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SWR

Rezension SWR 08.07.2016 „SWR2 Treffpunkt Klassik – Neue CDs“ | Dagmar Munck | July 8, 2016 BROADCAST CD-Tipp

Von Sergei Prokofjews beiden Violinsonaten gibt es eigentlich genügend Aufnahmen, aber das Wilde, Sinnliche dieser Musik hört man selten so zupackend, lasziv und kompromisslos wie bei diesen beiden Musikern. Mitunter muss der Pianist sich ranhalten, um mit den Ausbrüchen, dem Vorantreiben wie mit dem gedankenverlorenem Innehalten der Geigerin mithalten zu können. Im Tempo wunderbar flexibel leuchten die Beiden Prokofjews Welt der Extreme aus. So darf, so muss das sein!

Was für ein intensiver und satter Geigenton! Und was für Klangfarben, was für eine Dynamik und welche Energie, die Geigerin Franziska Pietsch entfaltet im erlesenen Zusammenspiel mit dem Pianisten Detlev Eisinger! Als 11-Jährige hat Franziska Pietsch ihr Debut in der komischen Oper in damals noch Ost-Berlin gegeben und mit Orchestern der DDR konzertiert. Danach hat man von der inzwischen 46-Jährigen wenig gehört. Letztes Jahr erschien eine Aufnahme der Grieg-Violinsonaten mit dem Duo Pietsch / Eisinger, die schon aufhorchen ließ, und jetzt diese beiden Violinsonaten von Sergej Prokofjew inklusive der „Cinq Melodies“.

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Radio Bremen

Rezension Radio Bremen 11.06.2016 | Marita Emigholz | June 11, 2016 BROADCAST

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Radio Bremen

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Fono Forum

Rezension Fono Forum August 2016 | Michael Kube | August 1, 2016 Empfehlung des Monats

Ein großer Zyklus kommt zum Abschluss. Nach den Sinfonien, Konzerten und Konzertstücken stehen in der letzten Folge der nahezu rundweg beeindruckenden Schumann-Einspielungen die Ouvertüren auf dem Programm. Das in Detmold beheimatete Label "audite" hat auch damit wieder einmal einen Coup gelandet. Konnte Heinz Holliger mit dem WDR Sinfonieorchester Köln schon zuvor besonders bei den Sinfonien überzeugen (bei den konzertierenden Solisten war der wählenden Hand das Glück nicht immer hold), wird hier nun für ein noch immer unbekanntes Repertoire eine Lanze gebrochen. Denn dass Schumann sich neben der genialen Manfred-Ouvertüre gerade in seinem Spätwerk intensiv mit der an großen Schauspielen orientierten Konzertouvertüre schöpferisch auseinandergesetzt hat, dürfte noch immer weithin unbekannt sein. Die Stücke sind im Konzertsaal wahre Raritäten und auf CD kaum einmal in der verdienten Qualität anzutreffen.

Holliger aber sind anscheinend gerade diese Partituren ans Herz gewachsen – so ausgeglichen und wirklich als große Werke gespielt habe ich sie noch nicht gehört. Und sie zeigen Schumann im vollen Besitz seiner Fertigkeiten. Wer noch immer von angeblichen Problemen bei der Instrumentation spricht, sollte eher von Problemen der jeweiligen Interpretation sprechen (einer meiner persönlichen Favoriten ist und bleibt die Ouvertüre zu "Julius Cäsar"). Der für Schumann charakteristische, kompakte Klang kommt jedenfalls dem Sinfonieorchester des WDR entgegen, das schon fünf der Kompositionen 2010 eingespielt und sich den "Manfred" wie auch die frühe, unvollständig gebliebene Zwickauer Sinfonie in g-Moll nun für das Finale aufgespart hat – nicht als Supplement, sondern als geniale Vorschau auf das, was noch kommen sollte. So gespielt wirken die beiden Sätze denn auch nicht als philologische Kuriositäten, sondern künstlerisch berechtigt. Aus Holligers Nähe zu Schumann ist hier mit kühlem Kopf etwas Erstrangiges erwachsen.
Gramophone

Rezension Gramophone August 2016 | Rob Cowan | August 1, 2016 Kletzki in Lucerne

An interesting Paul Kletzki release from Audite reproduces a 1946 concert performance of an interpretation that may be familiar to some readers as a set of five Columbia 78s, namely Brahms Fourth Symphony played by the Swiss Festival Orchestra (or Lucerne Festival Orchestra as we commonly know it nowadays). The actual recording sessions lasted until September 7, which was also the day of an additional concert – given in aid of charity – which is what is reproduced here. Kletzki's performance is refreshingly bright-textured, with careful though never cautious handling of the first movement's many dialogic episodes, a warm-hearted Andante moderato, a bracing scherzo and a finale that although indulgently appreciative of the flute solo keeps a firm grip on the passacaglia structure. I loved it, though the transfer engineers have been a little over-zealous in their efforts to reduce surface noise. The same concert included Schubert's Unfinished, played without its first-movement repeat but very sensitively interpreted, and a dramatic account of Beethoven's Overture Leonore No 3. I've not heard many Kletzki performances that leave as strong an impression as the Brahms. There is no applause.
Gramophone

Rezension Gramophone August 2016 | David Threasher | August 1, 2016 With this sixth and final volume in his series of the 'Complete Symphonic...

