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Rezension SWR SWR Kultur "Musikstunde", 27.05.2025 | May 27, 2025 BROADCAST

[…] Eine erste große Türe, die aufgeht, ist die des Rundfunks, des RIAS Berlin: Hier leitet die charismatische Elsa Schiller die Abteilung Ernste Musik. Als Jüdin war sie emigriert – aber sie ist zurückgekommen, bereit, den Rundfunk im amerikanischen Sektor mit aufzubauen. Und dafür macht sich Elsa Schiller auf Talentsuche – und findet u.a. Dietrich Fischer-Dieskau.
Sie geht das Wagnis ein und nimmt diesen 22-Jährigen unter Vertrag: er soll Schuberts „Winterreise“ aufnehmen, den ganzen Zyklus. Allein das ist damals ungewöhnlich. Die Originalaufnahmen von der Jahreswende 1947/48 – natürlich mono – existieren noch. Hier „Der stürmische Morgen“.

Musik: Franz Schubert: „Der stürmische Morgen” aus „Winterreise” D 911 Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton / Klaus Billing, Klavier (audite 95.597, LC04480)

„Der stürmische Morgen“ aus Schuberts Winterreise. Für Dietrich Fischer-Dieskau ist diese erste Aufnahme zusammen mit dem Pianisten Klaus Billing im Dezember 1947 eine eindrückliche Erfahrung.
In sein Tagebuch notiert er: „Vergangene Woche nun angestrengt mit ‚Winterreise‘ Aufnahmen zugebracht, insgesamt etwa elf Stunden Aufnahmezeit. Wiederholungen, Bandfehler und schließlich ein Materialfehler, der die ersten acht Lieder (nach langer Arbeit gut gelungen) völlig untauglich machte. Da haben Billing und ich gestern bis ein Uhr nachts in todmüdem Zustand nachgeholt. Das kostet Anspannung!“
Über Elsa Schiller, über diese Frau mit Wissen und Vision, findet Fischer-Dieskau rückblickend respektvolle und nachdenklich stimmende Worte. Als Jüdin hatte Elsa Schiller in der Nazizeit Schweres durchgemacht: „Es lag bei uns Daheimgebliebenen, das Leiden der Emigranten und Verfolgten allmählich nachzufühlen und begreifen zu lernen,“ schreibt Fischer-Dieskau, „Vielen der Leidgeprüften sollte ich noch gegenübertreten, und immer ließ mich ein Gefühl unendlicher Scham und Schuld nicht los, obwohl ich doch eigentlich als unbeteiligt gelten musste.“

Musik: Franz Schubert: „Auf dem Flusse” aus „Winterreise” D 911 Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton / Klaus Billing, Klavier (audite 95.597, LC 04480)

„Auf dem Flusse“ – Lied Nr. 7 aus der legendären ersten „Winterreise“ – in der Aufnahme von 1948 beim RIAS Berlin mit Dietrich Fischer-Dieskau und am Klavier Klaus Billing.
Wer diesen Liedzyklus von Franz Schubert gut kennt und wer ihn vor allem in verschiedenen Aufnahmen mit diesem Sänger gut kennt, den überrascht der hier durchaus schwelgerische Ton vielleicht. Auf der anderen Seite ist alles schon da bei dem 22-Jährigen: die Technik, beispielsweise die Stimmführung, und vor allem Fischer-Dieskaus Anspruch an sich selbst: Als Sänger will er eine Geschichte erzählen, eine von Lied und Gedicht vorgegebene Stimmung neu nachempfinden und erzeugen.
Es ist diese Haltung, die bei Kritikern Sätze auslöst, wie: „Bei Dietrich Fischer-Dieskau wirkt alles wie selbst erlebt.“ Und vorher hat er es gut durchdacht. So geht der Sänger an alles heran, was er singt, ganz gleich in welchem Genre, ob Oper, Kantate, Oratorium oder eben das Lied.
Im Rückblick beurteilt Fischer-Dieskau seine erste „Winterreise“-Aufnahme übrigens als ‚im Ganzen durchaus homogen‘, vielleicht ein bisschen larmoyant, was er heute, gegen Ende seiner Laufbahn, nicht mehr zuließe. Und dann diese Irrtümer im Tempo – so Dieskaus Selbstkritik. Tatsächlich sind die Tempi in der frühen Aufnahme der „Winterreise“ durchweg deutlich langsamer als später. […]
Diapason

Rezension Diapason N° 745 - Juin 2025 | June 1, 2025 Enregistré dans la Kunsthaus de Lucerne par Ludger Böckenhoff en août 1984 et...

