Ihre Suchergebnisse (9960 gefunden)

Fono Forum

Rezension Fono Forum Januar 2021 | January 1, 2021 Kritiker-Umfrage 2020

Andreas Friesenhagen: Liszt: Gante-Symphonie, Tasso, Lamento e Trionfo, Künstlerfestzug; Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits (Audite).
„Kirill Karabits stellt Liszt mit herrlichen Orchesterfarben und leuchtender Textur als Klangzauberer dar, als Poeten des Orchesters.“

Norbert Hornig: Fantasque- Violinsonaten von Faure, Debussy, Ravel & Poulenc; Franziska Pietsch, Josu de Solaun (Audite).
„Hoch expressive und eloquente Lesarten zentraler Werke des französischen Repertoires für Violine und Klavier.“

Matthias Kornemann: Schubert: Klaviersonate D. 960, Klavierstücke D. 946; Andrea Lucchesini (Audite).
„Lucchesinis Schubert-Spiel ist von einer fast altmeisterlichen Gelassenheit und steht mit seiner nobel untertreibenden Gestaltungskraft ziemlich einsam da.“
Fono Forum

Rezension Fono Forum Januar 2021 | January 1, 2021 Kritiker-Umfrage 2020

Andreas Friesenhagen: Liszt: Gante-Symphonie, Tasso, Lamento e Trionfo, Künstlerfestzug; Staatskapelle Weimar, Kirill Karabits (Audite).
„Kirill Karabits stellt Liszt mit herrlichen Orchesterfarben und Ieuchtender Textur als Klangzauberer dar, als Poeten des Orchesters.“

Norbert Hornig: Fantasque- Violinsonaten von Faure, Debussy, Ravel & Poulenc; Franziska Pietsch, Josu de Solaun (Audite).
„Hoch expressive und eloquente Lesarten zentraler Werke des französischen Repertoires für Violine und Klavier.“

Matthias Kornemann: Schubert: Klaviersonate D. 960, Klavierstücke D. 946; Andrea Lucchesini (Audite).
„Lucchesinis Schubert-Spiel ist von einer fast altmeisterlichen Gelassenheit und steht mit seiner nobel untertreibenden Gestaltungskraft ziemlich einsam da.“
Piano News

Rezension Piano News Januar/Februar 1/2021 | January 1, 2021 Drei Volumes umfassen die Aufnahmen der späten Schubert-Klavierwerke von Andrea...

Lucchesini macht eben nicht den Fehler, in reines Schwelgen auszubrechen. Die nicht genannten Worte, die hinter der Musik liegen und sie unter seinen Händen tatsächlich zu so etwas wie "Liedern ohne Worte" machen, stehen dem wohl entgegen. So passt es auch, dass der Pianist vieles in einer Art Balladenton präsentiert [...] und seinen Schubert "erzählt". Hinzu kommt Lucchesinis geradezu wunderbare Entdeckung eines ganz eigenen Schubert-Klanges, mit dem er die G-Dur-Sonate schon eröffnet, um dann mit diesem Mittel echte Wunder zu vollbringen
SWR

Rezension SWR SWR 2 Treffpunkt Klassik - Sonntag, 27. Dezember 2020 | December 2, -1 Neue CDs

[...] dieses Mandelring Quartett offenbart wieder einmal sein besonderes Talent, ins Schwarze zu treffen und den Charakter eines Stücks auf die Spitze zu treiben. [...] Ja, da sieht man die Goldtaler regelrecht vom Himmel rieseln, wenn das Mandelring Quartett Arthur Johnstons „Pennies from Heaven“ spielt: ein tönendes Schneeflockengeglitzer, ein bisschen wie in einer amerikanischen Weihnachtsshow. Aber die Vier können auch die Gesangsmelodie mit Schmackes und Portamenti hinlegen, mit Schleifern und Schlenkern, sehr jazzig und lässig. Besser als jede Unterhaltungscombo. Eine CD, die einfach Spaß bringt und die dunklen Gedanken vertreibt.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 08/01/2021 | January 8, 2021 Shostakovich in hellerem Kleid

Shostakovich hat seine beiden Cellokonzerte für Mstislav Rostropovich geschrieben. Auch wenn das erste (op. 107 aus dem Jahre 1959) virtuoser ist als das zweite, das während eines Sanatoriumsaufenthalts des Komponisten im April 1966 entstand, so sind beide Werke von bemerkenswerter Tiefe und einer großen emotionalen Dichte.

Marc Coppey startet das 1. Konzert ungemein gut gelaunt und frei von Schärfen, die andere Interpreten, Dirigenten inklusive, dieser Musik gegeben haben. Das folgende Moderato bleibt in meditativem Charakter von großer Zartheit und menschlicher Wärme, die auch Lawrence Foster im Orchester betont. Wir sind hier weit entfernt von kargen und düsteren Stimmungen anderer Interpretationen. Die Kadenz wird genau so wenig geschärft und eher lyrisch ausgespielt, verliert aber auch bei dieser Lesart nichts an emotionaler Wirkung. Coppey spielt ohne jede Verbissenheit, ohne jene dramatischen Gesten, mit denen andere Cellisten die Kadenz zum Drama machen. Auch das Finale wird gelöst und quasi burlesk ausgespielt, ohne Schärfe, ohne Aufschreien und bekommt so einen durchwegs positiven Charakter.

Und es tut gut, dieses Konzert mal wieder aus einer solchen Perspektive zu hören, ohne aufgewühltes Seelendrama. Ohne Sarkasmus und beißende Ironie und dennoch auch nicht mit bloßer Virtuosität, die elegant jede wie auch immer geartete Gefühlswelten umschiffen würde.

