Diese zweiteilige CD-Reihe widmet sich Ludwig van Beethovens Schaffen für Flöte und Klavier und eröffnet ein facettenreiches Panorama seiner kompositorischen Entwicklung. Während der erste Teil mit den "Volksliedvariationen" das Spätwerk in den Blick nimmt und die Rolle der Flöte als admehr
"Die Pianistin Sontraud Speidel und der Flötist Johannes Hustedt begeistern mit einer Qualität des Zusammenspiels, die von Harmonie, Kultiviertheit und Spielfreude geprägt ist." (IOCO - Kultur im Netz)
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Informationen
Diese zweiteilige CD-Reihe widmet sich Ludwig van Beethovens Schaffen für Flöte und Klavier und eröffnet ein facettenreiches Panorama seiner kompositorischen Entwicklung. Während der erste Teil mit den "Volksliedvariationen" das Spätwerk in den Blick nimmt und die Rolle der Flöte als ad libitum-Instrument in einer kammermusikalischen Leichtigkeit beleuchtet, richtet der zweite Teil den Fokus auf Beethovens frühe Wiener Jahre. Hier tritt die Flöte stärker als klangliches Zentrum hervor und begegnet sowohl in autorisierten Bearbeitungen als auch in zeitgenössischen Adaptionen.
Besprechungen
Tibia | 15.06.2026 | Frank Michael | 15. Juni 2026 | Quelle: https://www.moec...
Diese insgesamt 16 kurzen Variationswerke über Volksweisen für Klavier und Flöte (ad libitum) Beethovens entstanden im Auftrag seines englischenMehr lesen
AUDIO+stereoplay
| 05/26 | Martin Mezger | 1. Mai 2026
AUDIOphile Pearls, Vol. 40 Jubilee Edition
#15 LUDWIG VAN BEETHOVEN: SERENADE D-DUR OP. 41, ENTRATA
die [Entrata] ist unüberhörbar eine Persiflage aufs Martialische: zugleich klein und gernegroß, miniaturenhaft und grell. Der Flötist Johannes Hustedt pariert das verzwergte Berserkertum mit pfiffiger Ironie.Mehr lesen
AUDIO+stereoplay | 05/26 | Martin Mezger | 1. Mai 2026
Hustedts Zauberflöte kann wundersam schattieren, kraftvoll in die Stratosphäre strahlen, feurige Allegro-Blitze schraffieren. Speidels Klavierspiel korrespondiert mit Kraft und Grazie: sensibel, aber unverzärtelt.Mehr lesen
www.pizzicato.lu | 12/04/2026 | Remy Franck | 12. April 2026 | Quelle: https://www.pizz... Erfrischend lebhaft
Mit Beethoven für Flöte und Klavier – Teil II wird die frühe Wiener Phase des Komponisten beleuchtet. Das Programm beinhaltet die Serenade op.Mehr lesen
Die Fassung für Klavier und Flöte (oder Violine) stammt zwar nicht vom Komponisten selbst, sondern wurde wahrscheinlich von Franz Xaver Kleinheinz angefertigt, doch Beethoven hat sie „durchgesehen und einige Passagen wesentlich verbessert”, wie er seinen Verlegern Hoffmeister & Kühnel im September 1803 versicherte.
Daneben sind Bearbeitungen von Beethovens Streichtrios op. 8 und dem Trio op. 9 Nr. 1 zu hören, die von Mendelssohns Schüler Friedrich Hermann erstellet wurden.
Die Interpretationen durch Johannes Hustedt, Flöte, Sontraud Speidel, Klavier sind erfrischend lebhaft, leicht, farbig und entsprechend inspirierend. In Zeiten, wo die Nachrichten voller Kriegsmeldungen, Attentaten und Verbrechen sind, ist dieses Album eine akustische Wohltat.
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English translation:
“Beethoven for Flute and Piano – Part II” sheds light on the composer’s early Viennese period. The program includes the Serenade, Op. 41, which is based on Beethoven’s Opus 25 for flute, violin, and viola.
Although the version for piano and flute (or violin) was not written by the composer himself but was likely arranged by Franz Xaver Kleinheinz, Beethoven “reviewed it and significantly improved some passages,” as he assured his publishers Hoffmeister & Kühnel in September 1803.
