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Rezension http://operalounge.de Juni 2014 | Rüdiger Winter | June 30, 2014 Von Tür zu Tür

Der Regisseur Ernst Lert, der 1922 die deutsche Erstaufführung des Werkes in Frankfurt betreute, sprach von einem „Drama der abstrakten Ideen“. Es handele sich nicht um einen „Kampf zwischen Menschen“. Vielmehr sei Bartóks Blaubart eine „spektakuläre Kantate oder eine Symphonie mit Gesang“. Wer sich den jetzt von Audite vorgelegten Mitschnitt von 1962 aus Luzern genau anhört, bekommt eine musikalische Vorstellung von Lerts gedanklichem Ansatz. Darin sehe ich den interessantesten Wert dieser Veröffentlichung in packender Tonqualität. Bei diesem Label ist Verlass darauf, dass Rundfunkbänder zugrunde liegen. Es handelt sich um eine konzertante Aufführung unter Rafael Kubelik, der für den schon schwer erkrankten Ferenc Fricsay einsprang. Gesungen wird in deutscher Sprache, deutlich und vernehmbar, was dem Verständnis für das schwierige Opus entgegen kommt. Bei allem Respekt für das ungarische Original. Blaubart ist eines der Werke, dem niemand mit einem Blick in den Opernführer etwas abgewinnen kann, denn es gibt eigentlich keine simple Handlung.

Die Überraschung ist Irmgard Seefried als Judith. Bei der Ankündigung der Neuerscheinung ging ich von einem Irrtum aus. Die Seefried, eine ausgewiesene Mozartsängerin, mit der vornehmlich lyrischen Liedliteratur bestens vertraut, in dieser Partie, die gemeinhin als sehr dramatisch, wenn nicht gar hochdramatisch gilt? Irrtum ausgeschlossen, es ist die Seefried, unverkennbar mit ihrem samtigen Sopran, der stets einen Schuss Naivität hat – und nicht nur, weil ihr Name schwarz auf weiß gedruckt ist. Das Booklet macht schlau. Es berichtet, dass die Seefried vier Jahre nach dem Konzert, also 1966 die Judith auch auf der Bühne der Wiener Volksoper gegeben hat.

Ich gebe es gern zu, immer der Öffnung der fünften Tür entgegen zu fiebern, hinter der sich unter dem lauten Aufschrei der Judith, Blaubarts großes Reich in strahlendem Licht ausbreitet – soweit die Blicke reichen. Orgelklänge türmen sich auf, als wollten sie dem Bild zusätzlich Bedeutung und Feierlichkeit verleihen. Nicht so hier. Kein Schrei, keine Orgel. Judith entfährt das „Ah!“ eher beiläufig. Sie ist so beeindruckt nicht – und es ist ein starker Moment, in dem Blaubart plötzlich keine Macht über sie hat. Mir ist keine Aufnahme bekannt – und es dürfte inzwischen so an die dreißig geben – in der diese Szene, die sich als symptomatisch für die gesamte Aufführung erweist, so zwingend gelingt. Im Verein mit der mitunter fast lakonischen Seefried kann mich Dietrich Fischer-Dieskau als Blaubart mehr überzeugen als in seinen anderen beiden Studio-Aufnahmen. Der Einsatz der Orgel ist in dieser Konzertfassung nicht zwingend, der Verzicht auf den gesprochenen Prolog, von dem es deutsche Übersetzungen gibt, unverständlich. Verfasser ist Bartók selbst. Der Prolog bildet in der Struktur des Werkes den inhaltlichen Einstieg – auch wenn es kein musikalischer ist. Er zieht das Publikum hinein. Erst daraus ergibt sich die starke Wirkung des geheimnisvollen Beginns im Orchester.
www.santafenewmexican.com

Rezension www.santafenewmexican.com Friday, June 20, 2014 | James M. Keller | June 20, 2014 The image of Fortuna — capricious Fate — was a favorite of Baroque artists...

