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Radio Stephansdom

Rezension Radio Stephansdom 20.02.2017 | Michael Gmasz | February 20, 2017 BROADCAST CD der Woche

Wolfgang Schneiderhan gehört unbestritten zu den bedeutendsten Geigern, die unser Land im vergangenen Jahrhundert hervorgebracht hat. Konzertmeister sowohl der Wiener Symphoniker als auch der Wiener Philharmoniker, Solist und begehrter Kammermusiker und über Jahrzehnte Lehrer u.a. am Salzburger Mozarteum oder an der Wiener Musikakademie. Legendär sind seine Aufnahmen als Solist, vor allem mit dem Repertoire aus der Zeit der Klassik. Dass er aber auch gegenüber Zeitgenössischem aufgeschlossen war, beweist unsere CD der Woche, auf der neben Mozart auch Hans Werner Henze und Frank Martin zu hören sind.

Normalerweise sind es runde Jubiläen wie Geburtstage, Premieren oder auch Todestage, die Labels dazu veranlassen, bisher unveröffentlichtes Archivmaterial aus der Taufe zu heben. Bei audite und seinem Leiter Ludger Böckenhoff allerdings gehört es zur Unternehmensphilosophie, alten Aufnahmen neuen Glanz zu verleihen und somit bedeutende Künstler längst vergangener Tage wieder in Erinnerung zu rufen. Genauso geschehen ist das auch bei der jüngst veröffentlichten CD „Wolfgang Schneiderhan in Luzern“, mit Aufnahmen aus den Jahren 1952, 1964 und 1968. Drei Konzertmitschnitte, die natürlich nur ein kleines Schlaglicht auf die vielen Auftritte werfen können, die Schneiderhan in fast 40 Jahren am Vierwaldstättersee gespielt hat.

„Mit welcher tonlichen Noblesse und musikalischen Feinnervigkeit, mit welch unübertrefflichem Stilempfinden, technischer Brillanz und Eleganz wurde hier musiziert!“ So schwärmte 1952 ein Musikkritiker des Luzerner „Vaterlandes“ über Schneiderhans Mozart unter der Leitung von Paul Hindemith. Die CD lässt uns nun dieses Ereignis nacherleben, Mozart in bester Wiener Tradition, auf Manierismen verzichtend, stringent im Tempo und doch den nötigen Raum für kleine Rubati bietend. Dazu gibt es das erste von drei Violinkonzerten von Hans Werner Henze, entstanden 1947, und den Mitschnitt der Uraufführung von Frank Martins Magnificat, komponiert für Violine, Sopran und Orchester, also für Schneiderhan und seine Frau Irmgard Seefried. Sie ist natürlich auch in der Sopran-Solopartie zu erleben. Ein faszinierendes Tondokument, das die Qualität des legendären Geigers Wolfgang Schneiderhan in geeignetster Weise würdigt. Und wenn man, wie eingangs erwähnt, doch einen zeitlichen Grund zur Veröffentlichung dieser CD suchen wollte, sein Todestag jährt sich am 18. Mai zum 15. Mal.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 24/02/2017 | Uwe Krusch | February 24, 2017 Was für ein Zyklus!

Eigentlich reicht der Satz: Es geht weiter wie bisher. Die Reihe der Einspielungen der Beethoven-Quartette wird mit zwei Quartetten aus den beiden Zyklen op. 18, nämlich der Nummer 2 in G-Dur und dem dritten in C-Dur aus op. 59 durch das ‘Quartetto di Cremona’ fortgesetzt.

Wiederum wird die überwältigende Behandlung der Musik deutlich. Hier haben nicht die Quartettmusiker ihren Meister gefunden, sondern sie sind die Meister der Musik.

Ins Ohr fällt sofort der leichtere Ansatz, den man wohl mit italienischer Leichtigkeit bezeichnen könnte. Damit gelingt es den Cremonensern, den Werken eine Brillanz und Frische mitzugeben, die manch anderer Interpretation fehlt, möglicherweise, weil sich da der hinterhermarschierende Riese im Hinterkopf festgesetzt hat.