Also featured are arrangements of Beethoven’s String Trios, Op. 8, and the Trio, Op. 9 No. 1, created by Mendelssohn’s student Friedrich Hermann.
The interpretations by Johannes Hustedt, flute, and Sontraud Speidel, piano, are refreshingly lively, light, colorful, and correspondingly inspiring. In times when the news is full of reports of war, assassinations, and crimes, this album is an acoustic treat.
IOCO - Kultur im Netz | 11 Apr. 2026 | Uschi Reifenberg | 11. April 2026 | Quelle: https://www.ioco... Früher Beethoven im neuen Klanggewand: Hustedt und Speidel lassen selten gespielte Bearbeitungen für Flöte und Klavier lebendig werden. Ausdrucksstark, klangschön und mit feinem Gespür für Beethovens Geist – eine lohnende Entdeckung.
Das Label audite setzt auch in diesem Jahr seine erfolgreiche Reihe mit dem zweiten Teil von Ludwig van Beethovens Werken für Flöte und KlavierMehr lesen
Die Doppel-CD im ansprechenden Cover enthält drei Adaptionen für die Duo-Besetzung: zwei Serenaden und ein Streichtrio von Beethoven, das als Sonate G-Dur bearbeitet wurde. Die Serenade Opus 41 ist eine Übertragung der Besetzung für Flöte, Violine und Viola op. 25, ebenso die Serenade op. 8 (1796/97), mit der ursprünglichen Besetzung Violine, Viola, Violoncello. Die Sonate in G-Dur op. 9/1 bearbeitet das erste der drei Streichtrios op. 9 (1797/1798), die zu den wichtigsten Frühwerken Beethovens zählen und einen Höhepunkt in seiner frühen Schaffensperiode darstellen. Die CD bietet mit der Sonate G-Dur op. 9/1 und der Serenade D-Dur op. 8 zudem Ersteinspielungen in der Bearbeitung für Flöte und Klavier. Die Serenade op. 25 wurde von Franz Xaver Kleinheinz (1765–1832), einem mit Beethoven bekannter Zeitgenosse, bereits 1803 für Flöte und Klavier übertragen und unter der Opuszahl 41 von Beethoven später autorisiert. Beethoven schreibt: „Die Übersetzungen sind nicht von mir, doch sind sie von mir durchgesehen und stellenweise ganz verbessert worden …“. Die Sonate op. 9/1 sowie die Serenade op. 8 wurden von Friedrich Hermann (1828–1907) arrangiert, einem bedeutenden Geiger, Komponisten und Musikpädagogen, der für seine zahlreichen Bearbeitungen Beethovenscher Kammermusikwerke bekannt ist. Seine Bearbeitung der Serenade op. 8 erschien 1884, jene des Streichtrios op. 9/1 unter dem Titel Sonate G-Dur 1876, beide beim Peters Verlag. Friedrich Hermann arrangierte hauptsächlich für Violine und Klavier, mit dem Ziel, die Kammermusik für das damals populäre Hausmusik-Repertoire zugänglich zu machen.
Die Bearbeitungen des Mendelssohn-Schülers Hermann sind von hoher Qualität, sowohl betreffend den Solopart, den er wohl stets mitdachte, „was die gute Spielbarkeit zeigt“, als auch die Ausarbeitung des Klavierparts. „Sensibel erspürte er Beethovens Geist und war stets nah am Original“ (Johannes Hustedt). Für die vorliegende Einspielung wurden die Violinparts von op. 8 und op. 9/1 von Johannes Hustedt nach historischem Vorbild für Flöte revidiert. Das Streichtrio op. 9/1 atmet bereits jenen ernsten Beethovenschen Geist, aus welchem Beethovens „Hang zur symphonischen gedanklichen Gestaltung“ spreche (Paul Bekker), knüpft jedoch an Mozarts Unbeschwertheit an.
