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concerti - Das Konzert- und Opernmagazin

Rezension concerti - Das Konzert- und Opernmagazin 16. April 2025 | 16. April 2025 Hausmusik

[...] mit ihrem kantablen und farbkräftigen Spiel beweist [Ursina Maria Braun], wie nahe das Cello der menschlichen Stimme kommen kann. Gleichermaßen ausdifferenziert gestaltet die historisch informiert spielende, vielfach preisgekrönte Cellistin mit ihrem Kompagnon am Hammerflügel Florian Birsak die Cellowerke von Beethoven und dessen Zeitgenossen Voříšek – letztere übrigens eine echte Entdeckung. Hausmusik – aber auf höchstem künstlerischen Niveau.
Diapason

Rezension Diapason N° 744 - Mai 2025 | 1. Mai 2025 D'un côté, une collection d e pièces de salon d 'humeur souvent légère,...

D'un côté, une collection d e pièces de salon d 'humeur souvent légère, complétée ici par quelques arrangements et un brêvissime duo pour violoncelles, de l'autre, deux sonates d'une audacieuse rudesse, teintée d'amertume : Fauré se reflète tout entier dans son oeuvre pour violoncelle et piano. De la Berceuse op. 16, dont le balancement et l'expression charmeuse préfigurent les premières barcarolles, au lyrisme poignant de la Sonate op. 117. Marc Coppey et François Dumont dessinent en parfaite oomplicité un portrait frappé au sceau de l'impatience et de la mélancolie.

La sonorité nacrée d'un Erard de 1891 (emprunté au Musée de la musique) s'apparie au jeu buriné et décanté du pianiste. Un accordage un peu bas (la à 435 Hz) rehausse les harmoniques du vénérable instrument d'un liseré d'or, rai de pure lumière dans les ténèbres de la Sonate op. 109. Si le nocturne Andante profite de la complémentarité de ces timbres corsés, un contrepoint serré et un piano étonnant de staccato (qui sera affaire de goût) soutiennent l'écriture jaillissante des volets extérieurs. Le dialogue y tourne au corps-à-corps! Dans l'Andante de l'Opus 117, ils doivent s'incliner devant la noblesse et l'intensité terrassante de Paul Tortelier (nos Indispensables) ; la page recycle, il est vrai, un Chant funéraire commémorant la mort de Napoléon 1er. La méditation intimiste qu'ils cultivent là nous ramène à I'Elégie op. 24, près de quarante ans en arrière.

Habilement transcrite par le violoncelliste, la Berceuse de Dolly referme ce riche et exhaustif panorama sur une note tendre.
???

Rezension ??? | 28. April 2025 Rapture von Ann-Helena Schlüter

Zu dem Werk „Rapture“ von Ann-Helena Schlüter aus der 2022 veröffentlichten CD “Holy Spirit”: Das Werk steht zwischen zwei fulminanten Orgelwerken von Johann Sebastian Bach: der vorhergehenden 3. Triosonate und der folgenden weltbekannten Toccata und Fuge, virtuos gespielt.

In seiner Gestaltung bildet das Werk „Rapture“ einen stilistisch starken Kontrapunkt zu seinem Umfeld und führt die Hörenden in ein musikalisches Gemälde mit vorsichtigen, mehreren Anläufen, die aber eines gemeinsam haben: Sie führen aus dem Dunkel ins Licht, dargestellt mit Tonfolgen im hohen Diskantbereich, die dunkel gefärbten Klängen gegenüberstehen. Die Komponistin stellt diese beiden Positionen immer wieder gegenüber, bis sie die Distanz gegen Ende überwinden und zum Himmel emporsteigen. Das Werk zeichnet gleichzeitig ein Bild “con Mysterium”: Es ist das letzte Geheimnis, das Paulus im 15. Kapitel des 1. Korintherbriefs verkündet: Wir werden alle verwandelt werden. Es ist die Wirkung des Heiligen Geistes, der Jesus von den Toten auferweckte und dereinst auch uns erweckt und als “Rapture” zum Licht führt. Nicht die Polyphonie Bachs ist unbedingt der Schlüssel zu “Rapture”, sondern die musikalisch bildliche Darstellung mit verständlichen Klangflächen und deren Farben. Es ist, als könnte ein Maler sich neben das Werk stellen, zum Pinsel greifen und das Auditive visuell darstellen. Somit bildet das Werk der Künstlerin einen sinnvollen Kontrast zum Thema ”Holy Spirit”.
???

