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Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 31.05.2012 | Annika Täuschel | May 31, 2012 Mandelring Quartett

Muss man heute noch eine Lanze brechen für Felix Mendelssohn-Bartholdy? Sicher sind die meisten Verdienste des künstlerischen Universalisten bekannt und auch Mendelssohns Werke in den Konzertsälen gut vertreten.

Was die Kammermusik, speziell seine Streichquartette angeht, musste man allerdings nach wirklich hochkarätigen Aufnahmen vor gut einem Jahrzehnt noch intensiv suchen. Mittlerweile sind die Quartette opp. 12 und 13 sowie die Dreiergruppe op. 44 fester Repertoire-Bestandteil zahlreicher, vor allem auch jüngerer Quartettformationen (Quatuor Modigliani, Minetti Quartett u.a.).

Mendelssohns Streicherkammermusik komplett auf CD zu dokumentieren, wie es das Mandelring-Quartett nach abgeschlossenem Schostakowitsch-Zyklus jetzt tut, verdient in jedem Fall großes Lob – viel zu interessant, bedeutend und musikhistorisch einflussreich sind die Quartette Mendelssohns, um nicht noch intensiver Gegenstand der musikalischen Auseinandersetzung und der unterschiedlichen Lesarten verschiedener Ensembles zu werden.

Schon die erste CD dieser Mendelssohn-Dokumentation des Mandelring-Quartetts überzeugt mit dem frühen Jugendwerk von 1811 und den beiden Quartetten Es-Dur und a-Moll opp. 12 & 13: kultiviert gespielt, mit souveräner Klangbalance ausgestaltet und stilsicher interpretiert vom renommierten Geschwister-Ensemble aus der Pfalz.
orpheus

Rezension orpheus Heft 5+6 (Mai/Juni 2012) | G.H. | May 1, 2012 Ristenparts Bach-Kantaten bei audite – ein Wiederhören mit legendären...

Ristenparts Bach-Kantaten bei audite – ein Wiederhören mit legendären Sängern der Berliner Nachkriegszeit im RIAS Berlin 1949-1952. Die audite 9-CD-Box mit Erstveröffentlichungen aus dem RIAS-Archiv präsentiert den historisch ersten Versuch einer Gesamteinspielung der Bach-Kantaten. Für jeden, der sich für die Geschichte der Bach-Interpretation und für die Linien des kulturellen Wiederaufbaus in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg interessiert, sind die Aufnahmen in dieser CD-Box eine bedeutende Bereicherung. Karl Ristenpart baute ab 1946 die Chor- und Orchesterarbeit des RIAS Berlin auf und leitete den RIAS-Kammerchor und das RIAS-Kammerorchester. Mit diesen Ensembles und aufstrebenden jungen Sängern wie Dietrich Fischer-Dieskau, Helmut Krebs und Agnes Giebel planten Karl Ristenpart und Elsa Schiller, die damalige Leiterin der RIAS-Musikabteilung, ab 1947 eine Gesamteinspielung aller Bach-Kantaten. Das Projekt konnte allerdings nicht vollständig verwirklicht werden. Die heute noch im RIAS-Archiv vorhandenen 29 Kantaten dokumentieren ein auch aus heutiger Sicht zukunftsweisendes Bach-Ideal: Durch die kleine Besetzung erscheint die Musik transparent und strukturell deutlich, die Sänger kooperieren klar artikulierend mit den Instrumentalisten. Durch diese Interpretation, die sich von aller Monumentalität frei macht, wurde die spätere historische Aufführungspraxis ästhetisch vorbereitet. Zu dieser Produktion gibt es wieder einen „Producer’s Comment“ vom Produzenten Ludger Böckenhoff unter (http://audite.de/de/download/file 373/pdf.html): „Die Produktion ist Teil unserer Reihe „Legendary Recordings“ und trägt das Qualitätsmerkmal „1st Master Release“. Dieser Begriff steht für die außerordentliche Qualität der Archivproduktionen bei audite, denn allen historischen audite-Veröffentlichungen liegen ausnahmslos die Originalbänder aus den Rundfunkarchiven zugrunde. In der Regel sind dies die ursprünglichen Analogbänder, die mit ihrer Bandgeschwindigkeit von bis zu 76 cm/Sek. Auch nach heutigen Maßstäben erstaunlich hohe Qualität erreichen. Das Remastering – fachlich kompetent und sensibel angewandt – legt zudem bislang verborgene Details der Interpretationen frei. So ergibt sich ein Klangbild von überlegener Qualität. CD-Veröffentlichungen, denen private Mitschnitte von Rundfunksendungen oder alte Schellackplatten zugrunde liegen, sind damit nicht zu vergleichen.“ Neben der Dokumentation des Schaffens von Karl Ristenpart, zu Unrecht heute vergessen und gern fälschlich als Mittelklasse-Dirigent abgeschrieben, beschert diese bedeutende audite-Produktion eben ein Wiederhören mit den ebenso wichtigen Sängern der Berliner Nachkriegszeit. Neben so bekannten wie Giebel oder Dieskau finden sich hier Gertrud Birmele (Foto OBA) oder die stimmige Gunthild Weber, die viel mit dem Berliner Dirigenten Werner auftrat und eingespielt hat, auch Charlotte Wolf-Matthäus – eine bedeutende Altistin jener Jahre – und natürlich Helmut Krebs, der Allround-Tenor der Berliner und Hamburger Opernhäuser und unerreichter Interpret für die Moderne ebenso wie fürs Barocke. Ein Cornocopium also an exzellenten Sängern und eine wichtige Korrektur unserer Wahrnehmung jener Zeit, die wir heute nur noch wegen ihrer Schallplattensänger der DGA oder Electrola in Erinnerung haben, als es noch die Exclusivbindungen gab. Wie in anderen europäischen Ländern auch (namentlich Italien und Frankreich) korrigierte das Radio diesen Exclusiv-Eindruck und bot die weniger glücklichen Sänger, die keinen Fuß in den Plattenfirmen hatten.
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Rezension Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 127 (2. Juni 2012) | Jürgen Kesting | June 2, 2012 Auch das noch