Johannes Hustedt und Sontraud Speidel faszinieren vom ersten Ton an. Ihr Zusammenspiel offenbart eine perfekte Symbiose beider instrumentaler Klangwelten und beweist Sensibilität und höchste geistige Durchdringung des Beethovenschen Satzes. In der viersätzigen Sonate G-Dur op. 9/1 dominieren Feinheit und Klarheit des Klanges, sei es in der Verspieltheit der Verzierungen oder dem kristallinen Figurenwerk, welches von Flöte und Klavier präzise dargeboten wird. Johannes Hustedts beseeltes, fein artikuliertes Flötenspiel korrespondiert perfekt mit Sontraud Speidels kristallklar-edel perlendem Klavierklang. Das festlich eröffnende Unisono-Arpeggio des 1. Adagio-Satzes tastet sich zögernd mit feinsinnig sprechenden Dialogen fort, erzeugt große Spannungen, die sich im munter fließenden Duktus des „Allegro von brio“ auflösen. Jede Phrase wird lebendig ausgestaltet, die emphatischen Aufschwünge der Flöte evozieren kontrapunktierend sonore Basslinien im Klavier. Mit lyrischer Verhaltenheit intoniert die Flöte das ausgedehnte Thema des 2. Satzes, das Klavier reagiert mit exemplarischer Empfindsamkeit, klangschön blühen die rhetorischen Floskeln der Flöte in allen Registern. Der unerwartete Wechsel nach Moll wird vom Klavier in dunklen Skalen fortgeführt, der Satz endet zart in großer Ruhe. Der Heiterkeit des Scherzos folgt das „Presto“ des 4. Satzes, in dem Extrovertiertheit, überraschende Wendungen von Hustedt und Speidel wirkungsvoll in Szene gesetzt werden. Brillante Leichtigkeit, und rhythmische Energie münden in einer virtuosen Schlusssteigerung.
Die Serenade D-Dur op. 41 ist ein vielgestaltiges Werk mit Humor, Geist und Einfallsreichtum in sechs Sätzen, das gleich mit dem ersten heiteren Flötenmotiv des „Entrata“ zu fesseln versteht, von Hustedt mit delikater Tongebung intoniert und von Speidel mit kraftvollem Anschlag beantwortet. Lebendiger und inspirierter kann das Motiv eines sich wiederholenden Dreiklangs abwärts nicht klingen. Die Tonrepetitionen in der Flöte „zwitschern“ in duftig-heiterer Manier. Echowirkungen, Überkreuzung der Stimmen, feine agogische Nuancen, große dynamische Bandbreite zeichnen ein variables Klangbild. Im galanten Stil wird im Klavier das Thema des „Tempo ordinario d‘un Menuetto“ vorgestellt, das die Flöte klangschön fortführt. Im Trio I darf sich das Klavier solistisch präsentieren: Sontraud Speidel besticht mit exzellenter Anschlagskultur, fein ziselierter Artikulation und seelenvoller Ausgestaltung der pianistischen Figuren. Im Trio II steht die Flöte im Zentrum, die Johannes Hustedt mit brillanten Skalen und Verzierungen aufs Schönste zum Leuchten bringt. Typischer Beethoven-Stil ist im „Allegro molto“ zu erleben: Akzente, Synkopen, dynamische Kontraste, die sich in dramatischer Zuspitzung verdichten. Die Pianistin gestaltet das nachdenkliche Thema des „Andante con Variazioni“ mit weichem Anschlag, wunderbar ausbalanciert, mit Eleganz perlen die folgenden Variationen, verschmitzt klingt der Dialog in der 3. Variation, wenn im Klavier das Thema in feiner Linienführung aufschimmert. Das „Allegro scherzando e vivace“ macht der leichtfüßigen Serenade im klassischen Stil alle Ehre, beweist Beethovenschen Witz, einen prägnant punktierten Rhythmus, der in idealer Übereinstimmung beider Musiker erklingt. Ein humoriger Dialog entspinnt sich am Schluss im „Allegro vivace e disinvolto“, wenn ein spitziges Thema in der Flöte das Klavier augenzwinkernd zum Tanz auffordert, was ohne Mühe gelingt! Lebensfreude pur!
