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DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton

Rezension DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton 23. Woche, Do. 05.06.2008, 11.20 – 11.30 Uhr | Christine Watty | 5. Juni 2008 Gleich nach dem Gespräch stellen wir Ihnen die gerade aufs Neue...

Gleich nach dem Gespräch stellen wir Ihnen die gerade aufs Neue veröffentlichte Aufnahme eines Quartettes des ganz jungen Franz Schubert vor: Das Mandelring Quartett hat aus dem Frühwerk eine Auswahl getroffen und je eines der selten zu hörenden Stücke mit einem der späten Gipfelwerke gekoppelt. Der 16-Jährige Schubert, Lehramts-Student, hat diesen wunderbar leichten Quartettsatz geschrieben:

[Quartett Es-Dur 2.Satz, 1.16]

Hartgesottene Streichquartettfreunde haben die Aufnahmen des Mandelring-Quartetts von Franz Schubert vielleicht schon im Regal: Seit gestern ist auch die erste der drei Platten, vor drei Jahren noch als konventionelle CD erschienen, aufs Neue im Handel, diesmal als SACD, also im Surround-Sound von allen Seiten zu hören. Das Besondere aller drei CDs: Immer eines der berühmten Quartette aus der späten Zeit ist mit einem der weniger bekannten des ganz jungen Schuberts gekoppelt, und da gibt es wahre Entdeckungen:

[Quartett Es-Dur 4. Satz, 2.37]

Der Schlusssatz aus dem frühen Es-Dur-Quartett, gespielt vom Mandelring Quartett.
Der Vater, der Volksschul-Lehrer, spielte die erste Geige, die Brüder zweite Geige und Cello, Franz Schubert die Bratsche, und alles was in jener Zeit neu war, kam auf die Notenpulte – Haydn, Schubert, auch die frühen Beethoven-Quartette. Und natürlich das, was das 16-jährige Bürschchen, dem die Lehrerausbildung offensichtlich nicht besonders zusagte, extra für das Familienquartett komponierte.
Elf Quartette sind in jenen Jahren entstanden, und nicht alles lohnt die Wiederaufführung, sagt Bernhard Schmidt, der Cellist des Mandelring Quartetts, und das ist auch der Grund, warum sich das inzwischen weltberühmte Quartett nicht für eine Gesamtausgabe entschieden hat, sondern immer eines der drei großen Quartette aus der späten Zeit mit einer Überraschung aus dem Frühwerk koppelt; auf dieser Wiederveröffentlichung sind das das d-Moll-Quartett „Der Tod und das Mädchen“ und eben das Es-Dur-Quartett aus dem Herbst 1813. Damit so unbekannte Stücke zu leuchten beginnen, braucht es eine gehörige Portion Klangfantasie: Hat man die Interpretation durch das Mandelring Quartett gehört, fragt man sich, warum sie nicht längst zum Standard-Repertoire gehören.
Der Mandelring ist die Straße, an dem das frühere Weingut liegt, dessen Kelterhaus sie zum Probenraum umfunktioniert haben. Und wie im Mai 1832 gibt es jetzt jedes Jahr ein Hambacher Fest: ein Hambacher Musikfest, zu dem das Mandelring Quartett befreundete Ensembles zur Kammermusik einlädt.
Wie in Schuberts Familie ging es bei Sebastian, Nanette und Bernhardt Schmidt zu: Auf dem Gymnasium haben die Geschwister Schmidt schon angefangen, Quartett zu spielen, daher können sie jetzt schon ihr 25jähriges Bühnenjubiläum begehen. Seit 1999 hat Roland Glassl den Bratschenpart übernommen.

[Quartett Es-Dur 3. Satz , 3.37]

Der langsame Satz aus Franz Schuberts Jugendwerk, dem Es-Dur-Quartett, gespielt vom Mandelring Quartett, und gerade als SACD, also als Surround-Produktion wiederveröffentlicht von der Firma Audite.
schallplattenmann.de

Rezension schallplattenmann.de Ausgabe #586 | Sal Pichireddu | 9. Juni 2008 Audiophiler Schubert

Warum diese Aufnahmen des pfälzischen Mandelring Quartetts 2003 zwar im...

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