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Fono Forum

Rezension Fono Forum August 2012 | Clemens Haustein | 1. August 2012 Uninspiriert

Er klingt nach Schumann, vor allem aber nach Mendelssohn: Eduard Franck, geboren 1817 in Breslau, gestorben 1893 in Berlin. Und das mag auch nicht sehr verwundern: Franck zog einst aus seiner Heimatstadt nach Leipzig, um bei Felix Mendelssohn privaten Unterricht zu nehmen. Erstaunlich ist aber, wie sehr Franck seinem Vorbild verhaftet blieb. Ziemlich klassisch in Form und Anmutung sind die Werke, die nun die Württembergische Philharmonie Reutlingen unter dem Dirigenten Ola Rudner aufgenommen hat - und nicht immer sehr inspiriert. Im "Römischen Karneval" op. 21 entfach t Franck zwar ein buntes, volkstümliches Bild, seine "Fantasie für Orchester" op. 16 wirkt auf den Hörer allerdings doch zäh und nur wenig einnehmend. Ähnlich das Konzertstück für Violine und Orchester, in dem Franck einen eher salonhaften Ton anschlägt. Die Geigerin Christiane Edinger zelebriert mit üppigem, süffigem, manchmal auch ein wenig behäbigem Klang. Die Reutlinger flößen Francks Musik dagegen die Inspiration ein, die dem Komponisten häufig abzugehen schien. Dennoch: Dass Franck vergessen ist, verwundert nach dem Hören dieser Aufnahme nicht allzu sehr.
Diverdi Magazin

Rezension Diverdi Magazin n°216 (julio-agosto 2012) | Blas Matamoro | 1. Juli 2012 Recuperación de Eduard Franck

Con este compacto se sigue redescubriendo la música deI alemán Eduard Franck (1817-1893), que viene siendo recuperada deI olvido desde 1993, con la publicación de su catálogo y una monografia debida a Paul y Andreas Feuchte. Nacido en Breslau, alumno de Mendelssohn, estuvo activo en Berna, Colonia y Berlín. Destacó en la enseñanza, contando entre sus discípulos a su hijo Richard. Talmbién se lo reconoció como solista de piano y director de orquesta, ramo en que se lo alabó por sus versiones de Beethoven. En 1928 se conocieron sus memorias. Luego, muy contados artículos Sueltos dieron cuenta de su obra, siempre parcialmente.
Franck se inscribió en la polémica musical de su tiempo, dentro de la cual Mendelssohn desempeñó un papel conciliador y de equilibrio. Nacionalismo o cosmopolitismo, luego tradicionalismo o ruptura de vanguardia, parecieron disputarse el espacio, aunque hoy no nos alcance el calor de sus hogueras. Franck, como su maestro y su amigo Schumann, era un alemán europeo, admirador de la música francesa, entonces denostada por apátrida y frívola en medios germanófilos. En la obertura Carnaval romano es notorio el parentesco con la partitura homónima de Berlioz. Pero en las otras obras aquí incluidas, la lección mendelssohniana se impone: claridad de planos, economía de lenguaje, Iibertad lírica, sentimentalismo contenido pero genuino. Quizá fueron estas contenciones las que opacaron su fama, dado que, aI tiempo, florecían los campos exuberantes de Liszt y Wagner.
De todas maneras, la solidez de medios sigue vigente en sus páginas. Baste observar la habilidad con que está redactada la parte solista deI violín en la Pieza de concierto o los toques de color que, como sorpresas, aportan a la masa, dominada por las cuerdas, las opartunas intervenciones de los cobres. Romántivo, sí, pero con un estricto sentido de la medida, fue Franck. Romántico de alma y clásico de cuerpo.
Fono Forum

Rezension Fono Forum August 2012 | Marcus Stäbler | 1. August 2012 Jugendlich oder romantisch?

Nahezu zeitgleich sind zwei verschiedene Aufnahmen der Mendelssohn-Quartette op. 13 und 12 erschienen. Sie bescheren dem Hörer einen spannenden Interpretationsvergleich.

