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l'arche

Rezension l'arche Janvier 2010 | Laurent Worms | January 1, 2010 Wilhelm Furtwängler et le nazisme

Depuis la prise du pouvoir par les nazis, le grand chef d'orchestre allemand...
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 214 (6/2011) | ge | June 1, 2011 Diese Einspielung soll der Start in eine Gesamtaufnahme von Schumanns Trios sein...

Diese Einspielung soll der Start in eine Gesamtaufnahme von Schumanns Trios sein – ein Vorhaben, bei dem es noch vorhandenes Potenzial zu nutzen gilt. Die Schweizer Formation spielt Schumann mit viel Affekt und Leidenschaft. Seine Klangsprache ist sehr dicht, empfindsam und sinnlich. Dennoch fehlt uns an vielen Stellen ein echter kammermusikalischer Diskurs, da sich die Zwiesprache meist auf die Violine und das Klavier zuspitzt. Das Cello findet oft nicht statt, sodass der Eindruck entsteht, es handele sich um Violinsonaten mit Cellobegleitung. Wird dieses Manko spiel- und klangtechnisch ausgemerzt, dürfen wir uns auf weitere Aufnahmen freuen.
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 214 (6/2011) | RéF | June 1, 2011 Wunderlich singt Stravinsky

Das lyrische Melodram 'Perséphone' in drei Szenen stammt aus Stravinskys neoklassischer Periode und entstand 1933 auf einen Text von André Gide, der seinerseits auf Homers Hymne für Demeter zurückgriff. Perséphone ist eine Tochter des Zeus und heißt eigentlich Kore. Hades, der Gott der Unterwelt und Bruder des Zeus, der sich in Kore verliebt hat, entführt Kore, die fortan als Perséphone bezeichnet wird. Ihre verzweifelte Mutter hindert in ihrem Kummer alle Pflanzen am Wachstum. Um der Gefahr zu entgehen, die ganze Welt an Hunger zugrunde gehen zu lassen, verhandelt Zeus mit Hades und erzielt einen Kompromiss: Perséphone soll nur im Winter in der Unterwelt leben und Sommer bei ihrer Mutter sein...

Gide, war anfangs begeistert über seine Zusammenarbeit mit Stravinsky, aber später kam es zu Auseinandersetzungen und totalem Streit. 'Perséphone' konnte sich nie wirklich durchsetzen und blieb marginal im Oeuvre des Komponisten.

Die vorliegende Aufnahme entstand gelegentlich von Aufführungen in Frankfurt und verwendet einen deutschen Text. Das nimmt dem Werk etwas an Authentizität, doch ist die musikalische Qualität so hoch, dass man das gerne in Kauf nimmt. Dean Dixon dirigiert kraft- und spannungsvoll und erzielt eine optimale Balance zwischen Chor und Orchester.

Die Tenor-Partie des Priesters Eumolpius zeigt Fritz Wunderlich auf der Höhe seiner Kunst: Seine brillante Stimme, perfekt fokussiert, darstellerisch souverän, eignet sich sehr gut für die Rolle. Wunderlich artikuliert hervorragend, singt textverständlich und mit einer perfekten Vokallinie. Die hervorragende Schauspielerin Doris Schade ist sehr überzeugend in der Sprechrolle der Perséphone.

Diese CD ist nicht nur für Wunderlich-Fans ein Must!
Pizzicato

Rezension Pizzicato N° 214 (6/2011) | RéF | June 1, 2011 Celi in Berlin

Wer Sergiu Celibidache (1912-1996) nur als vergeistigten Dirigenten von Bruckner, Brahms und Beethoven kennt, unterschätzt das Repertoire des Dirigenten. Aber selbst für die, die ihn als interessanten Tschaikowsky-, Prokofiev-, Shostakovich- und Ravel-Dirigenten schätzen, dürfte diese Box eine Überraschung darstellen.

