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Pizzicato

Rezension Pizzicato 12/2005 | Rémy Franck | 1. Dezember 2005 Und zum Abschluss Kerry Turner

Das Münchner Brass Quintet spielt auf dieser CD nicht nur ausschließlich Originalkompositionen für Blechbläserquintett, es wählte auch sehr anspruchsvolle Stücke aus, wie sie nur ein Ensemble mit ausgesprochenen Virtuosen risikofrei und souverän aufführen kann. Die Münchner erkunden die Werke von Cheetham, Bernstein, Persichetti, Previn und Turner als wahre Kammermusiker detailfreudig und auf Wohlklang bedacht, mit sorgfältigster Phrasierung und raffinierten Nuancen. Keine der klippenreichen Partituren scheint ihnen auch nur die geringste Mühe zu machen, auch nicht jenes wunderbare Ricochet von Kerry Turner, dem Solohornisten des Philharmonischen Orchesters Luxemburg, dessen brillante Komposition das Programm wirkungsvoll beschließt.
DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton

Rezension DeutschlandRadio Kultur - Radiofeuilleton | Oliver Schwesig | 18. August 2005 Nach 11:40 Uhr lassen wir die Seele baumeln – Klassik zum Näherrücken von...

Nach 11:40 Uhr lassen wir die Seele baumeln – Klassik zum Näherrücken von Louis Massonneau, dessen Oboenquartette auf einer neuen CD erstmals komplett präsentiert werden.

Mit Oliver Schwesig. Er lebte von 1766 bis 1848 – in spannenden Zeiten also. Aber die Musik von Louis Massonneau klingt eher behaglich. Abseits des Weltgewoges lebte er in der höfischen Provinz – am längsten im mecklenburgischen Ludwigslust – und schrieb innige Romanzen wie die folgende:

[Musik 1: CD audite 92562 LC 4480, Track 5: Louis Massonneau: Oboenquartett B-Dur, Ensemble Più; Cue: 0’00, Länge: 3’05]

Das war der langsame Satz aus Louis Massonneaus B-Dur-Oboenquartett, und zwar in einer Ersteinspielung beim Label Audite. Interpreten dieser Pioniertat sind vier im Rheinland aktive Musiker, die sich als Ensemble Più zusammengetan haben und den freundlichen Gefälligkeiten Massonneaus zu einer schmerzarmen CD-Geburt verhelfen. Der hatte übrigens zwar französische Eltern, verbrachte aber sein ganzes langes Leben als Geiger, Musiklehrer und Kapellmeister in Mittel- und Norddeutschland. Doch letztlich ist die Nationalität hier ziemlich egal, denn er vertritt einen Stil, der sich damals wie heute überall in Europa gut hören ließ und lässt: heitere Klassik, die leicht ins Ohr geht und ansonsten alles in der Welt an dem Platz lässt, wo es immer schon war. Die drei Oboenquartette, die er 1798 als kleine Serie herausbrachte, sind auch von den Längen her handlich – insgesamt verbrauchen sie nicht mehr als reichlich 40 Minuten. Aber die kann man sich dann wirklich gut anhören, weswegen wir uns jetzt auch noch den ersten Satz des B-Dur-Quartetts genehmigen:

[Musik 2: CD audite 92562 LC 4480, Track 4: Louis Massonneau: Oboenquartett B-Dur, Ensemble Più; Cue: 0’00, Länge: 5’15]

… und weil wir hoffen, dass Sie sich vorhin mit der Musik von Louis Massonneau wohl fühlen konnten, nun bis zu den Nachrichten noch das Finale aus seinem Oboenquartett in B-Dur:

[Musik 3: CD audite 92562 LC 4480, Track 6: Louis Massonneau: Oboenquartett B-Dur, Ensemble Più; Cue: 0’00, Länge: 3’25]

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