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Fanfare

Rezension Fanfare October 2016 | Peter Burwasser | October 1, 2016 This is the sixth and final volume of Audite’s survey of the complete...

This is the sixth and final volume of Audite’s survey of the complete symphonic works of Robert Schumann. As is often the case with such productions, the last volume is the mop-up of miscellanea and usually seldom heard music. The Manfred Overture that opens the program is by far the best-known work here. It bursts forth with the heft and swagger that has been noted with unanimity by previous Fanfare reviewers of this series. Nearly all of the music on this CD is inspired by literature, and Holliger and his Cologne based band play with a fearless sense of theatricality. I will also echo my colleagues in praise of the orchestra’s lucidity of texture (it has been suggested that the use of smaller string sections in the WDR Symphony Orchestra helps to achieve this, although there is nothing in the notes for this volume to corroborate that claim) and for the excellence of the Audite audio engineering, a quality I am well familiar with from other Audite recordings.

While there are no revelations in this program, the music is generally of high quality, even though it comes from the end of Schumann’s career, perhaps something of a rejoinder to the “truism” that Schumann’s abilities and imagination had eroded somewhat at this point. The problem for the listener, at least this one, is that the blustery nature of this dramatic music becomes a bit wearisome by the end of a complete listening. In hindsight, it may have made more sense to have included these dramatic overtures in more varied programs of symphonies and concertos, as is usually the practice in presenting such work. The exception is the early attempt at symphonic writing by a 21-year-old Schumann, the incomplete Symphony in G-Minor, named for the city it was premiered in, Zwickau. It is replete with lovely writing, with the composer’s signature firmly in place.

The complete set of Schumann orchestral music by these forces is certainly a success by almost any measure. I would offer one caveat, and that is that the WDR SO, while excellent and a great pleasure to hear, lacks the ultimate degree of polish and finesse of the top-tier orchestras of the world. But I’m not sure how much that matters in this material, given that a certain degree of lustiness, if anything, enhances the expressiveness of the music.
Fono Forum

Rezension Fono Forum August 2016 | Michael Kube | August 1, 2016 Empfehlung des Monats

Ein großer Zyklus kommt zum Abschluss. Nach den Sinfonien, Konzerten und Konzertstücken stehen in der letzten Folge der nahezu rundweg beeindruckenden Schumann-Einspielungen die Ouvertüren auf dem Programm. Das in Detmold beheimatete Label "audite" hat auch damit wieder einmal einen Coup gelandet. Konnte Heinz Holliger mit dem WDR Sinfonieorchester Köln schon zuvor besonders bei den Sinfonien überzeugen (bei den konzertierenden Solisten war der wählenden Hand das Glück nicht immer hold), wird hier nun für ein noch immer unbekanntes Repertoire eine Lanze gebrochen. Denn dass Schumann sich neben der genialen Manfred-Ouvertüre gerade in seinem Spätwerk intensiv mit der an großen Schauspielen orientierten Konzertouvertüre schöpferisch auseinandergesetzt hat, dürfte noch immer weithin unbekannt sein. Die Stücke sind im Konzertsaal wahre Raritäten und auf CD kaum einmal in der verdienten Qualität anzutreffen.

Holliger aber sind anscheinend gerade diese Partituren ans Herz gewachsen – so ausgeglichen und wirklich als große Werke gespielt habe ich sie noch nicht gehört. Und sie zeigen Schumann im vollen Besitz seiner Fertigkeiten. Wer noch immer von angeblichen Problemen bei der Instrumentation spricht, sollte eher von Problemen der jeweiligen Interpretation sprechen (einer meiner persönlichen Favoriten ist und bleibt die Ouvertüre zu "Julius Cäsar"). Der für Schumann charakteristische, kompakte Klang kommt jedenfalls dem Sinfonieorchester des WDR entgegen, das schon fünf der Kompositionen 2010 eingespielt und sich den "Manfred" wie auch die frühe, unvollständig gebliebene Zwickauer Sinfonie in g-Moll nun für das Finale aufgespart hat – nicht als Supplement, sondern als geniale Vorschau auf das, was noch kommen sollte. So gespielt wirken die beiden Sätze denn auch nicht als philologische Kuriositäten, sondern künstlerisch berechtigt. Aus Holligers Nähe zu Schumann ist hier mit kühlem Kopf etwas Erstrangiges erwachsen.
Gramophone

Rezension Gramophone August 2016 | David Threasher | August 1, 2016 With this sixth and final volume in his series of the 'Complete Symphonic...