'Celi' leitete nach dem Krieg sieben Jahre lang die Berliner Philharmoniker sozusagen als Statthalter für den mit Dirigierverbot belegten Furtwängler. Aber er dirigierte in jenen Jahren auch das RIAS-Orchester und das Radio-Symphonie-Orchester Berlin. Konzertmitschnitte und Studioproduktionen des RIAS Berlin dokumentieren diese Zeit und werden mit dieser Edition erstmals auf Grundlage der Original-Bänder in bestmöglicher technischer Qualität zugänglich gemacht.

Wie andere frühe Konzertmitschnitte – etwa mit dem Orchester aus Turin – liefern sie – in komplettem Kontrast zu den späten Münchner Aufnahmen – einen spannenden Einblick in die Anfangszeit des Dirigenten, "in der er als temperamentvoller Feuerkopf sein Publikum in Begeisterung versetzte", wie Audite im Pressetext unterstreicht.

Doch diese drei CDs haben noch eine andere Attraktivität: das ausgefallene Repertoire, mit dem dem Berliner Publikum Alternativen zum arg strapazierten deutschen Kernrepertoire geboten wurden und auch entartete Musik wieder zu Gehör gebracht wurde. Mit Heinz Tiessen und Reinhard Schwarz-Schilling wird an zwei deutsche Komponisten erinnert, die heute völlig vergessen sind.

Die Bänder wurden hervorragend restauriert. Der Herausgeber erklärt aber, das tiefe Brummen, das an manchen Stellen zu hören sei, sei kein Bandfehler, sondern das Geräusch der Flugzeuge, die sich über dem Titania-Palast im Landeanflug (oder Start) auf den Flughafen Tempelhof befanden. Somit wurde die Berliner Luftbrücke Teil dieser Celibidache-Edition.

Gershwins 'Rhapsody in Blue' macht den Auftakt auf CD 2, mehr 'strammer Max' als Jazzsymphonik, danach folgt eine fulminante 'Rhapsodie Espagnole' von Ravel, und das Highlight dieser Platte ist Busonis tief ausgelotetes und packendes intensiv dargebotenes Violinkonzert.

Celibidache und Gerhard Puchelt pumpen viel Energie in ein verspielt dargebotenes Klavierkonzert von Paul Hindemith, genau wie Harald Genzmers Klarinettenkonzert unter Celibidaches vitaler Leitung aufblüht.

Im Ballett 'Appalachian Spring' findet Celibidache so gut den Americana-Ton, dass man nur gespannt und vergnügt zuhören kann.

Eine bereichernde Entdeckung ist die dritte CD mit den Werken Heinz Tiessens, dem Kompositionslehrer von Sergiu Celibidache. Die dramatische, klangmalerische Hamlet-Suite setzt der Dirigent genau so unter Hochspannung wie die einfallreich komponierte, suggestive Salambo -Suite.
American Record Guide

Rezension American Record Guide July/August 2009 | Vroon | July 1, 2009 This is the fourth volume of the set of five in this group's Shostakovich cycle....

This is the fourth volume of the set of five in this group's Shostakovich cycle. Reviews of the early quartets in ARG (by two of us) complained that the slow movements were too fast, there was little contrast, and they lacked darkness and intensity. It was Shostakovich without the gloom and brooding – and that felt unfaithful to the composer.

This volume seems much better. It may be because these later quartets tend more to play themselves – have more built-in gloom and brooding and darkness – or it may be that they feel these quartets more deeply. At any rate, I found these more than adequate and with superb sound. The performances actually seemed better than the others in my library. Of course I am happy to report that things are better, and I hope it will encourage some readers to try this series. I still think that for the earlier quartets (especially 3) there is no need to go beyond the fine Naxos series with the Eder Quartet. And the Jerusalem Quartet's two Harmonia Mundi recordings are simply wonderful (1,4,9: 901865; 6,8,11: 901953). I think recent recordings of these quartets are better than any of the older ones (Brodsky, Fitzwilliam, Manhattan, etc). It's as if great music only comes into its own after a generation has passed.

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