Endlich! Eine späte Erinnerung an Barry McDaniel. Dieser lyrische...
Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

Rezension Neue Zürcher Zeitung am Sonntag 03.06.2012 | Franz Cavigelli | June 3, 2012 Nach dem Krieg

Not lehrt nicht nur beten, nein, auch Kantaten singen. 1947 fasste man im...
BBC Music Magazine

Rezension BBC Music Magazine July 2012 | Andrew McGregor | July 1, 2012 A groundbreaking pilgrimage

When it comes to JS Bach's Cantatas on disc, the deservedly famous Nikolaus Harnoncourt and Gustav Leonhardt series for Telefunken was first to finish. But it turns out they weren't the first to set out on that richly rewarding journey. In post-war Berlin, conductor Karl Ristenpart was tasked with directing music for the new RIAS broadcasting corporation (Radio in the American Sector). His most ambitious enterprise was the RIAS Bach Cantatas Project (Audite 21.415; 9 CDs): recording, performing and broadcasting the complete Cantatas with the new RIAS chamber choir, chamber orchestra and boys' choir. In 1946 they began recording Cantatas for Sunday mornings. Those first performances were deleted, but better quality recordings and soloists for the Bach anniversary in 1950 meant that Ristenpart's Cantata efforts from late 1949 onwards have survived.

The 29 Cantatas chosen here are fascinating. Ristenpart pioneered many of the enlightening ideas of Harnoncourt and Leonhardt's series: small forces, a well-drilled choir sometimes with boys' voices, a focus on detail, and emotional engagement with the texts. The soloists are well chosen, and one name leaps out: Dietrich Fischer-Dieskau, just a couple of years into his career. He's immediately recognisable. The set's only tenor, Helmut Krebs, has the timbre and communicative qualities of a German Peter Pears. The pick of the eight sopranos is Agnes Giebel, who makes a lovely job of her duets with the virtuoso oboe soloist in one of Bach's wedding Cantatas, BWV202, while the Actus Tragicus is seriously moving. Wachet auf is urgent and theatrically potent: a success. While some movements might be on the slow side for today's authentic performers, others are brisk and crisp. The recordings are sometimes shockingly good for their age, and these performances stand apart from anything else around for a good 20 years. Changes at RIAS brought this revelatory project to a premature end in 1953, but at least this intriguing box should ensure that Ristenpart is restored to his rightful place as a Bach pioneer.
Scherzo

Rezension Scherzo Jg. XXVI, N° 267 | Rafael Ortega Basagoiti | June 1, 2011 Solomon

Audite nos ofrece un doble álbum con las grabaciones que Solomon Cutner...

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