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Fono Forum

Rezension Fono Forum August 2017 | Carlos Maria Solare | August 1, 2017 Nachdem es 2014 die Streichquintette von Johannes Brahms aufgenommen hat, legt...

Nachdem es 2014 die Streichquintette von Johannes Brahms aufgenommen hat, legt das Mandelring Quartett nun dessen zwei Sextette nach, wobei sich die beiden zusätzlichen Spieler nahtlos ins Ensemble einfügen. Roland Glassl war ja 16 Jahre lang dessen Bratschist. Die dunkle Klangfarbe seines Instruments setzt sich sehr schön ab gegen die etwas hellere seines Nachfolgers Andreas Willwohl. In der Tat beeindruckt das souveräne Spiel dieses Ensembles durch seine Transparenz sowie durch die Klarheit, mit der die musikalischen Strukturen dargelegt werden. Die Spieler erreichen eine ideale Verbindung von Kopf und Herz.
Diapason

Rezension Diapason N° 659 Juillet-Août 2017 | Jean-Michel Molkhou | July 1, 2017 C'est par ce sixième volume, intégralement consacré à Haydn, qu'Audite clôt...

C'est par ce sixième volume, intégralement consacré à Haydn, qu'Audite clôt sa prodigieuse série dédiée aux enregistrements du Quatuor Amadeus réalisés pour la RIAS entre 1950 et 1969. Inédites au disque, ces bandes ont enrichi de façon considérable la discographie du légendaire ensemble (cf. nOS 618, 622, 626, 631 et 654). Elles nous sont d'autant plus précieuses qu'on y découvre trois quatuors (Opus 9 nO 3, Opus 20 nO 5, Opus 33 nO 2) dont ils n'ont pas laissé de trace officielle au disque.

Bien que, dans ces témoignages de jeunesse (1951-1952), leur expression n'ait pas encore atteint son plein épanouissement, on y reconnaît déjà (presque) tout ce qui fera la légende des Amadeus : le vibrato de Brainin, leur science de l'agencement des voix et leur volupté instinctive à faire chanter les lignes, tout comme ce zeste d'impatience qui donne une formidable impulsion à leurs archets (finale de l'Opus 74 nO 1). Ces enregistrements ne présentent pas encore la touche d'abandon et la liberté si caractéristiques de leur maturité, mais déjà une poésie divinement organisée et une suprême justesse de goût. Comparaison et confirmation dans les deux versions (1950/1969) du miraculeux Adagio de l'Opus 54 nO 2, qui permettent de mesurer le chemin parcouru. En suivant le fil de ces interprétations, on réalise que l'évolution expressive fut rapide car dès le milieu des années 1950 (Opus 64 nO 3) on reconnaît la grâce, les touches de fantaisie (Menuetto) comme cette irrésistible façon de livrer leur émotion (Adagio) qui feront leur gloire. Plus on avance dans le temps plus leur signature devient claire (Opus 64 nO 4), par les timbres,les vibratos, la vocalité (Adagio) ou la manière de faire respirer les barres de mesure. Ecoutez notamment leur magistrale lecture de l'Opus 77, dans lesquels ils traduisent si clairement la transition entre les langages du XVIIIe et du XIXe siècles (le finale de l'Opus 77 nO 2 est époustouflant). C'est avec les Sept Paroles, dans une vision empreinte de grandeur et de solennité, captée deux ans après leur première gravure officielle pour Westminster, que se conclut cet envoûtant périple en nous laissant un sentiment d'éternité.
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Rezension www.pizzicato.lu 18/07/2017 | Uwe Krusch | July 18, 2017 Gegensätze vereint

Für die Geigerin Franziska Pietsch ist César Franck der Protagonist der romantischen Welt, die einen so heilen und geschlossenen Eindruck macht. Szymanowski dagegen ist einerseits noch mit dieser Stimmung vertraut, andererseits bricht er neuen Ausdrucksformen und Techniken Bahn und eröffnet damit der Komposition von Violinwerken im Zwanzigsten Jahrhundert neue Möglichkeiten, die auch tonale Weiterungen einschließen. Damit ist er auch ein Neubegründer polnischer Kunstmusik. In seine Kompositionen fließen musikalische Momente aus aller Welt ein, die er bei Reisen aufsaugte.

Franziska Pietsch, in ihrer Jugend noch in der DDR und deren System aufgewachsen, kam 1986 in die Bundesrepublik. Neben Jahren als Konzertmeisterin ist sie Kammermusikerin. Detlev Eisinger erhielt seine Ausbildung in München und begann anschließend seine internationale Konzerttätigkeit. Seit 2012 treten sie im Duo auf.

