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Stadtanzeiger Neustadt

Rezension Stadtanzeiger Neustadt 4. Dezember 2020 | 4. Dezember 2020 CD-Tipp

Selbst eingefleischte Fans werden sich beim Hören der 18 Zugaben neu in das internationale Spitzenquartett verlieben. [...] Wir staunen über die unglaubliche Wandlungsfähigkeit des Mandelring Quartetts, das mit jedem Stück eine neue Sprache erfindet und sich traumwandlerisch sicher von einer Klangsphäre in die nächste bewegt.
De Gelderlander

Rezension De Gelderlander 02-12-20 | 2. Dezember 2020 Onverwachte toevoeging aan Beethovens pianotrio’s is fris en fruitig

Ze pakken het trio energiek aan met veel brille en esprit en dat zorgt voor een tintelende interpretatie. We hadden ook niet anders verwacht want iedere uitgave in hun Beethovenreeks is sinds 2015 een schot in de roos. [...] dankzij de glasheldere, meeslepende lezing en de perfecte timing en kleuring van het Swiss Piano Trio krijgen we als luisteraar de onverwachte kans om dieper tot de kern en de structuur van de oorspronkelijke symfonie te geraken.
Neue (musikalische)  Blätter

Rezension Neue (musikalische) Blätter DEZEMBER 8, 2020 | 8. Dezember 2020 Schubert lauschen

Noch einmal schenkt der Pianist seinen Zuhörern eine Erfrischung, bietet Schuberts köstliche Abschweifungen dar – eine Aufnahme für Schubert-Gourmets, man darf gespannt sein, was nun folgen wird.
Klassiek Centraal

Rezension Klassiek Centraal 16 december 2020 | 16. Dezember 2020 Beethoven als psycholoog

Beethoven als Psychologe - Jimin Oh-Havenith beeindruckt

Im Jahr 1802 vertraute Ludwig van Beethoven einem Freund, dem Geiger und Mandolinenspieler Wenzel Krumpholz, an, dass er mit seiner Arbeit unzufrieden sei und eine neue Richtung einschlagen wolle.
Die Folgen dieser Aussage erwiesen sich als weitreichend. In der Tat verabschiedete er sich von den Grundlagen der Musik des achtzehnten Jahrhunderts und setzte dem klassischen Stil ein Ende. Zu diesem Zweck entkleidete er die Sonatenform bis auf die Knochen und stellte die Tonalität in Frage. Nach seinem Tod im Jahr 1827 sollte die Musik nie mehr dieselbe sein wie zuvor.

Die Klaviersonaten Nr. 23, 30 und 32 auf der neuen CD der deutsch-koreanischen Pianistin Jimin Oh-Havenith veranschaulichen auf faszinierende Weise die künstlerische Entwicklung dieses Komponisten, dessen Einfluss noch heute unüberhörbar ist.
Die drei Werke auf dieser CD zeigen Beethoven nicht nur als Revolutionär und musikalisches Genie, sondern vor allem auch als Psychologe.
Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie allgemein als die berühmtesten, schönsten und schwierigsten Klaviersonaten Beethovens gelten.

Tod und Zerstörung

Die ersten Takte der Sonate Nr. 23 (1804/5), besser bekannt als Appassionata, sagen Untergang und Düsternis voraus. Beethoven entscheidet sich für f-Moll, die Tonart der Todesangst und der unergründlichen Melancholie.
Das einfache Unisono-Thema in fernen Oktaven schafft eine trostlose Atmosphäre, die durch eine Wiederholung einen Halbton höher noch bedrohlicher wird.
Es ist ein kurzes Thema, nicht mehr als vier Takte, bestehend aus einem Drei-Ton-Motiv. Während des gesamten Satzes werden wir dieses Motiv in jeder möglichen Form hören. Es wird mit einem zweiten Thema von nur vier Tönen abgewechselt, das stark an das Klopfen an der Tür erinnert, mit dem die fünfte Sinfonie eröffnet wird.

Mit diesem minimalen Material packt Beethoven den Hörer sofort. Langsam steigert er die Spannung mit schrillen Kontrasten und immer heftigeren Explosionen und testet das Instrument bis an seine Grenzen. Auf diese Weise evoziert er Unsicherheit, Zweifel und Angst und macht den Zuhörer zu einem Teil seines Alptraums.

