Rezension Rheinische Post RP lokal - Mönchengladbach, 25.03.2014 | Armin Kaumanns | March 25, 2014 Elmar Lehnen improvisiert Requiem mit Jazzposaunist
Als Elmar Lehnen im Jahr 2000 von St. Anna, Windberg, an die große Seifert-Orgel der Päpstlichen Marienbasilika zu Kevelaer berufen wurde, war die Kirchenmusikszene Mönchengladbachs um eine besondere Farbe ärmer. Der junge, energische Organist und charismatische Chorleiter aus Hinsbeck hat sich seitdem immer mal wieder in der Stadt sehen und hören lassen, als Instrumentalist ebenso wie als Leiter des gemischten Nettetaler Kalobrhi-Chores.
Jetzt legt Lehnen bei dem für seine klanglich höchstwertigen Produktionen in der Klassik-Branche geschätzten Label audite eine CD vor, auf der er mit dem Jazz-Posaunisten Hansjörg Fink das tut, was er am liebsten macht: improvisieren. Diese Kunst der freiheitlichen, spontanen Verarbeitung musikalischer Ideen hat Lehnen schon bei seinem ersten Orgellehrer in Lobberich gelernt, bei Wolfgang Seifen. Als dessen Nachfolger an einer der bedeutendsten deutschen Orgeln, dem mit 149 Registern riesigen, spätromantisch disponierten Instrument, überrascht der 48-Jährige nun mit einer ausgewachsenen Requiem-Vertonung, die auch in Kevelaer entstanden ist. Mehr als eine Stunde währen die Improvisationen über die gregorianischen Choräle, die der Totenmesse zugrunde liegen. In der ungewöhnlichen Kombination von Tenor-Posaune und Orgel liegt ein natürlicher Reiz der Musik, die sich immer wieder aufmacht, extreme Emotionen, zeitgenössischen musikalischen Ausdruck und jahrhundertealte Tradition miteinander zu verknüpfen.
Naturgemäß spielt sich die melodiöse Präsenz der Tenorposaune in den Vordergrund. Hansjörg Fink gebietet über eine erstaunliche Palette an Klängen und rhythmischen Motiven. Lehnens Part ist vielfach der des inspirierenden Begleiters, der jedoch (Libera me) sein orchestrales Instrument voll einbringt, wenn es der Zusammenhang gebietet. Dieses "Requiem" ist eine ernste, eine von spiritueller Zuversicht durchdrungene Musik, in der zwei Spitzenkönner aufs Beste miteinander kommunizieren.
Jetzt legt Lehnen bei dem für seine klanglich höchstwertigen Produktionen in der Klassik-Branche geschätzten Label audite eine CD vor, auf der er mit dem Jazz-Posaunisten Hansjörg Fink das tut, was er am liebsten macht: improvisieren. Diese Kunst der freiheitlichen, spontanen Verarbeitung musikalischer Ideen hat Lehnen schon bei seinem ersten Orgellehrer in Lobberich gelernt, bei Wolfgang Seifen. Als dessen Nachfolger an einer der bedeutendsten deutschen Orgeln, dem mit 149 Registern riesigen, spätromantisch disponierten Instrument, überrascht der 48-Jährige nun mit einer ausgewachsenen Requiem-Vertonung, die auch in Kevelaer entstanden ist. Mehr als eine Stunde währen die Improvisationen über die gregorianischen Choräle, die der Totenmesse zugrunde liegen. In der ungewöhnlichen Kombination von Tenor-Posaune und Orgel liegt ein natürlicher Reiz der Musik, die sich immer wieder aufmacht, extreme Emotionen, zeitgenössischen musikalischen Ausdruck und jahrhundertealte Tradition miteinander zu verknüpfen.
Naturgemäß spielt sich die melodiöse Präsenz der Tenorposaune in den Vordergrund. Hansjörg Fink gebietet über eine erstaunliche Palette an Klängen und rhythmischen Motiven. Lehnens Part ist vielfach der des inspirierenden Begleiters, der jedoch (Libera me) sein orchestrales Instrument voll einbringt, wenn es der Zusammenhang gebietet. Dieses "Requiem" ist eine ernste, eine von spiritueller Zuversicht durchdrungene Musik, in der zwei Spitzenkönner aufs Beste miteinander kommunizieren.