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Neuigkeit 30.06.2016 | Wencke Wallbaum Neues & Veröffentlichung Drei audite-Produktionen auf der neuen Longlist des PdSK

Die Vierteljahrespreise des PdSK sind neben den Jahrespreisen der deutschen Schallplattenkritik eine begehrte Auszeichnung. Die Preisträger werden in der Bestenliste veröffentlicht; sie umfasst Neuerscheinungen der letzten drei Monate aus dem deutschsprachigen Raum, die aus der Sicht der Jury nach künstlerischen und audiophilen Kriterien außerordentliche Qualität und Bedeutung haben.

Neuigkeit 01.09.2016 | Sabine Wiedemann Veröffentlichung Video: Quartetto di Cremona / Andrea Lucchesini & Saint-Saëns

Das vielfach preisgekrönte Quartetto di Cremona bringt die ganze Erfahrung einer sechzehnjährigen Konzert- und Aufnahmetätigkeit in seine neueste CD mit Kompositionen von Camille Saint-Saëns ein. Andrea Lucchesini, einer der führenden italienischen Pianisten der Gegenwart, erweitert im Klavierquintett die Quartettformation in der prominenten Rolle des Klavierpartners. Der dritte Satz des Werks wird in der selten dargebotenen Form mit Kontrabass (ad lib.) präsentiert.

Die zwei Kammermusikwerke des französischen Komponisten stehen für wesentliche Phasen seines Schaffens:

Das Klavierquintett, ein Werk der frühen Vollendung, zeigt deut¬lich die Auseinandersetzung mit der deutschen Romantik, insbesondere mit Robert Schumann und seiner Formensprache. Im ersten Streichquartett, das den Übergang in den Spätstil markiert, verzichtete Saint-Saëns erstmals in der Kammermusik auf sein Instru¬ment, das Klavier. Seine Art des Klassizismus - klar in den Formen, farbig im Ausdrucksspektrum - tritt hier besonders deutlich hervor. Brillanz und untrüglichen Formsinn, melancholisch-ruhiges Verweilen und energischer Zugriff, romantische Sanglichkeit und erlesene Kompositionskunst - die Kontraste, die Saint-Saëns' Tonsprache ausmachen, bringt das Quartetto di Cremona musikalisch perfekt zur Geltung.

Neuigkeit 18.08.2016 | Wencke Wallbaum Rezension & Künstler & Veröffentlichung & Award SUPERSONIC für Muri-Produktion "Missa in labore requies"

Lesen Sie hier die vollständige Rezension:

Die intensive, konzentrierte Aufnahmezeit im August vergangenen Jahres hat sich für Cappella Murensis/Les Cornets Noirs weidlich gelohnt. Sie haben wiederum tolle Schätze aus dem Frühbarock gehoben, Musik von zwei Zeitgenossen, die unterschiedlicher nicht sein konnten: einerseits der musikalische Globetrotter Georg Muffat, andererseits der Kaiser des Römischen Reiches und große Widersacher Ludwigs XIV., der Habsburger Leopold I. Leopold war Musikliebhaber und ein begabter Komponist. Die eingespielten Sakralwerke unter dem Titel 'Paradisi Gloria' legen Zeugnis vom soliden Handwerk und feinen Geschmack des Herrschers ab.

Cappella Murensis/Les Cornets Noirs bestechen in ihrer Interpretation durch die klare Strukturierung der musikalischen Abläufe, sind stimmlich und instrumental ohne Fehl und Tadel.

Zu echter Hochform laufen beide Ensembles unter der Leitung von Johannes Strobl aber in Georg Muffats 'Missa in labore requies' auf. Der gebürtige Savoyarde hat diese Messe wohl für den Salzburger Dom geschrieben, während seiner Tätigkeit als Domorganist. Muffat nutzt konsequent die architektonische Disposition des Kirchenraumes mit vier Emporen.

Die gleichen Bedingungen bietet die Abteikirche Muri im schweizerischen Aargau, wo die herausragende Aufnahme dieses Meisterwerkes entstand. Die Wucht des Klanges, die musikalische Prachtentfaltung sind schlichtweg überwältigend. Man kann sich diesem packenden Naturereignis nicht entziehen.

Cappella Murensis/Les Cornets Noirs machen hier nicht einfach 'l'art pour l'art', sie ziehen keine Show ab, sondern stürzen sich mit Leib und Seele in diese Musik, deren intimen Momente sie keineswegs verächtlich wegwischen. Gerade in der klugen Balance von strahlender Glaubensverkündigung (etwa zu Beginn des Gloria) und dem Rückzug ins stille Innehalten (Laudamus te) liegt eine der Stärken dieser Produktion.

