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Yorkshire Post

Rezension Yorkshire Post Friday 8 April 2011 | David Denton | April 8, 2011 The Mandelring Quartet have the key to the door through which you will discover...

The Mandelring Quartet have the key to the door through which you will discover the real Shostakovich. From the inner peace of the First, through the conflict of war in the Third, to the highly-charged Eighth to the pain, anguish and sadness of the Fifteenth, no other recorded cycle passes through such vast mood changes so compellingly. The required harshness is here; there is an occasional glitch, but technically the playing oozes with virtuosity and the sound quality is excellent. Absolutely indispensable.
Gesellschaft Freunde der Künste

Rezension Gesellschaft Freunde der Künste 14.09.2011 | September 14, 2011 “The flavour of this music is in my blood“

“The flavour of this music is in my blood“, sagt der Dirigent Eivind Aadland, der in Griegs Geburtsort Bergen aufwuchs und heute international tätig ist. Und weil Grieg, der in Leipzig studierte, zahlreiche Lieder und Tänze aus der nordischen Heimat in seine Musik aufnahm, schuf er eine Art nordische Sprache in Tönen – in einer Zeit, als die norwegische Sprache selbst im Umbruch war und das Land seine politische Unabhängigkeit von Schweden suchte.

Die vorgelegte SACD bildet den zweiten Teil der insgesamt fünfteiligen audite-Gesamteinspielung von Griegs sinfonischen Werken mit Eivind Aadland und dem WDR Sinfonieorchester. Die hier versammelten Stücke für Streichorchester – ein Genre, das Grieg wie kein zweiter beherrschte – sind zum großen Teil Bearbeitungen von Liedern und Klavierstücken.
Während die Liedarrangements der Elegischen Melodien op. 34 und der Zwei Melodien op. 53 eine Art „Exportausgabe“ für die nicht-skandinavischen Länder waren (wo sie schon zu Lebzeiten Griegs äußerst populär wurden), ist die wohlbekannte Suite Aus Holbergs Zeit op. 40 eine Hommage an Ludvig Holberg, den scharfzüngigen „Molière des Nordens“, dessen 200. Geburtstag im Jahr 1884 in Bergen begangen wurde. Zu diesem Anlass komponierte Grieg eine Suite „im alten Stil“ über spätbarocke Tanzformen aus Holbergs eigener Zeit, in denen sich der Romantiker freilich nie verleugnet. Das späteste Werk dieser Auswahl (Zwei nordischen Weisen op. 63) stammt vom 51-jährigen Grieg, der damals als Dirigent international unterwegs war und in Ermangelung größerer Werke sein Repertoire durch kleinere Stücke bereicherte.

Die audite-Gesamteinspielung umfasst Griegs sinfonische Werke sowie die von ihm selbst zusammengestellten Orchesterwerke aus Bühnenmusiken. Der dritte Teil der Gesamteinspielung erscheint in 2012. Eivind Aadland war von 2003 bis 2010 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Sinfonieorchesters Trondheim. Darüber hinaus hat er mit vielen anderen skandinavischen, europäischen und internationalen Orchestern gearbeitet.
Eivind Aadland studierte zunächst Geige bei Yehudi Menuhin. Von 1981-89 war er Konzertmeister der Bergener Philharmoniker, 1987-1997 musikalischer Direktor beim European Union Chamber Orchestra. Danach widmete er sich ganz dem Dirigieren und studierte bei Jorma Panula.
kultur-online.net

Rezension kultur-online.net 14.09.11 | Rosemarie Schmitt | September 14, 2011 Der Grieg der Hügel-Trolle

1876 war kein gutes Jahr, sowohl nicht für ihn als Sohn, als auch nicht für ihn als Ehemann. Innerhalb weniger Wochen starben im Herbst seine Mutter Gesine (geborene Hagerup – dieser Name wird Ihnen gleich noch einmal begegnen) und auch sein Vater Alexander. Außerdem wurde über ein mögliches Verhältnis – Sie wissen schon – gemunkelt, das seine Frau Nina mit ihrem Schwager John zu haben schien. Nina war, bevor sie Edvards Ehefrau wurde, seine Cousine, eine geborene Hagerup.

Seine Cousine blieb sie nach wie vor, aber für eine Weile nicht mehr in erster Linie, erst später wieder. Munkelte man damals über Ehebruch, so munkelt man und fragt sich heute, daß sich Griegs schöpferisches Potential ohne Nina hätte besser entfalten können. Vielleicht würden seine Werke etwas mehr Lebensfreude versprühen. Andererseits wären sie nicht so traurig schön und so schön traurig («mollig»). Doch was weiß man schon? Grieg soll bereits als Kind einen Hang zu traurigen Ereignissen verspürt haben, so mochte er beispielsweise Beerdigungen ganz gerne.