Es kommt nicht zu der üblichen Lösung der Spannung. Wer glaubt, im zweiten Satz Andante con moto Entspannung und Behaglichkeit zu finden, wird eines Besseren belehrt.
Der Eingangschoral strahlt eine feierliche, fast religiöse Ruhe aus. Es folgen jedoch vier Variationen, in denen neben rhythmischen Verschiebungen auch immer eine Beschleunigung stattfindet. Es entsteht eine Atmosphäre des drohenden Untergangs. Die Entladung erfolgt im Übergang zum Schlusssatz Allegro ma non troppo – Presto, in dem der Hörer kopfüber mitgerissen wird in einen berauschenden, unaufhörlich fließenden Strom von Noten, durchschnitten von kraftvollen Akzenten und Synkopen. Indem Beethoven die Reprise wiederholt und die teuflische Coda hinauszögert, treibt er die Spannung auf die Spitze und trifft den letzten Schlag doppelt so hart. Der Zuhörer bleibt benommen zurück.

Die Appassionata macht deutlich, was Beethoven meinte, als er sagte, er wolle einen neuen Weg gehen. Es ist in jeder Hinsicht ein bahnbrechendes Werk, in dem Beethoven den jahrzehntelangen Kampf zwischen Form und Inhalt für immer zu Gunsten des letzteren entscheidet.

Ein großer Psychologe

Die Sonate Nr. 30 in E-Dur (1820) zeigt, wie weit sich der Komponist in nur wenigen Jahren von der Tradition entfernt hatte. Es ist die erste der letzten drei Sonaten, die Beethoven komponierte. Die Arbeit ist in jeder Hinsicht ungewöhnlich: Beethoven verlegt den emotionalen Schwerpunkt in den dritten Satz, der die vorangegangenen Sätze an Länge bei weitem übertrifft.

Der erste Satz Vivace ma non troppo – eine Art Minisonate – bietet zwei kontrastierende Themen, jedoch in unterschiedlichen Tempi. Die anfängliche Gelassenheit des Themas wird bald durch Passagen unterbrochen, in denen Beethoven seiner Fantasie freien Lauf lässt.
Auf das noch kürzere, energische Presto folgt der Höhepunkt der Sonate: das Andante molto cantabile ed espressivo mit sechs Variationen. In den ersten Variationen ist die Herangehensweise noch traditionell, aber allmählich wird klar, dass Beethoven diese Form für eine neue Art von psychologischem Plan nutzt. Ausgehend von einem korallenartigen Thema führt er den Hörer, mal sanft tänzelnd, mal mit harter Hand, in unbekanntes Terrain. Die Schichtung nimmt zu und die Wiedererkennbarkeit des Themas verschwindet, um einer Traumwelt Platz zu machen. Eine Fuge führt den Hörer zurück in das vertraute Territorium des Anfangsthemas, aber erst nach einem heftigen Orgelpunkt, in dem das Klavier bis zum Äußersten getestet wird, kehrt Ruhe ein.

Der Tod der Sonate

Nach der Sonate Nr. 32 in c-Moll (1821/22) komponierte Beethoven, abgesehen von den Diabelli-Variationen, nicht mehr für Klavier. Er empfand das Gerät als unzureichend und nicht den Anforderungen gewachsen, die er an es stellte.

Es ist ein geheimnisvolles Werk, das wegen seiner zweiteiligen Form rigoros mit dem klassischen Ideal der dreiteiligen Sonate bricht.
Im ersten Satz Maestoso – Allegro con brio ed appassionato schafft Beethoven mit wenigen Mitteln eine monumentale Struktur. Ein kraftvolles Thema bzw. ein dreistimmiges Motiv wird in jeder Hinsicht meisterhaft umgesetzt. Sie bildet den Treibstoff für erhebliche emotionale Eruptionen. Von einer Sonatenform ist nichts mehr übrig.

