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International Piano

Rezension International Piano May 2019 | Bryce Morrison | May 1, 2019 This third and final volume of Jorge Bolet’s Berlin recordings (1961-1974)...

This third and final volume of Jorge Bolet’s Berlin recordings (1961-1974) provides ample confirmation that he was one oft he finest pianists ofthe 20th century. For Gilels he was „the only great pianist in America“, while Alicia de Larrocha could only exclaim, with characteristic candour, „Jorge, you’re wonderful. The rest, they’re all sh*t“.

Bolet’s playing ranges from „blow your socks off“ virtuosity (heard here in the Strauss-Godowsky paraphrase in Die Fledermaus) to a „safety comes first“ approach. His Emperor Concerto (with Moshe Atzmon) is as poetic as it is imperious, and his performance of Schumann’s Third Sonata (the „Concert sans orchestre“) features tonal opulence and grand sweeping lines. Bolet may have been celebrated latterly for his „divine showness“ but his way with the finale’s wild prestissimo tells us that his speed and dexterity were no less divine. His intensity, too, in the shuddering tremolandi climax – like a sudden bolt of lightning – reminds you of music as anarchic as anything in Schumann.

There is sensuous magic in Bolet’s Debussy, even when he is ponderous in Masques. His Chopin Etudes Op. 25 are among the most musical on mood, effortlessly crossing the Rubicon from pragmatism to poetry. Delectably light-fingered in No 6 and a true singer oft he keyboard in No 5, he is magnificent in No 12, riding the ocean wave with idiosyncratic grandeur. His Schumann-Liszt Frühlingsnacht and Strauss-Godowsky blaze with a brilliance known to few pianists.

Transfers are admirable and these memorable discs come luxuriously packaged with several photos of Bolet, including one with Boston, his beloved pug.
F. F. dabei

Rezension F. F. dabei Nr. 9/2019 vom 27. April bis 10. Mai | April 27, 2019 CD-TIPPS

Franz Liszt hat seine späte Oper Sardanapalo nie fertiggestellt. 170 Jahre alt, ist der rekonstruierte erste Akt wie ein Prisma, in dem sich die Welt der Oper um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Liszts unverwechselbarer Musiksprache bricht.
Note 1 - Neuheitenheft

Rezension Note 1 - Neuheitenheft April 2019 | Bernhard Blattmann | April 1, 2019 Purer Luxus

Was für ein Luxus: In der hier vorliegenden Einspielung von Schuberts Streichquartett D 810 erklingen gleich vier Instrumente von Antonio Stradivari, denn das Quartetto di Cremona spielt das sogenannte ,Paganini-Quartett', eines der wenigen Quartett-,Sets', das vom legendären Instrumentenbauer vollendet wurde und einst im Besitz des nicht minder legendären Violinisten Niccolo Paganini war. Im Streichquintett D 956 stößt dann Eckart Runge mit seinem kostbaren Violoncello von Hieronymus und Antonio Amati aus deren Cremoneser Werkstatt dazu. Auf diese Weise entsteht ein einzigartiger Dreiklang aus meisterhafter Kompositions-, Instrumentenbau- und Interpretationskunst.
Note 1 - Neuheitenheft

Rezension Note 1 - Neuheitenheft April 2019 | Bernhard Blattmann | April 1, 2019 Das Eine

Das Quartetto ltaliano verstand sich nicht nur als ein italienisches Streichquartett, sondern als das eine, maßgebliche. Durch Detailbesessenheit, intensive Erkundung des musikalischen Ausdrucksgehalts und außergewöhnliche Homogenität des Klangs eroberte sich das Ensemble bald einen festen Platz in der ersten Liga der führenden Streichquartette. Die Erstveröffentlichung aller Produktionen für den RIAS Berlin (1951-1963) beleuchtet u.a. zwei Aspekte: zum einen die Konzentration auf die Musik ihrer Landsleute, zum anderen die enorme Bandbreite des Repertoires, das bis zum damals brandneuen siebten Streichquartett von Schostakowitsch reichte.
www.pizzicato.lu

Rezension www.pizzicato.lu 07/05/2019 | Uwe Krusch | May 7, 2019 Quartetto di Cremona & Eckart Runge: Überraschender Schubert

Nach ihrer Beethoven-Gesamteinspielung, die mit Lob überhäuft wurde, gehen die vier Cremoneser ihren Weg durch die Wiener Klassik und damit ihre bevorzugte Spielwiese weiter. Dafür haben sie gleich zwei herausragende Werke von Schubert ausgewählt und für das Quintett den Cellisten Eckart Runge, früher im Artemis Quartett, hinzugezogen.

Die Erwartungen sind also hochgesteckt, um nicht zu sagen, sehr hoch, wenn man diese Doppelbox zur Hand nimmt. Leider kann das Hörergebnis dann nicht die schönsten Hoffnungen erfüllen. Woran liegt das? Für das Quartett und auch Eckart Runge sind natürlich die spieltechnischen Anforderungen keine. Das bedeutet, von dieser Seite sind auch keine Einschränkungen zu vermelden.