With this sixth and final volume in his series of the 'Complete Symphonic Works', Heinz Holliger mops up the remaining segment of Schumann's orchestral output. That's all six of his overtures: operatic (Genoveva), quasi-operatic (Faust Scenes), Shakespearean (Julius Caesar), Byronesque (Manfred) and German Romantic (Schiller's The Bride of Messina and a delightfully loopy response to Goethe's Hermann and Dorothea, complete with a plethora of piped renditions of the Marseilleise). To fill up the disc there's Schumann's first attempt at a symphony, the two movements of a work in G minor that's now most commonly known as the 'Zwickau' Symphony.

That makes Holliger's the most complete cycle of the orchestral works to have arrived in ages. Dausgaard's three single discs (BIS) took in all the symphonic works (including both versions of the Fourth Symphony) along with the six overtures, while Gardiner's triple-set, on period instruments, dispensed with the overtures but included the wonderful Konzertstück for four horns and orchestra. If and when Holliger's six full-price discs come out in a budget-price box, that'll make this easily one of the most attractive collections of this music.

For those less bothered about such notions of completeness, other attractions include Holliger's clear-sighted interpretations, revealed in sound that is focused without being over-analytical. Perhaps the youthful 'Zwickau' piece and the much later concert overtures can't boast the winning melodies that make the greatest of Schumann's works stand out but they display all the composer's motivic skills and his development of the Beethovenian model in his own Romantic language, and offer valuable alternative lights on his orchestral career.
hifi & records

Rezension hifi & records 3/2016 | Ludwig Flich | July 1, 2016 Nun ist Holligers Schumann-Projekt abgeschlossen, und die Qualität hat sich von...

Nun ist Holligers Schumann-Projekt abgeschlossen, und die Qualität hat sich von CD zu CD noch gesteigert. [...] Wer nach mehr Selbstverständlichkeit im Klang sucht, dem rate ich, alternativ die Flac-Version (48/24; auch in Surround) von der Audite-Website herunterzuladen.
Kölner Stadtanzeiger

Rezension Kölner Stadtanzeiger Freitag, 22. April 2016 | Markus Schwering | April 22, 2016 Kampf gegen den Taktstrich

Schließlich gelingt es Holliger, wirkungsvoll ein altes Vorurteil zu dementieren: dasjenige vom unfähigen Orchestrator Schumann und seinem fett-opaken Instrumentalsatz. Der Dirigent orientiert sich bei seinen WDR-Aufnahmen an der historischen Aufführungspraxis: Er dramatisiert, belüftet, entschlackt den Klang, verschärft Akzente, reduziert das Streicher-Vibrato, lässt die Bläserstimmen plastisch heraustreten, verwendet überhaupt auf die Balance der Gruppen größte Sorgfalt. Das Ergebnis: Der reife Schumann klingt hier, auch ohne angezurrte Tempi, jugendlich frisch.
RBB Kulturradio

Rezension RBB Kulturradio Do 09.06.2016 | Dirk Hühner | June 9, 2016 Robert Schumann ist für den Schweizer Oboisten, Komponisten und Dirigenten...

Robert Schumann ist für den Schweizer Oboisten, Komponisten und Dirigenten Heinz Holliger mehr als eine Passion. Seit seiner Jugend ist er geradezu besessen von der musikalischen Welt des Romantikers. Er sei in jeder seiner eigenen Kompositionen präsent, gab er einmal zu. Als Dirigent aller Orchesterwerke von Schumann hat Holliger nun eine Reihe maßstäblicher CDs aufgenommen.

Die sechste und letzte Folge sämtlicher sinfonischer Werke von Schumann umfasst sechs Ouvertüren und die frühe so genannte "Zwickauer Sinfonie". Wie bei den vorangegangenen Teilen entfaltet sich auch hier eine fein abgestimmte Dramaturgie, die verschiedene Lebensphasen und Stoffe zu einem größeren Bild zusammenfügt. Schon in der vom 21-jährigen Schumann in mehreren Anläufen zu Papier gebrachten "Zwickauer Sinfonie" weht und zirkuliert ein unruhiger Geist. Die in den 1850er Jahren, und also als "spät" apostrophierten Ouvertüren lenken diesen Geist auf literarische Stoffe von Shakespeare, Goethe, Schiller und Lord Byron. Aufruhr herrscht auch hier, aber doch in dramatische Form gegossen.