Wenn man die Gedanken der Geigerin zu den Gegensätzen liest, ist man verwundert, dass diese auf der Aufnahme gar nicht so exzessiv deutlich werden. Der Franck wird ganz klar in diesem wohligen Kopfkino dargeboten. Die Künstler sind natürlich intelligent genug, keine kitschige Romantik zu liefern, sondern einfach eine rundum in warme Farben getauchte Landschaft oder Stimmung. Dabei fällt auf, dass sie den Einstieg in die Franck-Sonate mit großer innerer Ruhe und Entspanntheit angehen, wo andere von vornherein kräftig artikulieren. Die Intensität entwickelt sich erst im Verlaufe der Darbietung.

Im Hinblick auf den behaupteten Gegensatz zwischen den beiden Komponisten entwerfen die Künstler auch beim Szymanowski durchaus intensive romantisch wirkende Klänge, die auch die technischen und gestalterischen Neuigkeiten nicht verschweigt. Aber diese Aufnahme ist im Vergleich zu anderen so rund und volltönend, dass man jedem Hörer, der eigentlich vor neueren Tönen zurückschreckt, diese Interpretation wärmstens empfehlen kann.

Violinist Franziska Pietsch and pianist Detlev Eisinger prove fantastic musicians in this compelling Szymanowski and Franck program. Highly recommended!
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 18/07/2017 | Guy Engels | July 18, 2017 Berauschende Expressivität

Karol Szymanowski hatte ein schweres Erbe zu tragen als auserkorener und überdies legitimer Nachfolger von Frédéric Chopin in Polen. «Szymanowski kennt noch die Spätromantik, aber er bewegt sich immer an der Grenze der Tonalität und schreitet bereits voran in die Moderne», notiert Franziska Pietsch im Booklet dieser neuen gemeinsamen Produktion mit dem Pianisten Detlev Eisinger.

In diesem Spagat, diesem Brückenschlag zwischen Altem und Neuem liegt Szymanowskis Originalität. Sie klar und unmissverständlich darzustellen, fordert den ganzen Interpreten. Szymanowskis Triptychon ‘Mythen’ ist nicht nur technisch äußerst anspruchsvoll, sondern verlangt auch vollkommenes musikalisches Engagement, quasi eine Verschmelzung mit dem Werk.

Mit den ersten Klängen der ‘Drei Gedichte’ op. 30 kann man sich der Sogwirkung, die das Spiel des Duos Pietsch/Eisinger entfaltet, nicht mehr entziehen. Man folgt blindlings beiden Musikern durch die Mäander seelischer Empfindlichkeiten.

Franziska Pietsch lässt ihren Bogen in poetischer Entspanntheit gleiten. Kein Akzent ist übertrieben, keine Phrase bleibt unausgekostet. Szymanowskis Musik blüht in ihrer prächtigsten Lyrik und Expressivität auf – mal als ein zärtlicher, intimer Hauch, mal als ein innerer Aufschrei und Wettstreit dissonanter Gefühle.

Nicht minder mitreißend ist Francks A-Dur-Sonate, die hier in robuster Romantik, stürmisch drängend und mit melodischem Schmelz erklingt.
Gramophone

Rezension Gramophone July 2017 | David Vickers | July 1, 2017 Handel composed very little music on texts in his native German tongue. The most...

Handel composed very little music on texts in his native German tongue. The most notable examples are settings of poetry by Barthold Heinrich Brockes (1680-1747), a Hamburg town councillor who had known Handel since they were both students at the University of Halle in 1702. Nevertheless, it was after Handel had settled permanently in London that he set Brockes’s Passion oratorio Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus (c1716) and nine devout poems from the same author’s Irdisches Vergnügen in Gott, bestehend in Physicalisch- und Moralischen Gedichten (second edition, 1724).

Wolfgang Katschner unusually programmes the so-called Nine German Arias alongside rearrangements of selections from the Brockes-Passion. The Lautten Compagney’s specialism in plucked continuo instruments and penchant for copious artistic licence results in a colourful assortment of numerous continuo instruments (including two lutes and anachronistic harp). Ina Siedlaczek’s slightly pinched, girlish timbre lacks compassionate warmth (‘Süsse Stille’ is tranquil enough but does not convey serene consolation), although she makes up for it with admirably restrained embellishments and affectionate communication of the poetry. I enjoyed her airy shaping of melodic contours in ‘Meine Seele hört im Sehen’ but was less enamoured by the whimsical alternation between oboe and violin for the solo obbligato part, and the tinkering capriciously with continuo instrumentation during the B section; the solo obbligato part in ‘Das zitternde Glänzen der spielenden Wellen’ is recomposed for both oboe and flute, including passages featuring both together that contain plenty of notes that Handel certainly did not write. The most persuasive moment is when Siedlaczek and violinist Daniel Deuter are left to weave their sweetly persuasive spell without undue interventionism (‘Die ihr aus dunklen Grüften’), but overall these superficially attractive performances lack aesthetic coherence. […]
The Guardian

