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Rezension www.pizzicato.lu 18/08/2015 | Guy Engels | August 18, 2015 Urwüchsig nordisch

Edvard Griegs Musik lebt wesentlich von den volkstümlichen Klängen seiner Heimat. Die Freundschaft mit den Komponistenkollegen Ole Bull und Richard Norderaak sowie seine eigene Verbundenheit mit Norwegen haben Grieg geprägt und auch geerdet. Vieles von dieser Bodenständigkeit hört man in der packenden und spannenden Interpretation von Franziska Pietsch und Detlev Eisinger. Die ausgefeilte Balance von kraftvollen Naturfarben, derben, burschikosen Tanzschritten und gefühlvollen, zart-lyrischen Balladentönen machen diese Produktion zu einem Hörerlebnis.

Das zupackende, schnörkellose Musizieren des Duos lässt nie Langatmigkeit aufkommen. Ein unbeschwerter, leicht melancholischer Unterton weicht die harten Kanten immer wieder auf, ohne in zuckersüße Volksromantik abzurutschen. Mit Franziska Pietsch und Detlev Eisinger fühlt man sich wie in Griegs guter Stube auf Troldhaugen.

With Franziska Pietsch’s und Detlev Eisinger’s genuinely Nordic performances the listener feels like beamed from his place to Grieg’s sitting room in Troldhaugen.
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Rezension www.pizzicato.lu 15/08/2015 | Guy Engels / Alain Steffen | August 15, 2015 Perfektes Doppel in der Doppelkritik

Rezension von Guy Engels:

Im Tennis gehören blindes Vertrauen und eine gemeinsame Spieltaktik zu den Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Doppel. Ähnliche Qualitäten braucht auch ein Klavierduo. Björn Lehmann und Norie Takahashi sind ein perfekt aufeinander abgestimmtes Doppel. Nur aus diesem Grund rechtfertigt sich der zweite Teil des CD-Titels denn auch vollauf. Die beiden Pianisten spielen nicht nur Transkriptionen, sie gehen darüber hinaus. Etwa im Stravinsky-Konzert, wo sie mit klugen Rubati immer wieder für innere Spannung sorgen.

Die gemeinsame Lektüre zeigt sich vor allem in den vielen Jazz-Rhythmen. Hier extemporiert das Duo phasenweise quasi Improvisationen, die nur in höchstem Einvernehmen möglich sind.

Die Nancarrow-Sonatina gestalten die beiden quirlig-nachdenklich, während sie die in Arnulf Herrmanns ‘Hausmusik’ explizite Unschärfen im Schwebezustand lassen. Die Bearbeitung des ‘Sacre du printemps’ – das letzte Werk in dieser grundsätzlich hervorragenden Einspielung – hätten wir uns lediglich noch einen Tick ekstatischer, wilder, leidenschaftlicher vorstellen können.

Rezension von Alain Steffen:

Mit Igor Stravinskys ‘Sacre du printemps’ wird der Käufer gelockt. Die Fassung für vierhändiges Klavier ist momentan sehr beliebt und die Interpretation des Duos Takahashi/Lehmann gehört zweifelsohne zu den gelungenen Versionen dieses Stücks. Die Aha-Erlebnisse allerdings werden dem ‘Sacre’ vorangestellt. Selbst wenn Conlon Nancarrows ‘Sonatine’ und Arnuf Herrmanns ‘Hausmusik’ schöne Beispiele moderner resp. zeitgenössischer Musik für vierhändiges Klavier sind, so ist es aber Stravinskys ‘Concerto per due pianoforti’, das auf dieser CD am meisten fasziniert. Zum einen, weil man dieses Stück relativ selten hört, zum anderen, weil die Interpretation einfach hervorragend ist und die beiden Pianisten kein Orchester vermissen lassen. Sie trauen sich, dieses Werk als ein sehr modernes Stück zu spielen, komplex, anspruchsvoll und mitreißend. Überhaupt ist es die Ernsthaftigkeit der beiden Künstler Norie Takahshi und Björn Lehmann, ihre Liebe zum Detail und zur Struktur sowie ihr Mut, zum größten Teil unbekannte Werke zu veröffentlichen, die diese CD hörenswert macht. Empfehlenswert in allen Hinsichten!