Die Serenade op. 8 wartet mit einer Vielfalt an Klangfarben und Ausdrucksformen auf und begeistert in sieben Sätzen mit einer Palette an motivischem Einfallsreichtum und Originalität und lässt bereits den Sinfoniker Beethoven durchscheinen. Eingerahmt wird die Serenade von zwei flotten Märschen: Ein festlich punktierter Rhythmus eröffnet in kraftvollem Gestus, energievoll und mit Elan unterstreichen die beiden Musiker den orchestral inspirierten Charakter. Im Adagio lässt Hustedt das silberne Timbre seiner Flöte strahlend aufblühen, dann wieder melancholisch seufzen, weitgespannte Kantilenen schwingen sich über den sensibel ausgestalteten Klavierpart und versetzen in paradiesische Gefilde. Mit einem tänzerischen Motiv in der Flöte lässt im „Allegretto alla polacca“ die Polonaise grüßen: Schwungvoll, akzentuiert entwickelt sich ein tänzerisch heiterer Dialog in bestem Einverständnis, vom markant phrasierten Thema angeführt. Noch einmal führt der sechste Satz als „Thema con variazioni“ mit seiner kontrastreichen Satzabfolge durch die facettenreiche Ausdruckswelt Beethovens, von den hochkarätigen Instrumentalisten Hustedt und Speidel in mitreißender Spielfreude dargeboten. Als Finalsatz kehrt der Anfangsmarsch zurück, nun in strafferem Tempo, und beschließt das heitere, vielgestaltige Werk.
Die Aufnahmequalität der CDs wird höchsten Ansprüchen gerecht, das informative Booklet enthält wissenswerte Artikel von Dr. Jürgen Schaarwächter und Johannes Hustedt. Sontraud Speidel und Johannes Hustedt lernten sich als Kollegen an der Hochschule für Musik Karlsruhe kennen und schätzen. Sie genießen international hohes Ansehen und arbeiten gemeinsam als Juror*innen bei verschiedenen Musikwettbewerben sowie in kulturpolitischen Gremien, bevor sie anlässlich des Clara-Schumann-Jahres zusammenfanden. Ihre Beethoven-Interpretationen anlässlich seines 250. Geburtstags-Jubiläums führten sie 2020 zum Klassik-Label audite, bei dem sie eine Serie von mehreren CDs aufnehmen. Johannes Hustedt studierte Musikpädagogik und Querflöte in Bremen bei Renate Ruge-von Rohden und in Karlsruhe bei Renate Greiss-Armin, wo er als Stipendiat der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth 1990 das Konzertexamen mit Auszeichnung absolvierte. Meisterkurse bei Aurèle Nicolet, Alain Marion, Paul Meisen und András Adorján rundeten seine Studien ab. Mit dem Anliegen musikalisch-kulturellen Austausches übt er eine weltweite Konzerttätigkeit als Grenzgänger zwischen Interpretation und Improvisation aus. Uraufführungen und Konzerte bei hochkarätigen Festivals wie in Ludwigsburg, Hohenlohe, Madrid, Warschau, Kiev, Lwiw, Tiflis, Vilnius, Nida/Litauen, Bergen/Norwegen, Toronto, Los Angeles und New York City zeugen ebenso davon wie seine international viel beachteten CD‑Veröffentlichungen als Solist und Kammermusikpartner sowie weltweite Rundfunk- und Fernsehproduktionen. Sein Spiel ist von der Auseinandersetzung mit Musik aus allen Kulturkreisen, besonders Asien, Südamerika und Osteuropa, sowie der historischen Aufführungspraxis inspiriert. Johannes Hustedt lehrt an der Hochschule für Musik Karlsruhe und ist ein international gefragter Gastdozent und Juror. Hustedts Einspielungen sämtlicher Flötenkonzerte von Georg Metzner mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und Sebastian Teewinkel wurden 2022 für die Bestenliste beim Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.