Ebenso wie in der Sonate Nr. 30 stellt Beethoven im Finalsatz Arietta dem Hörer die Form der Variation als Vehikel für den Ausdruck seiner tiefsten Gefühle vor.
Der Satz beginnt mit einem schönen Thema voller Resignation, bewegend, meditativ, aber die Ruhe ist trügerisch. Die Intensität nimmt zu, sowohl im Metrum als auch im Rhythmus. Es folgt ein Ausbruch von durchlaufenden Synkopen, die von Fugenfragmenten durchsetzt sind. Plötzlich wird eine unwirkliche, ruhige Atmosphäre durch einen langgezogenen Orgelpunkt und ferne, tropfende Töne geschaffen. Ist das das Geräusch im Kopf des tauben Komponisten, nur unterbrochen von Klangfragmenten aus der Ferne?

Eine Lösung hängt in der Luft, doch stattdessen steigert Beethoven durch eine bizarre Passage mit langen Schwingungen die Spannung noch weiter, um sie in einer finalen wellenförmigen und treibenden Variation zu entladen. Wieder einmal kehrt das Thema zurück, begleitet von Vibratoren. Dann endlich folgt die Auflösung und die Musik verklingt sanft.

Jimin Oh-Havenith überraschte uns letztes Jahr mit einer beeindruckenden Schubert/Liszt-CD. Dass dies kein Zufall war, hören sie nun bei dieser nicht minder beeindruckenden Beethoven-Interpretation.
Es sind bekannte Werke, die schon hunderte Male aufgenommen wurden, aber Oh-Havenith befreit sie vom Staub der Jahre und lässt sie klingen, als ob sie gerade erst entdeckt worden wären.
Ihr Spiel ist analytisch, ohne jemals akademisch zu werden, immer warm und fesselnd. Dank ihrer kontrollierten Tempi kann sie den Raffinessen und Nuancen in ihrem Spiel freien Lauf lassen. Ihr Ton bleibt voll und sonor, auch dort, wo Beethoven mit seiner extremen Dynamik und den heftigen Kontrasten das Äußerste von Interpret und Instrument verlangt.
Kein Detail bleibt dem Hörer verborgen, auch nicht in den kompliziertesten Passagen.
Oh-Havenith ermöglicht es dem Zuhörer, Beethovens musikalische und psychologische Experimente bis ins kleinste Detail zu genießen. Das macht sie zu einer idealen Beethoven-Interpretin.

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Originaltext:

In 1802 vertrouwde Ludwig van Beethoven een vriend, de violist en mandolinespeler Wenzel Krumpholz, toe dat hij ontevreden was met zijn werk en dat hij een nieuwe weg wilde inslaan.
De gevolgen van deze uitspraak zijn verstrekkend gebleken. In feite zei hij vaarwel aan het achttiende-eeuwse fundament van de muziek en maakte hij een eind aan de Klassieke stijl. Daartoe kleedde hij de sonatevorm uit tot op het bot en stelde hij de tonaliteit ter discussie. Na zijn dood in 1827 zou de muziek nooit meer zijn zoals tevoren.
De pianosonates No. 23, 30 en 32 op de nieuwe cd van de Duits-Koreaanse pianiste Jimin Oh-Havenith illustreren op fascinerend wijze de artistieke ontwikkeling van deze componist wiens invloed tot op de dag van vandaag onontkoombaar is.
De drie werken op deze cd tonen Beethoven niet alleen als revolutionair en muzikaal genie, maar vooral als psycholoog.
Ze hebben ook gemeen dat ze algemeen beschouwd worden als Beethovens beroemdste, mooiste en moeilijkste pianosonates.

