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Singende Kirche - Zeitschrift für katholische Kirchenmusik

Rezension Singende Kirche - Zeitschrift für katholische Kirchenmusik Jg. 68 - Heft 3 / September 2021 | September 1, 2021 Bei audite ist eine Einspielung mit frühbarockem Repertoire von Notari und...

Julia Fritz kann mit ihrem Verzierungsreichtum beeindrucken, so wie auch Johannes Hämmerle durch den sensibel auf der Orgel ausgeführten Continuo ein idealer Partner der Flötistin ist. [...] Ein Gustostück vom Feinsten ist hier geschaffen worden, und durch die Ersteinspielungen ist die CD selbst für Hörer*innen, die schon "alles haben", äußerst attraktiv.
SWR

Rezension SWR SWR2 Alte Musik, 3. Oktober 2021, 16:05 Uhr | October 3, 2021 BROADCAST: Neue CDs

Eine runde Produktion, stimmungsvoll und klangschön – und vielleicht sogar schon ein Geschenk-Tipp für das nicht mehr allzu ferne Weihnachtsfest?
Crescendo Magazine

Rezension Crescendo Magazine Le 1 octobre 2021 | October 1, 2021 Comme chaque année avec la régularité d’une montre suisse, la collection...

Sans s’avérer un chef d’oeuvre, ce concerto oublié est un sympathique moment de musique d’autant plus qu’il est porté par l’excellence des solistes du Philharmonique de Vienne superbement accompagnés par un chef qui fut dans sa jeunesse un grand défenseur de la musique de son temps.
SWR

Rezension SWR Mo., 27.9.2021 10:05 Uhr, SWR2 Treffpunkt Klassik | September 27, 2021 BROADCAST: CD-TIPP

Dorothee Mields Gesang versprüht die reinste Lebenslust [...]. Und das Boreas Quartett toppt das noch mit atemberaubenden Improvisationen und überdrehter Virtuosität.
Fono Forum

Rezension Fono Forum November 2021 | November 1, 2021 So viel sei direkt gesagt: Dieses Album ist keins von Dorothee Mields, sondern...

So viel sei direkt gesagt: Dieses Album ist keins von Dorothee Mields, sondern eins mit dieser so prominenten Sängerin. Den Löwenanteil bestreitet das unbestreitbar gute Boreas Quartett Bremen, das als Blockflötenconsort firmiert und im besten Fall eine kleine Orgel klanglich nachstellen kann. Das passt zugegebenermaßen sehr gut zu dem interessanten Repertoire, welches im sogenannten Basevi Codex überliefert ist, doch freut man sich als Hörer jedes Mal, wenn Dorothee Mields ihre glockenklare Stimme über diesen letztlich nicht sonderlich flexiblen Klängen ertönen lässt. In diesem Codex, der letztlich aus dem Umfeld von Margarete von Österreich stammt, die als Kunst- und Musikförderin wohl auch selber dichtete und komponierte und eine enorme kulturelle Bedeutung und Ausstrahlung hatte, sind fast alle komponierenden Größen der Zeit vertreten. Wie zu Beginn des 16. Jahrhunderts üblich wurden die drei- und vierstimmigen Stücke ohne Besetzungsangaben überliefert, ermöglichen also in der Wahl der Besetzung große Freiheiten. Diese werden hier aber nur sehr eingeschränkt genutzt; denn ein rein instrumentales Musizieren wechselt mit einstimmigem Gesang mit Begleitung, wodurch manche kontrapunktischen Feinheiten kaum zur Geltung kommen können.

Diese gewählten Einschränkungen erinnern an ein Konzert, welches Dorothee Mields 2019 bei den Tagen der Alten Musik in Herne gegeben hat; auch hier verzichteten sie und das Hathor Ensemble auf eine größere vokale Besetzung. Aber zugegebenermaßen kommt ihre so wunderbar schlank und doch intensiv geführte Stimme auf diese Weise optimal zur Geltung. Wer die Stücke in anderer Besetzung kennt, wird dies gleichwoh lals kleines Manko empfinden.
Fono Forum

Rezension Fono Forum November 2021 | November 1, 2021 STERN DES MONATS

Sehr wenig ist über Antonio Notari bekannt. Geboren in Padua, wirkte er eine Zeit lang in Venedig, bevor er 1610 nach England emigrierte, wo er im Dienst mehrerer Kronprinzen und Könige stand. Neben dem Druck "Prime musiche nuove" (1613) ist noch ein handschriftliches Kompendium überliefert, in dem Notari mit fremden und eigenen Werken einen Überblick über die Bandbreite italienischer Musikstile seiner Zeit gibt. Hieraus hat die Blockflötistin Julia Fritz einige mit "Aria" betitelte Stücke ausgewählt, die zumeist instrumentale Bearbeitungen oder Variationen über populäre Melodien ("La Monica") oder Bässe ("11 Ruggiero") sind; in dreien steuert die Sopranistin Magdalene Harer den vokalen Kern der Musik bei. Es wird deutlich, dass Notari einen durchaus gewichtigen Beitrag zur "seconda prattica" leistet, dabei aber nicht so radikal vorgeht wie sein Zeitgenosse Monteverdi. Aufgelockert wird das Programm mit Giovanni Battista Fontanas sechs Solosonaten, die eigentlich als epochal bedeutend für die Entwicklung der Geigenliteratur gelten, sich allerdings, wie Fritz beweist, auch auf Blockflöten gut darstellen lassen.

Ohnehin überzeugt diese Produktion durch Feingefühl und Genauigkeit der Interpretation. Fritz stellt keine Virtuosität zur Schau, sondern bindet ihre vielfältigen Diminutionen, Triller und Läufe in die Gestaltung kantabler Linien ein und erzählt, gerade in den kontrastreichen Fontana-Sonaten, regelrecht Geschichten ohne Worte. Der zweite Pluspunkt ist die Antegnati-Orgel der Mantuaner Basilica di Santa Barbara, deren Farbenreichtum – man achte nur auf das delikate Fiffaro-Register in Track 10 – die Musik kräftig leuchten lässt. Auch aufnahmetechnisch ist diese Produktion ein Hochgenuss.

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