Ihre Suchergebnisse (9970 gefunden)

Fono Forum

Rezension Fono Forum April 2023 | 1. April 2023 Joseph Haydn hat sechs Fugen für Streichquartett von Gregor Joseph Werner...

Joseph Haydn hat sechs Fugen für Streichquartett von Gregor Joseph Werner (1693-1766) beim Artaria-Verlag herausgegeben. "Aus besonderer Achtung gegen diesen berühmten Meister", ließ er aufs Titelblatt schreiben, aber den Ruhm seines Amtsvorgängers als Kapellmeister des Fürsten Esterhazy hat selbst dies nicht sonderlich befördert. Mit guten Gründen setzt sich nun der Dirigent Lajos Rovatkay für den Österreichischen Schöpfer vor allem kirchenmusikalischer Werke ein, hier bereits mit der zweiten CD, die Introduktionen zu den Oratorien "Der verlorene Sohn", "Absalon" und "Job', drei Motetten (darunter auch die ausdrucksstarke "In monte oliveti") sowie Werners spätes Requiem in c-Moll enthält.

Die Art, Qualität und Häufigkeit seiner Fugensätze nähren die Vermutung, Werner habe Unterricht bei Johann Joseph Fux gehabt. Ansonsten aber klingt hier im positiven Sinne Eigenartiges an, zuvorderst eine besondere Art der verdeckten Virtuosität. Schon unter Zeitgenossen hatten Werners Werke den Ruf, schön, aber schwierig zu sein; diesen befördern hier dunkel timbrierte, harmonisch zwar sehr expressive, dem Charakter nach aber introvertierte Werke (fast) ohne jeglichen äußerlichen Glanz, die in einem exotisch mit Streichern und Posaunen instrumentierten, dramaturgisch zwingend durchgestalteten Requiem gipfeln.

Die Solistinnen und Solisten finden, angeführt vom klaren Sopran Magdalene Harers, auf sehr homogene Weise zusammen. Exzellent ebenfalls: das Voktett Hannover und das lebendig musizierende Ensemble La Festa Musicale. Diese mit Lust dargebotene CD macht unbedingt Lust auf mehr Musik von der ewigen Nummer zwei in Eisenstadt.
Records International

Rezension Records International March 2023 | 1. März 2023 Dessau, the son of a Jewish tobacconist from Hamburg, settled in the Soviet...

Dessau, the son of a Jewish tobacconist from Hamburg, settled in the Soviet occupation zone after exile during the Second World War and lived until his death as a politically loyal but also thoroughly dissident contemporary of the GDR. Twice he set texts by Brecht to music, until in his third opera he turned to the fairy tale Der Drache by the Soviet author Yevgeny Schwarz, which the playwright Heiner Müller adapted for him together with Ginka Tscholakowa for the libretto of Lanzelot. The story is so explosive that even the original was banned under Stalin. Surprisingly, the material did not meet with resistance from the GDR authorities at the premiere at the (East) Berlin State Opera in December 1969. Yet Dessau's music was among the most modern and provocative that was permitted in the GDR at the time. The demands on the vocal ensemble, the chorus and the orchestra are colossal, a richly equipped percussion group provides punch, and the composer also provides for tape recordings that are played into the auditorium. Nowhere in his work does Dessau come up with a greater variety of musical styles; from baroque concerto grosso and romantic parodies to agitprop music and modern sounds, he pulls out all the stops. With its plurality of musical levels and appeal to the courage of freedom, Lanzelot is the East German counterpart to the equally ambitious total theatre of Bernd Alois Zimmermann's Soldaten.
Radio Bremen

Rezension Radio Bremen Bremen Zwei "Klassikwelt", 02.04.2023 | 2. April 2023 BROADCAST

[…] Hallo und willkommen zum dritten Teil. In diesem letzten Teil starten wir mit Musik des Italieners Pietro Antonio Locatelli. Der ist 10 Jahre nach Bach geboren und ein Mann, der so ein bisschen in der zweiten Reihe der Barock-Komponisten steht. Wie sein älterer Kollege Heinrich Biber, den Sie vorhin schon hören konnten, war auch Locatelli ein brillanter Geiger – ein rastloser Virtuose, der kreuz und quer durch Deutschland und Europa gereist ist. Stationen waren dabei u. a. München, Berlin, Frankfurt, Kassel und schließlich Amsterdam, wo er 1764 auch gestorben ist.
Das Thüringer Bach Collegium hat gerade eine ganze CD mit Konzerten von Locatelli aufgenommen unter dem Titel „Introduttioni teatrali“. Hier kommt daraus Locatellis Concerto D-Dur, op. 4 Nr. 7…