Aber die Interpretationen müssen dann doch zumindest überraschen. Der Kopfsatz vom d-Moll-Quartett lässt zunächst positiv aufhorchen, da das bedeutungsschwere Eingangsmotiv sehr zurückhaltend und entspannt genommen wird und sich auf den Satz überträgt. Das mag man anders erwarten, aber es gibt einen neuen Hörwinkel frei, der funktioniert. Der Satz hat mir gefallen. Und auch das Quartett insgesamt ist hörbar, aber löst auch keine Begeisterung aus.

Aber die meisten werden zunächst die erste CD der Packung, also das Quintett einlegen. Und das hat es in sich. Wenn man nicht wüsste, dass die Aufnahme sich in der Wiener Klassik bewegt, könnte man mitunter den Eindruck gewinnen, hier wurden erste Schritte in der zweiten Wiener Klassik unternommen, so modern und dissonant klingt dieser ‘Schu-Berg’. Nun mag der Leser sagen, Schubert ist nicht gleich Biedermeier. Aber so modern höre ich ihn auch nicht. Mir erscheinen diese Deutungen zu sehr mit beiden Beinen auf dem Boden zu stehen, zu wenig entrückt oder zumindest verzückt zu sein, um meine Begeisterung zu wecken.

On their tour through the Viennese Classic, Quartetto di Cremona explores Schubert with two outstanding works, the quartet The Death and the Maiden and the Quintet, the latter together with Eckart Runge. The performances are very special and, therefore, surprising. In the Quintet, they present Schubert as a modern composer, kind of ‘Schu-Berg’. Thus, the music is rather prosaic.
orpheus

Rezension orpheus 03/2019 Mai/Juni | Christoph Zimmermann | May 1, 2019 Empfehlungen – Gehört, gesehen, gelesen

Es gibt Komponisten, welche sich mit dem Genre Oper ausgesprochen schwer taten, auch wenn sie – wie Schubert – vollendete Werke hinterließen. Wie stark das Ringen jedoch häufig war, zeigt u.a. Beethoven mit seinem »Fidelio«. Angesichts der oft so theatralisch anmutenden Musik von Franz Liszt kann es nicht verwundern, dass auch dieser Komponist nach rhetorischer und visueller Ergänzung seiner Musik strebte. Doch vom »Don Sanche« des 14-Jährigen abgesehen, kamen sämtliche Versuche über ein embryonales Stadium nicht hinaus: »Le Corsaire«, »Richard of Palestine«, »Consuelo«, »Janko«, »Spartacus«, »Marguerite« (nach Goethes »Faust«), »Divina comedia«, »Jeanne d'Arc«, »Manfred« und »Semele« (Schiller).

Von »Sardanapolo« aus Liszts Spätjahren wurde zwar nahezu der gesamte erste Akt fertiggestellt, doch nur mit Andeutungen bezüglich orchestraler Ausführung. Warum das Interesse des Komponisten an dem Projekt abbrach, ist nicht letztgültig zu verifizieren. Ein Grund könnten die Schwierigkeiten hinsichtlich der Librettogestaltung sein. Dabei war die Orchestrierung durch Liszts Assistenten Joachim Raff bereits in Aussicht genommen worden. Aber auch dieser Kontakt verlor sich in einem allgemeinen Unbefriedigtsein über künstlerische Ansprüche. Was an Aufführungsmaterial überlebte (ausschließlich erster Akt, welchem allerdings 20 Finaltakte fehlen), wurde von dem an der Cambridge University lehrenden David Trippett in eine aufführungspraktische Form gebracht. Auch wenn zu vermuten steht, dass dem ergänzten »Sardanapolo«-Fragment keine große Zukunft im Konzertsaal beschieden sein wird, ist die Musik ungeachtet diverser Stilanleihen eine ausgesprochen attraktive Partitur, welche die lyrischen wie dramatischen Ansprüche des Stoffes mit großer Inspiration umsetzt.

Die Staatskapelle der Liszt-Stadt Weimar wird samt Chor unter dem ukrainischen Dirigenten Kirill Karabits den theatralischen Aspekten der Musik voll gerecht. Für die Titelpartie, den hedonistischen König Sardanapolo, den man gerne als »männliche Königin« bezeichnete, bringt der spanische Tenor Airam Hemandez vielleicht nicht ein ideal charakterisierendes Timbre mit, dennoch nimmt die lyrisch ausgreifende Stimme ungemein für den Sänger ein. Wie der Dirigent stammt auch der Baßbariton Oleksandr Pushniak aus der Ukraine. Dem chaldäischen Wahrsager Beleso gibt er männlich attraktive Konturen. Absolute Spitze ist die libanesische Sopranistin Joyce El-Khoury, welche der von Sardanapolo angebeteten Mirra mit ihrer vibrierenden Verdi-Stimme stimmige Konturen gibt.