Die andere Stärke ist die klangliche Ausgewogenheit, die fein aufeinander abgestimmten Vokalparts, das Spiel mit den Klangeffekten, ohne dass die Musik an Transparenz verliert, sich alles in einem einzigen Rausch vermischt - nicht zuletzt auch ein Verdienst der Aufnahmeleiter.

Here we have two magnificent recordings with Capella Murensis and Les Cornets Noirs. The sheer sound experience in Muffat's Missa in labore requies is amazing, and the musical quality is no less convincing: Conductor Johannes Strobl is demonstrating the enormous variety of expressions in all the works on the program. Overall admirable!

Neuigkeit 29.08.2016 | Wencke Wallbaum Neues Ausgewählte audite-Tracks als Gratis-Download

In Kooperation mit audite und dem Portal highresaudio.com bietet das Fachmagazin Stereoplay noch bis zum 05. September 2016 elf ausgewählte Tracks aktueller und legendärer Aufnahmen in hochauflösendem Format als Gratis-Download an. Zu den Hintergründen und welche Tracks der Gratis-Sampler beinhaltet, lesen Sie im vollständigen Artikel der aktuellen Stereoplay-Ausgabe.

Neuigkeit 23.09.2016 | Agnes Böckenhoff Veröffentlichung Video: Allusions and beyond / PianoDuo Takahashi|Lehmann

Musikalische Transformationen für Klavier zu vier Händen

Das PianoDuo Takahashi|Lehmann legt seine nunmehr dritte CD-Produktion bei audite vor. Sie enthält zum einen Transkriptionen bereits existierender Werke, zum anderen Originalkompositionen, die durchdrungen sind von musikalischen Zitaten und Anspielungen auf Werke anderer Komponisten. Die Annäherung an bestehende Musik im Rückgriff auf die Musikgeschichte erfolgt in verschiedensten Gradierungen und spannt den Bogen vom (fast) originalen Notentext bis hin zur Auflösung des klassischen Zeit- und Epochenbegriffs.

György Kurtágs Bearbeitungen Bach'scher Choralvorspiele und Max Regers Transkription des Fünften Brandenburgischen Konzerts übertragen einen unverändert übernommenen Notentext von einem Medium (Orchester oder Orgel) auf ein anderes (Klavier zu vier Händen); Kurtág wählte geistliche Werke, Reger ein weltlich-konzertantes Stück. Kurtágs Übersetzungen für zwei Pianisten entstanden aus der kontemplativen Versenkung in Bachs Stücke; Reger gelang ein klares konzertantes, dabei aber immer durchsichtiges Opus für zwei Spieler an einem Klavier.

Zu Brahms' Haydn-Variationen und Bernd Alois Zimmermanns Monologen haben ihre Komponisten auch alternative Versionen mit Orchester hinterlassen; bei Zimmermann weichen die Fassungen so stark voneinander ab, dass man bei der vorliegenden Version für zwei Klaviere von einer Neukomposition, einer neuen, zweiten Betrachtung der Werkidee und des musikalischen Materials sprechen muss. In Form zahlreicher Zitate integrierte Bernd Alois Zimmermann Transformation als (An-)Verwandlung historischer Musik ebenso in seine Monologe wie die Spannung zwischen Geistlichem und Weltlichem. „Musik über Musik" wird bei ihm nicht nur zur bloßen Nachzeichnung des großen Zeitbogens, der aus der Ära Bachs in unsere Gegenwart herüber reicht, sondern löst den Zeitbegriff epochenübergreifend aus ihrer Linearität.

Wieder beleuchtet das PianoDuo Takahashi|Lehmann den facettenreichen Kosmos von Klaviermusik für vier Hände an ein und zwei Klavieren. Mit gewohnt virtuos-fundierter Klaviertechnik versteht es das Duo, programmatisch-intellektuelle Konzeption und leidenschaftliche Expressivität zu verbinden. Sein gleichermaßen kluges wie berührendes Musizieren erschließt dem Hörer auch zunächst abstrakt erscheinende Werke.

Neuigkeit 26.09.2016 | Wencke Wallbaum Neues Schumann-Serie im Fokus der FAZ

Die Teile 4 und 5 der Reihe Schumann: Sämtliche Sinfonische Werke mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung Heinz Holligers wurden jüngst von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) ausführlich rezensiert und auf den Prüfstand gestellt. Einen direkten Vergleich mit aktuellen Harmonia Mundi-Veröffentlichungen mussten die audite-Produktionen in keinster Weise scheuen, "treten hier doch Seiten des Menschlichen zutage, aus denen Kunst eine eigene Dringlichkeit gewinnt".
Den vollständigen Artikel lesen Sie hier!

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