Rezension Pizzicato 5/2004 | Rémy Franck | 1. Mai 2004 Das 20. Jahrhundert brachte eine Menge an Literatur für Orgel und Trompete,...
Das 20. Jahrhundert brachte eine Menge an Literatur für Orgel und Trompete, zwei musikalisch wirklich komplementäre Instrumente. Diese CD, die nur dem Namen nach und wegen Petr Ebens farbiger Komposition ’Okna (Fenster)’ an die von Pizzicatos Mutterhaus ’Artevents’ produzierte CD mit Philippe Schartz erinnert, bietet ein sehr anspruchsvolles Programm.
Bernhard Kratzer, Solotrompeter der Stuttgarter Oper, und der Organist Martin Sander beginnen das Programm mit Henri Tomasis ’Semaine Sainte à Cuzco’. Es folgen die stilistisch vielfältigen sieben Kirchenchoräle von Jean Langlais und die ’Canzona’ von Hans Ludwig Schilling über ’Christ ist erstanden’.
Sigfrid Karg-Elerts opulente Erste sinfonische Kanzone op. 85 Nr. 1 leitet den zweiten, profanen Teil der CD ein. Danach hören wir Introduktion und Allegro von Gerhard Deutschmann, mit einem melodiösen ersten und einem sehr rhythmischen zweiten Teil schon fast etwas wie ein Konzert für Trompete und Orgel.
Petr Ebens Zyklus ’Okna’ über vier Glasmosaikfenster des französischen Künstlers Marc Chagall beendet die CD, deren hohe musikalische Qualität vollends überzeugt. Bernhard Kratzer spielt mit lupenreiner Intonation, vital und klangschön, und Martin Sander bietet ein überaus reiches und transparentes Orgelspiel an. Die Tonaufnahme nutzt die Weiträumigkeit des Kirchenraumes des Münsters von Villingen optimal aus. Dabei wirkt der Ton stets schlank und natürlich, in der Relation zwischen Orgel und Trompete ist er geradezu ideal.
Bernhard Kratzer, Solotrompeter der Stuttgarter Oper, und der Organist Martin Sander beginnen das Programm mit Henri Tomasis ’Semaine Sainte à Cuzco’. Es folgen die stilistisch vielfältigen sieben Kirchenchoräle von Jean Langlais und die ’Canzona’ von Hans Ludwig Schilling über ’Christ ist erstanden’.
Sigfrid Karg-Elerts opulente Erste sinfonische Kanzone op. 85 Nr. 1 leitet den zweiten, profanen Teil der CD ein. Danach hören wir Introduktion und Allegro von Gerhard Deutschmann, mit einem melodiösen ersten und einem sehr rhythmischen zweiten Teil schon fast etwas wie ein Konzert für Trompete und Orgel.
Petr Ebens Zyklus ’Okna’ über vier Glasmosaikfenster des französischen Künstlers Marc Chagall beendet die CD, deren hohe musikalische Qualität vollends überzeugt. Bernhard Kratzer spielt mit lupenreiner Intonation, vital und klangschön, und Martin Sander bietet ein überaus reiches und transparentes Orgelspiel an. Die Tonaufnahme nutzt die Weiträumigkeit des Kirchenraumes des Münsters von Villingen optimal aus. Dabei wirkt der Ton stets schlank und natürlich, in der Relation zwischen Orgel und Trompete ist er geradezu ideal.