurden. Mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und den Berliner Philharmonikern begeisterte Celibidache die Zuhörer und hatte großen Einfluss auf die Berliner Musikszene der Nachkriegszeit.

Obwohl einige der Werke wie Mendelssohns "Italienische", die Vierte Symphonie von Brahms, Prokofievs "Klassische Sinfonie " oder seine " Romeo und Julia"-Suite in der Vergangenheit schon von einer Vielzahl von Labels veröffentlicht wurden, besticht diese Aufnahme durch herausragendes Spiel. Darüber hinaus sind aber auch selten zu hörende Schätze wie z. B. die Suite Nr. 3 von Cui oder Glasunows Ouvertüre "Karneval" in herausragender Qualität zu hören.

Sämtliche Aufnahmen stammen vom Original-Master-Band, die im Deutschen Rundfunkarchiv Babelsberg (DRA) sowie im Archiv des Rundfunks Berlin-Brandenburg lagern. Audite erhielt einmal mehr die exklusiven Veröffentlichungsrechte an diesem Material, wodurch das Label seine Vorrangstellung auf diesem Gebiet untermauern konnte.
Darüber hinaus gibt es innerhalb dieser Veröffentlichung sehr interessant Verflechtungen. Am 7. Oktober 1957 hat Celibidache anlässlich des 70. Geburtstages von Heinz Tiessen in einem Konzert das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin geführt, wobei drei Werke von Tiessen und die Siebte Symphonie von Beethoven gespielt wurden, in der Hoffnung Tiessen bekannt zu machen. Celibidaches Leidenschaft spiegelt sich in Stampfen mit den Füßen, Singen, Schreien und daher wurde das Band vom RIAS gelöscht, aber ein Teil dieser Freiheit des Dirigenten ist auf Material des SFB erhalten, welches hier fragmentarisch als Bonus-CD mit veröffentlicht wurde.
Neue Luzerner Zeitung

Rezension Neue Luzerner Zeitung 29.07.2013 | Fritz Schaub | July 29, 2013 Legendäre Festivalkonzerte

Abgründe werden hier wie dort keine aufgerissen, dafür stehen die dunklen und die hellen Seiten in einem unnachahmlichen Gleichgewicht. Im langsamen Satz erreicht das geläuterte Spiel der rumänisch-schweizerischen Pianistin das Stadium völliger Entrücktheit.
Stuttgarter Nachrichten

Rezension Stuttgarter Nachrichten Nr. 178 (Samstag, 3. August 2013) | Jürgen Holwein | August 3, 2013 Luzern feiert

In der Romanze ist Haskil ganz bei sich, mit sich, im Raum ihrer inneren Akustik. Die Pianotöne oben körperlos, auch saitendünn.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu | Alain Steffen | August 12, 2013 Erste CD aus Luzerner Archiven

Am Vierwaldstädtersee drücken sich schon seit 1938 die besten Orchester, Dirigenten und Solisten die Klinke in die Hand. Nun hat das ‘Lucerne Festival’ zum 75. Geburtstag endlich seine reichhaltigen Archive geöffnet, womit viele einmalige Konzerte nun dem Musikliebhaber zugänglich gemacht werden können. Den Auftakt macht nicht, wie man vielleicht meinen könnte, ein Konzert Toscaninis, der vor 75 Jahren das erste Festival eröffnete, sondern eine CD mit zwei Mitschnitten aus den späten Fünfzigerjahren.
Unter der Leitung von Otto Klemperer spielte Clara Haskil am 8. September 1959 Mozarts Klavierkonzert Nr. 20 KV 466. Eine musikalische Sternstunde, insofern man das außergewöhnliche Spiel von Haskil mag. Für die einen galt Haskil als ‘die’ Mozart-Interpretin schlechthin, andere bemängelten immer wieder ihren Spielstil, der sich weniger um technisches Raffinement und dramatische Akzente als um emotionale Dichte kümmerte.
Haskil war auf dem Zenit ihres Könnens, genauso wie Klemperer und das Philharmonia Orchestra, die den gesunden Gegenpart in Form von eher düsteren und dramatischen Klangfarben bildeten.
Aufregend auch die Begegnung mit Robert Casadesus und Beethovens 5. Klavierkonzert, zu dem der Pianist eine sehr besondere Beziehung hatte und das er auch mehrmals eingespielt hatte. Am 1. September 1957 wurde er im Luzerner Kunsthaus von den Wiener Philharmonikern und Dimitri Mitropoulos begleitet. Im Gegensatz zu Haskil ist Casadesus eher der nüchterne Interpret, der sehr bedacht ist auf eine innere Logik, auf musikalische Strukturen und eine klare Behandlung der Architektur. Was aber nicht heißen will, dass Casadesus‘ Interpretationen kühl sind. Im Gegenteil. Musikantische Phrasierungen verknüpfen sich hier auf eine ideale Weise mit technischer Überlegenheit. Mitropoulos dirigiert sehr engagiert und bringt Casadesus eigenwilligen Stil mit der üppigen, traditionsverbundenen Klangpracht der Wiener Philharmoniker in ein ideales Gleichgewicht. Gute Klangqualität.

Lucerne Festival and Audite launch a promising series of historical recordings from the festival’s archives. The first release proposes performances by two very divergent pianists – emotionally engaged Clara Haskil and rather Cartesian Robert Casadesus.