Rezension ??? | 1. März 2025 Shades von Ann-Helena Schlüter

Ann-Helena kann mit Farben umgehen – mit Pinsel und Orgelfarben. „Shades“ aus dem Album “Heiliger Geist” ist das zweite eigene Werk auf ihrer CD und ist wie auch „Rapture“ von bekannten Werken Joh. Seb. Bach eingebettet.

Es bildet einen im Thema sinngebenden Pendant. Die Schattierungen im Zusammenhang mit dem vorgegebenen Thema erinnern an ein Gespräch zwischen Jesus und Nikodemus im Johannesev., Kp.3, 8: “Der Wind bläst, wo er will und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, wo er herkommt. So ist es bei jedem, der aus Geist geboren ist“.

Das Werk der Komponistin bringt mit „Shades“ ein Mysterium auf die Tasten der Orgel: Lange Liegenoten im Bass und Diskant wechseln mit kurzen Melodiefolgen; keine gleicht der anderen, sie erzeugt mit halb gezogenen Zungenregistern Klangfarben, die das irdisch gebundene musikalische Empfinden nahezu konfrontiert. Doch damit finden sich die Hörenden wiederum thematisch mit Johannes 3 verbunden: Was ist irdisch? Was ist himmlisch? Was ist aus Geist geboren?

Letztlich von außen nicht greifbar, be-greifbar.
Mit nahezu unendlichen Farbgebungen zeichnet die Organistin dieses Mysterium des “Aus-Geist-Geboren-Seins” nach.
???

Rezension ??? Oktober 2022 | 1. Oktober 2022 Mit dieser neuen CD mit wohlbekannten Werken von Bach, dazu zwei Werken von...

Mit dieser neuen CD mit wohlbekannten Werken von Bach, dazu zwei Werken von Reincken und Scheidemann nebst zwei eigenen Kompositionen stellt sich die junge Würzburger Organistin der Orgel-CD-Welt vor. Gespielt auf der Trost-Orgel der Stadtkirche Waltershausen verknüpft sich der Anspruch auf eine bewusst historisch informierte Spielweise.

Hohe Ansprüche stellt sich Schlüter auch als Komponistin und Malerin, denn auch das durchaus ansprechende Cover “Duft” hat sie in kräftigen Farben selbst gemalt.

Aufhorchen lassen auch ihre beiden Klangflächen-Kompositionen Rapture (Entrückung) und Shades (Duft der Klänge), bei denen Klänge verschiedener ähnlich klingender Register, auch mit halbgezogenen Schleifen mit und ohne Tremulanten auf interessante Weise ineinander fließen.

Die Titel der zwei Stücke geben Anregungen, was Motivhintergrund ihres Covers sein könnte. Titel gebende Stücke sind Bachs zwei “Komm, Heiliger Geist”-Sätze aus den Leipziger Chorälen, dazu Scheidemanns Coloratus-Bearbeitung desselben Chorals […]
Amadeus

Rezension Amadeus N° 404 - maggio 2025 | 1. Mai 2025 Nell'ampio catalogo tastieristico bachiano, le Toccate sono fra i lavori...

Jonathan Ferrucci [...] risolve con intelligenza e sensibilità il "nodo" interpretativo assicurando al discorso una sottile flessibilità interna senza mai perdere di vista il rigore apollineo della scrittura di Bach. [...] Ne risulta una visione di straordinaria nitidezza, in cui la poesia di questi lavori emerge attraverso la ricerca di trasparenza e la cura certosina per il suono, mai cadendo nella rigidezza.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 09/05/2025 | 9. Mai 2025 Bach hätte es gefallen

Bach kann man nicht stumm schalten. Seine Musik ist quasi eine Naturgewalt, ein Monument, das auch in allen möglichen Bearbeitungen nichts an seiner Wirkkraft verliert – vorausgesetzt, man geht respektvoll mit dem Komponisten und seinem Werk um. Nur wer Bachs Musik kennt, kann auch hervorragende Bearbeitungen machen – sei es in der klassischen Musik oder in der E-Musik.

