Rezension Partituren #17 – Juli/August 2008 | GR | 1. Juli 2008 Zwei herausragende Schostakowitsch-CDs hat das Mandelring Quartett im Rahmen...
Zwei herausragende Schostakowitsch-CDs hat das Mandelring Quartett im Rahmen ihrer Gesamteinspielung schon vorgelegt. Gestalterische Expressivität verbindet sich bei den Pfälzern mit klanglicher Differenzierung und einem zwar klugen, aber nie kopflastigen interpretatorischen Zugriff. Ihr ausgewogener, eher dunkel timbrierter Ensembleklang verleiht auch Schostakowitschs fünftem Quartett die nötige emotionale Tiefe. In der Durchführung des Kopfsatzes wird der Streicherklang bis zum Zerbersten gespannt, der zweite Satz berührt gerade in seiner Zerbrechlichkeit. Und wenn sich wie bei den atemberaubend schnell musizierten Finali der Quartette 7 und 9 die geschärften Linien eng miteinander verzahnen, kann man nur noch staunen.