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HiFi-Vision

Rezension HiFi-Vision 7/1995 | Michael Thiem | July 1, 1995 Viva Vivaldi & Salve Sebastian! Ich weiß nicht, ob schon jemand vor Albrecht...

Viva Vivaldi & Salve Sebastian! Ich weiß nicht, ob schon jemand vor Albrecht Volz die Idee hatte, Flötenkonzerte von Vivaldi fürs Vibraphon zu transkribieren, oder eine Bachsche Cellopartitur (BWV 1009) für die Marimba. Ich mag aber, wie der 19jährige Böblinger das gemacht hat, und habe bei seiner Klöppelfertigkeit nicht das Geringste dagegen einzuwenden, denn sein unbestreitbares Können hebt diese CD weit über den Status eines klanglichen Kuriosums heraus. Von Volz' rhythmischer Verve – als Schlagzeuger legt er nun mal besonderes Gewicht auf das heiter-tänzerische Element – läßt sich auch das Stuttgarter Kammerorchester anstecken, so daß sich ein munteres Musizieren einstellt. Die hervorragende Aufnahmetechnik unterschlägt nicht den Pedalgebrauch des Vibraphons.
Fanfare

Rezension Fanfare March-April 1990 | John Bauman | March 1, 1990 The Audite disc features a fairly massive-sounding organ in the basilica of...

The Audite disc features a fairly massive-sounding organ in the basilica of Altötting. This is clearly no purely Baroque instrument, but it is impressive. No details are given about the instrument. Jean François Michel provides a ringing, crystalline tone. Tempos are somewhat lethargic, so the results are somewhat less than satisfying.
Pizzicato

Rezension Pizzicato 9/2004 | Guy Wagner | September 1, 2004 Viel versprechender Virtuose

An dieser Einspielung überrascht zunächst einmal der Klang des Klaviers, wundervoll aufgenommen und bestens für SACD ausgesteuert. So ergibt sich ein neues Hörgefühl.

Sodann die Annäherung des jungen sibirischen Pianisten Alexeï Nabioulin, mit 25 Jahren bereits mehrfacher Preisträger: Ihm kommt es nicht auf eine nur technisch brillante Einspielung von zwei der interessantesten Sonaten von Prokofiev an, zwischen denen Welten liegen: der revolutionäre Aufbruch von 1917, Stalin, der Zweite Weltkrieg und seine Millionen Toten. Nabioulin verdeutlicht die geistige Entwicklung des Komponisten, seine ursprüngliche Radikalität, seine Auseinandersetzung mit dem furchtbaren Regime des ‚Väterchens’, die innere Trauer, aber dazu auch des Komponisten Sinn für Klang und Farbe: Hier ist im Klavier eingefangene symphonische Dichte.

Zwar reicht Nabioulin nicht an Emil Gilels oder Swjatoslaw Richter in der 8. ungemein komplexen Sonate von Prokofiev heran, da ihm noch etwas am ‚großen Atem’ fehlt, aber der von ihm gestaltete Aufbau des Werkes ist immer kohärent und innerlich schlüssig. Interessant ist auch seine Auslegung der 4. Sonate ‚Aus alten Heften’, die er etwas weniger tiefsinnig auslegt als Nikolai Lugansky – meine erste Wahl –, aber sehr konsequent und lyrisch. Nabioulin hat nicht vergessen, dass dies eine Trauerarbeit Prokofievs ist über den Freitod seines Freundes Max Schmidthof, dem das Werk gewidmet ist. Die motorische Ironie des Finales ‚Allegro con brio, ma non leggiero’ hat der junge Könner bestens eingefangen.

Erstaunen tun aber die beiden Präludien von Rachmaninow, die sich zwischen diesen erratischen Blöcken von Prokofiev ‚verirrt’ zu haben scheinen und sich hier kaum zurechtfinden, auch wenn man immer wieder die Expressivität und die Anschlagskunst des viel versprechenden Pianisten bewundern muss.

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