Sontraud Speidel kam mit elf Jahren als Vorschülerin in die Klasse der Exilrussin Irene Slavin an die Hochschule für Musik Karlsruhe. Nach dem Abitur studierte sie bei Irene Slavin und Yvonne Loriod-Messiaen in Karlsruhe, Branka Musulin in Frankfurt am Main, Stefan Askenase in Brüssel und Géza Anda in Luzern. Sie ist Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe: 1. Preis beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Washington D.C./USA, Jackson Prize des Boston Symphony Orchestra für Neue Musik u. a. Konzerte, Rundfunk- und CD Aufnahmen, Fernsehauftritte sowie Meisterklassen führten sie durch Europa, in die USA, nach Kanada, Israel, Japan, Korea, China, Taiwan, Brasilien und Marokko. Sontraud Speidel ist Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Sie war Gastprofessorin an Universitäten und Musikhochschulen in Europa, den USA, Kanada, Israel und Asien und ist regelmäßig als Jurorin nationaler und internationaler Wettbewerbe tätig. Mehrere zeitgenössische Komponisten haben ihr Werke gewidmet und Uraufführungen anvertraut. 1979 gab sie auf Einladung von Bundeskanzler Helmut Schmidt einen Klavierabend im Palais Schaumburg Bonn. Sontraud Speidel leitet das Piano-Podium Karlsruhe für musikalische Nachwuchsförderung und ist Mitbegründerin und Künstlerische Leiterin der Konzertreihe Musikforum Hohenwettersbach. Sie ist u. a. Trägerin des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien, der Goldenen Josef-Dichler-Medaille und des Bundesverdienstkreuzes. Die Echo-Klassik-Preisträgerin wurde 2024 mit der Ehrenmedaille der Stadt Karlsruhe und 2025 mit dem Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg bedacht.
Deutscher Tonkünstlerverband Baden-Württemberg | 1/26 | Hartmut Becker | 1. Januar 2026 | Quelle: https://420174.s... Late Works for Flute and Piano als spannende Beethoven-Trouvaillen
Souveräne Beherrschung ihrer Instrumente ermöglicht beiden Interpreten, auch kleinste Ausdrucksnuancen dieser meisterlichen Miniaturen zu feinsten klingenden Juwelen zu gestalten.Mehr lesen
PAMINA - Klassik online im Südwesten
| 24. Dezember 2025 | Christine Gehringer | 24. Dezember 2025 | Quelle: https://www.pami...
Beethoven und das Volkslied – mit Humor und Leichtigkeit
Johannes Hustedt und Sontraud Speidel mit Variationen für Klavier und Flöte
Johannes Hustedt und Sontraud Speidel gelingt es, diese Stücke mit soviel Feinschliff auszustatten, dass sie diesen Variationen immer wieder andere Farben abgewinnen. Die Klavierstimme, aufgebrochen in kunstvolle Verzierungen und Figurationen, klingt heiter und geschmeidig, sie glitzert im Diskant oder braust zwischendurch auf in hohen Wellen. Die Flöte dagegen äußert sich schlicht, legt teilweise sogar eine charmante Naivität an den Tag.Mehr lesen
Diapason | N° 748 - Octobre 2025 | Bertrand Hainaut | 1. Oktober 2025
C'est à la demande de George Thomson – un éditeur écossais de chants populaires avec lequel il collabore dès 1803 – que Beethoven compose sesMehr lesen
Malgré l'échec commercial de cette collection en Grande-Bretagne, une première série de six numéros (les Opus 105) paraît à Vienne en 1819 suivie d'une seconde Oes dix Opus 107) à Bonn un an après. Ecossais, tyroliens ou ukrainiens (de « Petite Russie «), les airs choisis par Beethoven se prêtent aisément à des variations de faible envergure et la flûte participe agréablement au discours.
Encore faut-il rendre cela vivant. Professeurs à Karlsruhe, Johannes Hustedt et Sontraud Speidel se contentent d'une lecture soignée mais monochrome, sans relief, et vite ennuyeuse. Récemment, Anna Besson et Olga Pashchenko s'en tenaient à une demi-douzaine de pages défendues avec élégance et inspiration sur instrument d'époque, au sein d'un programme qui exaltait les saveurs du terroir (Alpha). Tout ce qui fait ici défaut.
www.pizzicato.lu | 01/08/2025 | Remy Franck | 1. August 2025 | Quelle: https://www.pizz... Kecker Beethoven
Dieses Album garantiert ein köstliches Amüsement. Im Auftrag des schottischen Volksliedsammlers George Thompson schrieb Beethoven nicht weniger alsMehr lesen
Auf Wunsch des Verlegers versah Beethoven diese technisch durchaus anspruchsvollen und zudem oft sehr humorvollen Variationen mit einer Ad-libitum-Flötenstimme, die sich mit geringfügigen Änderungen auch auf einer Violine spielen lässt.
Die beiden Interpreten Johannes Hustedt, Flöte, und Sontraud Speidel, Geige, wissen wunderbar mit den durchwegs sehr kecken Stücken umzugehen und schärfen den darin enthaltenen Humor zu unserem größten Vergnügen.
