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Diapason

Rezension Diapason N° 559 - juin 2008 | Jean Cabourg | 1. Juni 2008 Ces fulgurances et ce pathos ont leurs défenseurs dont nous ne sommes pas. Si...

Ces fulgurances et ce pathos ont leurs défenseurs dont nous ne sommes pas. Si Fricsay ne saurait laisser de marbre, il peut aussi donner la chair de poule. Son activisme alternant avec d'étranges abandons, sa manière de fouetter les cordes avant d'accorder les ralentis les plus complaisants à un orchestre tour à tour galvanisé et emphatique, nous paraissent relever du détournement de chef-d’œuvre. Fût-il génial. En bouffon, Josef Metternich déploie une voix expansive et claire mais surjoue, caricatural, Max tout droit sorti du Freischütz. Face à cet impossible ténor, déclamatoire ou mielleux, une Rita Streich plus étroite que jamais en Gilda immature. La présence de la grande Margaret Klose en Maddalena nous consolerait presque si son mezzo ne surexposait l'agressivité de ses consonnes. L'idiome germanique et les distorsions de ce nouveau report complètent le tableau.
Ensemble - Magazin für Kammermusik

Rezension Ensemble - Magazin für Kammermusik 3/08 - Juni/Juli | Detlev Bork | 1. Juni 2008 Packend

Letztens war's der zweite Streich, und der dritte folgt sogleich. Und was für...
Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 26. Juni 2008 | Michael Schmidt | 26. Juni 2008 Alexander Skrjabin war nicht nur ein visionärer Komponist und virtuoser...

Alexander Skrjabin war nicht nur ein visionärer Komponist und virtuoser Pianist, sondern auch ein Mystiker und Prophet, der die Welt mit seiner Kunst in einen ekstatischen Zustand der Auflösung und Verwandlung versetzen wollte. Das zeigen aufs Deutlichste auch seine zehn Klaviersonaten, meisterhaft interpretiert von Vladimir Stoupel.

Alexander Skrjabin war nicht nur ein visionärer Komponist und virtuoser Pianist, sondern auch ein Mystiker und Prophet, der die Welt mit seiner Kunst in einen ekstatischen Zustand der Auflösung und Verwandlung versetzen wollte. Als letzte und größte Lebensaufgabe plante er ein "Mysterium", eine Art synästhetisch-liturgisches Ritual aus Tönen, Farben, Düften, Bewegungen und Berührungen. Das "Mysterium" sollte in einen orgiastischen Tanz der Teilnehmer und dann in einen kosmischen Liebesbrand münden. Skrjabins Ekstasemystik trägt deutlich erotische Züge. In seinen musikalischen Werken äußern sich diese als typische Steigerungsverläufe vom sehnsüchtigen Erwachen bis hin zur orgiastisch-triumphalen Verwandlung. Dieses auch für Skrjabins Klaviersonaten so typische Verlaufsprinzip zeigt sich zum Beispiel in seiner 4. Sonate aus dem Jahr 1903, deren sehnsüchtig-träumerisches Anfangsthema nach komplexen Verwandlungen und Steigerungen eine gewaltige Metamorphose durchmacht. Als Mischung aus den verstaubten Archiven Chopins und der Sonne van Goghs beschrieb der russische Schriftsteller Boris Pasternak einmal die Musik seines Landsmanns Skrjabin. Bei Henry Miller erzeugte sie Empfindungszauber aus "Eisbad, Kokain und Regenbogen".

Skrjabins komplexes, zwischen Spätromantik und Expressionismus oszillierendes Ouevre ist überwiegend auf das Klavier fokussiert und stellt höchste musikalische sowie technische Ansprüche. Nur wenige Pianisten haben sich der Herausforderung einer zyklischen Interpretation seiner zehn Klaviersonaten gestellt. Zu ihnen gehört nun auch der russische Pianist Vladimir Stoupel, der mit französischem Pass in Berlin lebt und als Geheimtipp für spätromantische Klaviermusik gilt. So zart und zugleich so sehrend wie bei Vladimir Stoupel hat man den sehnsüchtig-träumerischen Anfangsteil von Skrjabins 4. Klaviersonate noch nicht gehört. Dabei akzentuiert Stoupel besonders die Mittelstimmen, deren drängende Chromatik den Begehrenscharakter dieser Musik prägt. Und wenn die Sonate aus diesen Sehnsuchtskeimen zu immer rauschhafteren Steigerungen erblüht, dann gestaltet er das weniger mit rasenden Tempi oder krachender Lautstärke als vielmehr klanglich-gestisch, mit lyrischer Expressivität. Stoupels Interpretationsstil fasziniert auch bei Skrjabins Spätwerk wie zum Beispiel der 9. Sonate aus dem Jahr 1913, die der Komponist selber als "Schwarze Messe" bezeichnete. Als "Entweihung des Heiligtums" charakterisierte Skrjabin den fortschreitenden Verzerrungsprozess des chromatisch absteigenden, zugleich düsteren und sehnsüchtigen Anfangsgebildes dieser Sonate. Im Finale erscheint dieses Gebilde dann zu einem martialischen Marsch gesteigert. Wohltuend enthält sich Stoupel hier wie in seiner gesamten Sonaten-Neueinspielung jeglichem bloß vordergründigen Abbrennen pianistischer Feuerwerke. Dafür lässt er sich immer wieder auf die oft ambivalenten Stimmungslagen ein, was seinem Skrjabin-Spiel eine magische Subtilität verleiht. Mit seiner agogischen Freiheit erinnert es zudem an Skrjabins eigenen Klavierstil, der durch einige Welte-Mignon-Aufnahmen aus dem Jahr 1910 dokumentiert ist.
Die Presse

Rezension Die Presse Schaufenster, 2. Juli 2008 | Wilhelm Sinkovicz | 2. Juli 2008 Karajans „Requiem“

Das Verdi-Requiem war immer Herbert von Karajans Leib- und Magenstück. Viele...

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