Soprano Ina Siedlaczek is gaining prestige in early-music circles. Her boyish timbre and clipped phrasing may prove an acquired taste, but at her best she connects touchingly with listeners. No such reservations for the accompanying Hamburger Ratsmusik threesome (viola da gamba, theorbo, harpsichord), which is elegantly accomplished.
http://theaterpur.net

Rezension http://theaterpur.net Juni 2014 | Christoph Zimmermann | June 1, 2014 Tenorales Gruppenbild mit Damen

Pilar Lorengars klares, sonnenhelles Organ lässt nirgends falsche Sentimentalität aufkommen. [...] Neuerlich bezaubert die Natürlichkeit der Darstellung ohne ein demonstratives Ausstellen vokaler Raffinessen.
Das Opernglas

Rezension Das Opernglas Juli/August 2014 | W. Kutzschbach | July 1, 2014 Herzog Blaubarts Burg

Zum einen ist es der tschechische Dirigent Rafael Kubelik, der das Schweizerische Festspielorchester zu einer vor Emotionalität und Expressivität strotzenden Wiedergabe anspornt. Hier wird nichts geglättet, für ein schönes Klangbild poliert, sondern mit dem Willen zur Klangdramatik jede einzelne Szene blutvoll herausgearbeitet.
The Guardian

Rezension The Guardian 11 July 2014 | Tim Ashley | July 11, 2014 Bartók:Bluebeard's castle

the extraordinary pairing of Irmgard Seefried's Judith with Dietrich Fischer-Dieskau's Bluebeard, both totally immersed in their roles, ensures an interpretation like no other. [...] As good as the classic recordings by István Kertész and Iván Fischer, and absolutely unforgettable.
Gramophone

Rezension Gramophone August 2014 | Harriet Smith | August 1, 2014 I got my first taste of the Quartetto di Cremona in a survey of Beethoven...

I got my first taste of the Quartetto di Cremona in a survey of Beethoven chamber music last summer. Now they've reached Vol 3 of the quartets and the qualities that were apparent then are just as abundant here, I particularly like the way they combine early, middle and Iate Beethoven: it sets up fascinating tensions and counterpoints. Their opening of the Grosse Fuge is a reminder that this is one of the greatest of all gauntlet- throwing-down gestures in music. It's immensely ballsy playing, sweaty, almost anarchic in the sense of it almost coming apart at the seams in the AIIegro proper. This is emphasised by Audite's immediate recording (the Lindsays sound deliberate by comparison). Many others are more polished - not least the Takács, while the Talich have a wonderful clarity - but this is a thrilling ride, even if timbre suffers at times. The extraordinary opening of Op 59 No I needs, to my mind, to begin almost midstream: the Talcics are spot-on, and their mix of elegance, energy and precision is very alluring. The Quartetto di Cremona are that bit more impatient: it's no surprise that this spacious movement is highly emotive, tremulous even. The Artemis tread a convincing middle ground, while the Takács, who seem almost frozen with grief at the outset, create one of the most intense readings of all. The Cremona's finale, though, is wonderfully energetic, the players ripping into the accents with real glee. If you're a fun of the recent Belcea account of Op 18 No 4, chances are you won't much like this. The pent-up emotion that characterises that account has no place here, particularly in the sliding, slewing Minuet, which is energetic and humorous; the very focused finale of the Belcea strikes me as a little po-faced; the Hagen, with a not dissimilar approach, find more light and shade; but the Cremona's appeal lies in their reactivity and playfulness. Performances of great personality, then; not benchmarks but an exciting addition to the shelves nonetheless.
Der neue Merker

Rezension Der neue Merker 04.07.2014 | Ingobert Waltenberger | July 4, 2014 Jacques Thibaud Trio mit spannenden Werken

Nur weiter so, der Freund von Kammermusik wartet schon auf die nächsten Ausgrabungen und deren köstliche Darreichung durch die fantastischen drei jungen Künstler des Jacques Thibaud Trios.
Der Tagesspiegel

Rezension Der Tagesspiegel 22.07.2014 | Frederik Hanssen | July 22, 2014 Klassik-CD der Woche: Pilar Lorengar

Die Norma wie auch „Piangerò la sorte mia“ aus Händels „Giulio Cesare“ meistert sie mit Eleganz, jugendlicher Strahlkraft und schier endlosem Atem

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