Rezension The Guardian Thursday 20 July 2017 | Kate Molleson | July 20, 2017 “Chamber music is a genre with which one can express one’s deepest...

This recording from the Jacques Thibaud String Trio gives everything an essential quality. It’s a sound perfect for French music, stripped back and quicksilver, but I also love their fearless way with Martinů’s jagged edges.
Süddeutsche Zeitung

Rezension Süddeutsche Zeitung 24. Juli 2017 | Harald Eggebrecht | July 24, 2017 Ins Licht!

Das renommierte Jacques-Thibaud-String-Trio [...] wird dieser höchst geistreichen, virtuosen, immer leichtfüßigen, aber nie leichtgewichtigen Musik glänzend gerecht. [...] Die "Thibauds" bieten beide Stücke souverän.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 30/06/2017 | Remy Franck | June 30, 2017 Exzeptionell, in allen Hinsichten

Nur ganz selten habe ich Ernest Blochs ‘Schelomo’ in einer so stimmungsvollen, hoch inspirierten Fassung gehört wie auf dieser neuen CD mit dem französischen Cellisten Marc Coppey.

In ‘Schelomo’ (Salomon), das Bloch selbst eine ‘Rhapsodie hébraïque pour violoncelle et grand orchestre’ (1916-17) nannte, übernimmt das Cello den Part des weisen Königs mit einer teils melancholischen, teils feierlichen Klangrede: Coppey ‘singt’ diesen Part auf seinem Goffriller-Cello mit bewegender Intensität, nicht vordergründig sentimental, aber mit einer wunderbar vergeistigten Vertiefung in das Sujet. Dabei kann er voll auf den Dirigenten Kirill Karabits zählen, der den Cello-Gesang mit einem sehr inspirierten Orchester unterstützt. Karabits, einer der besten Farbenkünstler unter den Dirigenten, lässt das DSO mit schönster Differenzierung musizieren.

Dvoraks kurzes, sehr charmant und ausdrucksvoll gespieltes Adagio ‘Klid’ (Waldesruhe) führt zum Cellokonzert op. 104.

Was einem in diesem Werk sofort auffällt, ist die ungemein reliefreiche Orchestereinleitung, die zeigt, welch genialer Dirigent Karabits ist. Die einzelnen Motive werden sehr deutlich herausgearbeitet, die verschiedenen Orchestergruppen in grandiosen Farben voneinander abgehoben. Und so sind die Weichen hier ganz klar gestellt. Mehr als in irgendeiner Aufnahme des Dvorak-Konzerts spielt das Orchester hier eine wichtige, eine tragende Rolle. Dass Karabits für diese Aufnahme gewonnen werden konnte ist ein absoluter Glücksfall. Nicht, dass Coppey nicht gut spielen würde, ganz im Gegenteil, aber sein Spiel erreicht erst im Einklang mit dem Orchester seine volle Wirkung.

Es gibt Aufnahmen, da hat man nach einem einzigen Durchgang alles gehört. Diese hier ist musikalisch so reich, dass man davor steht wie vor dem üppigsten aller Buffets und sich mal hier, mal dort was nimmt, aber bei weiteren Durchgängen immer wieder Neues entdeckt.

Darüber hinaus ist auch das wunderbar lyrische und zugleich oft auch zupackende Spiel von Marc Coppey ein Atout, zumal Dirigent und Solist perfekt zusammen atmen.
This is one really outstanding recording, perfect for multiple deep listening experiences. Bloch’s Schelomo comes in a very inspired, beautifully atmospheric performance, and one only can admire Marc Coppey’s attractive, lyrical sound. Another exceptional treat is Dvorak’s Cello Concerto. Breathing harmoniously together, conductor Kirill Karabits and Marc Coppey share a perfect mutual inspiration. Moreover, Kirill Karabits proves the colour magician he has always been, and thus there is a lot to discover in the orchestral accompaniment. I never heard so rich an orchestral playing in this concerto. The well-detailed, resonant recording adds to the impact of those gorgeous Bloch and Dvorak performances.

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