Die Aufnahme ist von optimaler Natürlichkeit, sehr ausgewogen und warm im Klangbild.
ENGLISH TRANSLATION
This album guarantees delicious amusement. Commissioned by the Scottish folk song collector George Thompson, Beethoven wrote no fewer than sixteen sets of variations for piano on traditional European folk tunes, music from the Alps, Scotland and the Ukraine.
At the publisher’s request, Beethoven added an ad libitum flute part to these technically demanding and often very humorous variations, which can also be played on a violin with minor changes.
The two performers, flutist Johannes Hustedt and pianist Sontraud Speidel, know how to handle the very cheeky pieces wonderfully and sharpen the humor they contain to our greatest pleasure.
The recording is of optimal naturalness, very balanced and warm in sound.
IOCO - Kultur im Netz
| 13 Juli 2025 | Uschi Reifenberg | 13. Juli 2025 | Quelle: https://www.ioco...
Kritiken: CD, LATE WORKS FOR FLUTE & PIANO, Ludwig van Beethoven
Die Pianistin Sontraud Speidel und der Flötist Johannes Hustedt begeistern mit einer Qualität des Zusammenspiels, die von Harmonie, Kultiviertheit und Spielfreude geprägt ist
Eine Aufnahme von außergewöhnlichem Reiz stellt diese beim Label „audite“ neu erschienene Veröffentlichung dar, mit zwei selten gehörtenMehr lesen
Für Beethoven Liebhaber ist diese CD eine absolute Empfehlung, zeigt die Einspielung den Komponisten Beethoven von einer ungewöhnlichen Seite, der hier mit viel Freude, Humor und Innovationsgeist Liedern und Tänzen unterschiedlicher Kulturen eine spezielle Färbung verleiht und seine einzigartige Meisterschaft der Verarbeitungs- und Charakterisierungskunst unter Beweis stellt. Darüber hinaus gibt die CD einen interessanten Einblick in Beethovens lebenslange, vielfältige Beschäftigung mit der Variationsform und veranschaulicht seine kompositorische Entwicklung, die in den „Diabelli Variationen“ Opus 120, Beethovens letzter großer Klavierkomposition, ihre Vollendung findet. Die „Variationen über Volksweisen“ mit den Opuszahlen 105 und 107 bilden den Rahmen der Hammerklaviersonate Opus 106, die als „opus summum“ und zentrales Werk von Beethovens spätem Klavierschaffen gilt. Die leichter zugänglichen, reizvollen Miniaturstücke mit ihrer kammermusikalischen Leichtigkeit bilden einen spannenden Kontrast und nehmen damit in besonderer Weise auf das monumentale Werk Bezug. Entstanden sind die Variationen 1817/1818 im Auftrag des schottischen Verlegers und Volkslied-Sammlers George Thomson (1757-1851), der sich intensiv für eine Verbreitung schottischer, irischer oder walisischer Volksgesänge einsetzte. Die Werke sollten vor allem für Laien, bzw. Liebhaber*innen geeignet sein und einen „eingängigen und ein wenig brillanten“ Stil aufweisen, damit die „große Zahl junger Damen sie ausführen und Geschmack daran haben“ können (George Thomson). Eine klare Zielgruppe schwebte Thomson also vor und Beethoven erhielt für die präzisen Anweisungen seines Auftraggebers ein stattliches Honorar. Dennoch bewegen sich die Kompositionen nicht im „Laiensektor“. Beethoven schuf volkstümliche Meisterwerke, die höchsten künstlerischen Ansprüchen gerecht werden und seine unverwechselbare Handschrift tragen. Die Variationen verarbeiten Themen und Volkslieder aus Schottland, Wales, Irland, Österreich und der Ukraine. Opus 105 enthält sechs Volkslieder, darunter walisische, irische und ein österreichisches Thema, unter anderem das populäre irische Thema „The Last Rose of Summer“. In opus 107 variiert Beethoven zehn Volkslieder, die allein vier schottische Themen enthalten, darunter „Schöne Minka“, das als ukrainisches, beziehungsweise kosakisches Volkslied weite Verbreitung fand.
