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Rezension www.pizzicato.lu 07/09/2021 | 7. September 2021 Verschmitzt-verspielter Hindemith, sachlicher Bruckner

Diese CD mit Aufnahmen vom Lucerne Festival beginnt mit einer Rarität, dem äußerst beschwingt und quicklebendig gespielten Hindemith-Konzert für Bläser, Harfe und Orchester, das der damals 76-jährige Böhm 1970 in Luzern dirigierte. Sehr reizvoll ist, wie er die verspielte Verschmitztheit des Komponisten vortrefflich zum Ausdruck bringt.

Der Luzerner Mitschnitt der Siebten Symphonie Anton Bruckners stammt aus dem September 1964. Die Interpretation ist wesentlich spontaner und auch etwas gefühlvoller als die Studioaufnahme der Symphonie mit demselben Orchester, die 1977 für DG gemacht wurde.

Beeindruckend sind hier wie dort die Klarheit des Orchesterklangs und der komplexen motivischen Struktur. Insgesamt ist es eine wohl überlegte, sachliche und jedes Pathos vermeidende Interpretation.

This CD with recordings from the Lucerne Festival begins with a rarity, the extremely buoyant and lively Hindemith Concerto for Winds, Harp and Orchestra, conducted in Lucerne in 1970 by the then 76-year-old Böhm, exquisitely expressing the composer’s playful mischievousness. The Lucerne recording of Anton Bruckner’s Seventh Symphony dates from September 1964, and is considerably more spontaneous and also somewhat more soulful than the studio recording of the symphony with the same orchestra made for DG in 1977. Impressive here as there are the clarity of the orchestral sound as well as of the complex motivic structure. Overall, it is a thoughtful, matter-of-fact interpretation that avoids any pathos.
Der neue Merker

Rezension Der neue Merker 06.09.2021 | 6. September 2021 Renaissancemusik für Sopran und Flötenquartett

Mields [...] setzt ihren glockenhellen, instrumental geführten Sopran mit stupender Leuchtkraft ein. Da die Instrumental-Solistinnen auf der anderen Seite versuchen, unter Einsatz verschiedener Flöten so erzählerisch und rhetorisch zu spielen wie möglich, ergeben sich faszinierende Momente zwischen spiritueller Introspektion und tänzerischer Ausgelassenheit.
Crescendo

Rezension Crescendo 5/2021 | 1. September 2021 Berückend schön

Mit ihrem berückend schönen Sopran lässt sie [Dorothee Mields] den Klang dieser Epoche wieder lebendig werden: vibratolos, aber höchst facettenreich, klanglich makellos und ungemein differenziert. Begleitet wird sie vom formidablen Boreas Quartett, das seinerseits Maßstäbe für Blockflötenensembles setzt.
Radio Bremen

Rezension Radio Bremen 12.09.2021 | 12. September 2021 BROADCAST

Musik: Notari, Romanesca

Intime Töne von Angelo Notari einem wohl 1566 geborenen Komponisten, dessen Werken wir heute eher selten begegnen. Und so gibt es auch auf diesem Album einige Weltersteinspielungen wie die eben gehörte. Man weiß recht wenig über ihn, Notari muss wohl einige Werke des berühmten Monteverdi bearbeitet haben und das tat er sicher auch in England, wo er den zweiten Teil seines vermutlich 97 Jahre langen Lebens verbrachte. Das muss wiederum sehr spannend gewesen sein, Notari war Hofmusiker bei Charles I., der später hingerichtet wurde, hatte als Katholik aber auch gute Beziehungen zum spanischen Gesandten und geriet dadurch sogar unter Spionageverdacht. Musikalisch pflegte er den für seine Zeit Neuen Stil. Notari steht für den Umbruch von der Spät-Renaissance zum Frühbarock und war Mitglied in einem der damaligen künstlerischen Debattierclubs wo zum Teil heftig über die Entwicklung der Kunst gestritten wurde.

Musik: Notari, La Monica

Die Blockflötistin Julia Fritz ist auch gerade bei uns in Bremen keine Unbekannte, obwohl sie längst auf internationalem Parkett unterwegs ist. Von Boston über Utrecht bis hin nach Südkorea. Seit 2009 ist sie Mitglied des Bremer Boreas Quartetts, in Bremen hat sie auch ihr Konzertexamen gemacht. Ihr wunderbar schlankes wie auch sensibles Spiel macht diese CD zu einem echten Hörgenuss. Verstärkt wird sie durch die eben gehörte Sopranistin Magdalene Harer, durch die Harfenistin Reinhild Waldek und den Organisten Johannes Hämmerle. Alle zusammen sorgen für einen sehr intimen und musikalisch hochwertigen Einblick in die Musik zweier italienischer Meister des 17. Jahrhunderts, die unbedingt der Entdeckung wert sind, was im Falle des 1589 geborenen Giovanni Battista Fontana allerdings schon gründlicher erfolgt ist.

Musik: Fontana, Sonata seconda
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Rezension www.pizzicato.lu 19/09/2021 | 19. September 2021 Mit der Harfe auf dem Ball

Rundum das Thema ‘Ball’ dreht sich eine neue Audite-Produktion mit der Harfenistin Sarah Christ. Sie spielt größtenteils Bearbeitungen von Musikstücken von Debussy, Berlioz, Bach, de Falla, Chopin, Farkas und Piazzolla. Das gibt Raum für ruhige oder auch virtuose Musik, für sanften Schwung und wirbelnde Klänge, für Melancholie und Vitalität. Sarah Christ spielt mit ausgeprägter Stil- und Geschmackssicherheit und sehr musikalisch.
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A new Audite production with harpist Sarah Christ revolves around the theme of ball music. She plays mostly arrangements of pieces by Debussy, Berlioz, Bach, de Falla, Chopin, Farkas and Piazzolla. This gives room for quiet or virtuoso music, for gentle swing and swirling sounds, for melancholy and vitality. Sarah Christ plays with a distinct sense of style and taste, and very musically.
De Standaard

Rezension De Standaard Woensdag 1 september 2021 | 1. September 2021 Teder knisperend

De virtuoze, ragfijn versierde vioolsonates van Fontana krijgen onder de lippen van Fritz een nieuwe dimensie.
Vorarlberger Nachrichten

Rezension Vorarlberger Nachrichten Samstag/Sonntag, 18./19. September 2021 | 18. September 2021 Musiktipps

Ersteinspielungen frühbarocker Arien von Angelo Notari mit dem klaren, vibratoarmen Sopran von Magdalena Harer werden den sechs Blockflöten-Sonaten seines Zeitgenossen Giovanni Battista Fontana mit der farbenreich und virtuos gestaltenden Julia Fritz und der historischen Harfe von Reinhild Waldek gegenübergestellt. Authentischer geht’s nicht mehr.

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