You will not buy this CD for the Sacre du Printemps, but for Stravinsky’s Concerto and Conlon Nancarrows Sonatine, two rarely played compositions which receive gorgeous interpretations from the Duo Takahashi/Lehmann.
Württembergische Blätter für Kirchenmusik

Rezension Württembergische Blätter für Kirchenmusik 82. Jahrgang - 3/2015 (Juli/August) | sl | July 1, 2015 Neue Tonträger

Die Qualität des RIAS Kammerchores unter Uwe Gronostay ist über jeden Zweifel erhaben und singt die Lieder jeder Epoche stilsicher und intonationsrein – das Zuhören ist ein Genuss von der ersten bis zur letzten Note.
Fono Forum

Rezension Fono Forum September 2015 | Julia Spinola | September 1, 2015 Süße ohne Süßlichkeit

"Originals And Beyond" hieß die erste CD des 2009 gegründeten Klavierduos Takahashi | Lehmann mit originalen Klavierbearbeitungen von Schumann, Beethoven und Schönberg. Wenn die Musiker nun mit "Transcriptions And Beyond" diesen Weg mit weiteren Originalwerken und mit Bearbeitungen aus dem 20. und 21. Jahrhundert fortsetzen, so ist das jedoch mehr als nur ein Anknüpfen an das Erfolgsrezept der umjubelten Debüt-CD. Im mitreißend virtuosen, zugleich von höchstem Formbewusstsein zeugenden Spiel dieser beiden rasanten Pianisten kommt die Klavierfassung von Strawinskys "Le Sacre du Printemps" als Komposition eigenen Rechts zur Geltung – ja, beinahe zieht man diesen komprimierten, tiefenscharfen Blick auf die kompositorische Essenz von Strawinskys Skandalwerk der im Vergleich fast harmlos wirkenden Orchesterfassung vor. An Farbigkeit, Raumwirkung und rhythmisch-klanglicher Wucht jedenfalls steht diese ursprünglich aus rein pragmatischen Gründen erstellte Fassung für Klavier zu vier Händen dem Original in nichts nach. Conlon Nancarrow, der sich für die kompositorischen Möglichkeiten der mechanischen Klaviere begeisterte, schrieb "Musik für tausend Finger", wie György Ligeti es bewundernd formulierte. Auch seine Sonatine von 1941 komponierte Nancarrow später für mechanisches Klavier um. Takahashi und Lehmann spielen nun eine Rückverwandlung für zwei Klaviere von Yvar Mikashoff, die Nancarrow ausdrücklich schätzte. Schwindelerregend virtuos bewegt sich diese Musik in ähnlich surreal-utopischen Sphären, wie Ligeti sie später in seinen Klavieretüden entwarf. Und auch Arnulf Herrmanns "Hausmusik" bittet Ligeti als Gast hinein. Elektrisierend.
klassik.com

Rezension klassik.com 25.08.2015 | Christiane Franke | August 25, 2015 Kammermusikalische Entdeckungen

Wie ihr Namensgeber sind diese Musiker Meister einer Interpretationskultur, die vergessen lässt, dass es drei Musikerpersönlichkeiten sind, die zu einer Sprache, zu einem Ausdruck, zu einer einheitlichen Intensität von ungeahntem Ausmaß finden.
Schwäbische Zeitung

Rezension Schwäbische Zeitung Samstag, 22. August 2015 | man | August 22, 2015 Luzern gestern und morgen

Die Luzerner Festspiele bringen eine Reihe mit Aufnahmen aus ihrer...
http://theclassicalreviewer.blogspot.de

