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Reutlinger Generalanzeiger

Rezension Reutlinger Generalanzeiger 16.12.2011 | akr | 16. Dezember 2011 Orgelmusik der Barockzeit

Natürlich ist Bach der große Monolith, andererseits ist es gerade auch...
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 222 - 4/2012 | RéF | 1. April 2012 Für Feinschmecker

Zwischen den zwei Streichquintetten von Eduard Franck (1817-1893) liegen 25 Jahre. Das erste entstand um 1845, das zweite um 1870. Veröffentlicht wurden beide erste viele Jahre nach der Komposition. Das Opus 15 des Mendelssohn-Schülers beginnt mit einem ausladenden, kraftvoll und melodiös fließenden ersten Satz: ein Winner ist dieses Stück, wenn es so packend musiziert wird wie hier. Das charakteristische Scherzo mit seinem Pizzicato-Trio ist eine fesche Musik, die einem ausdrucksvollen Andante vorausgeht, während ein verspielt-drolliges Finale, leicht zigeunerhaft angehaucht, das Werk beendet.

Das zweite Quintett beginnt mit einem ebenfalls fast viertelstündigen Satz, der mit einem Zitat aus dem langsamen Satz von Beethovens 'Pathetique' überrascht. Hier steht das Andante dann an zweiter Stelle, vor einem seltsam nervösen Menuett, worauf ein umso bedächtiges und fein entwickeltes Variationen-Andante das anspruchsvolle Werk beschließt, das vielleicht nicht ganz so eingänglich ist wie das erste, sich aber bei mehrmaligem Hören sehr reizvoll öffnet.

Das musizierende Quintett ist mit viel Hingabe dabei und macht die Musik zum wirklichen Hörvergnügen. Eine exzellente Kammermusik-CD für Feinschmecker.
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 222 - 4/2012 | RéF | 1. April 2012 Für Sammler Pflicht

Die hier von Audite vorgelegten Aufnahmen von 29 Bach-Kantaten waren Teil eines Projekts, das Karl Ristenpart 1947 beim RIAS Berlin initiierte: die Einspielung aller Kantaten. Als der Dirigent 1953 zum Saarländischen Rundfunk wechselte, waren freilich nicht alle Kantaten aufgenommen. Dennoch sind diese Tondokumente wichtig, zeigen sie doch ein damals zukunftsweisendes Bach-Ideal: kleine Besetzung bei Chor und Orchester, eine Auswahl von Solisten, die sich als Bach-Sänger einen Namen machten. Trotz aller Unterschiede zum heutigen Bach-Stil ist dies ganz klar ein Vorläufer der historischen Aufführungspraxis! Und als das muss es auch angesehen werden. Ristenpart erreichte freilich hier noch nicht das interpretatorische Niveau, das er später im Saarland erzielen sollte. Musikalisch ist nicht alles optimal, zumal die ungenügend für dieses Vorhaben ausgebildeten Solisten mit Ristenparts Auffassungen nicht alle wirklich klarkamen. Dennoch gibt es in der Box auch höchsten Ansprüchen genügend Gesang, und da ist Dietrich Fischer-Dieskau, der in mehr als der Hälfte der hier aufgenommenen Kantaten mitsingt, die Leitfigur. Allein um ihn singen zu hören, lohnt sich der Ankauf dieser Box, die, wie man das bei Audite gewohnt ist, höchsten editorischen Anforderungen gerecht wird. Neben dem Booklet gibt es im Internet hoch interessantes Informationsmaterial.

Für Bach-, Ristenpart- und FischerDieskau-Sammler ist diese Veröffentlichung ein Pflichtkauf.
International Record Review

Rezension International Record Review April 2012 | Colin Anderson | 1. April 2012 If I were writing a two-word review, I'd simply say 'rather nice'. However, you...

If I were writing a two-word review, I'd simply say 'rather nice'. However, you may need to know that Eduard Franck was born in Breslau in 1817 and died in 1893. A highly regarded pianist and a respected teacher, Franck was the son of a cultureloving banker. Thanks to his father's wealth, Franck was exposed to the highest forms of art and he was also able to study in Leipzig with Mendelssohn, which is very apparent in these particular pieces. Schubert may also be thought another strong influence; and there's always Mozart in terms of Franck's clarity of composition.

Of Franck's string-based chamber music, there are two quintets (both with two violas and thus a further connection to Mozart). They are happily collected here. Each is roughly 35 minutes in duration, each has four movements in a conventional layout and both are well worth getting to know. Neither work quite reaches the genius of the aforementioned composers, yet each is very enjoyable, very listenable and with much to return to. The earlier of the works begins in wistful fashion and with a sense of purpose, the lively Allegro writing engaging through delightful rhythmic élan and lovely melodies. The scherzo includes unexpected use of pizzicato; the slow movement is song-like; and an exuberant finale caps a youthful opus of elegant craftsmanship.

The C major Quintet has darker seams and can be troubled in its emotion. The slow movement is rather anguished, to which the dance-like Minuet (rather than a scherzo) is a charming foil. The only cause for doubt is a rather strenuous set of variations that act as the finale; there isn't quite the level of inspiration here that enlightens the first three movements or indeed the whole of the earlier work.

The performances are excellent, notable for the musicians' individual excellence and their intelligent interaction. If the chosen acoustic is slightly too spacious and a little edgy, the players fill the space with well-prepared performances that leave no doubt as to their belief in this music. Indeed, these two pieces should find many friends.

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