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Vårt Land

Rezension Vårt Land lørdag 4. juni 2016 | Olav Egil Aune | 4. Juni 2016 Takk på lavt volum

Beethoven er høyaktuell – «nye målinger», som det heter i vår statistiske...
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 12/12/2015 | Guy Engels | 12. Dezember 2015 Ohne Abstriche

Einen berechtigten Ausreißer leistet sich das ‘Quartetto di Cremona’ in der 5. Folge seiner Beethoven-Integrale: das Streichquintett in C-Dur. Es ist eine nachvollziehbare Entscheidung, da es Beethovens einziges Streichquintett ist. Zudem bleibt das Quartett sich seiner Linie treu, frühe Werke späteren Kompositionen gegenüber zu stellen. Der Eindringling aus den Jahren 1800/1801 fügt sich nahtlos in die bis dato packende Beethoven-Lektüre. Er tritt wuchtig auf, zeigt Ecken und Kanten, ist manchmal echt störrisch, andererseits aber ebenso lyrisch zart. Lawrence Dutton auf der zweiten Bratsche passt sich perfekt dem hingebungsvollen Spiel des ‘Quartetto di Cremona’ an – als wäre er schon immer dabei gewesen.

Das späte a-Moll-Quartett lässt gleich zu Beginn durch den verstörend-bedrückenden Einstieg aufhorchen. Wiederum packen die vier Italiener den Stier bei den Hörnern, stürzen sich ohne Wenn und Aber in diese fast schon schicksalhafte Musik, in der Beethoven hörbar um sein Leben schreibt. Die kompakte, intensive Klangsprache des Quartetto di Cremona verdeutlicht sehr plastisch, wie sich Beethovens Musik in seinen letzten Jahren verdichtet.

Full-blooded, passionate performances of Beethoven’s early Quintet op. 29 and the late Quartet op 132.
American Record Guide

Rezension American Record Guide April 2017 | Paul L Althouse | 1. April 2017 This is Volume VI of the quartets from the Cremona. I reviewed Volumes II & III...

This is Volume VI of the quartets from the Cremona. I reviewed Volumes II & III (M/J 2014, N/D 2014), and others have been covered by Greg Pagel. I feel I have a good sense of this group. Their playing is generally bracing and clean, with fairly fast tempos. While they are not what anyone would call “inexpressive”, their approach tends to be straightforward, one might say youthful. Their performances of the early quartets (Op. 18) seem quite fine, and here in No. 5 (the A major) the crisp, off-the-string articulation in I is wonderfully light and Haydnesque. The finale is taken at a tempo that shows the Cremona’s technical expertise. The music doesn’t gain much from the blinding speed, so when I asked myself why they played at such a pace, I came up with this answer: because they could!

I’m less happy with Quartet 13 (B-flat, Op. 130). For me the short introduction to 1 should include an element of pain, of regret, of sadness, but here it seems too straight. The opening theme (repeated notes, then a leap up a fourth) certainly is on the positive side, but we find (mainly in the development) that the optimism is tinged with lots of questions and uncertainty. This emotional complexity, so important in late Beethoven, seems in short supply here. The middle movements go better. The presto is flown through, taking just over two minutes, but the scherzo (poco scherzoso) and German dance are lovely. The cavatina is plagued with poor balances; accompanying voices often overshadow the melody. The finale (not the Grosse Fuge) is also lightweight and nicely done.

The publicity for the Cremona likes to compare them to the Quartetto Italiano. They’re not there yet, but the earliest recordings of the Italiano were faster and more aggressive than the later ones we so much admire. Perhaps the same thing will happen with this group.
Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 16.09.2016, 16.05 Uhr | Michael Schmidt | 16. September 2016 BROADCAST CD-Tipp

Sendebeleg siehe PDF!
BBC Music Magazine

Rezension BBC Music Magazine January 2017 | Michael Tanner | 1. Januar 2017 This disc came as a disappointment after my extremely positive feelings about...

This disc came as a disappointment after my extremely positive feelings about the earlier volumes in the Cremona Quartet's Beethoven series. I still find what they do is interesting and suggestive, but in the case of the B flat Quartet Op. 130 – the one which Beethoven himself found most moving, and which I normally do even though it isn't necessarily the greatest – I was puzzled.

First, however, they are well up to their usual standard in the exhilarating performance of the A major Quartet Op. 18 No. 5, with its wonderfully peremptory opening and its general air of a youthful genius in confident possession of his unique powers. The notes suggest a strong influence from Mozart's A major Quartet, but it is Haydn who springs immediately to mind with his perpetual surprises, many of them mischievous. The slow movement is especially enjoyable, with a routine theme followed by ever more inventive variations.

