Rezension Radio Bremen Radio Bremen2, CD-Tipp vom 02.10.2021 | October 2, 2021 BROADCAST: CD-TIPP
Musik aus einer Sammlung, die man heute als „Best of“ bezeichnen würde, komponiert vor rund 500 Jahren und überliefert in einer dieser Handschriften, die uns ein großartiges Bild der damaligen Musikkultur liefern. In diesem Fall führt sie uns in den frankoflämischen Raum, der zur damaligen Zeit eine der Hochburgen erstklassiger Musik war. Viele Komponisten von heutigem Weltrang stammten von dort, z.B. der um 1452 geborene Pierre de la Rue, einer der wichtigen Komponisten der burgundischen Hofkapelle. Ohnehin ist der Basevi Codex eine Art „Who is Who“ der damaligen Szene, entstanden wahrscheinlich im Umfeld der Margarete von Österreich am Hofe von Mechelen. Der Name allerdings stammt vom dem italienischen Sammler, der eine wunderschöne Kopie erwarb und sie später dem Konservatorium in Florenz schenkte.
[Musik: Heinrich Isaac – La mi la sol]
Auch Heinrich Isaac gehört zu den großen Namen der damaligen Zeit und es ist ein wahres Glück, dass dem Boreas Quartett Bremen ein Faksimilie des Codex nach einem Konzert geschenkt wurde. Im Booklet wird anschaulich beschrieben, wie man das Ganze dann langsam in Klänge übersetzte und da lässt einem die Musik der Renaissance einige Freiheiten. Wir haben es hier mit einer tollen Kombination aus Stimme und Blockflöten zu tun, letztere kommen ja der menschlichen Stimme sehr nahe und am Gesang orientierte sich damals Vieles. Mit der Sopranistin Dorohtee Mields konnte eine großartige Spezialistin für diese intimen Klänge gewonnen werden und die Schönheit ihres Gesanges mischt sich auf perfekte Weise mit dem Klang der Blockflöten – das Boreas Quartett Bremen stellt hier wieder einmal unter Beweis, dass es unbedingt zu den führenden Ensembles dieser Art gehört. Ein beglückendes Album in musikalischer Hinsicht und ein großartiges historisches Zeugnis seiner Zeit.
[Musik: Heinrich Isaac – La mi la sol]
Auch Heinrich Isaac gehört zu den großen Namen der damaligen Zeit und es ist ein wahres Glück, dass dem Boreas Quartett Bremen ein Faksimilie des Codex nach einem Konzert geschenkt wurde. Im Booklet wird anschaulich beschrieben, wie man das Ganze dann langsam in Klänge übersetzte und da lässt einem die Musik der Renaissance einige Freiheiten. Wir haben es hier mit einer tollen Kombination aus Stimme und Blockflöten zu tun, letztere kommen ja der menschlichen Stimme sehr nahe und am Gesang orientierte sich damals Vieles. Mit der Sopranistin Dorohtee Mields konnte eine großartige Spezialistin für diese intimen Klänge gewonnen werden und die Schönheit ihres Gesanges mischt sich auf perfekte Weise mit dem Klang der Blockflöten – das Boreas Quartett Bremen stellt hier wieder einmal unter Beweis, dass es unbedingt zu den führenden Ensembles dieser Art gehört. Ein beglückendes Album in musikalischer Hinsicht und ein großartiges historisches Zeugnis seiner Zeit.