Die Pianistin Sontraud Speidel und der Flötist Johannes Hustedt begeistern mit einer Qualität des Zusammenspiels, die von Harmonie, Kultiviertheit und Spielfreude geprägt ist. Gespannt folgt man dem Duo durch 16 vielgestaltige Miniaturen, die mit hoher Charakterisierungskunst dargeboten werden. Virtuosität, artikulatorische Finesse und kantabel ausgestaltete Linien sind gepaart mit Ausdruckskraft und Sensibilität. Das Entwickeln verschiedener Stimmungsgestalten beruht auf dem inspirierenden Miteinander und einem fortwährenden Dialog im Dienst gemeinsamen Gestaltungswillens. Sontraud Speidels Spiel besticht mit Virtuosität, Phrasierungskultur und Nuancenreichtum, ihre Läufe und Triller perlen mit kristalliner Klarheit, auch im zupackenden Forte bleibt der Klang immer elastisch und differenziert. Beeindruckend ihre stupende Anschlagsvielfalt, glitzernd klingt der Flügel in der hohen Lage, resonanzreich und voll im tiefen Register. Johannes Hustedt veredelt den Klavierklang mit einem warmen Flötenton, sein modulationsreiches Spiel offenbart eine große Bandbreite an Klang- und Ausdrucksfarben, die vorzügliche Artikulation folgt einem beredten Gestus, seine weitgespannten Bögen atmen Schwerelosigkeit und seelenvolle Hingabe. Die Variationen sind kleine Kostbarkeiten und bezaubern einerseits mit Schlichtheit und Anmut, verweisen aber auch auf Beethovens späten Kompositionsstil in seiner komplexen harmonischen und rhythmischen Ausgestaltung, den das Duo detailliert auslotet. Vom kraftvollen Auftrumpfen bis zum verhauchenden Pianissimo begeistert das reiche Farbspektrum, typisch die kontrastgeschärften Passagen, die ruhigen Variationen mit ihrem tiefen Ausdrucksgehalt offenbaren selbst in ihrer Kürze hier Beethovens Spätstil. Die irischen Volkslied-Variationen „Sad and Luckless Was The Season“ opus 105 Nr. 4, ist eine Variante von „Last Rose of Summer“, dem bekannten und häufig verarbeiteten Volkslied. Das Thema erklingt melancholisch in der Flöte, das Solo-Klavier antwortet mit einer weichen lyrischen Kantilene. In der bewegten Variation erhebt sich die Flötenstimme in ätherisch weiten Linien mit wunderbaren crescendi über den fein gesponnenen Klavier-Triolen. Die Variation endet nachdenklich und in großer Ruhe. Das österreichische Volkslied opus 107 „I bin a Tiroler Bua“ kommt sehr charmant daher mit einem gemütvoll-wiegenden Thema im alpenländischen Stil, Sontraud Speidel gibt der Variation zart getupfte Akkorde im Klavier, die Akzentverschiebungen „verstecken“ schelmisch das Thema, Johannes Hustedt zitiert es anschließend in Ländlerart, in der Moll Variation folgt ein fragender Dialog. Beschwingt dann die letzte Variation mit Dreiklangsbrechungen und Verzierungen in humorvoller Heiterkeit. Dem „Frischen Burschen aus den schottischen Highlands“ hat Beethoven in seiner Variation „Bonny Laddie, Highland Laddie“ op. 107 ein ebensolches Thema verpasst, eingängig, heiter, von Flöte und Klavier parallel geführt, mal rhythmisch prägnant, dann mit brillanten Läufen im Klavier, die Flöte kontrapunktiert mit Intervallsprüngen in hoher Lage.
Sontraud Speidel lässt die verspielten pianistische Figuren und eine kleine Kadenz in der Sicilienne funkeln, schwungvoll und gut gelaunt endet diese besondere Preziose. Den Abschiedsschmerz von „Schöne Minka“, op. 107, dem bekannten ukrainischen Volkslied mit deutschem Text, hat Beethoven hier in einen schlichten elegischen Satz gekleidet. Speidel und Hustedt legen die ganze Vielfalt des Variationensatzes frei, in bester Balance wird Gegensätzliches und Gemeinsames unter einem Bogen vereint. Sehnsuchtsvoll gerät der wehmütige Dialog, scharfe dynamischen Kontraste, Fermaten, subito Pausen werden mit eindringlicher Spannkraft aufgebaut, ebenso die flächig bewegten Klavierpassagen, über welchen sich die Flöte mit nuancierter Phrasierung und strahlendem Ton erhebt. Zart und schlicht wird das Thema am Ende noch einmal zitiert und endet fast beiläufig mit einer verschämten Abwärtsbewegung.
