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Rezension www.pizzicato.lu 02/11/2023 | November 2, 2023 audite setzt seine Reihe mit Werken von Gregor Joseph Werner (1695-1766) mit...

audite setzt seine Reihe mit Werken von Gregor Joseph Werner (1695-1766) mit Messen und Motetten fort. Lajos Rovatkay dirigiert sorgfältig, um das kompositorische Raffinement der Musik und ihre Ausdrucksmöglichkeiten im richtigen Maß auszuschöpfen. Sein Ensemble la festa musicale spielt in einem entspannten Stil und einem Ausdruck, der Spiritualität dem Affekt vorzieht. Werner spricht in den hier aufgeführten Stücken eine verinnerlichte Sprache, die der Meditation, sowohl der musikalischen als auch der spirituellen, einen großen Platz einräumt. Man darf nämlich nicht vergessen, dass all diese Werke als funktionale liturgische Musik entstanden.

Das Solistenquartett ist homogen, wenn auch die Sopranistin Magdalene Harer mit ihrer warm leuchtenden Stimme besonders überzeugt. Exzellent, wie schon in vorigen Einspielungen ist auch das Voktett Hannover.

Die künstlerische und ästhetische Umsetzung dieses Programms ist also über jeden Zweifel erhaben. Rovatkay findet immer die richtige Intonation, die die Musik, den Text und den Ausdruck des religiösen Gefühls am perfektesten zusammenbringt.


English translation:

audite continues its series of masses and motets with works by Gregor Joseph Werner (1695-1766). Lajos Rovatkay conducts carefully to exploit the compositional sophistication of the music and its expressive possibilities at the right level. His ensemble la festa musicale performs in a relaxed style and expression that favors spirituality over affect. Werner speaks an internalized language in the pieces performed here that gives a great place to meditation, both musical and spiritual. Indeed, one must not forget that all these works were functional liturgical music.

The quartet of soloists is homogeneous, although soprano Magdalene Harer is particularly convincing with her warmly luminous voice. Excellent, as in previous recordings, is also the Voktett Hannover.

The artistic and aesthetic realization of this program is thus beyond any doubt. Rovatkay always finds the right intonation that most perfectly brings together the music, the text and the expression of religious feeling.
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Rezension www.pizzicato.lu 03/11/2023 | November 3, 2023 Spannender Schumann

Die „Kreisleriana“, zu der Schumann sich durch die skurrile Figur des Kapellmeisters Kreisler von E.T.A. Hoffmann inspirieren ließ und die auch ihn selbst und seine Clara darstellt, eröffnet dieses Programm der Pianistin Jimin Oh-Havenith bei audite. Schumanns Opus 16 wird von ihr kontrastreich zwischen virtuoser Verspieltheit und größter Zärtlichkeit in seine Zweigleisigkeit gebracht. Allerdings macht die Interpretin keine psychoanalytische Studie daraus, sie übertreibt die Dramatik ebenso wenig wie die Poesie. So bleibt der Kern der Komposition erhalten.

In der „Humoreske“ stellt Jimin Oh-Havenith die wechselnden Stimmungen dieses Werkes des jungen Schumanns sehr detailliert dar. Sie überzeugt durch ein poetisches, aber gleichzeitig auch spontanes Spiel, das ein natürliches Verhältnis zu Schumanns Musik deutlich macht. Mit feinem Anschlag, kluger Phrasierung und viel Sensibilität geht sie diese vielschichtige Musik an, die nicht nur in ihrer ganzen Komplexität ausgelotet, sondern auch brillant und spannend kontrastreich gespielt wird.

Die melodische Zärtlichkeit wird dabei nie von Melancholie verschleiert, die dramatische Kraft der schnelleren Passagen zerstört nie die bewegende Atmosphäre, die von den langsamen Teilen geschaffen wird. Vielleicht ist es gerade diese gute Mischung aus Strenge und Poesie, die dieser Interpretation einen so überzeugenden Charakter verleiht.


English translation:

The “Kreisleriana”, for which Schumann was inspired by the whimsical character of E.T.A. Hoffmann’s Kapellmeister Kreisler and which also depicts himself and his Clara, opens this program by pianist Jimin Oh-Havenith at audite. She contrasts Schumann’s Opus 16 between virtuosic playfulness and the utmost tenderness in its two-pronged approach. However, the interpreter does not make a psychoanalytical study out of it; she exaggerates the drama just as little as the poetry. Thus, the core of the composition remains intact.

In the “Humoreske”, Jimin Oh-Havenith portrays the changing moods of this work by the young Schumann in detail. She convinces with poetic, but at the same time spontaneous playing, which makes clear a natural relationship to Schumann’s music. With a fine touch, clever phrasing, and a great deal of sensitivity, she approaches this multi-layered music, which is not only explored in all its complexity, but also brilliantly and excitingly played in rich contrast.