Musik Locatelli – 15´05
CD audite 97.821, Tracks 19 – 22

Das Thüringer Bach Collegium mit dem Concerto D-Dur, op. 4 Nr. 7 von Pietro Antonio Locatelli. Locatelli, 10 Jahre nach Bach geboren und ein Italiener mit vielen Stationen in Deutschland. Das Thüringer Bach Collegium spielt seine Concerti op. 4 auf seinem neuen Album „Introduttioni teatrali“. Wunderbare Barockmusik, die ein bisschen im Schatten der großen Namen Bach, Telemann oder Händel steht. […]
SWR

Rezension SWR SWR2 "Alte Musik", 09. April 2023, 16.05 Uhr | 9. April 2023 BROADCAST

In kleiner Besetzung stellt uns das Ensemble diese spritzige und effektvolle Musik vor und besticht dabei mit Lebendigkeit und Ausdruck – eine Aufnahme, die wirklich Laune macht!
concerti - Das Konzert- und Opernmagazin

Rezension concerti - Das Konzert- und Opernmagazin 22. März 2023 | 22. März 2023 Fantastisches Panorama

Derart facettenreich, dass kein Zweifel bestehen kann: O’Brien ist mit sämtlichen Geheimnissen ihres Instruments vertraut. Ein fantastisches Panorama ist hier zu erleben.
Der neue Merker

Rezension Der neue Merker 29.03.2023 | 29. März 2023 Neue CD: Werke von Pietro Antonio Locatelli bei audite erschienen

Diese aufgrund ihrer elektrisierenden Spontanität empfehlenswerte Einspielung verwirklicht die Konzerte Locatellis in kleiner Besetzung. Es kommt zu einem rasanten Wechselspiel von hochvirtuosen Solo- und Tutti-Passagen. Die exzellenten Musiker zeigen hier eine fast sportliche Präsenz. Auch die Einfühlsamkeit beim Zusammenspiel kommt beim Thüringer Bach Collegium nicht zu kurz. Neuartige Kompositionstechniken werden brillant präsentiert. Kühne Sprünge, Doppelgriffe und das Spiel in hohen Lagen feiern Triumphe.
www.on-mag.fr

Rezension www.on-mag.fr 29 mars 2023 | 29. März 2023 CD : le violoncelle français concertant

Partout l’écriture extrêmement expressive pour le violoncelle offre à l’interprète matière à briller aussi bien qu'à faire montre de noblesse de jeu dans la meilleure tradition française.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 11/04/2023 | 11. April 2023 Locatellis Theatralik mit dem Thüringer Bach Collegium

Das Thüringer Bach Collegium spielt Locatelli auf historischen Instrumenten. Die Musiker geben sich unendlich viel Mühe, Locatellis reiche Palette von Ausdrucksformen in den Introduttioni teatrali mit hinreißender Ausdruckskraft und Gestaltungsphantasie auch wirklich theatralisch werden zu lassen.

Der Vortrag ist durchgehend frisch, einfallsreich, klar phrasiert und spontan. So wird die kräftige, robuste Geste genauso gepflegt wie die melancholische Seite, um dadurch den klanglichen Reichtum der Werke hervor zu streichen, die in puncto Konstruktion, Ablauf, Harmonik und Rhythmik für die damalige Zeit revolutionär waren. Zum besonderen Genuss wird das Achte Concerto, A imitazione de corni di caccia.

Das mit voller Konzentration musizierende Orchester präsentiert mit dieser auch aufnahmetechnisch hervorragenden CD ein überzeugendes Plädoyer für den Komponisten.


The Thuringian Bach Collegium performs Locatelli on period instruments. In the ravishing Introduttioni teatrali the musicians take great care of Locatelli’s rich palette of expressions and let the music become truly theatrical.

The performance is consistently fresh, inventive, clearly phrased and spontaneous. Thus, the vigorous, robust gesture is treated as much as the melancholy side, thereby bringing out the tonal richness of the works, which were revolutionary for the time in terms of construction, progression, harmony and rhythm. The Eighth Concerto, A imitazione de corni di caccia, becomes a special treat.

The orchestra, playing with full concentration, presents a convincing plea for the composer with this CD, which is also outstanding in terms of recording quality.

Suche in...

...