In ihrem sehr schönen Einführungstext zur CD des Minetti-Quartetts widmet sich die Autorin Sabine M. Gruber den biographischen Begleitumständen von Mendelssohns frühen Streichquartetten. Und dafür gibt es gute Gründe: Als der Komponist mit 18 bzw. 20 Jahren seine Werke op. 13 und 12 schrieb, war er aussichtslos in die Nachbarstochter Betty Pistor verliebt. Manche Anzeichen deuten darauf hin, dass sich seine vergebliche Schwärmerei, wenn auch kunstvoll verschlüsselt, in den jugendlichen Meisterstücken niedergeschlagen hat.

So trägt das Quartett op. 12 im Autograph die Widmung "Für B.P."; im zuerst entstandenen op. 13 zitiert Mendelssohn ein eigenes Lied, das sich als Liebesbotschaft an Betty lesen lässt. Dieses Lied erklingt nicht nur zu Beginn und am Ende des Quartetts, es bildet auch die motivische Substanz, aus der das musikalische Material aller Sätze hervorwächst, und prägt damit das ganze Werk.

Natürlich lassen sich die Quartette nicht auf diesen Aspekt beschränken - sonst wären sie für uns heute auch kaum interessant, sondern bergen ein komplexes Geflecht aus ganz unterschiedlichen Bedeutungsschichten und kompositorischen Facetten. Insbesondere die Auseinandersetzung mit dem späten Beethoven hat beim frühen Mendelssohn spürbar ihre Spuren hinterlassen.

Gleichwohl spielt der biographische Subtext fraglos eine wichtige Rolle. Und der ist nun in der Aufnahme selbst eher verhalten formuliert. Das Minetti-Quartett streicht homogen, schlank und auch durchaus beseelt, wirkt aber oft ein bisschen brav, wenn es darum geht, einen eigenen Ton zu finden. Die langsamen Sätze etwa fließen relativ rasch vorbei - gemessen daran, dass sie eigentlich die Herzstücke der Liebesbotschaften sind.

Das fällt vor allem im direkten Vergleich mit dem Mandelring-Quartett auf, das seine Mendelssohn-Gesamteinspielung mit den Quartetten op. 12 und 13 (sowie dem frühen Es-Dur-Werk ohne Opuszahl) beginnt. Das deutsche Quartett nimmt sich etwas mehr Zeit, um die melodischen Schönheiten der Musik wirklich auszukosten; da sind besonders expressive Tonschritte immer mal einen Tick verzögert, wie es diese Musik sehr gut verträgt. Außerdem spielen die Mandelrings mit einem warmen, satten Ensembleklang, den das 2003 gegründete Minetti-Quartett so nicht erreicht und vielleicht auch gar nicht anstrebt.

Die jungen Österreicher interpretieren die beiden Werke eher jugendlich, mit einem Esprit, der gerade in den Rahmensätzen gut zum frischen Grundton der Stücke passt. Dagegen wählen die Kollegen vom Mandelring-Quartett meist etwas gehaltenere Tempi und geben der Musik mehr Gewicht. Dadurch klingt Mendelssohn bei ihnen voller und "romantischer", ohne dass die Transparenz verloren geht. Das Ensemble durchleuchtet die motivischen Strukturen mit liebevoller Sorgfalt und fördert dabei zugleich die innere Glut der Musik zu Tage. So erreichen die Mandelrings eine stärkere gestalterische Intensität. Sie dringen tiefer in jene emotionalen Tiefen schichten der Quartette ein, die der Booklet-Text der Minettis beschwört - hier machen sich die 20 Jahre mehr Berufs- und vielleicht auch Lebenserfahrung doch bemerkbar. Auch klangtechnisch hat die Super-Audio-Produktion des Mandelring-Quartetts die Nase vorn. Beide Aufnahmen führen uns wieder einmal vor Ohren, was für eine großartige Musik der junge Mendelssohn geschrieben hat.
Diverdi Magazin

Rezension Diverdi Magazin n°214 (mayo 2012) | Blas Matamoro | 1. Mai 2012 Una pareja bien avenida