The melodic tenderness is never obscured by melancholy, the dramatic power of the faster passages never destroys the moving atmosphere created by the slower parts. Perhaps it is precisely this good mixture of austerity and poetry that gives this interpretation such a convincing character.
Kulturabdruck

Rezension Kulturabdruck 4. November 2023 | November 4, 2023 Nach den Wolken die Sonne

[...] seine Werke [bestechen] durch handwerkliche Meisterschaft und eine selten facettenreiche Erfindungsgabe. Zu einem [„tiefgreifenden musikalischen Erlebnis“] werden die Werke des unbekannten Weltmeisters vollends durch die herausragende Interpretation, die sie auf dieser CD erfahren.
Preis der Deutschen Schallplattenkritik

Rezension Preis der Deutschen Schallplattenkritik Bestenliste 4/2023 | November 15, 2023 Bestenliste 4/2023 Preis der Deutschen Schallplattenkritik

Liszts Tondichtung »Eine Faust-Sinfonie« gehört wie auch viele andere seiner Partituren zu den ungehobenen Schätzen des 19. Jahrhunderts. Nur selten ist das 1854 entstandene und später durch einen »Chorus mysticus« im Finale erweiterte Werk live zu erleben. Die Einspielung mit der Staatskapelle Weimar unter Kirill Karabits rückt die Komposition ins rechte Licht: symphonisch in Anspruch und Ton, dramatisch im Ausdruck, mit hohem Puls bei der Darstellung der zentralen Charaktere Faust, Gretchen und Mephistopheles. Klanglich durchsichtig, partiell fast kammermusikalisch, räumt die Produktion mit vielen Vorbehalten auf.
Crescendo Magazine

Rezension Crescendo Magazine Le 20 novembre 2023 | November 20, 2023 Les Millésimes 2023 de Crescendo Magazine

Crescendo Magazine est heureux de vous présenter la sélection de ses Millésimes 2023. Un panorama en 12 albums et DVD qui vous propose le meilleur du meilleur des parutions.

Entre novembre 2022 et novembre 2023, Crescendo Magazine a publié près de 540 critiques d’enregistrements audio, déclinés en formats physiques et numériques ou en DVD et Blu-Ray. Depuis un an, nous avons décerné une belle centaine de Jokers, qu’ils soient déclinés en “absolu”, “découverte” ou ‘patrimoine”. Les millésimes représentent donc le meilleur du meilleur pour la rédaction de Crescendo Magazine. […]

Du côté des claviers, on pointe un exceptionnel album Debussy par le jeune pianiste Jean-Paul Gasparian (Naïve), un récital d’orgue consacré à Liszt par Anna-Victoria Baltrusch (Audite) et surtout ce superbe coffret Warner en hommage à notre cher Nicholas Angelich, tel une boîte aux trésors qui fascine à chaque audition.
RBB Kulturradio

Rezension RBB Kulturradio 23.11.2023 | November 23, 2023 BROADCAST: Consortlieder, geistliche Gesänge und Consortmusik

William Byrd war einer der bedeutendsten englischen Komponisten aller Zeiten und hat mit seinen Motetten, Consortwerken und Songs ganz entscheidend die hochklassige elisabethanische Musikkultur geprägt. Anlässlich seines 400. Todestages haben sich nun gleich zwei Sopranistinnen und zwei Consorts zusammengefunden, um unter dem Motto "On Byrd’s Wings" ausgewählte Werke – weltliche und geistliche Songs sowie Consortstücke – aufzunehmen.

Das klangliche Ergebnis ist grandios. Dorothee Mields und Magdalene Harer singen sowohl individuell als auch im Duett mit großer Wärme und betörender Schönheit. Das mit Blockflöten besetzte Boreas Quartett Bremen und das Hathor Consort mit Gamben sorgen für wohlige instrumentale Farben. Dieses Album bringt Licht in dunkle Novemberabende und ist für den Jubilar Byrd (zumindest aus Deutschland) die beste Würdigung des Jahres!
klassik.com

Rezension klassik.com 28.11.2023 | November 28, 2023 Später Kontrapunkt

La festa musicale [...] agiert [...] klangsensibel, farbenreich, dazu flexibel und virtuos, auf technisch bezwingender Basis [...] Die Werner-Reihe schreitet voran – mit hoher Qualität in Komposition wie Interpretation.
Gramophone

Rezension Gramophone December 2023 | December 1, 2023 What directions did post-Wagnerian opera take in the GDR? Pauls Dessau’s 1969...

What directions did post-Wagnerian opera take in the GDR? Pauls Dessau’s 1969 “Lanzelot” offers some dues. The heraldic setting frames music of anarchic humour and a dizzying mix of styles, a surreal satire on the politics and culture of the times. Daunting challenges to the sizeable cast and orchestra are handed expertly in this vibrant live account from Weimar.

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