Der Organist Jean-Baptiste Dupont beansprucht diese Maxime für sich selbst, vor allem, da er auf Bachs ureigenem Instrument, der Orgel, spielt.

Mit der Cavaillé-Coll-Orgel in St. Sernin in Toulouse steht ihm natürlich ein wesentlich größeres, geradezu symphonisches Klangspektrum zur Verfügung als der Thomaskantor es kannte. Jean-Baptiste Dupont gelingt es dennoch geradezu mühelos, diese gewaltige Klangmaschine zu zügeln. Ihm geht es – auch in der erweiterten Tonpalette – um Strukturen, Stimmengeflechte in Bachs Musik. Bereits das an den Programmanfang gestellte Ricercar aus dem Musikalischen Opfer unterstreicht Duponts raffinierte Studie der Feinheiten dieser Musik, der kompositorischen Architektur mit dem Grundgedanken: nur wenn die kleinsten Elemente stark genug hervortreten, ergibt sich ein Gesamtbild von unvergleichlicher Meisterschaft.

Wie Dupont in seinem eigenen Arrangement der ersten Orchestersuite mit Bachs Formenvielfalt spielt, ist beispielhaft. 54 Register und 3.458 Pfeifen hindern den Organisten nicht daran, das rhythmische und tänzerische Element der auf die Ouvertüre folgenden sechs Sätze mit transparenter Leichtigkeit zu unterstreichen. Bach – selbst ein eifriger und begnadeter Bearbeiter eigener und fremder Werke – hätte diese andere Sicht auf seine Musik sicherlich gefallen.


English translation:

Bach cannot be muted. His music is a force of nature, a monument that loses none of its impact in all kinds of arrangements – provided you treat the composer and his work with respect. Only those who know Bach’s music can make excellent arrangements, whether in classical or in contemporary music.

Organist Jean-Baptiste Dupont believes in this maxim, especially since he plays Bach’s own instrument, the organ.

With the Cavaillé-Coll organ at St. Sernin in Toulouse, he has a much wider, almost symphonic range of sound at his disposal than the Thomaskantor knew. Nevertheless, Jean-Baptiste Dupont succeeds almost effortlessly in keeping this powerful sound machine in check. He is concerned with the structures and networks of voices in Bach’s music, even in the expanded tonal palette. The Ricercar from the Musical Offering at the beginning of the program underscores Dupont’s refined study of the subtleties of this music, the compositional architecture with the basic idea that only when the smallest elements stand out strongly enough does an overall picture of incomparable mastery emerge.

The way Dupont plays with Bach’s variety of forms in his own arrangement of the first orchestral suite is exemplary. 54 stops and 3,458 pipes do not prevent the organist from emphasizing the rhythmic and dance-like elements of the six movements that follow the overture with transparent ease. Bach – himself a keen and gifted arranger of his own and others’ works – would surely have enjoyed this different view of his music.
SRF2 Kultur

Rezension SRF2 Kultur "CH-Musik", 11.05.2025, 14 Uhr | 11. Mai 2025 BROADCAST: Ursina Maria Braun im Originalklang-Gewitter

Die Schweizer Cellistin Ursina Maria Braun bietet auf ihrer aktuellen CD neue Hörerfahrungen auf.
Nicht dass die hier eingespielte Musik von Beethoven, Schubert und Vorisek eine Überraschung wäre, nein, es ist ihr erdiger, zupackender und zuweilen rauher Zugriff darauf, ihr mit Darmsaiten bespanntes Cello, und der im Gegensatz dazu etwas zerbrechlich wirkende, aber stets transparente Klang des von Florian Birsak gespielten Hammerflügels.
Klassiek Centraal

Rezension Klassiek Centraal 11. Mai 2025 | 11. Mai 2025 Ein musikalischer Meilenstein neu belebt: Boulez und das Alban Berg Quartett in Luzern

Anlässlich des 100. Geburtstags des einflussreichen französischen Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez präsentiert das Label audite in Zusammenarbeit mit dem Lucerne Festival eine besonders wertvolle digitale Veröffentlichung. Die Reihe „Historic Performances“ enthält die erste restaurierte Live-Aufnahme des Debüts des Alban Berg Quartetts beim Lucerne Festival im Jahr 1983. Ein historischer Moment, in dem das Ensemble zwei Sätze aus Boulez’ komplexem und selten aufgeführtem „Livre pour quatuor“ aufführte.

