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Pizzicato

Rezension Pizzicato 6/7-2005 | Norbert Tischer | 16. Juni 2005 Die polnische Marimba-Virtuosin Katarzyna Mycka, die 1995 die 'Percussion...

Die polnische Marimba-Virtuosin Katarzyna Mycka, die 1995 die 'Percussion Competition' in Luxemburg gewann, spielt zusammen mit ihren Kollegen Bach und Stromer ein Programm mit Stücken für Marimba von Rüdiger Passawar, Keiko Abe, Steve Reich, Leander Kaiser u.a. Gespielt wird mit viel Virtuosität, aber auch mit Raffinement, nuancen- und farbenreich. Das Spiel der drei Interpreten zieht eindeutig Nutzen aus dem Surround-Klang, der dem von Natur aus etwas trockenen Instrument eine angenehme Dimension von Räumlichkeit gibt.
DeutschlandRadio

Rezension DeutschlandRadio Sonntag, 16.05.2005 | Norbert Ely | 16. Mai 2005 Seien Sie willkommen zu einer kurzen wohlwollend-kritischen Auseinandersetzung...

Seien Sie willkommen zu einer kurzen wohlwollend-kritischen Auseinandersetzung mit zwei Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Kammermusik-CDs. Zum einen möchte ich Ihnen heute eine neue Scheibe des Mandelring Quartetts vorstellen. Sie ist als hypride Super Audio CD bei audite erschienen und bietet dem, der die technischen Voraussetzungen dafür hat, Schubert im Surround Sound. Zwei Streichquartette haben die Mandelrings dafür eingespielt, und zwar das in a-moll op. 29, das sogenannte "Rosamunde"-Quartett, und das Werk in E-dur Op. 125 Nr. 2. Das Ganze stellt Volume 2 einer Gesamtedition dar. [...]

Beginnen wir mit den Schubert'schen Quartetten. Das in E-dur zählt unbeschadet der hohen Opuszahl zu den vergleichsweise früh entstandenen Werken, und allgemein geht man davon aus, Schubert habe sich, als er es schrieb, noch nicht recht von den damals, nämlich 1816, geltenden Vorbildern lösen können. Das Mandelring Quartett belehrt einen da freilich sehr rasch eines Besseren. Sie spielen mit heißem Atem, schärfen die Konflikte, wechseln gedankenschnell zwischen heftigen Ausbrüchen und sekundenkurzen Anklängen an den typischen Wiener Tonfall, so dass man unmittelbar zu spüren bekommt, wie eng die überkommene Formenwelt auch schon zu diesem Zeitpunkt für die Schubert'schen Themen und Melodien geworden war. Das Mandelring Quartett spielt Schubert sozusagen im Aufbruch. Aber sie spielen ihn gleichwohl außerordentlich kontrolliert, und vor allem in dieser Kontrolle der Tongebung und der Artikulation tritt dem Hörer indirekt wiederum das traditionelle Moment des Streichquartetts entgegen.

• Musikbeispiel: Franz Schubert - 1. Satz (Ausschnitt) aus: Streichquartett E-dur op. 125,2 D 353

Wer das E-dur-Quartett von Franz Schubert so heftig beginnt, traut womöglich auch der Idylle des "Rosamunde"-Quartetts nicht über den Weg. Über das Thema des zweiten Satzes ist immer wieder gerätselt worden, vor allem auch über die theatralische Bedeutung, die ihm möglicherweise im dritten Entr'acte der Schauspielmusik zu "Rosamunde" zukommt. Die Tatsache, dass Schubert dieses Thema außerdem nicht nur für die Variationen im a-moll-Quartett verwandte, sondern es auch noch einmal in einem Impromptu aufgriff, weist darauf hin, dass es alles andere als eindeutig ist. Und wie sehr es zum Dunklen, Rätselvollen hin changiert, das tritt nun in dieser neuen Einspielung durch das Mandelring Quartett zutage. Ob es die irrlichternden Sechszehntelfiguren der 2.Violine sind oder die daran anschließenden harmonischen Verwerfungen – stets materialisiert dieses Ensemble das Doppelgesichtige der Schubert'schen Musik.

• Musikbeispiel: Franz Schubert - 2. Satz (Ausschnitt) aus: Streichquartett a-moll op. 29 D 804 ("Rosamunde-Quartett")

Der zweite Satz, Andante, des sogenannten Rosamunde-Quartetts von Franz Schubert in einer neuen Aufnahme durch das Mandelring Quartett. Die Neigung dieses Ensembles, den inneren Konflikten in Schuberts Musik nachzuspüren, schlägt sich nicht minder im Menuett nieder, das eben alles andere als ein verbindliches Menuett darstellt. Nicht einmal das Finale wird in jenem begütigendem Tonfall gespielt, der einem sonst oft genug begegnet – hier schärft immer wieder virtuose Attacke die Gegensätze.

• Musikbeispiel: Franz Schubert - 4. Satz (Ausschnitt) aus: Streichquartett a-moll op. 29 D 804 ("Rosamunde-Quartett")

Soviel zum Mandelring Quartett und seiner neuen Schubert-CD, der zweiten, die im Rahmen der Gesamtaufnahme der Streichquartette bei dem Label "audite" erschienen ist.
Die Rheinpfalz

Rezension Die Rheinpfalz 4. Oktober 2004 | gt | 4. Oktober 2004 Alma Mahlers Lieder

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