Rezension Music Manual Sommer 2002 | Manfred Jonak | 1. Juli 2002 Man nehme das Turina-Trio, Ursula Monter am Klavier, Bertram Schade an der...
Man nehme das Turina-Trio, Ursula Monter am Klavier, Bertram Schade an der Violine und Ulrike Eickenbusch am Cello. Mann lasse sie Joaquin Turinas „Circolo“ op. 91, eine Fantasie, Hermann Zilchers “Klaviertrio” e-moll op. 56 und Antonin Dvoraks Klaviertrio e-moll op. 90, genannt „Dumky-Trio“, musizieren. Allen 3 Komponisten war es ein Anliegen, das Terrain der klassischen Drei-, bzw. Viersätzigkeit zu verlassen und dafür Elemente aus volkstümlichen Liedern und Tänzen aufzunehmen. Man merkt Joaquin Turinas Fantasie, die sich aus den 3 kompakten Sätzen „Sonnenaufgang“, „Mittag“ und „Abenddämmerung“ zusammensetzt, an, dass Manuel de Falla und Isaac Albeniz Pate gestanden haben. Inspiration und Impressionismus. Eine Violine, die vergnügt und anschmiegsam ist, ein Cello, das „lauert“. Hochfrequente Wechsel zwischen legati und detaches!
Geheimnisumwoben, schwermütiger, von Polarisierung getragen das „Ruhig fließen lassen“ von Hermann Zilcher. Ein bisschen Avantgarde a la Schönberg, Busoni, Hindemith. Obwohl Zilcher sich auch Brahms, Strauß und Reger verbunden fühlte. In der Dynamik nicht so amplitudenhaft, heiterer in Thematik und folkloristischer orientiert – so sind Hermann Zilchers „Variationen über ein walisisches Volkslied“. Bertram Schade und Ulrike Eickenbusch lassen ihre Instrumente ab und zu swingen!
Ein Feuerwerk der Temponuancen ist Dvoraks 6-sätziges „Dumky-Trio“. Monter, Schade und Eickenbusch spinnen den Gedanken, der „Dumka“ heißt, weiter.
Geheimnisumwoben, schwermütiger, von Polarisierung getragen das „Ruhig fließen lassen“ von Hermann Zilcher. Ein bisschen Avantgarde a la Schönberg, Busoni, Hindemith. Obwohl Zilcher sich auch Brahms, Strauß und Reger verbunden fühlte. In der Dynamik nicht so amplitudenhaft, heiterer in Thematik und folkloristischer orientiert – so sind Hermann Zilchers „Variationen über ein walisisches Volkslied“. Bertram Schade und Ulrike Eickenbusch lassen ihre Instrumente ab und zu swingen!
Ein Feuerwerk der Temponuancen ist Dvoraks 6-sätziges „Dumky-Trio“. Monter, Schade und Eickenbusch spinnen den Gedanken, der „Dumka“ heißt, weiter.