Enregistré dans la Kunsthaus de Lucerne par Ludger Böckenhoff en août 1984 et mars 1988. Une image ample, équilibrée et homogène. Même si l’ensemble manque parfois de précision dans le détail des timbres et des contours instrumentaux, la restitution demeure cohérente et chaleureuse. La projection des cuivres apporte vivacité et brillance.

Si Vaclav Neumann n'a pas laissé que des témoignages impérissables des vingt et une années qu'il a passées à la tête du vénérable Philharmonique tchèque, la seconde de ses intégrales (Supraphon) consacrées aux symphonies de Dvorak n'en reste pas moin un must de la discographie. Mais parce que les interprètes y abandonnent toute prudence, ce live capté à Lucerne en 1988 lors de la première première édition du festival de Pâques surclasse de loin les deux versions praguoises : un moment d'une rare évidence qui invite à boire Dvorak à même la source.

Dans une Svmphonie nº 8(1889) où les sirènes du vulgaire ont fait tourner la tête à plus d'un chef, l'objectif Neumann ne succombe jamais à l'anecdote, non plus qu'aux sophistications ou aux effets de manche. Mieux: avec la fièvre du concert, la fidélité au texte s'accompagne d'un surcroît d'audace d'où jaillit, ici dans un délicieux rubato, là dans un subtil balancement, toute la poésie primesautière et désarmante du compositeur. Sublime ! Que dire du flux intarissable de cet Allegretto grazioso ? De cet hédonisme pastoral et spirituel enchâssé dans les méditations de l'Adagio ? Et de cet Allegro liminaire qui balance entre la fraîcheur de Schumann et la noblesse de Brahms ?

Certes, le finale n'est pas un pinacle d'incandescence, mais la rigueur rythmique imprimée par le maestro sait exactement échauffer les esprits sans rien céder au pompier – une gageure. Grisés de lyrisme et de rebond dans une ivresse dont ils restent maîtres, les musiciens du Rudolfinum, conjuguant les atours de la danse et du chant, portent haut, très haut, les couleurs de la Mitteleuropa. Un miracle de spontanéité peint alla fresca, magnifié en outre par une prise de son qui en conserve toute la vigueur. Bref, une Symphonie nº 8 qui ne jurera pas aux côtés de Talich (Supraphon) ou Kubelik (DG) !

Peut-être moins mémorables, Le Pigeon des bois (1896) de Dvorak et le Prélude de Libuse (1872) de Smetana – captés au même endroit quatre ans auparavant – sont, eux aussi, d'une tenue exemplaire.
La Presse

Rezension La Presse 17 mai 2025 | May 17, 2025 Le choix d’Emmanuel Bernier

Dupont met remarquablement en lumière ces textes sur le légendaire Cavaillé-Coll de la basilique Saint-Sernin de Toulouse avec une énergie et une virtuosité qui ne font jamais défaut.
www.allmusic.com

Rezension www.allmusic.com April 2019 | April 1, 2019 Most listeners will be unfamiliar with Sardanapolo, the second and major work on...