La redonda, estricta y mixturadamente sensual/heroica sonoridad del clarinete ha venido seduciendo a los músicos, al menos desde el rococó. Canta con los románticos, se queja con los expresionistas, hace un poco de todo en el jazz, coopta a los neopopulistas interbélicos, en fin: se las arregla para protagonizar momentos de lo sinfónico y confidencias de cámara.
Este programa dei dúo clarinete-piano lo muestra con una astuta conformación de su contenido. A las piececitas Biedermeier de Schumann, a quien imaginamos tocándolas con sus amigos, entre ponches de coñac y vaharadas de pipas, se suma fácilmente la rapsodia debussyana, ya que el músico francés - recúrrase a sus preludios para piano - debe a Schumann, y reconocidamente, el gusto por el fragmento, la ráfaga, esa música que viene de algún lado y se escapa hacia otro lado, como quiere Roland Barthes.
Luego tenemos a Saint-Saens, maestro como pocos en saber escribir para cualquier instrumento, cualquier combinación, cualquier formación, siempre con su cautela redaccional, su fraseo de burguesa elegancia, su pudor sentimental y su gusto por la melodía como canto, co mo ilación de una sola voz. De alguna manera, Poulenc es el don Camilo deI siglo XX, devoto de la finura armónica, capaz de voluptuosidades melancólicas y de melancolías voluptuosas, mezcladas con evocaciones del jazz y mínimas fanfarrias de barracón ferial.
Pero la sorpresa es la sonatina de Malcolm Arnold, con un andantino de recatado canto entre dos efusiones bailables. Es la estética temperamental de un inglés, esa mezcla armoniosa de la genteel tradition, de la cortesía ceremonial y su alta dosis de cautela, con el otro extremo del alma inglesa: la extravagancia, lo insular, mirar a lo lejos en el mar y de espaldas al macizo continente.
Mannheimer Morgen

Rezension Mannheimer Morgen 5. Juli 2012 | mewi | 5. Juli 2012 Fesselnde Quartette

Mendelssohns gesamte Kammermusik für Streicher, aufgenommen in moderner Super...
Fono Forum

Rezension Fono Forum September 2012 | Reinmar Emans | 1. September 2012 Mit Eckpunkten

Seit einigen Jahren wird in Fribourg an einem Projekt zur Musik in schweizerischen Klöstern gearbeitet, das bereits für einige wirklich interessante Veröffentlichungen die Verantwortung trug. In diesem Fall rückt die Schüler-Lehrer-Beziehung zwischen Heinrich Schütz in Dresden und Giovanni Gabrieli in Venedig in den Blick. Aufgrund der besonderen architektonischen und auch akustischen Bedingungen des Markusdoms experimentierte insbesondere Gabrieli mit der Doppel- und Mehrchörigkeit, die Schütz in seinen Lehrjahren dort kennen gelernt und – wie seine Psalmen Davids belegen – verinnerlicht hat.

Da sich mehrchörige Kompositionen akustisch nur schwer ohne Verluste aufnehmen lassen, ging man hier einen Schritt weiter. Die Klosterkirche Muri sorgte trotz anderer akustischer Eigenheiten als der Markusdom für ideale Bedingungen. Auf vier Eckpunkten der Emporen, partiell sogar noch unter Einbeziehung eines mittigen Punktes unten wurden die unterschiedlich besetzten Chöre je nach musikalischen Bedürfnissen postiert. Die Koordination der weit auseinanderstehenden Musiker bereitet naturgemäß allerhand aufführungspraktische Probleme, die Johannes Strobl aber hörbar sehr gut in den Griff bekommen hat. Jedenfalls wurde so eine Breiten- und Tiefenstaffelung möglich, die gewiss die eigentliche Besonderheit dieser CD ausmacht. Dass sich diese nicht unbedingt auf die Trennschärfe auswirkt, sei nicht verschwiegen. Dafür aber breitet sich bereits beim Hören auf zwei Kanälen eine prachtvolle Atmosphäre mit herrlich trocken knarzenden Bläsern und einer mitunter verstärkend brausenden Orgel aus, die erst bei mehrfachem Hören ihr klanglichen Meriten preisgibt.
Bayerischer Rundfunk

Rezension Bayerischer Rundfunk 08.08.2012, BR-KLASSIK | Wolfgang Schicker | 8. August 2012 Mehrchöriger Glanz

"Polychoral Splendour" – "Mehrchörigen Glanz" verspricht eine neue SACD mit...

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