Die Klangqualität der CD lässt nichts zu wünschen übrig, das ansprechende Booklet enthält detaillierte Beiträge von Dr. Jürgen Schaarwächter und Johannes Hustedt.
Johannes Hustedt studierte Musikpädagogik und Querflöte in Bremen bei Renate Ruge-von Rhoden und in Karlsruhe bei Renate Greiss-Armin, wo er als Stipendiat der Richard-Wagner-Stipendienstiftung Bayreuth 1990 das Konzertexamen mit Auszeichnung absolvierte. Meisterkurse bei Aurèle Nicolet, Alain Marion, Paul Meisen und András Adorján rundeten seine Studien ab. Mit dem Anliegen musikalisch-kulturellen Austausches übt er eine weltweite Konzerttätigkeit als Grenzgänger zwischen Interpretation und Improvisation aus. Uraufführungen und Konzerte bei hochkarätigen Festivals wie in Ludwigsburg, Hohenlohe, Madrid, Warschau, Kiew, Lwiw, Vilnius, Nida/Litauen, Bergen/Norwegen, Toronto, Los Angeles und New York City zeugen ebenso davon wie seine international viel beachteten CD-Veröffentlichungen als Solist, Kammermusikpartner und auch weltweite Rundfunk- und Fernsehproduktionen. Sein Spiel ist von der Auseinandersetzung mit Musik aus allen Kulturkreisen, besonders Asien, Südamerika und Osteuropa sowie der historischen Aufführungspraxis inspiriert. Johannes Hustedt lehrt an der Hochschule für Musik Karlsruhe und ist ein international gefragter Gastdozent und Juror.
Sontraud Speidel kam mit elf Jahren als Vorschülerin in die Klasse der Exilrussin Irene Slavin an die Hochschule für Musik Karlsruhe. Nach dem Abitur studierte sie bei Irene Slavin und Yvonne Loriod-Messiaen in Karlsruhe, Branka Musulin in Frankfurt, Stefan Askenase in Brüssel und Géza Anda in Luzern. Sie ist Preisträgerin nationaler und internationaler Wettbewerbe (1. Preis der Schulen der Bundesrepublik im Alter von 16 Jahren, 1. Preis beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach Wettbewerb in Washington D.C./USA, Jackson Prize des Boston Symphonie Orchestra für Neue Musik u.a.). Konzerte, Rundfunk- und CD Aufnahmen, Fernsehauftritte sowie Meisterklassen führten sie durch Europa, in die USA, nach Kanada, Israel, Japan, Korea, China, Taiwan, Brasilien und Marokko. Sontraud Speidel ist Professorin für Klavier an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Sie war Gastprofessorin an Universitäten und Musikhochschulen in Europa, den USA, Kanada, Israel und Asien, und ist regelmäßig als Jurorin nationaler und internationaler Wettbewerbe tätig. Sontraud Speidel leitet das Piano-Podium Karlsruhe für musikalische Nachwuchsförderung und ist Mitbegründerin und Künstlerische Leiterin der Konzertreihe Musikforum Hohenwettersbach. Sie ist u.a. Trägerin des Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien, der Goldenen Josef-Dichler Medaille, des Bundesverdienstkreuzes sowie des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg.
Badische Neueste Nachrichten | Freitag, 4. Juli 2025 | Thomas Weiss | 4. Juli 2025
Bestens abgestimmtes Duo-Spiel
Sontraud Speidel und Johannes Hustedt mit seltenen Beethoven-Werken
Brillant sind die Volksliedbearbeitungen durchaus, wie die Karlsruher Klavierprofessorin Sontraud Speidel und der ebenfalls an der Musikhochschule der Fächerstadt unterrichtende Flötist Johannes Hustedt auf der CD mit ihrem gut aufeinander abgestimmten Spiel unterstreichen.Mehr lesen