Unfortunately the Cremonas decided to play Op. 130 without the Grosse Fuge, the original finale much later described by Stravinsky as 'perpetually contemporary'. Its first audience found it incomprehensible and Beethoven wrote the substitute finale, which we hear here – the original finale is on Volume 3. To me the first five movements seem to demand it. What we do have is some unpleasantly bulging playing in the brief second movement and exaggerated lurchings in the fourth. Most disappointing and surprising of all is the prosaically played Cavatina, Beethoven's most intimate music, played considerably too fast and it would seem deliberately unexpressive. The edginess of the recording does not help. I have listened several times and I'm bewildered.
ensuite Kulturmagazin

Rezension ensuite Kulturmagazin Dezember 2016 | Francois Lilienfeld | 1. Dezember 2016 Die «Zweite» Schumann: Klaviere oder Orchester?

[…] Die Gegenüberstellung von Klavier und Orchester können wir nun direkt «am Objekt» vornehmen, nämlich an ob genannter Zweiter Symphonie in C-dur, op. 61. Die soeben bei audite erschienene CD «Originals and Beyond» (audite 97.706) enthält, unter anderem, die vom Komponisten verfertigte Transkription für zwei Klaviere, interpretiert vom Duo Norie Takahashi l Björn Lehmann.

Hier wird man mit einem verblüffenden Hörerlebnis konfrontiert: Man glaubt, eine originale Sonate für zwei Pianos zu hören! Ich musste erst einmal nachschlagen, ob nicht etwa diese Fassung das Original sei! Sie ist es nicht, und ein Blick auf das ausgezeichnete Beiheft von Habakuk Traber bestätigt dies. Und da wird einem die Genialität von Schumann so richtig bewusst – er schafft ein Meisterwerk in einer ihm «fremden» Gestalt und rekonstruiert es sozusagen im Rückwärtsgang auf dem ihm gewohnten Medium. Und beide Versionen sind großartig.

Dies liegt jedoch auch an den Interpreten – siehe oben! Takashi l Lehmann versuchen nicht, mit möglichst massiven Klängen ein Orchester vorzutäuschen. Sie arbeiten mit pianistischen Mitteln, entwickeln dabei aber eine ausgedehnte Palette an Klangfarben. Die Tempi sind richtig gewählt, der Aufbau des Werkes wird klar vermittelt. Das Leitmotiv – ein Zitat der Einleitung zu Haydns 104. Symphonie – kommt bei jedem Auftauchen zur Geltung, die ungeheure Virtuosität des Scherzos (ein Alptraum für die Orchestergeiger!) schwirrt nur so daher, der ergreifende langsame Satz lässt zwar die Orchesterfassung nicht vergessen, bietet aber eine mehr als befriedigende Alternative, und die explosiven Höhepunkte im Finale begeistern. Ich zögere nicht, diese Aufnahme als eine der wichtigsten Neuerscheinungen der letzten Jahre zu bezeichnen.

Neben der Schumannschen Symphonie enthält die CD noch Beethovens Grosse Fuge und Schönbergs Kammersymphonie Nr. 1; in beide Fällen stammen auch hier die Transkriptionen vom jeweiligen Komponisten.

Ebenfalls bei audite ist eine weitere Sammlung von Radio-Aufnahme des Amadeus Quartetts erschienen. Nach Werken von Beethoven, Schubert, Mozart und neuerer Musik gibt es jetzt eine fünfte Box, den Romantikern gewidmet (audite 21.425). Eine Haydn-Sammlung ist in Vorbereitung.

Ganze vierzig Jahre bestand dieses Quartett, und von 1947 bis 1987, dem Jahr als der Bratschist Peter Schidlof starb, eilte das Ensemble von Erfolg zu Erfolg, überzeugte durch seine Klangschönheit, aber besonders durch die große Lebendigkeit seines Spiels, vom temperamentvollen Primgeiger Norbert Brainin angeführt.

Die Neuerscheinung enthält Aufnahmen von 1950 bis 1969, was dem Hörer ermöglicht, zumindest einen Teil der Entwicklung der vier Streicher mitzuerleben – neben Brainin und Schidlof spielten Siegmund NisseI 2. Geige und Martin Lovett Cello.

