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Pizzicato

Rezension Pizzicato Sepetmber 2006 | Rémy Franck | September 1, 2006 Transparenz kann Musik abtöten. Doch das ist es nicht allein, was die Fünfte...

Transparenz kann Musik abtöten. Doch das ist es nicht allein, was die Fünfte Prokofievs mit Sanderling so schlapp werden lässt: es fehlt ihr vorne und hinten an Kraft und Atem. Und wenn die Fantasieouvertüre Romeo und Julia recht viel versprechend und insgesamt besser klingt als die Symphonie, so gibt es doch immer wieder Passagen, wo Nüchternheit in Langeweile umkippt.
Partituren

Rezension Partituren Nr. 7 - November/Dezember 2006 | Volker Tarnow | November 1, 2006 Der Sopran Hasmik Papians, sehnsuchtsvoll und weithin tragend, dringt wie von...

Der Sopran Hasmik Papians, sehnsuchtsvoll und weithin tragend, dringt wie von fernen Bergen zu uns herüber. Pater Komitas betrifft jeden Menschen, er schuf keine exklusive Nationalmusik. Freilich vergegenwärtigen so berühmte Lieder wie Ohne Obdach; Rufe, Kranich und Ach, liebes Reh das Schicksal des armenischen Volkes; in ihrer Mischung aus slawischem Tiefsinn und orientalischen Verzierungen sind sie durchaus eigen – aber ihre Botschaft ist ebenso human wie universell. Ein bedeutendes Erbe der Menschheit! Komitas sammelte tausende dieser Bauernlieder um 1900 kurz vor ihrer Vernichtung und bearbeitete sie als Chor- oder Klavierlied. Audites Edition kommt einer zweiten Rettung gleich.
Pizzicato

Rezension Pizzicato 11/2006 | Rémy Franck | November 1, 2006 Die Lieder des Komitas

Der armenische Geistliche Pater Komitas (1869-1935) war ein eminenter Musiker. 1915 bewahrte ihn das Schicksal auf wundersame Weise vor dem Genozid der Armenier durch die Türken. Am 24. April 1915, dem Tag, an dem der staatlich organisierte Völkermordes an den Armeniern im Osmanischen Reich begann, wurde Komitas in Konstantinopel mit einigen Hundert weiteren armenischen Intellektuellen verhaftet und deportiert. Während fast alle anderen Deportierten ermordet wurden, ordnete Innenminister Talaat Pascha die Rückkehr von acht Häftlingen an, darunter auch Komitas. Vermutlich hatten der amerikanische Botschafter Henry Morgenthau und der Dichter Emin Yurdakul für Komitas interveniert. Doch bei seiner Rückkehr fand der Komponist seine wertvolle Sammlung von Liedern verwüstet vor. Was erhalten blieb, befand sich in chaotischem Zustand. Er konnte sich von den Geschehnissen, die er miterleben musste, nicht mehr gänzlich erholen. Freunde lieferten ihn im Jahr darauf wegen seines sich zunehmend verschlechternden psychischen Zustandes in ein türkisches Militärhospital ein. Von dort wurde er 1919 nach Paris gebracht, wo er zunächst in eine Privatklinik in Ville-Evrard eingewiesen wurde. Ab 1922 bis zu seinem Tod im Jahr 1935 lebte er völlig in sich zurückgezogen in der psychiatrischen Klinik von Villejuif.

Komitas hatte also, wie Bartok und Kodaly, Volksmusik gesammelt und dazu Armenien kreuz und quer bereist. Er komponierte aber auch viele eigene Lieder (u.a. auf Texte von Goethe, Lenau, Storm und Uhland) und blieb dabei dem Stil des armenischen Lieds treu. Aus dem, was aus seinen Sammlungen erhalten geblieben ist, schöpften die armenische Sopranistin Hasmik Papian, eine Sängerin, die uns hier in Luxemburg in so manchen denkwürdigen Opernaufführungen schon so viele schöne Stunden bescherte, und der armenische Pianist Vardan Mamikonian, 35 Titel, die ein eindrucksvolles Programm ergaben, dessen Wirkung man sich nicht entziehen kann, sofern man bereit ist, dieser wunderschönen Musik und den tiefschürfenden Texten seine Aufmerksamkeit zu widmen.
Cellesche Zeitung

Rezension Cellesche Zeitung 09/2006 | Reinald Hanke | September 19, 2006 Quartett-Geheimtipp

Seltsam: Das Mandelring-Quartett hat schon viele Jahre einen guten Ruf, aber der...

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