With this sixth and final volume in his series of the 'Complete Symphonic Works', Heinz Holliger mops up the remaining segment of Schumann's orchestral output. That's all six of his overtures: operatic (Genoveva), quasi-operatic (Faust Scenes), Shakespearean (Julius Caesar), Byronesque (Manfred) and German Romantic (Schiller's The Bride of Messina and a delightfully loopy response to Goethe's Hermann and Dorothea, complete with a plethora of piped renditions of the Marseilleise). To fill up the disc there's Schumann's first attempt at a symphony, the two movements of a work in G minor that's now most commonly known as the 'Zwickau' Symphony.

That makes Holliger's the most complete cycle of the orchestral works to have arrived in ages. Dausgaard's three single discs (BIS) took in all the symphonic works (including both versions of the Fourth Symphony) along with the six overtures, while Gardiner's triple-set, on period instruments, dispensed with the overtures but included the wonderful Konzertstück for four horns and orchestra. If and when Holliger's six full-price discs come out in a budget-price box, that'll make this easily one of the most attractive collections of this music.

For those less bothered about such notions of completeness, other attractions include Holliger's clear-sighted interpretations, revealed in sound that is focused without being over-analytical. Perhaps the youthful 'Zwickau' piece and the much later concert overtures can't boast the winning melodies that make the greatest of Schumann's works stand out but they display all the composer's motivic skills and his development of the Beethovenian model in his own Romantic language, and offer valuable alternative lights on his orchestral career.
Stereoplay

Rezension Stereoplay 09|2016 | Martin Mezger | September 1, 2016 Georg Muffats Missa "In labore requies", sein einziges erhaltenes Sakralwerk,...

fein timbriert und konturiert werden die meditativen Momente der prominent besetzten Vokalsoli. [...] Grandios hinwieder die hier beigefügten Kirchensonaten von Bertali, Biber und Schmelzer mit dem prächtigen Ensemble Cornets Noirs: ein instrumentaler Paradiesgarten.
Audio

Rezension Audio 09/2016 | Andreas Fritz | September 1, 2016 Gegensätzlicher können zwei Violinsonaten eines Komponisten nicht sein: die...

Gegensätzlicher können zwei Violinsonaten eines Komponisten nicht sein: die erste tragisch, die zweite ausgelassen. Sie stehen beispielhaft für die beiden Pole im Schaffen Prokofieffs. Die Geigerin Franziska Pietsch spielt beide Werke mit großer Intensität und Sensibilität, die hohen technischen Anforderungen meistert sie souverän. Einfühlsam begleitet von Detlev Eisinger, gelingen ihr die leisen Gänsehaut-Steilen ebenso beeindruckend wie die auftrumpfenden Kehraus-Passagen. Passend ergänzt wird das Programm von den kantablen Cinq melodies. Eine ausgesprochen sorgfältige und inspirierte Produktion, die auch klangtechnisch vollkommen überzeugt.
Audio

Rezension Audio 09/2016 | Laszlo Molnar | September 1, 2016 In der Reihe spektakulärer Surround-Produktionen mit den Ensembles unter...

In der Reihe spektakulärer Surround-Produktionen mit den Ensembles unter Johannes Strobl trägt eine den Titel "Polychoral Splendour"; der würde auch gut zur Aufnahme der Missa von Georg Muffat (1653-1704) passen. Allerdings: Die CD gibt nur eine eindimensionale Idee davon, was in dieser Einspielung wirklich los ist. Sofern also eine gute Surround-Anlage mit Netzwerk-Player bereitsteht: auf der Seite www.audite.de die 5.1-Version downloaden und ein akustisches Wunder erleben. Was die Musikerinnen und Musiker in der Klosterkirche Muri in der Schweiz hier bieten, ist ein mehrchöriger Hörrausch, von dem man gar nicht genug bekommen kann.
Der neue Merker

Rezension Der neue Merker 29.08.2016 | Dr. Ingobert Waltenberger | August 29, 2016 Das schönste französische Klavierquintett und Streichquartett von sechs famosen Italienern glorios interpretiert – Vive l‘Italie!

Bei Audite ist ein kompletter Streichquartettzyklus von Beethoven im Entstehen, und schon jetzt kann gesagt werden, dass er neue Maßstäbe setzt und in seiner strukturellen Klarheit, aristokratischen Eleganz, gediegenen Sanglichkeit und klanglichen Rafinesse schwer zu überbieten sein wird.

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