So steht einer 1950 eingespielten, eher klassischen, schlichten aber dynamisch sehr vielseitigen Aufführung des Schumann-Klavierquintetts – mit dem Pianisten Conrad Hansen – eine «romantischere», vibratoreichere Interpretation des Es-dur-Quartetts op. 12 von Mendelssohn aus dem Jahre 1969 gegenüber, die einzige Stereo-Aufnahme der Sammlung.

Die Originalbänder – die ausnahmslos für die Überspielungen verwendet wurden – entstanden in den Studios des RIAS Berlin, und es stand jeweils viel weniger Zeit zur Verfügung als in den Schallplattenstudios. So wurden z.B. am 1. November 1950 die Streichquintette von Brahms und Dvorák aufgenommen, am 29. Nov. 1957 das Quartett op. 67 von Brahms und das Bruckner-Quintett! Man ist also der Situation eines Konzertmitschnitts näher. Obgleich die meisten der hier eingespielten Werke auch im Studio aufgenommen wurden (Westminster und vor Allem Deutsche Grammophon), lohnt sich die Anschaffung der audite-Sammlung als interessante Vergleichsbasis. Und die Schumann-Werke (ausser dem Quintett noch das Streichquartett A-dur op. 41 Nr. 3) sind sonst auf keinem Tonträger dokumentiert.

Wir können auch wieder den zweiten «Hausbratschisten» des Quartetts, Cecil Aronowitz hören; er nimmt an den Streichquintetten von Brahms und Bruckner teil. Conrad Hansen spielt noch in den Klavierquintetten von Brahms und Dvorák mit, Heinrich Geuser in Brahmsens Klarinettenquintett.

Eine echte Rarität ist das Streichquartett von Verdi, 1962 aufgenommen. Die Interpreten verstehen es, der Fülle verschiedener Stimmungen dieses Werkes gerecht zu werden: Leidenschaft im Hauptthema, Cantabilität im Seitenthema des ersten Satzes, ballszenenartige, tänzerische Klänge im zweiten. Der dritte ist eigentlich ein Scherzo mit einem wunderschönen Trio, einer vom Cello vorgetragenen Serenade. Doch den Ausdruck Scherzo behält Verdi merkwürdigerweise dem Finale vor, einer wirbligen Fuge.

Einiges später, im November 2015, entstand eine weitere Streichquartett-CD für audite (92.685), mit dem Quartetto di Cremona. Es handelt sich um die sechste CD einer projektierten Gesamtaufnahme der Beethoven-Quartette. Neben dem A-durWerk op. 18 Nr. 5 enthält das Programm das äußerst komplexe Stück in B-dur, op. 130, mit seinen zahlreichen Tempo- und Stimmungswechseln, seinen Stimmverflechtungen und kontrapunktischen Finessen sowie der ungewöhnlichen Satz- und Tonartenfolge – die Sätze 3 und 4 stehen sogar im Tritonus-Abstand! Das Werk enthält auch «Quasi-Zitate»: So bringt der rasante zweite Satz (hier hinreißend gespielt) Anklänge an das Finale des Vierten Klavierkonzertes (Takte 9-12), die ergreifende Cavatina erinnert sich zweimal (T. 29-31, 63/63) an den langsamen Satz aus der «Neunten».

Auf der Aufnahme erklingt das von Beethoven nachkomponierte Finale, sein letztes abgeschlossenes Werk. Ursprünglich hatte er die «Große Fuge» als letzten Satz vorgesehen, doch empfanden das Publikum und wohl auch die damaligen Spieler dieses monumentale Stück nach fünf z.T. langen und komplizierten Sätzen als zu anstrengend. Beethoven publizierte die Fuge separat als op. 133. Aber auch der hier zu hörende, tänzerisch beschwingte sechste Satz ist alles andere als ein Ruhekissen!

Emotionaler Höhepunkt im op. 130 ist wohl die mit «beklemmt» bezeichnete Stelle in der Cavatina (ab Takt 42). Bewundernswert, wie der Primgeiger Cristiano Gualco diese unglaublich schwere Aufgabe klanglich realisiert. Überhaupt, der Klang dieses Quartetts: sehr homogen und auch in den wildesten und Sforzato-reichsten Stellen nie brutal. Die Musiker spielen auf vier wunderbaren italienischen Instrumenten aus dem 17./18. Jahrhundert, die jedoch nicht aus Cremona, sondern aus Torino, Milano und Bologna stammen.

Das Ensemble – außer Gualco noch Paolo Andreoli, Simone Gramaglia und Giovanni Scaglione – zeichnet sich auch durch genaue Beachtung der Angaben Beethovens aus und spielt alle Wiederholungen. Diese Gesamtausgabe wird wohl eine Referenzaufnahme werden.

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