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Pizzicato

Rezension Pizzicato 12/2002 | RéF | 1. Dezember 2002 Das Werk für Bratsche und Klavier des Belgiers Henri Vieuxtemps ist nicht...

Das Werk für Bratsche und Klavier des Belgiers Henri Vieuxtemps ist nicht einmal eine Stunde lang, begreift eine Sonate, eine unvollendete Sonate, und eine Elegie. Hier wird, um die Stunde aufzufüllen, noch ein Capriccio für Solo-Bratsche hinzugefügt. Es ist virtuose Musik, die Thomas Selditz und Vladimir Stoupel sehr temperamentvoll spielen, nicht unbedingt nur auf die technische Perfektion bedacht, aber sehr auf Musikalität achtend. Eine frische und feine Musik!
Pizzicato

Rezension Pizzicato 12/2002 | Guy Wagner | 1. Dezember 2002 Nachdem wir vor kurzem die herausragende Interpretation sämtlicher Triowerke...

Nachdem wir vor kurzem die herausragende Interpretation sämtlicher Triowerke von Turina durch das 'Trio Arbós' (Naxos) vorgestellt haben, liegt uns nun eine zweite Einspielung der wunderschönen Fantasie op.91, 'Circulo', durch das Turina-Trio vor, das aus Ursula Monter, Klavier, Bertrarn Schade, Violine, und Ulrike Eickenbusch, Violoncello besteht. Die drei Musiker aus dem süddeutschen Raum arbeiten seit 1996 zusammen. Sie erhielten spezielle Impulse durch die Arbeit mit Menahem Pressler, dem Pianisten des bereits jetzt legendären 'Beaux-Arts-Trio' und gewannen 1998 den ersten Preis beim 8. Wettbewerb in Casale Monferrato/Italien.

Es ist aber nicht das Werk des Komponisten, nach dem sich das Trio benannt hat, das auf seiner ersten CD den Schwerpunkt darstellt. Zwar ist die Deutung von Turinas 'Circolo' ansprechend und hat auch Atmosphäre, es fehlt ihr aber die visionäre Größe, die ihm das Arbós-Trio verliehen hat. Auch vom bekannten 'Dumky'-Trio Dvoráks, das plötzlich zur Entdeckung durch den Film 'Le Paltoquet' geworden war, hat man mehrere Aufnahmen in besserer Erinnerung; an sich aber ist nichts gegen diese homogene und klangschöne Darbietung einzuwenden, und das ‚Poco Adagio’ ist sogar besonders expressiv. Ganz allgemein aber ist diese Interpretation, wie die von Turina, etwas zu brav: Den Musikern fehlt nun einmal lateinisches oder slawisches Temperament.

Die eigentliche Entdeckung der CD wird das zweisätzige Trio op. 56 aus dem Jahre 1927 von Hermann Zilcher (1881-1948), ein klug durchkomponiertes Werk, das sehr konzentriert und differenziert gespielt wird. Besonders die geschickt gestalteten ‚Variationen über ein walisisches Thema’ geben den Interpreten die Möglichkeit ihr beachtliches Können unter Beweis zu stellen, wobei die Individualität der drei ebenso deutlich wird wie die Homogenität, zu der sie fähig sind. Wegen dieser musikalischen Entdeckung, die auch dem Charakter der Interpreten am besten zu liegen scheint, verdient es diese Aufnahme, gehört zu werden.
Gramophone

Rezension Gramophone 08/2002 | David Gutman | 1. August 2002 Undercharcterised Mahler from Kubelik

Do you remember the 1960s? A time before Mahler symphony series were two-a-penny, when conductors like Abravanel, Bernstein, Haitink and Solti vied to be the first to complete the intégrale on LP (not that any of them would have thought of including Deryck Cooke's performing version of the Tenth)? Rafael Kubelik's ground-breaking DG cycle was generally (though not universally) rated a highlight of his period as chief conductor of the Bavarian Radio Symphony Orchestra (1961-79). More recently, the conductor's Mahlerian credentials have been boosted by the appearance of some memorable live concert relays, including a quite outstanding (albeit repeat-shy) account of the First Symphony and a Fifth full of insight (Audite, 4/00). I cannot say that the present release holds comparable interest. Its source is a well-preserved, bass-light Bavarian Radio tape dating from the same period as DG's studio sessions. Hence it offers neither an alternative interpretative slant on the work nor even a radically different sonic experience.

True, the conductor excels himself in the slow movement. Here you'll find the luminous string tone, natural pacing and inner simplicity of his best work, along with sonic unvarnished wind and brass playing. (Don't forget how unfamiliar this music must have been at the time: the Sixth had to wait until 1966 for its French première). The eccentric booklet notes tell us that this Andante moderato 'takes off the stifling corset that prevents one from breathing freely in the other movements'. This isn't - I think - meant to allude to Kubelik's brisk, inflexible pacing, but I found such an approach problematical, particularly in the first two movements where expressive contrasts are consistently underplayed. Given the overall timing shown above, you may be surprised to discover that Kubelik does in fact make the first movement repeat. Only Neeme Järvi races through the music marked Allegro energico via non troppo (but never mind the qualifier) - at quite such a lick. And although Bernstein runs them close, his famously neurotic march has a rhythmic certainty and an alertness to detail and nuance that elude Kubelik in his headlong dash across country. The generalised élan of the finale is rather undermined by the fluffs and false entries, while its coda serves as an unlikely showcase for brass timbre of a more distinctive and regional variety than is beard from this source today. All in all, a bit of a gabble but a gift for confirmed Kubelik fanciers.
Pizzicato

Rezension Pizzicato 5.2003 | Steff | 1. Mai 2003 Blutarmer Beethoven mit Kubelik

Diese beiden Beethoven-Symphonien weisen Rafael Kubelik als Traditionalisten aus, der es zwar versteht, die Werke makellos abspulen zu lassen, dabei aber auch vergisst, sie zum Leben zu erwecken. An guten bis hervorragenden Beethoven-Einspielungen herrscht derzeit wirklich kein Mangel und man braucht nicht auf Furtwängler, Toscanini oder Karajan zurückzugreifen, um diese Sinfonien als routinierte Konzertmitschnitte ohne jeglichen Repertoirewert zu entlarven.

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