Rezension RBB Kulturradio Do 18.08.16, 13:10 Uhr | Claus Fischer | August 18, 2016 "Missa in labore requies" in dieser Aufnahme zu entdecken ist das Nonplusultra!
Die Schweiz ist zwar klein, aber sie hat mit der Schola Cantorum Basiliensis in Basel immerhin Europas wichtigste Hochschule für Alte Musik vorzuweisen. Der Österreicher Johannes Strobl, Leiter der Ensembles Capella Murensis und Les Cornets Noirs hat dort studiert. Er ist im Hauptberuf Kirchenmusiker an der Klosterkirche Muri im Süden des Kantons Aargau. Und an dieser Kirche konnte er in den letzten zehn Jahren ein Zentrum für die Musik aus der Zeit vor Johann Sebastian Bach etablieren. Im Jahr 2002 hat Strobl das Ensemble Cappella Murensis gegründet, mit dem er bereits zwei vielbeachtete CDs gemacht hat. Diese dritte ist m.E. die bislang beste.
Dass Georg Muffats "Missa in Labore requies" erhalten ist, haben wir Joseph Haydn zu verdanken. Er hat die Originalhandschrift von den Nachfahren des Komponisten. Über Haydn kam die Partitur dann ins Archiv der Fürsten Esterhazy und deshalb liegt sie heute auch im ungarischen Nationalarchiv in Budapest. Der Titel des Werkes kommt aus der katholischen Liturgie des Pfingstsonntags. Da wird die Sequenz "Veni Sancte Spiritus" gesungen, ein gregorianischer Choral und darin kommt die Zeile vor "in labore requies", zu Deutsch "in der Mühe bist du die Ruhe". Daraus kann man schließen, dass diese Messe am Pfingstsonntag aufgeführt wurde, höchstwahrscheinlich im Salzburger Dom.
Johannes Strobel ist es gelungen, für diese spannende Produktion einige Koryphäen der europäischen Alte-Musik-Szene zusammenzuholen, darunter die Sopranistin Miriam Feuersinger, der englische Altus Alex Potter und der Tenor Hans Jörg Mammel, alles Spitzensänger in der Szene, wie auch der Zinkenist Bork-Frithjof Smith und der geniale Continuo Spieler und Organist Markus Märkl. Und Johannes Strobl schafft es, aus dieser Vereinigung von Solisten einen organischen Klangkörper zu schmieden, einen wunderbar homogenen Klang an den Tuttistellen zu kreieren. Andererseits arbeitet er auch die solistischen Fähigkeiten der Musiker in den entsprechenden Passagen absolut großartig heraus.
Fazit: Georg Muffats "Missa in labore requies" in dieser Aufnahme zu entdecken ist das Nonplusultra!
Dass Georg Muffats "Missa in Labore requies" erhalten ist, haben wir Joseph Haydn zu verdanken. Er hat die Originalhandschrift von den Nachfahren des Komponisten. Über Haydn kam die Partitur dann ins Archiv der Fürsten Esterhazy und deshalb liegt sie heute auch im ungarischen Nationalarchiv in Budapest. Der Titel des Werkes kommt aus der katholischen Liturgie des Pfingstsonntags. Da wird die Sequenz "Veni Sancte Spiritus" gesungen, ein gregorianischer Choral und darin kommt die Zeile vor "in labore requies", zu Deutsch "in der Mühe bist du die Ruhe". Daraus kann man schließen, dass diese Messe am Pfingstsonntag aufgeführt wurde, höchstwahrscheinlich im Salzburger Dom.
Johannes Strobel ist es gelungen, für diese spannende Produktion einige Koryphäen der europäischen Alte-Musik-Szene zusammenzuholen, darunter die Sopranistin Miriam Feuersinger, der englische Altus Alex Potter und der Tenor Hans Jörg Mammel, alles Spitzensänger in der Szene, wie auch der Zinkenist Bork-Frithjof Smith und der geniale Continuo Spieler und Organist Markus Märkl. Und Johannes Strobl schafft es, aus dieser Vereinigung von Solisten einen organischen Klangkörper zu schmieden, einen wunderbar homogenen Klang an den Tuttistellen zu kreieren. Andererseits arbeitet er auch die solistischen Fähigkeiten der Musiker in den entsprechenden Passagen absolut großartig heraus.
Fazit: Georg Muffats "Missa in labore requies" in dieser Aufnahme zu entdecken ist das Nonplusultra!