Die sinfonische Dichtung »Mazeppa« bildet eine dramaturgisch sinnvolle Ergänzung der CD, wirkt auch dank der impulsiven Wiedergabe wie eine Oper ohne Worte.
RBB Kulturradio

Rezension RBB Kulturradio 09.05.2019 | Hans Ackermann | May 9, 2019 Zwei höchst unterschiedliche Sonaten für Violine und Klavier spielen Franziska...

Zwei höchst unterschiedliche Sonaten für Violine und Klavier spielen Franziska Pietsch und Josu de Solaun auf ihrer ersten gemeinsamen CD. Bei beiden Werken finden die Musiker zu einer bemerkenswerten kammermusikalischen Einheit.

23 Jahre jung war Richard Strauss, als er im Jahr 1888 in seiner Sonate op. 18 mit überschwänglichen Klängen jugendliche Freude zum Ausdruck gebracht hat. Schostakowitsch hingegen lässt in seiner späten Sonate von 1968 auch die Mühseligkeiten der letzten Lebensjahre anklingen – eine durch Krankheit und Resignation stark eingeschränkte Lebensfreunde.

Kontraste
Der Kontrast im jeweiligen Lebensgefühl der Komponisten könnte somit größer nicht sein – was die beiden Musiker zu einem beachtlichen gestalterischen Stimmungswechsel herausfordert: die freudigen Emotionen des Strauss’schen Frühwerks werden dabei ebenso intensiv vorgetragen, wie die stilisierte Kargheit in der Musik des russischen Komponisten.

Begegnung
Wie Schmetterlinge umschwirren sich in der Strauss-Sonate die beiden Instrumente, fliegen immer mal wieder auch auf getrennten Bahnen, kommen aber stets wieder zusammen – dynamischer kann diese intensive Kammermusik von Richard Strauss kaum interpretiert werden. Bei Schostakowitsch erzeugt die hervorragende Geigerin Franziska Pietsch mit ihrer Testore-Geige faszinierende Klänge, die der ebenbürtige Pianist Josu de Solaun mit großer Phantasie in seine Stimmverläufe aufnimmt.

Klangereignis
Die Musiker treiben die beiden hervorragend aufgenommenen Sonaten mit größter rhythmischer Präzision voran und schaffen so ein intensives Klangereignis – bei dem man beim Zuhören Gefahr läuft, das Atemholen zu vergessen.
www.prestoclassical.co.uk

Rezension www.prestoclassical.co.uk 4th May 2019 | Katherine Cooper | May 4, 2019 Presto Editor's Choices - April 2019

[...] their approach is lithe, muscular and almost symphonic in places, but equally striking are the moments when the pair strip things back to a blanched sound-world which would scarcely be out of place in Debussy.
Fono Forum

Rezension Fono Forum Juni 2019 | Michael Kube | June 1, 2019 Mit ihrer alles andere als gradlinigen Karriere, bei der sie auf höchstem...

Mit ihrer alles andere als gradlinigen Karriere, bei der sie auf höchstem Niveau und mit wachsender Reputation alle musikalischen Konstellationen auf der Violine erkundete (als Solistin, Konzertmeisterin und Kammermusikerin), verfügt Franziska Pietsch nicht nur über eine stupende Spieltechnik, sondern auch über einen sehr persönlichen, ausgereiften Gestaltungswillen. Dies ist an ihrer Interpretation der beiden Violinsonaten sofort zu spüren, zumal die Zusammenstellung der beiden nicht allzu oft eingespielten Werke kontrapunktischer nicht sein könnte.

Was etwa der junge Richard Strauss im kompositorischen Überschwang der Gattung und den Musikern abverlangt, dringt in den Bereich des Sinfonischen vor. Das Stück lotet nicht nur die Grenzen von Kammermusik aus, es verlangt darüber hinaus virtuose Fertigkeiten. Für Franziska Pietsch wirft dies hörbar keine Probleme auf, eher sucht sie das Risiko, und dies in einem strahlenden, mitunter vibrierenden Ton und einem Höchstmaß an Ausdruck.

Eigenartigerweise steht hier indes das Klavier unter den Händen von Josu de Solaun akustisch stärker im Vordergrund, als man es sich vielleicht wünscht, ebenso wie in den aufbrausenden Momenten der selten zu hörenden Sonate von Dmitri Schostakowitsch. So entsteht gelegentlich der Eindruck, als würden beide Musiker nicht nur eine sperrige Komposition deuten, sondern sich auch intensiv an ihr abarbeiten. Dass sich daraus am Ende eine einnehmend subjektive Perspektive entwickelt, die das fahle Element mit dem energischen Agitato ebenso versöhnt wie mit den wenige lichten Momenten, ist die fraglos größte Stärke dieser vor Energie nur so glühenden Einspielung.

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