Rezension Fono Forum Dezember 2019 | Ole Pflüger | December 1, 2019 Gleich drei große russische Sonaten für Cello und Klavier kommen auf dieser CD...
Gleich drei große russische Sonaten für Cello und Klavier kommen auf dieser CD zusammen. Dazu kürzere Stücke von Anton Arensky, Alexander Skriabin, Alexander Glasunow und Peter Tschaikowsky. Was Bryan und Silvie Cheng hier an Musik aufgenommen haben, passt nicht mehr auf eine CD, sondern nur auf zwei – und auch dieser Text hier muss sich mit ein paar Beispielen begnügen.
Etwa dem Beginn des zweiten Satzes aus Schostakowitschs Sonate. Da peitscht das Duo erbarmungslos in die Mikrofone, die dazwischen gestreuten Flageolett-Töne des Cellos sind erfreulich klar zu hören und klingen ein bisschen, wie wenn dieser kleine Droide aus "Star Wars" mit Pfeiftönen kommuniziert. Um aber wirklich herauszustechen aus der Masse an Aufnahmen, wäre trotzdem etwas mehr Intensität nötig.
Die Rachmaninow-Sonate spielen Cheng und Cheng zu Beginn etwas getragener, als man das heute oft hört. Und das ist toll, weil man so mehr Zeit hat, die großen Stärken von Rachmaninows Musik zu erfassen: ihre Melodien und ihre grübelnd vor sich hin suchende Harmonik. Das Duo ist so gut aufeinander eingespielt, dass es ihm gelingt, das Tempo zu den belebteren Passagen anzuziehen, ohne dass es übertrieben wirkt.
Bei Prokofjew springt es zwischen drei musikalischen Welten hin und her: an Rachmaninow erinnernden gesanglichen Passagen, demonstrativ einfach gehaltenen Ausschnitten sowie überdrehten Märschen, in denen sich die beiden eisern ans Metrum krallen.
Die Sonaten sind voller musikalischer Ideen, sodass es wohltuend ist, zwischendrin kleine Häppchen gereicht zu bekommen, die Ohr, Kopf und Seele eine Verschnaufpause erlauben. Eine packende Reise durch die russische Cellomusik.
Etwa dem Beginn des zweiten Satzes aus Schostakowitschs Sonate. Da peitscht das Duo erbarmungslos in die Mikrofone, die dazwischen gestreuten Flageolett-Töne des Cellos sind erfreulich klar zu hören und klingen ein bisschen, wie wenn dieser kleine Droide aus "Star Wars" mit Pfeiftönen kommuniziert. Um aber wirklich herauszustechen aus der Masse an Aufnahmen, wäre trotzdem etwas mehr Intensität nötig.
Die Rachmaninow-Sonate spielen Cheng und Cheng zu Beginn etwas getragener, als man das heute oft hört. Und das ist toll, weil man so mehr Zeit hat, die großen Stärken von Rachmaninows Musik zu erfassen: ihre Melodien und ihre grübelnd vor sich hin suchende Harmonik. Das Duo ist so gut aufeinander eingespielt, dass es ihm gelingt, das Tempo zu den belebteren Passagen anzuziehen, ohne dass es übertrieben wirkt.
Bei Prokofjew springt es zwischen drei musikalischen Welten hin und her: an Rachmaninow erinnernden gesanglichen Passagen, demonstrativ einfach gehaltenen Ausschnitten sowie überdrehten Märschen, in denen sich die beiden eisern ans Metrum krallen.
Die Sonaten sind voller musikalischer Ideen, sodass es wohltuend ist, zwischendrin kleine Häppchen gereicht zu bekommen, die Ohr, Kopf und Seele eine Verschnaufpause erlauben. Eine packende Reise durch die russische Cellomusik.