Dood en verderf
De openingsmaten van Sonate No. 23 (1804/5), beter bekend als de Appassionata, voorspellen onheil en ongedurigheid. Beethoven kiest voor f-klein, de toonsoort van de doodsangst en de peilloze melancholie.
Het simpele unisono thema in ver uiteen liggende octaven schept een desolate sfeer, die nog dreigender wordt door een herhaling een halve toon hoger.
Het is een kort thema, niet meer dan vier maten, opgebouwd uit een motief van drie noten. Dat motief zullen we doorheen de beweging steeds in alle mogelijke gedaanten terughoren. Het wordt afgewisseld door een tweede thema van slechts vier noten, dat sterk doet denken aan de klop op de deur waarmee de vijfde symfonie opent.
Met dit minimale materiaal grijpt Beethoven de luisteraar meteen bij de lurven. Langzaam voert hij de spanning op met schrille contrasten en steeds gewelddadiger explosies, waarbij hij het instrument tot het uiterste beproeft. Daarmee roept hij onzekerheid, twijfel en angst op en maakt hij de luisteraar deelgenoot van zijn nachtmerrie.
Tot de gebruikelijke oplossing van de spanning komt het niet. Wie denkt in de tweede beweging Andante con moto ontspanning en troost te zullen vinden is eraan voor de moeite.
Het beginkoraal straalt een plechtige, bijna religieuze rust uit. Maar dan volgen vier variaties waarin naast ritmische verschuivingen ook steeds een versnelling optreedt. Er ontstaat een sfeer van naderend onheil. De ontlading ontstaat in de overgang naar het slotdeel Allegro ma non troppo – Presto, waarin de luisteraar halsoverkop mee gesleurd wordt in een onstuimige, non stop bewegende notenstroom, doorsneden met krachtige accenten en syncopen. Door de recapitulatie te herhalen en het duivelse coda uit te stellen voert Beethoven de spanning tot het uiterste op en komt de laatste klap dubbel hard aan. De luisteraar blijft verdwaasd achter.
De Appassionata maakt duidelijk wat Beethoven bedoelde toen hij zei dat hij een nieuw pad wilde inslaan. Het is een in elk opzicht grensverleggend werk waarin Beethoven de al decennia durende strijd tussen vorm en inhoud voorgoed beslecht in het voordeel van de laatste.

Een groot psycholoog
Sonate No. 30 in E groot (1820) laat horen hoe ver de componist zich in luttele jaren had verwijderd van de traditie. Het is de eerste van de laatste drie sonates die Beethoven componeerde. Het werk is ongebruikelijk in elk opzicht: Beethoven verplaatst het emotionele zwaartepunt naar het derde deel, dat in lengte de voorafgaande delen ruimschoots overtreft.
Het eerste deel Vivace ma non troppo – een soort minisonate – biedt weliswaar twee contrasterende thema’s, maar in verschillende tempi.  De aanvankelijke sereniteit van het thema wordt al spoedig onderbroken door passages waarin Beethoven zijn fantasie de vrije loop laat.
Na het nog kortere, energieke Presto volgt het hoogtepunt van de sonate: het Andante molto cantabile ed espressivo met zes variaties. De aanpak is in de eerste variaties nog traditioneel, maar gaandeweg wordt duidelijk dat Beethoven deze vorm gebruikt voor een nieuw soort psychologisch plan. Vanuit een koraalachtig thema voert hij de luisteraar nu eens zachtjes dansend, dan weer met harde hand, mee naar onbekend terrein. De gelaagdheid neemt toe en de herkenbaarheid van het thema verdwijnt om plaats te maken voor een droomwereld. Een fuga brengt de luisteraar weer terug naar het vertrouwde terrein van het beginthema, maar pas na een woest orgelpunt waarin de piano tot het uiterste beproefd wordt, keert de vrede weer.