So erreichen die vier beispielsweise im Finalsatz des dritten Rasumovsky Quartetts eine schlicht umwerfende Rasanz, die aber den Eindruck spielerischer Leichtigkeit geradezu noch steigert, da das Spiel zwar umwerfend schnell klingt, gleichzeitig aber entspannt. Es bleibt der Eindruck, dass da Reserven vorhanden wären, während andere hier doch hechelnd ins Ziel kommen.

Two more of Beethoven’s string quartets provide decisive proof of Quartetto di Cremona’s overwhelming technical capacity and fantastic musicianship.
Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 07.02.2017 | Michael Schmidt | February 7, 2017 BROADCAST CD-Tipp

Zu den zahlreichen Wettbewerben, die das Mandelring Quartett gewann, zählt auch der renommierte ARD-Musikwettbewerb. Preisgekrönt wurden zudem zahlreiche CD-Projekte des Ensembles, darunter die Gesamteinspielungen der Streichquartette von Schostakowitsch und Mendelssohn. Nun hat sich das erfolgsverwöhnte Quartett, verstärkt durch den Bratschisten Roland Glassl, den Streichquintetten von Johannes Brahms zugewandt.

Es wäre ein melancholisch-heiterer Abschied gewesen, wenn Johannes Brahms einer eigenen Äußerung folgend mit dem Streichquintett in G-Dur op. 111 seine kompositorische Tätigkeit beendet hätte. Glücklicherweise vereitelte sein anhaltender Reichtum an Ideen für neue Werke diesen Vorsatz. Atmosphäre und Bauweise dieses Quintetts erinnern an den Typus der Serenade, mit der Brahms die Reihe seiner Werke für Orchester eröffnet hatte. In eher gedämpftes Licht mit wehmütigen Zwischentönen und klanglicher Akzentuierung der mittleren Stimmen ist der langsame Satz getaucht.

Vorausblickende Kühnheit in der Konstruktion

Beide Streichquintette von Johannes Brahms haben etwas reflektiert zurück Blickendes und sind späte Meisterwerke, die eine Summe der eigenen schöpferischen Leistung ziehen. In konzentrierter Form verbinden sie scheinbar Gegensätzliches wie musikgeschichtliche Reminiszenzen und vorausblickende Kühnheit in der Konstruktion oder apollinische Heiterkeit und spätromantische Melancholie im Ausdruck. Das Bestreben aus vermeintlich Widersprüchlichem höhere Einheiten zu bilden, zeigt sich auch in seinem Streichquintett in F-Dur op. 88, dessen abschließendes Finale Formelemente der Fugen Johann Sebastian Bachs und der Sonaten Ludwig van Beethovens subtil miteinander verblendet.

Einfühlsam ausbalancierte Interpretation

Die hohe strukturelle und emotionale Komplexität der Streichquintett-Kunst von Brahms wird in der so präzise wie einfühlsam ausbalancierten Interpretation des Mandelring Quartetts und Roland Glassls zum veritablen Hörvergnügen. Den fünf Musikern gelingt ein wunderbar stimmiges Klangbild im Zusammenspiel, das sich nicht zuletzt ihrer reichen Erfahrung mit einem breiten, bis in die zeitgenössische Musik reichenden Repertoire verdankt. Eine Brahms-Interpretation vom Feinsten – unbedingt hörenswert!
Nürnberger Zeitung

Rezension Nürnberger Zeitung Donnerstag, 2. März 2017 | jv | March 2, 2017 Spektrum

Brandaktuelle Sounds sind da zu hören, schmissig, pfiffig, atmosphärisch und überraschend wie etwa die „Brass Symphony“ von Daniel Schnyder. Das bringt Entdeckerfreuden.
Bayern 4 Klassik - CD-Tipp

Rezension Bayern 4 Klassik - CD-Tipp 01.03.2017 | March 1, 2017 BROADCAST CD-Tipp

Sendebeleg siehe PDF!
Radio Bremen

Rezension Radio Bremen Magazin Klassikwelt 11.02.2017, 18.05 Uhr | Wilfried Schäper | February 11, 2017 BROADCAST

Sendebeleg siehe PDF!

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