Le festival de Lucerne et Audite lancent une série de disques avec des enregistrements historiques des archives du festival. Le premier CD présente deux pianistes très différents, Clara Haskil, émotionnelle, et Robert Casadesus, cartésien.
Fono Forum

Rezension Fono Forum September 2013 | Marcus Stäbler | September 1, 2013 Jugendlicher Überschwang

Das Label Audite, das im Juni sein 40-jähriges Bestehen feierte, präsentiert neben Eigenproduktionen immer wieder Aufnahmen aus deutschen Rundfunkarchiven. Eine äußerst verdienstvolle Schatzsuche, die schon viele großartige Tondokumente zu Tage gefördert hat. Viele stammen vom Berliner RIAS. Dessen legendäre Musikchefin Elsa Schiller hatte gute Kontakte und einen hervorragenden Riecher für Talente. Den bewies sie auch, als sie schon 1950 - nur drei Jahre nach dessen Gründung - das junge Amadeus-Quartett ins Studio nach Berlin holte. Dort war das Ensemble bis 1969 regelmäßig zu Gast und bannte einen Großteil seines Repertoires auf Band, darunter auch fast alle Beethoven-Quartette.

Die sind nun - klangtechnisch wie immer hervorragend aufbereitet - als Box bei Audite erschienen. Sie geben einen spannenden Einblick in die interpretatorische Handschrift und die Entwicklung des Amadeus-Quartetts.

Die früheste der Beethoven-Aufnahmen stammt von 1950 und ist dem Quartett op. 18,6 gewidmet. Schon im ersten Satz, einem munteren Allegro, zeigt sich die schäumende Energie der Streicher, die damals Mitte/Ende 20 waren. Der jugendliche Überschwang ist mit einer großen artikulatorischen Sorgfalt gepaart. Diese Verbindung prägt fast alle der frühen Einspielungen, ebenso wie der unverkennbare Ton von Norbert Brainin. Vor allem in den langsamen Sätzen spielt der Primarius mit jener beseelten Wärme, die gerne als "Wiener Espressivo" bezeichnet
wird. Wunderbar etwa das Adagio affettuoso ed appassionato aus dem 1951 aufgenommenen Quartett op. 18,1. Beeindruckend auch die spieltechnische Souveränität des Ensembles. Anders als heute üblich wurden die Sätze damals in einem Take aufgenommen. Gemessen daran ist die geringe Pannenquote verblüffend.

Mitunter musste sich das Amadeus-Quartett allerdings den Vorwurf der Glätte gefallen lassen. Wie der zustande kam, lässt sich etwa anhand der Einspielung des "Rasumowsky-Quartetts" op. 59,1 durchaus nachvollziehen (die ulkigerweise genau 1959 entstanden ist). Der Cellist Martin Lovett spielt das eröffnende Thema mit einem supersahnigen Legato ohne Ecken und Kanten, wie ein Sänger, der die Konsonanten weglässt. Solche Passagen sind ein bisschen zu schön, um wahr zu sein, und springen umso mehr ins Ohr, als der unwiderstehliche Elan der frühen Aufnahmen gelegentlich einer staatstragenden Gesetztheit weicht. Im Adagio von op. 59,1 wirkt das Tempo beispielsweise etwas starr; wie in manchen langsamen Sätzen.

Dort entsteht der Eindruck, als bleibe die Beethoven-Sicht des Amadeus-Quartetts ein wenig an der Oberfläche des Notentextes kleben. Auch und gerade in den späten Werken verströmt das Ensemble einen unbekümmerten musikantischen Charme. Der hat zwar fraglos seinen Reiz, wird aber der emotionalen Vielschichtigkeit der Musik nicht immer gerecht. Dass hier existenzielle Konflikte des Menschseins verhandelt werden, ist zu selten zu spüren.

Gleichwohl eine äußerst spannende Begegnung mit dem Amadeus-Quartett, das fraglos zu den größten Kammermusikensembles des 20. Jahrhunderts gehörte.
Fono Forum

Rezension Fono Forum September 2013 | Ingo Harden | September 1, 2013 Lebendige Historie

Rechtzeitig zum 75. Lucerne Festival legt Audite die Start-CD einer neuen Serie mit "Historic Performances" von den Internationalen Musikfestwochen am Vierwaldstättersee vor. Sie vereint in gewohnt qualitätvollen Überspielungen der originalen Rundfunk-Tonbänder Live-Mitschnitte aus den fünfziger Jahren. Große Namen, große Werke ...

Aufnahmen des d-Moll-Konzerts von Mozart mit Clara Haskil liegen bereits mit Swoboda, Fricsay, Paumgartner und, aus ihrem Todesjahr 1960 und am berühmtesten, mit Markevitch vor. Kenner werden auf diesen Katalog-Zuwachs von 1959 dennoch nicht mehr verzichten können und wollen: Er gewinnt durch die Partnerschaft mit dem damals 74-jährigen Klemperer und seinem Philharmonia Orchestra eine klassische Strenge, die gelassene Klarheit und Größe des reifen, bis heute als "legendär" weiter wirkenden Mozart-Stils der Haskil eindrucksvoll einrahmt.

Im Falle ihres Generationsgenossen Robert Casadesus ist die Luzerner Novität ebenfalls eine Alternative - zum Beispiel zu einer "Emperor"-Aufnahme des gebürtigen Franzosen mit den New Yorker Philharmonikern von 1955. Hier wie dort dirigiert Dimitri Mitropoulos, diesmal allerdings am Pult der etwas verbindlicher klingenden Wiener Philharmoniker. Doch im Wesentlichen bestimmt Casadesus, der auf seine typische Weise die Musik mit unaufdringlicher rhythmischer Strenge entwickelt, den Gesamteindruck: keine "heroische", wohl aber eine pianistisch großkalibrige, die Strukturen des Werkes überlegen nachzeichnende Interpretation.

Vereinzelte unerhebliche Live-Unregelmäßigkeiten in beiden Aufnahmen.
Stereoplay

Rezension Stereoplay September 2013 | September 1, 2013 Luzern Historisch

In Kooperation mit dem Label audite gibt das Lucerne Festival zum 75-jährigen...

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