Und so verlobte Edvard Grieg sich also mit Nina Hagerup, was übrigens recht ungewöhnlich von statten ging. Nina beschrieb dies einst folgendermaßen: «Wir spielten Schumanns B-Dur-Symphonie vierhändig – und waren verlobt.» Ninas Mutter hielt nicht viel von dieser Verbindung: «Er ist nichts und er hat nichts und macht Musik, die niemand hören will!» Nun ja, die Gute hatte wohl keine Ahnung...

Auf dem Troll-Hügel ließ er sich eine Villa errichten. Für sich und seine Frau Nina. Als er Nina heiratete, war er 23. Im Jahre 1885, 20 Jahre später, bezogen die beiden ihr Eigenheim im norwegischen Troldhaugen – lesen Sie das «g» einfach nicht mit, es wird ja auch nicht gesprochen! Gerne wäre das Ehepaar mit ihren Kindern dort eingezogen, doch ihr einziges Kind, die Tochter Alexandra, die zwei Jahre nachdem sie verheiratet waren geboren wurde, lebte nur 13 Monate.

In der Nähe der Villa, mit Blick auf den See, ließ Grieg sich seine Kompositionshütte bauen. Mit diesem Blick, und der von ihm so sehr geliebten Ruhe – er haßte es, beim Komponieren belauscht zu werden – schuf er hier seine größten Werke. Apropos groß, noch heute findet man in dieser Hütte einen sechs Zentimeter hohen Stapel Papier, den sich der Komponist unterlegte, denn der große Grieg maß auch als Erwachsener nicht mehr als 1,52 Meter. Doch ist die in Zentimetern meßbare Größe nicht das Maß aller Dinge! Wäre er, wie zunächst geplant, Pfarrer statt Komponist geworden, hätte der Stapel Papier möglicherweise noch einige Zentimeter höher sein müssen, um des Sonntags auf der Kanzel von seinen Schäfchen gesehen und gehört zu werden.

Wissen Sie, daß Grieg sein letztes Konzert im April 1907 in Kiel gegeben hat? Edvard Grieg, der nur 64 Jahre alt wurde, starb am 4. September des gleichen Jahres. Noch im Sterbebett richtete er sich auf, um sich vor seinem imaginären Publikum zu verbeugen. Dies berichtete die Krankenschwester der Bergener Klinik, die während seiner letzten Stunden an seinem Bett gewacht hatte. Er ging ganz still. «Als die anderen eintrafen, war sich keiner ganz sicher, ob der Tod schon eingetreten sei. So unmerklich war der Übergang.» Die Urne wurde im April 1908 in einem Felsen in der Nähe von Troldhaugen beigesetzt.

Weshalb ich Ihnen dies alles erzähle? Weil das edle Label audite (Vertrieb: EDEL) erst kürzlich eine der wunderbarsten CD-Einspielungen Griegs veröffentlichte: Edvard Grieg, Complete Symphonic Works Vol. I und Vol. II. Unter der Leitung von Eivind Aadland spielte das WDR Sinfonieorchester Köln Griegs komplettes symphonisches Schaffen ein. Ist Ihnen die Herkunft des Ausdruckes «Windei» bekannt? Man dachte, es handele sich hierbei um Eier, die durch den Wind oder den Atem Gottes befruchtet wurden.

Betrachtet man es also von daher, so könnte Eivind ein Windei sein! Eivind Aadland ist für mich die beste Wahl für dieses Projekt, denn er hat eine wie von Gott gegebene Art, Griegs Musik ehrlichstes Leben einzuhauchen. Der 1956 Norgweger Aadland ist quasi mit Grieg groß geworden. Oft schon habe ich die Peer-Gynt-Suiten gehört, niemals jedoch auf diese schnörkellose, liebenswert spröde, ursprüngliche Weise, darüber hinaus in einer herausragenden Klangqualität! Das muß es sein, was Edvard Grieg uns mit seiner Musik sagen wollte!

Und das war, was ich Ihnen für heute sagen wollte.
Herzlichst,
Ihre Rosemarie Schmitt
Fanfare

Rezension Fanfare Issue 35:1 (Sept/Oct 2011) | Steven E. Ritter | September 1, 2011 Schumann did not start his chamber music efforts in earnest until immediately...

Schumann did not start his chamber music efforts in earnest until immediately following the “song” year of 1840, though until that point he had exerted no little effort in the study of the genre, even to the point of hosting six semi-public “quartet mornings” at his home, devoted to the study of music he hoped would be found as worthy successors of Beethoven. The latter, Schumann knew all too well, had reached a point of no return in his exuberant and mystical excursions in territory only hinted at in the briefest manner by lesser lights. Yet Mendelssohn had shown a third way apart from the avant-garde of Beethoven and the classical models of Bach, one that made use of a nascent Romantic classicism, and this idea spurned Schumann to reflect even more intensely on his other old idol, J. S. Bach, for new guidance.