De dood van de sonate
Na Sonate No. 32 in c-klein (1821/22) zou Beethoven niet meer voor piano componeren, de Diabelli variaties daargelaten. Hij beschouwde het instrument als onbevredigend en niet opgewassen tegen de eisen die hij er aan stelde.
Het is een mysterieus werk dat door zijn tweedelige vorm rigoureus breekt met het klassieke ideaal van de driedelige sonate.
In de eerste beweging Maestoso – Allegro con brio ed appassionato schept Beethoven met zeer weinig middelen een monumentaal bouwwerk. Een krachtig thema of liever een motief van drie noten wordt op meesterlijke wijze op alle mogelijke manieren binnenste buiten gekeerd. Het vormt de brandstof voor flinke emotionele erupties. Van een sonatevorm is niets meer te bespeuren.
Net als in Sonate No. 30  schotelt Beethoven de luisteraar in het slotdeel Arietta weer de variatievorm voor als voertuig voor de expressie van zijn diepste gevoelens.
De beweging begint met een lieflijk thema vol berusting, ontroerend, meditatief, maar de rust is bedrieglijk. De intensiteit neemt toe, zowel in maatsoorten als ritmes. Een uitbarsting van op hol geslagen syncopen doorsneden door flarden fuga volgt. Plotseling ontstaat door een langdurig orgelpunt en veraf klinkende druppelende nootjes een onwerkelijke, verstilde atmosfeer. Is dit de ruis in het hoofd van de dove componist, slechts onderbroken door flarden geluid vanuit de verte?
Een oplossing hangt in de lucht, maar in plaats daarvan voert Beethoven middels een bizarre passage met lange trillers de spanning nog verder op om in een laatste golvende en stuwende variatie tot ontlading te komen. Nog een keer komt het thema terug begeleid door trillers. Dan volgt eindelijk de ontknoping en zachtjes sterft de muziek weg.
Jimin Oh-Havenith verraste ons vorige jaar al met een indrukwekkende Schubert/ Liszt cd. Dat dit geen toeval was laat ze nu horen met deze niet minder indrukwekkende Beethoven vertolking.
Dit zijn overbekende werken, die al honderden malen op de plaat zijn gezet, maar Oh-Havenith ontdoet ze van het stof der jaren en laat ze klinken alsof ze net ontdekt zijn.
Haar spel is analytisch zonder dat het ooit academisch wordt, altijd warm en meeslepend. Door haar beheerste tempi krijgen de verfijning en nuances in haar spel ruim baan. Haar toon blijft vol en sonoor, ook daar waar Beethoven met zijn extreme dynamiek en felle contrasten het uiterste van vertolker en instrument vraagt.
Geen detail blijft voor de luisteraar verborgen, zelfs niet in de meest gecompliceerde passages.
Oh-Havenith stelt de luisteraar in staat om tot in de kleinste details te genieten van Beethovens muzikale en psychologische experimenten. Dat maakt haar tot een ideae Beethoven vertolker.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 12/11/2020 | 12. November 2020 Swiss Piano Trio beendet erfolgreichen Beethoven-Zyklus

(Remy Franck) – Mit zwei Bearbeitungen beschließen die drei Musiker des Swiss Piano Trio ihre Gesamtaufnahme der Beethoven-Trios. Wie schon in den ersten 5 CDs dieser Reihe nehmen sie ihren Beethoven ernst und geben ihm Substanz. Schon das Allegro con brio des nach dem Streichquintett op. 4 transkribierten Trios op. 63 schafft eine Atmosphäre, die wirkt. Sie findet sich auch im Andante und in den beiden übrigen Sätzen dieses Trios, von dem nicht bekannt ist, wie es zustande kam. Beethovens Mitwirkung an der Bearbeitung des Streichquintetts ist weder bekannt noch gesichert.

An der Bearbeitung der 2. Symphonie soll Beethoven zumindest mitgewirkt haben. Das Swiss Piano Trio spielt eine sehr dynamische Interpretation dieses Trios. Man kann nicht anders, als sich von dem wunderbar homogenen Spiel, der perfekten Zusammenarbeit und dem sensiblen Zusammenklang, aber auch dem reinen, geistvollen Spielvergnügen des Trios beeindrucken zu lassen.

The three musicians of the Swiss Piano Trio conclude their complete recording of the Beethoven Trios with two arrangements. As in the first 5 CDs of this series, they take their Beethoven seriously and give it substance. Already the Allegro con brio of the Trio op. 63, transcribed after the String Quintet op. 4, creates an atmosphere that is effective. It can also be found in the Andante and in the two remaining movements of this trio, of which it is not known how it came about. Beethoven’s participation in the arrangement of the string quintet is neither known nor confirmed.

Beethoven is said to have at least participated in the arrangement of the Second Symphony. The Swiss Piano Trio plays a very dynamic interpretation of this trio. One cannot help but be impressed by the wonderfully homogeneous playing, the perfect collaboration and the sensitive harmony, but also by the pure, spirited playing pleasure of the trio.