Die Musik des 2. Cellokonzerts muss vom Interpreten nicht noch zusätzlich belastet werden, und das haben sich Coppey und Foster zu Herzen genommen. Sie spielen zwar einerseits das Lyrische, andererseits das Dramatische voll aus, aber sie pointieren es nicht. Wo immer es möglich ist, legen sie Wert auf Nachdenklichkeit, auf Verinnerlichung, aber ohne verbohrten Sarkasmus, ohne jenen düsteren Biss, der das Konzert so ergreifend machen kann. Haben die Interpreten dieser Aufnahme also gefehlt, an Shostakovich vorbei gespielt? Ich glaube nicht. Sie haben andere Gefühlswelten betont und gerade das ist so interessant. Die Intensität der Musik ist auch so stark genug um den Hörer zu packen und ihm neue Aspekte in Shostakovichs Konzerten zu zeigen. Nichts klingt falsch hier, nichts manieriert.

Shostakovich wrote his two cello concertos for Mstislav Rostropovich. Even if the first (op. 107 from 1959) is more virtuosic than the second, which was written during the composer’s stay in a sanatorium in April 1966, both works are of remarkable depth and enormous emotional density.
Marc Coppey starts the First Concerto in an uncommonly good mood and free of the sharpness that other interpreters, conductors included, have given this music. The following Moderato remains in meditative character of great tenderness and human warmth, also emphasised by Lawrence Foster in the orchestra. We are far from the barren and sombre moods of other interpretations. The cadenza is just as little sharpened and rather lyrically played, but loses nothing of its emotional impact. Coppey plays without any doggedness, without those dramatic gestures with which other cellists turn the cadenza into a drama. The finale, too, is played in a relaxed and quasi burlesque manner, without sharpness, without any screaming and thus acquires a thoroughly positive character.
And it is good to hear this concerto from such a perspective, without the emotional drama, without sarcasm and biting irony, and yet not with mere virtuosity, which would elegantly ignore any kind of emotion.
The music of the Second Cello Concerto does not need to be additionally burdened by the interpreter, and Coppey and Foster have taken this to heart. Their performance is lyrical and also dramatic, but they do not accentuate it. Wherever possible, they emphasise thoughtfulness and introspection, but without obdurate sarcasm, without that sombre bite that can make the concerto so poignant. So did the performers of this recording misunderstand Shostakovich? I don’t think so. They have emphasised other feelings and that is precisely what is so interesting. The intensity of the music is strong enough to grab the listener and show him new aspects of Shostakovich’s concertos, without giving it a false or mannered character.
NDR Kultur

Rezension NDR Kultur "Welt der Musik" | December 28, 2020 BROADCAST

Kurze Ausschnitte aus sechs von zwanzig Aufnahmen, an die ich heute noch einmal erinnern möchte. In einem Rückblick auf herausragende Klassik-Veröffentlichungen des Jahres 2020. Eines besonderen, für viele Menschen sehr schwierigen Jahres, in dem die Live-Musik vor Publikum pandemiebedingt nur wenige Monate lang möglich war.
Auch der Absatz von sogenannten physischen Tonträgern, also etwa CDs, ist weiter gesunken. Trotzdem ist auch im Jahr 2020 wieder eine kaum überschaubare Fülle neuer Alben erschienen, mit einer großen Bandbreite an ganz unterschiedlichen Werken, Stilen und Epochen. [...]

Es gibt viele Aspekte, die mich an der Ästhetik von Schubert faszinieren. Einer davon sind diese zwei ganz verschiedenen Seelen des Komponisten. Eine, die das Schicksal annimmt, mit Resignation und Trauigkeit – er war ja sein ganzes Leben lang von Krankheiten gezeichnet, die ihn schließlich auch getötet haben, als er erst 31 Jahre alt war. Und die andere Seite, die sich auflehnt, mit aller Kraft, die sich manchmal in einem unkontrollierbaren Sturm entlädt.

Musik: Schubert

Diese Gegensätze sind auch in Lucchesinis Aufnahme der letzten Klaviersonate von Schubert zu erleben. Der Pianist meißelt die Ausbrüche mit kantigem Klang und der manchmal auch nötigen Härte – aber er spürt auch dem Stocken, dem Innehalten und manchmal fast schon Verstummen der Musik nach.

Musik: Schubert, B-Dur-Sonate

Der Pianist Andrea Lucchesini mit dem Beginn der B-Dur-Sonate von Franz Schubert. Hier wird das Aufbegehren gegen das Schicksal immer wieder von weiten Phasen der Ergebung unterbrochen und gemildert.
www.artalinna.com

Rezension www.artalinna.com 12. January 2021 | January 12, 2021 LE DISQUE DU JOUR

Si ce n’est pas d’un schubertien consommé !, cette maîtrise du temps, cette conscience de l’espace pour saisir l’un des plus longs mouvements de Schubert à son piano ! [...]
Vraiment, Andrea Lucchesini aurait tort de nous laisser orphelins d’autres Schubert qu’il pourrait nous donner, d’autant qu’il a enfin trouvé chez Audite un Steinway, une salle, un preneur de son, une équipe éditoriale à la mesure de son art.
Der Tagesspiegel

Rezension Der Tagesspiegel 17.01.2021 | January 17, 2021 Kraft gibt nur die Musik

Der zweite Satz der Sonate op. 134 ist eine einzige Panikattacke. Franziska Pietsch spielt die atemlosen Sechzehntel auf ihrem Album von 2019, als hätte sie die Kontrolle über ihren Bogen verloren: wild, hysterisch, aufgescheucht. Auch die 51-jährige Geigerin wurde jahrelang von dem Alptraum geplagt, dass jemand an die Tür klopft und sie abholt.

Suche in...

...