Because of this look back, and no doubt a real and genuine feeling of inferiority in the chamber realm, the Beethovenian extremes are avoided in his chamber music and a new, raw, and laid-bare sense of contrapuntal activity is present in almost all of his work in this area. Even then it did not appear to be enough—Schumann was never to be known for his small-ensemble music during his lifetime. Only in the last century was this music to make a comeback. The Schumann year (2010) brought a renewed interest in this work, though the music had been trending positive for some time before. Now his string quartets and violin sonatas are becoming the standards they should be, along with the Piano Quintet and Quartet, and the miscellaneous short single-instrument and piano character pieces. But it was only after Schumann created these that he decided to turn to the piano trio as a medium.

Clara in a way paved the way. Her effort was more than respectable, and perhaps broke through some creative block that Schumann was harboring toward the form. Couple that with a desire to find a way to broaden her concert repertoire—the Romantics were far more practical in this regard than we give them credit for—and he was ready to spin off three works that occupied him in 1847 (the two on this disc) and 1851 (op. 110).

The music is not easy—it doesn’t grab you the way a lot of his other music does; in fact, I might be one of the few who feels that Brahms’s chamber music doesn’t grab you either, for the most part. Both of these composers have hidden secrets in their chamber music that take a lot of exposure in order to grasp the essence, and both composers said very different things in the chamber realm than in other mediums. This is especially true for Schumann, being a spurt writer, and whose overall message/communicative ability was closely tied in with the musical medium he was involved with at the time. With the piano trios it is first and foremost a condensing of motives and great variance in harmonic interplay. One must revel in the whole instead of simply latching on to a great melody. This is especially true of the First Trio; the Second is more relaxed, so that Clara thought it a work that would “completely warm and delight my soul from beginning to end.” In fact this Second Trio integrates references to his own song material, and achieves amiability not so obvious in the more terse and intense First.

I am assuming that the Swiss Piano Trio will most likely complete the set in a future Volume 2 (maybe with Clara’s included—please?). As it stands, this leaps to the top of my (admittedly short) list of recommended versions of these two pieces. The old standby is the Beaux Arts Trio, maybe not the most perfect Schumann interpreters, but cheap and complete, and really tuned into the idiom, while Eric Le Sage’s ongoing series of the composer’s piano and chamber music (with Gordan Nicolitch and Christophe Coin) continues to impress me, as evidenced in my review in Fanfare 34:1. The youngish members of the Swiss Piano Trio (founded 1998) are about the age of Schumann when he penned these works, and their approach is one of considerable abandon, at times fiercely digging into the music while never losing either control or tonal luster. I felt as though I was learning a lot about music that I already know so well while listening to this recording, and Audite’s fabulous SACD surround sound puts them right in front of you. An essential recording.
Fono Forum

Rezension Fono Forum Oktober 2011 | mku | October 1, 2011 Gemischte Gefühle

Bemerkenswert rasch schreitet die Grieg-Edition bei Audite voran. Auch wenn die Einspielung aller Werke für Streichorchester bereits vor der ersten Folge produziert wurde (s. FF 8/11), so finden sich doch auch hier schon alle Vorzüge und Nachteile. Die Stärken der Einspielung liegen deutlich bei den rhythmisch von volksmusikalischen Vorlagen inspirierten Sätzen: Hier geht es bemerkenswert griffig zu. Problematisch wird es bei den mehr nach innen gerichteten Sätzen, allen voran den Zwei elegischen Melodien op. 34, deren Intensität verschenkt wird (und das liegt weder am gehenden Tempo noch am wehenden Vibrato). Bei aller Präzision und manch forciertem Akzent (auch in der Suite "Aus Holbergs Zeit") bleiben die Interpretationen eigenartig unterkühlt und atmosphärisch einiges schuldig.
Junge Freiheit

Rezension Junge Freiheit Nr. 37/11 (9. September 2011) | Sebastian Hennig | September 9, 2011 Norwegischer Sisyphus

Die Gesamteinspielung von Edvard Griegs sinfonischen Werken durch das...
Yorkshire Post

Rezension Yorkshire Post Friday 16 September 2011 | David Denton | September 16, 2011 I cannot recall a more beautifully played or more thoughtfully conducted disc of...

I cannot recall a more beautifully played or more thoughtfully conducted disc of Grieg’s music for string orchestra. The young Norwegian, Eivind Aadland, draws the most elegant and refined performances from Cologne’s WDR Symphony, the silky smoothness of Two Elegiac Melodies and Two Melodies, contrasting with the vivacity and joyful account of the ever-popular Holberg Suite. The disc closes with the sad Nordic Melody, and the rustic Cow-Call and Peasant Dance. Fine for all CD players, it is in stunning surround sound.

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