Ihre Suchergebnisse (9970 gefunden)

Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 30. November 2009 | Matthias Keller | 30. November 2009 Kein kirchliches Hochfest wurzelt so sehr in volkstümlichem Ambiente wie...

Kein kirchliches Hochfest wurzelt so sehr in volkstümlichem Ambiente wie Weihnachten. Insofern liefert dieses Fest seine „Folklore“ praktisch gleich mit. Man denke nur an die „Pifferari“ und „Zampognari“ als musikalische Untermalung adventlicher Pilgerreisen in Italien. Oder an Formen wie Siziliano, Pastorale oder Pastorella. Die vorliegende Einspielung an der größten der fünf Orgeln in der ehemaligen Abteikirche Muri (erbaut von Thomas Schott in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts) widmet sich bewusst jener volksnahen Gattung pastoraler Weihnachtsstücke für den Kirchengebrauch, die man gängigerweise kaum mit dem „erhabenen“ und „gelahrten“ Instrument Orgel in Verbindung bringt.

Bezeichnend sicher auch, dass solch tönende Behaglichkeit vor allem im süddeutsch-österreichischen Raum angesiedelt ist; geschaffen von Komponisten, die man heute gerne als „Kleinmeister“ bezeichnet, die sich aber zu Lebzeiten größter Beliebtheit erfreuten. Der aus Österreich stammende Organist Johannes Strobl, seit 2001 Stelleninhaber an der Klosterkirche Muri, legt hier eine weitere audiophile Kostbarkeit vor, die nicht nur ein rares Repertoire zu Gehör bringt sondern diese Musik in derzeit bestmöglicher Weise auf Tonträger bannt - in Mehrkanal-Wiedergabe ebenso ein Hörgenuss wie als Stereo-CD.
Stuttgarter Zeitung

Rezension Stuttgarter Zeitung Nr. 282 Samstag, 5. Dezember 2009 | Uwe Schweikert | 5. Dezember 2009 Aus alt mach neu

Gegen ihn sehen fast alle heutigen Pultstars alt aus – ein Fanatiker des...
Stuttgarter Zeitung

Rezension Stuttgarter Zeitung Nr. 282 Samstag, 5. Dezember 2009 | Götz Thieme | 5. Dezember 2009 Aus alt mach neu

Furtwängler war kein Studiomusiker – die Verlebendigung der Musik geschah bei...
Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 11. Dezember 2009 | Andreas Grabner | 11. Dezember 2009 „Eines langen Tages Reise in die Nacht“: Für den krönenden Schlussstein...

„Eines langen Tages Reise in die Nacht“: Für den krönenden Schlussstein ihrer vielgerühmten Gesamteinspielung aller Schostakowitsch-Streichquartette haben sich die Musiker des Mandelring Quartetts die düstersten, „existentialistischsten“ unter Schostakowitschs späten Quartetten aufgehoben, vom Klage-Gesang des Quartetts Nr. 11 f-Moll von 1966 über das monumentale, einsätzige b-Moll-Quartett aus dem Jahr 1970 bis zu jenem Verlöschen in sechs Adagio-Sätzen und unter der niederdrückenden Last der sechs B's der Tonart es-Moll im 15. und letzten Streichquartett von 1974, aus dem Jahr vor Schostakowitschs Tod.

Eine durch die Tonarten-Verwandschaft noch zwingender erscheinende, verdichtende Zusammenstellung, die als eine einzige, weitausholende Meditation über Sinn und Wesen des menschlichen Lebens und Sinn und Wesen des Todes verstanden werden könnte – wenn man es denn ertrüge, die ganze CD mit in einem Stück durchzuhören. Doch Schostakowitschs Trauer, Verzweiflung, Aufbegehren lassen den Konsum in kleineren Dosen ratsamer erscheinen, zumindest wenn sie so kompromisslos, so aufwühlend, so alptraumhaft ausgedrückt werden wie in dieser Aufnahme. So aber zeichnet das Mandelring Quartett, technisch vollkommen souverän und unterstützt von einer ausgezeichneten, plastisch-transparenten Klangregie, eine ungeschönte, fahle Welt-Abschieds-Musik, deren emotional-musikalischer Nuancenreichtum von poetisch zartem Flüstern bis zu Klängen von der Anmutung und dem Verletzungspotential splitternden Eises reicht. Oft nicht „schön“ in einem klassischen Sinne, aber unter die Haut gehend, und das muss so sein.

„Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen“, schreibt Albert Camus: Bei den Mandelrings scheint Schostakowitschs späte Musik, gesättigt mit Trauer und Aufbegehren wie sie ist, manchmal über Trauer und Angst hinauszuwachsen und nur noch desillusioniertes, hellwaches Schauen zu sein – eine Art „atheistische Transzendenz“ und vielleicht eine diskutierenswerte Haltung zum menschlichen Leben. Dem Mandelring Quartett aber bleibt das Verdienst, von einem der größten Quartett-Zyklen des 20. Jahrhunderts eine neue Referenz-Aufnahme vorgelegt zu haben.
Diario de Sevilla

Rezension Diario de Sevilla Sábado 12 de diciembre de 2009 | Pablo J. Vayón | 1. Dezember 2009 Recuerdo de Peter Anders

A los 55 años de su trágica muerte en accidente de tráfico, el sello Audite...

Suche in...

...