(Guy Engels) – Das Swiss Piano Trio macht keine Umwege, kommt direkt zur Sache. Das passt wunderbar zu Beethoven, der ja nicht als großer Meister der Diplomatie verschrien war. Dieser aufmüpfige Geist schlägt sich immer wieder in seiner Musik nieder und prägt auch die Interpretationen des Swiss Piano Trio. Martin Lucas Staub (Klavier), Angela Golubeva (Violine), Joël Marosi (Violoncello) haben selbstverständlich  – außer dem dicken Hammer – noch anderes interpretatorisches Arbeitsgerät in ihrem musikalischen Werkzeugkasten.

Das Trio bleibt sich seiner musikalischen Linie in dieser Beethoven-Gesamtaufnahme treu: Es besticht durch seinen intuitiven Sinn für Spannung und Rhetorik und seine expressive Klangsprache.
Der dynamisch-robuste Gestus wird immer dann zurückgenommen, wenn die Musik sich aufmacht, eigene Wege zu gehen. Mit klugen Rubati verleihen die Interpreten dem stets vitalen Geschehen ein kantiges Relief und den nötigen Drive. Derart entwickelt sich ein munteres Gespräch, in dem jeder Musiker seine eigenen Kommentare abgeben kann.

Indes das Trio op. 63 eine Bearbeitung von Beethoven eines frühen Quintetts ist, haben wir mit Opus 63 die kammermusikalische Fassung der 2. Symphonie. Dem Swiss Piano Trio gelingt es rasch, den Zuhörer von jedwedem Gedanken an die große Orchestervorlage abzubringen. Seine Interpretation hat eine derartige Sogwirkung, dass man regelrecht in die Musik hineingezogen wird. Womit – einmal mehr – der, hier perfekte, Beweis erbracht ist, dass eine Symphonie nichts anderes ist, als Kammermusik im Großformat.
Mit dieser 6. CD beendet das Swiss Piano Trio eine Beethoven-Integrale, die Referenzcharakter haben wird.

The Swiss Piano Trio makes no detours, gets straight to the point. This fits in wonderfully with Beethoven, who was not known as a great master of diplomacy. This rebellious spirit is reflected again and again in his music and also shapes the interpretations of the Swiss Piano Trio. Martin Lucas Staub (piano), Angela Golubeva (violin), Joël Marosi (cello) naturally have – apart from the big hammer – other interpretative utensils in their musical toolbox.
The trio remains true to its musical line in this complete recording of Beethoven: it impresses with its intuitive sense of tension and rhetoric and its expressive sound language.
The dynamic, robust gesture is always withdrawn when the music sets out to go its own way. With clever rubati, the performers give the always vital events an angular relief and the necessary drive. In this way a lively conversation develops in which every musician can add his or her comments.

While the Trio op. 63 is an arrangement from an early quintet, the other piece is the chamber music version of the 2nd Symphony. The Swiss Piano Trio quickly succeeds in dissuading the listener from any thought of the great orchestral score.  His interpretation has such an effect that one is literally drawn into the music. This is – once again – the perfect proof that a symphony is nothing more than chamber music in large format.
www.artalinna.com

Rezension www.artalinna.com 5 NOVEMBER 2020 | 5. November 2020 Bacchus

Mais ailleurs la palette de couleurs des Genevois dore les fantaisies des Epigraphes antiques avec infiniment plus de poésie que ne le pouvaient leurs collègues bâlois, et déclenche dans le Poème de l’amour et de la mer tout un océan de sons et de sensations
Schweizer Musikzeitung

Rezension Schweizer Musikzeitung 24.11.2020 | 24. November 2020 Arrangeur seiner selbst

Über die Aufnahmen sämtlicher Klaviertrios hinaus bietet das Swiss Piano Trio Arrangements der 2. Sinfonie op. 36 und des Streichquintetts op. 4, die Beethoven vermutlich auch selbst verfasst hat.

Alle Klaviertrios Beethovens einzuspielen, ist nicht ein derartiges Mammut-Projekt wie die Gesamtschau auf seine Streichquartette oder Sonaten. Diese Besetzung ist aber gerade bei Beethoven für einige Überraschungen gut. Kommt dazu, dass der Klavierpart erstaunlich dominant und vom Generalbass emanzipiert geschrieben ist, hat sich Beethoven damit in adliger Gesellschaft doch gerne selber als Pianist präsentiert.

