Rezension Fono Forum November 2021 | 1. November 2021 Der Weimarer Prinz Johann Ernst hatte bei einer Studienreise vom Februar 1711...
Der Weimarer Prinz Johann Ernst hatte bei einer Studienreise vom Februar 1711 bis Juli 1713 in den Niederlanden die Praxis kennengelernt, Instrumentalkonzerte für Orgel und Cembalo zu transkribieren, und hat diese anschließend auch für Weimar übernommen. In der Zeit zwischen Sommer 1713 und Sommer 1714 ließ er Bach und seinen Vetter Walther nämlich Orgel- und Cembalo-Transkriptionen einzelner Konzerte anfertigen, die er vermutlich von seiner Reise mitgebracht hat. Zwei derartige Transkriptionen – darunter zwei Übernahmen nach Konzerten aus der Feder von Prinz Johann Ernst selbst – werden hier vom Arnstädter Kirchenmusiker und Organisten der Bach-Kirche Jörg Reddin schwungvoll und mit viel Elan dargeboten. Diese Stücke führen gut in die damalige Auseinandersetzung mit dem neuen italienischen Geschmack ein.
Einen umgekehrten Weg ging Gernot Süßmuth bei einer Bach'schen Transkription eines Konzertes, das mutmaßlich von Prinz Johann Ernst stammte; hier nämlich wurde der durchaus gelungene Versuch unternommen, aus der Tastenmusik das verschollene Konzert wieder entstehen zu lassen. Bei zweien der drei Instrumentalkonzerte Bachs, die uns nur als Cembalokonzerte überliefert sind, wurde ähnlich deren Wurzel freigelegt. Diese Rekonstruktionen sind freilich nichts Neues. Die einzige Originalkomposition bildet das Konzert für zwei Violinen BWV 1043.
Das Thüringer Bach Collegium spielt diese Bach'schen Kompositionen ausgesprochen lebendig, mit teils reichlich flottem Zugriff auf einzelne Sätze. Diese Spritzigkeit geht aber nie zu Lasten der Deutlichkeit. Ein wenig leidet die Einspielung aber unter einem etwas spitzen und scharfen Klangbild, das zumindest ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.
Einen umgekehrten Weg ging Gernot Süßmuth bei einer Bach'schen Transkription eines Konzertes, das mutmaßlich von Prinz Johann Ernst stammte; hier nämlich wurde der durchaus gelungene Versuch unternommen, aus der Tastenmusik das verschollene Konzert wieder entstehen zu lassen. Bei zweien der drei Instrumentalkonzerte Bachs, die uns nur als Cembalokonzerte überliefert sind, wurde ähnlich deren Wurzel freigelegt. Diese Rekonstruktionen sind freilich nichts Neues. Die einzige Originalkomposition bildet das Konzert für zwei Violinen BWV 1043.
Das Thüringer Bach Collegium spielt diese Bach'schen Kompositionen ausgesprochen lebendig, mit teils reichlich flottem Zugriff auf einzelne Sätze. Diese Spritzigkeit geht aber nie zu Lasten der Deutlichkeit. Ein wenig leidet die Einspielung aber unter einem etwas spitzen und scharfen Klangbild, das zumindest ein wenig gewöhnungsbedürftig ist.