The prima donna role of Mirra is sung by the emerging Lebanese-Canadian star Joyce El-Khoury, and she has an unbridled dramatic power [...] Airam Hernández as Sardanapolo is a strong foil. Karabits keeps things moving, both in the opera and in Mazeppa, and at the very least this opera is going to contribute some arias to vocal recitals and recording collections, Mirra's "Più lunga cura" above all. Highly recommended, and a great surprise.
www.limelightmagazine.com.au

Rezension www.limelightmagazine.com.au 18 June, 2025 | June 18, 2025 Bach: the Toccatas (Jonathan Ferrucci)

[...] Ferrucci takes his time, exploring sonorities and tracing out themes over a leisurely four minutes. His touch is assertive yet sprung, taking advantage of both the instrument and a spacious approach that allows Bach’s harmonies to linger in the air. The final fugue is sure but steady, with crisp decorations and a fine sense of fantasy. [...]
Radio Bremen

Rezension Radio Bremen Bremen Zwei "Klassikwelt", 22.06.2025, 19:00 Uhr | June 22, 2025 BROADCAST

[…] Der böhmische Komponist Anton Dvorak hat etwa zweieinhalb Jahre in Amerika gelebt. Er war dort Direktor des New Yorker Konservatoriums, hat aber natürlich auch weiter Musik geschrieben. Die bekanntesten Stücke aus Dvoraks Zeit in den USA sind seine Sinfonie „Aus der neuen Welt“ und sein „amerikanisches“ Streichquartett. Nicht ganz so oft gespielt wird sein Streichquintett in Es-Dur. Das hat Dvorak in einem winzigen Dorf in Iowa geschrieben. Dort gab es rund 30 Indianer, deren Tänze und Lieder Dvorak genau studiert hat. Konkrete Melodien der amerikanischen Ureinwohner lassen sich zwar nicht nachweisen, doch irgendwie klingt das Ganze schwer nach Winnetou und Old Shatterhand. Kein Wunder, dass sich der Filmkomponist Martin Böttcher für die berühmten Winnetou-Verfilmungen von Dvoraks Melodien hat inspirieren lassen.
Hier kommen das Mandelring Quartett und Roland Glassl an der zweiten Bratsche mit den ersten beiden Sätzen aus dem Streichquintett Es-Dur op. 97 von Anton Dvorak…

Musik: Dvorak, Streichquintett Es-Dur, 1. + 2. Satz – 12´42
CD audite aud 97.828, Tracks 5 + 6

Hier reitet Winnetou durch die böhmischen Wälder, im Streichquintett Es-Dur von Anton Dvorak. Das waren die ersten beiden Sätze daraus in einer neuen Aufnahme mit dem Mandelring Quartett und Roland Glassl an der zweiten Viola. Wunderbare Kammermusik und eine gelungene Fusion von böhmischer und amerikanischer Folklore.
[…] Gleich nach unserem Kulturtipp spielt das Mandelring Quartett noch einen Ausschnitt aus dem „Amerikanischen Streichquartett“ von Anton Dvorak. Bis nachher also, wenn Sie mögen – mein Name ist Wilfried Schäper…

Musik: Dvorak, Streichquartett F-Dur op. 96, 1.Satz (Mandelring Quartett)
CD audite aud 97.828, Track 1
Ars Organi

Rezension Ars Organi Jg. 73, Heft 2 (Juni 2025) | June 1, 2025 In Herzogenaurach erfanden vor einhundert Jahren die Gebrüder Dassler den...

Neus Zugriff auf Bachs Triosonaten ist geprägt von Spielfreude, luftigem non-legato-Spiel und spritzig-kecken Akzentuierungen in den schnellen Rahmensätzen. Im Kontrast dazu steht die sängerische Phrasierung der Melodik in den Andantes und Largos. [...] Perfekt im Raum eingefangen haben den Klang der Ahrend-Orgel die Tonmeister Martin Nagorni und Ludger Böckenhoff.
Deutschlandfunk

Rezension Deutschlandfunk 29.06.2025, "Die neue Platte" | June 29, 2025 BROADCAST: Amerikanische Klänge

Das Mandelring Quartett hat Antonín Dvořáks 12. Streichquartett und sein 3. Streichquintett mit dem Bratschisten Roland Glassl eingespielt. Beide Werke hatte Dvořák während seines USA-Aufenthaltes komponiert. Eine lohnende Einspielung.

Durchsichtig, strukturell klar, musikantisch und spannungsvoll haben die Musiker diese Werke auf ihrer neuen CD interpretiert.

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