Rezension http://theclassicalreviewer.blogspot.de Saturday, 22 August 2015 | Bruce Reader | August 22, 2015 Audite’s new release Tientos y Glosas – Iberian Organ and Choral Music from the Golden Age featuring organist Martin Neu and Ensemble Officium directed by Wilfried Rombach is something of a winner for all lovers of early Iberian music

This is something of a winner for all lovers of early Iberian music. The recording captures this fine organ in its lovely acoustic superbly. There are excellent notes from Martin Neu as well as a full organ specification and details of tuning and temperament.
RBB Kulturradio

Rezension RBB Kulturradio Fr 14.08.2015 | Peter Uehling | August 14, 2015 Tientos y glosas

In der späten Renaissance- und frühen Barock-Zeit stand Spanien auf dem Höhepunkt seiner Macht. In dem reichen Land blühten auch die Künste, die Malerei eines Diego Vélazquez oder Francisco de Zurbarán, die Literatur von Miguel de cervantes oder Baltasar Gracián – und die Musik? Kaum einer kennt sie. Martin Neu, Organist in Reutlingen und bislang durch zwei CDs zu den nord- und süddeutschen Einflüssen auf Johann Sebastian Bach hervorgetreten, präsentiert auf "Tientos y Glosas" spanische Orgelmusik des Goldenen Zeitalters. Die Komponisten sind heute höchstens Orgelexperten bekannt, damals aber genossen Francisco Correa de Arauxo aus Sevilla oder Miguel Rodrigues Coelho aus Portugal hohes Ansehen, was sich an den Drucken ablesen lässt, die von ihrer Musik erhalten sind.

Großer Reichtum, kleiner Mangel

Die Grundformen der spanischen Orgelmusik sind Tiento und Glosa – dabei ist das Tiento eine freie Form, während die Glosa gregorianische Choräle oder Hymnen instrumental bearbeitet. Insofern gibt es in Spanien die gleiche Aufteilung wie in Deutschland zwischen Präludien, Toccaten und Fantasien einerseits und Choralbearbeitungen andererseits. In Spanien nimmt die Musik bauartbedingt zuweilen eine spezifische Form an: das Tiento de medio registro, in dem auf einem Manual durch Teilung der Lade zwei verschiedene Registrierungen möglich sind – natürlich auch auf dem 1735 gebauten Instrument von San Hipólito in Cordoba, das Martin Neu auf dieser Aufnahme spielt. Mystisches, Spielfreudiges, Strenges, aber auch Zupackendes findet sich auf dieser CD, ein großer Reichtum an Formen und Klängen, von Martin Neu stilistisch kundig eingespielt. Zu bemängeln wäre nur, dass sich die Auswahl auf drei Komponisten beschränkt und das ensemble officium, das zu den choralgebundenen Glosas die Hymnen singt, intonatorisch matt auftritt und einen anderen Stimmton wählt als die Orgel, was zuweilen irritiert.
Neue Zürcher Zeitung

Rezension Neue Zürcher Zeitung 28.08.2015 | tsr | August 28, 2015 Lucerne Festival Historic Performances – Furtwänglers Neunte

Der Luzerner Festwochenchor zeigt sich seiner Aufgabe bestens gewachsen und schleudert das «Seid umschlungen, Millionen» mit viel Pathos heraus. Das mit grossen Namen besetzte Solistenquartett kann sich im Strudel des Geschehens prächtig behaupten.
Neue Zürcher Zeitung

Rezension Neue Zürcher Zeitung 28.08.2015 | tsr | August 28, 2015 Lucerne Festival Historic Performances – Furtwänglers Neunte

Der Luzerner Festwochenchor zeigt sich seiner Aufgabe bestens gewachsen und schleudert das «Seid umschlungen, Millionen» mit viel Pathos heraus. Das mit grossen Namen besetzte Solistenquartett kann sich im Strudel des Geschehens prächtig behaupten.

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