Schnelle Umschwünge

Dass die Ouvertüren heute kaum noch im Konzertleben anzutreffen sind, ist ein Manko des weniger auf klassische Bildung als auf Effekt zielenden Konzertbetriebs. Zumindest hat Heinz Holliger mit diesen Aufnahmen alle Vorurteile gegenüber einer groben Orchestrierung oder Gedankenschwäche bei Schumann gründlich widerlegt. Die Marseillaise in der Ouvertüre zu Goethes "Herrmann und Dorothea" ist nicht der einzige revolutionäre Ton, der hier immer wieder anklingt. Das Obsessive von Schumanns notorischen Motivdrehungen und –windungen schlägt hier Funken. Dabei sind die Tempi nirgends übertrieben schnell. Holliger strafft vor allem die Dynamik, die schnelle Umschwünge vollführen kann, ohne Nebenstimmen zuzudecken. Das WDR Sinfonieorchester Köln hat sich hier einen überraschend hellen Schumann-Ton erarbeitet, der fast kammermusikalisch erscheint.

Wenn diese CD mit den Fanfarentönen der "Julius Caesar"-Ouvertüre zu Ende geht, ist damit auch ein Aufnahmezyklus vollendet, der noch lange Bestand haben wird als einsichtige und Einsichten verschaffende Schumann-Gesamtschau.
The Guardian

Rezension The Guardian 2016/Apr/28 | Andrew Clements | April 28, 2016 Holliger makes Manfred crackle

Anyone who has followed Holliger’s series won’t be disappointed by this final instalment.
www.limelightmagazine.com.au

Rezension www.limelightmagazine.com.au July 2016 | Philip Clark | July 1, 2016 Thinking-Man's Schumann

No man or woman alive knows more about the inner-workings of Schumann's music than Holliger, [...] teases out those melodic and harmonic fingerprints about to blossom in his mature symphonies. His Manfred Overture reminds us of the daring instability of Schumann's harmony – a music that opens the door, and takes a peek, at some harmonic traits of 20th-century music. The final volume has a slight feeling of mopping up what was left; but Holliger's interpretive perspectives make it worthwhile.
www.niusic.de

Rezension www.niusic.de 13.05.2016 | Konrad Bott | May 13, 2016 Liebevolle Ausnüchterung

Wo Akzente gesetzt werden, wird auch die hartnäckigste Schnarchnase aus dem Bett geschubst. Jeder Takt macht neugierig auf den nächsten, jede Kantilene wirkt frisch und sportlich, ohne zu hasten. Dass Schumanns sinfonischen Werke nicht nur etwas für romantische Schwelger sind, hat Holliger mit dieser Aufnahme ein für allemal klargestellt.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 18/08/2018 | Guy Engels | August 18, 2018 Die Welt auf einem Instrument

‘Sei solo a violino’ – Bachs Titel seiner Solopartiten und -Sonaten könnte man, frei aus dem Italienischen übersetzt, durchaus als Drohung empfinden: « Du bist alleine mit deiner Geige ». Und zur Vervollständigung wäre hinzuzufügen: « Sieh zu, dass du zurecht kommst ». Nicht ohne Grund zählen BWV 1001 bis 1006 zu den größten Herausforderungen für jeden Geiger, weil Bach auf den schmalen vier Saiten ein ganzes Universum unterbringt. Natürlich lässt er dem jeweiligen Interpreten viel Freiheit im Umgang mit dem Material. Kann er diese aber auch nutzen? Ist nicht gerade diese Freiheit das größte Hemmnis?

Nicht für Christoph Schickedanz. Er kniet sich mit Leib und Seele in diese Musik oder – um es weniger poetisch auszudrücken – er packt den Stier bei den Hörnern.

Auf Faksimile-Bildern erkennt man den kräftigen Tintenstrich, mit dem Bach die Partiten und Sonaten komponiert hat. Diesen Strich überträgt Christoph Schickedanz auf seinen Bogen, ohne jedoch das technisch Filigrane zu übertünchen. Klang und Technik gelten jedoch nichts, wenn der musikalische Gedanke fehlt. Das ist bei dieser Aufnahme deutlich spürbar nicht der Fall. Christoph Schickedanz lässt die Musik tanzen, wo Bach eine Tanzform schreibt. Er lässt sie atmen, wo die Rhetorik dies verlangt. Er spielt poetisch und einfühlsam, wenn der Spannungsbogen dies erfordert. Obwohl uns natürlich bewusst ist, dass die Aufnahme nicht in einem Take entstanden ist, bleibt es dennoch zu bewundern, wie der Violinist während über zwei Stunden Spielzeit den Spannungsbogen hochhält.

Admirably breathed and rhetoric and overall vigorous performances of Bach’s solo sonatas.

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