Sechs Jahre hat sich das in Winterthur beheimatete Schweizer Klaviertrio für seine integrale Einspielung Zeit gelassen. Alle fünf geplanten CDs waren rechtzeitig zum Jubiläumsjahr beim deutschen Label Audite erschienen, da überraschte das Ensemble mit dem Pianisten Martin Lucas Staub, der Geigerin Angela Golubeva und dem Cellisten Joël Marosi mit einer zusätzlichen CD.

Sie ist zwei unbekannten Klaviertrios gewidmet, die Beethoven mit grosser Wahrscheinlichkeit selbst arrangiert hat. Das Klaviertrio Es-Dur op. 63 beruht auf seinem Streichquintett op. 4. Und von seiner erfolgreich uraufgeführten Sinfonie Nr. 2 D-Dur hat Beethoven für den Hausgebrauch ebenfalls eine Fassung für Klaviertrio eingerichtet. Diese beiden Raritäten sind nun erstmals als Teil einer kompletten CD-Reihe dokumentiert.
Wie gut die drei Musikerinnen und Musiker Beethoven mittlerweile kennen, offenbart die Einspielung der Trio-Fassung der 2. Sinfonie besonders deutlich. Die Reduktion des grossen Orchesters auf drei Instrumente macht die strukturelle Originalität des Werks wie unter der Lupe ohrenfällig. Mit wunderbarer Ruhe spielt das Trio die karge Adagio-Statik im Unisono, um dann mit brillanter rhythmischer Homogenität und dramatischer Verve Beethovens Kontrastfreude auszuspielen.

Mit gutem dramaturgischem Gespür hat das Schweizer Klaviertrio die einzelnen CDs konzipiert, die Stücke sind nicht chronologisch aufgenommen, sondern geschickt inhaltlich aufeinander abgestimmt. Es offenbart sich in dieser gehobenen Unterhaltungsmusik eine Fülle an Ideen und überraschenden Wendungen, die das Ensemble detailreich auszukosten weiss. Es spielt die frühen Trios mit viel Esprit mozartisch schlank und transparent, es kann aber auch dramatisch zupacken und romantisch schwelgen. Die Spielfreude der drei Interpreten steckt an.
Fono Forum

Rezension Fono Forum Januar 2021 | 2. Dezember -1 Im Schlussband seiner kleinen, feinen Schubert-Serie kontrastiert Lucchesini...

Im Schlussband seiner kleinen, feinen Schubert-Serie kontrastiert Lucchesini attraktiv die introvertierte "Fantasie-Sonate" G-Dur mit dem "beethovensch" losstürmenden c-Moll-Werk aus dem Sonaten-Triptychon von 1828. Interpretatorische Überraschungen bietet das Album nicht, es ließe sich wortwörtlich wiederholen, was im FONO FORUM 8/2019 über die Folge 1 zu lesen war: Dass nämlich der Italiener den Notentext auch diesmal optimal sorgfaltig realisiert hat. Allerdings darf auch nicht verschwiegen werden, dass er seine Hörer nicht so zwingend "mitzunehmen" weiß wie etwa vor ein paar Jahren Uchida.
Fono Forum

Rezension Fono Forum Januar 2021 | 1. Januar 2021 Kritiker-Umfrage 2020

Andreas Friesenhagen: Liszt: Gante-Symphonie, Tasso, Lamento e Trionfo, Künstlerfestzug; Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits (Audite).
„Kirill Karabits stellt Liszt mit herrlichen Orchesterfarben und leuchtender Textur als Klangzauberer dar, als Poeten des Orchesters.“

Norbert Hornig: Fantasque- Violinsonaten von Faure, Debussy, Ravel & Poulenc; Franziska Pietsch, Josu de Solaun (Audite).
„Hoch expressive und eloquente Lesarten zentraler Werke des französischen Repertoires für Violine und Klavier.“

Matthias Kornemann: Schubert: Klaviersonate D. 960, Klavierstücke D. 946; Andrea Lucchesini (Audite).
„Lucchesinis Schubert-Spiel ist von einer fast altmeisterlichen Gelassenheit und steht mit seiner nobel untertreibenden Gestaltungskraft ziemlich einsam da.“

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