Rezension Fono Forum 5/2008 | Norbert Hornig | May 1, 2008 Verdienstvoll
Diese Bilanz kann sich sehen lassen: Was das Label Audite in den vergangenen Jahren für die Wiederentdeckung der deutschen Komponisten Eduard und Richard Franck geleistet hat, ist bemerkenswert. Man darf hier durchaus von einer diskographischen Pioniertat sprechen.
Mit der jetzt veröffentlichten Gesamtaufnahme der Werke für Violine und Klavier von Eduard Franck mit Christiane Edinger und James Tocco ist der Franck-Katalog von Audite auf elf Compact Discs angewachsen. Dieses Projekt schließt eine Lücke nicht nur in der Franck-Diskographie, sondern auch im eingespielten Repertoire der Violinsonaten des 18. Jahrhunderts. Die Sonaten können, zur allgemeinen Orientierung, als Werke des Übergangs zwischen dem klassischen Stil und der Romantik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts betrachtet werden. Eduard Franck (1817-1893) war noch Schüler von Felix Mendelssohn Bartholdy und ein vorzüglicher Pianist, als Klavierprofessor unterrichtete er am Konservatorium in Köln, in Bern und am Stern'schen Konservatorium in Berlin.
Als Komponist wurde ihm gern das Etikett eines „Kleinmeisters“ angeheftet – eine zu klischeehafte Einordnung, die so kaum zutrifft. Mögen Francks Violinsonaten auch nicht die kompositorische Höhe von Beethoven oder Brahms erreichen, so sind es dennoch einfallsreiche und hörenswerte Stücke. Christiane Edinger, die sich als Solistin und mit ihrem Streichquartett wiederholt für Franck stark machte, gelingt mit James Tocco eine detaillierte und klangschöne Interpretation. Vielleicht kann diese Edition ja dazu beitragen, den Komponisten Eduard Franck neu zu entdecken.
Mit der jetzt veröffentlichten Gesamtaufnahme der Werke für Violine und Klavier von Eduard Franck mit Christiane Edinger und James Tocco ist der Franck-Katalog von Audite auf elf Compact Discs angewachsen. Dieses Projekt schließt eine Lücke nicht nur in der Franck-Diskographie, sondern auch im eingespielten Repertoire der Violinsonaten des 18. Jahrhunderts. Die Sonaten können, zur allgemeinen Orientierung, als Werke des Übergangs zwischen dem klassischen Stil und der Romantik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts betrachtet werden. Eduard Franck (1817-1893) war noch Schüler von Felix Mendelssohn Bartholdy und ein vorzüglicher Pianist, als Klavierprofessor unterrichtete er am Konservatorium in Köln, in Bern und am Stern'schen Konservatorium in Berlin.
Als Komponist wurde ihm gern das Etikett eines „Kleinmeisters“ angeheftet – eine zu klischeehafte Einordnung, die so kaum zutrifft. Mögen Francks Violinsonaten auch nicht die kompositorische Höhe von Beethoven oder Brahms erreichen, so sind es dennoch einfallsreiche und hörenswerte Stücke. Christiane Edinger, die sich als Solistin und mit ihrem Streichquartett wiederholt für Franck stark machte, gelingt mit James Tocco eine detaillierte und klangschöne Interpretation. Vielleicht kann diese Edition ja dazu beitragen, den Komponisten Eduard Franck neu zu entdecken.