Ein doppeltes Debüt
Das Konzert markierte nicht nur den ersten Auftritt des Alban Berg Quartetts beim renommierten Lucerne Festival, sondern auch Pierre Boulez’ Luzerner Debüt als Komponist in der innovativen Konzertreihe Musica nova . Der Auftritt wurde damals vom Schweizer Radio aufgezeichnet, blieb jedoch jahrzehntelang in den Archiven verborgen. Jetzt, mehr als 40 Jahre später, liegt diese Aufnahme endlich auch in digitaler Form vor – eine wunderbare Hommage an Boulez, der nicht nur als Komponist, sondern auch als Gründer und treibende Kraft der Lucerne Festival Academy eine tiefe Verbindung zur Stadt hatte.

Eine seltene Interpretation
Das bereits 1983 international gefeierte Alban Berg Quartett widmete sich Boulez’ „Livre pour quatuor“ – einem äußerst anspruchsvollen, streng seriell komponierten Werk aus den frühen 1950er Jahren. Die vier Sätze oder vielmehr Studien sind durchdrungen von Boulez' Suche nach Klangstruktur und formalem Experimentieren. Die Interpretation des Alban Berg Quartetts zeichnete sich durch einen silbrig-warmen Klang aus, ausdrucksstark und zugleich partiturgetreu, mit plastisch entwickelter Dynamik und dramatischen Akzenten. Boulez selbst äußerte seine Anerkennung, die sich allerdings auf diesen einen Auftritt des Ensembles beschränkte.

Dank der Aufnahme können wir diese musikalischen Star-Stunden nun noch einmal miterleben, in denen das Feuer und die Präzision des Quartetts mit der strengen Schönheit von Boulez’ Klangsprache verschmelzen.

Ein Blick hinter die Kulissen
Die digitale Veröffentlichung wird durch ein herunterladbares Digibooklet ergänzt, das ein aktuelles Interview mit Günter Pichler, dem Primarius des Alban Berg Quartetts, enthält. Er blickt auf die Zusammenarbeit mit Boulez zurück und gibt einzigartige Einblicke in die Vorbereitung und Ausführung dieser anspruchsvollen Komposition. Seine Überlegungen liefern nicht nur Kontext, sondern auch einen persönlichen Einblick in den künstlerischen Prozess, der dieser Aufnahme zugrunde liegt.

Innovative Präsentation
Die Publikation entspricht dem Anspruch von audite, historische Höhepunkte der Musikgeschichte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Neben einem hochwertigen HD-Download ist die Aufnahme nun auch in Dolby Atmos – eine Premiere für dieses Repertoire – über alle relevanten digitalen Plattformen verfügbar. Exklusive Fotos aus dem Archiv und das bereits erwähnte Digibooklet runden das Erlebnis ab.

Für alle, die sich für das Werk von Boulez, die Geschichte des Lucerne Festival oder die interpretatorische Exzellenz des Alban Berg Quartetts interessieren, ist diese digitale Ausgabe ein absolutes Muss. Sie verbindet musikalische Exzellenz mit historischer Bedeutung und macht einen einzigartigen Konzertmoment wieder erlebbar – nicht als Relikt, sondern als lebendiges Erlebnis.
The Strad

Rezension The Strad 16 May 2025 | 16. Mai 2025 An imaginary Viennese salon concert proves a mixed affair

Braun’s upper-register playing and well-shaped lines are impressive [...], as is also this duo’s faithful negotiation of the work’s abrupt shifts of dynamics, mood and texture. [...] Audite’s sonics are clear, spacious and natural.

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